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Soziale Phobie; Ernüchterndes Singleleben

Heey,
Ich bin 18 Jahre und mir geht es einfach genau so wie dir !
Nur halt das ich Weiblich bin ^^
Aber um dir einen Tipp zu geben, versuch dich einfach mal mit einem Mädchen anzufreunden 🙂
auch wenn es nur übers Internet ist. Es sind auch nur Menschen. Das kann ich dir bestätigen ^^
Ich hab auch lange gebraucht um mich mal mit Jungs anzufreunden zu können.
Es ist leichter gesagt als getan .. ich weis. Ich hab nicht viel Selbstvertrauen und bin mega schüchtern und bin auch schon seit 18 Jahren Single. Also ich kann es verstehen und hoffe das ich hier auch einen guten Tipp lesen kann 😵
 
Danke für die Antwort 🙂

Warum sollten dir fremde Menschen nicht "verzeihen" wenn sie dir psst! sagen? Verwandte und Kumpels machen es ja auch.

Weil fremde Menschen meine Persönlichkeit (also auch die positiven Seiten) nicht kennen, im Gegensatz zu Bekannten.

Und was ist, wenn du einer fremden Person "pssst!" sagen WÜRDEST? Wie würdest DU über sie denken? Was ist deiner Meinung nach so schlimm daran einen schlechten Eindruck bei einer Person zu hinterlassen?

Stichwort Perfektionismus: Da will man bei niemandem einen schlechten Eindruck hinterlassen.

Wenn ich jetzt beispielsweise einen schlechten Eindruck von dir hätte, weil mir keine Ahnugn z.B. das zu lang war was du mir geantwortet hast, was für Auswirkungen hätte das jetzt für dich?

Ich würde mich nicht sehr toll fühlen.

Das mit dem telefonieren ist eine übliche Angst bei der SP, wie allgemein der Kontakt mit "neuen" Situationen/Menschen. Hast schonmal großen Respekt von mir verdient, das du das Praktikum durchgezogen hast, hättest es ja auch vermeiden können.

Danke
🙂 Ich war wirklich kurz davor, mich zu "outen", habe es dann aber doch zähneknirschend durchgezogen...

Aber jetzt hast dich in die Angstsituation begeben, sie ausgehalten, aber der gewünschte Effekt ist nicht eingetreten, fühlst dich nicht sicherer beim telefonieren...hast dich nicht dran gewöhnt, obwohl du eventuell die Erwartung hattest.

Ich bin mir ziemlich sicher, das du mit einer falschen Einstellung an die Sache ran bist. Da du deinen perfektionismus so hervorhebst liegt da eben wahrscheinlich auch die Begründung. "Ich muss nen super Job am Telefon machen" "darf mich nicht versprechen" "muss mir alles merken" "gute Antworten geben" "darf nicht langweilig sprechen, aber auch nicht zu hastig/nicht zu langweilig" etc. - Ansprüche die man nicht erfüllen kann...du musst dir sagen "yeah, ich war sau oft am Telefon" "obwohl ich telefonieren haße und auch oft versucht habe mich vor dem Gespräch zu drücken hab ichs dennoch oft gemacht" "es war meistens okay, ich konnte einigermaßen sprechen" "ich bin aufgeregt wenns tel bimmelt, aber das gehört halt zu meiner Angst, hab ich mir halt so antrainiert" -> wenn du das vor/nach jedem Telefongespräch so machst, gehst du mit nem viel besseren Gefühl aus der Sache.

Was entspricht deiner Meinung nach eher der Realität, die ersten "Gedanken" oder die Zweiten?

Naja, mein größter Gedanke während dem Telefonieren war: "Ich muss das Richtige sagen". Ich war ja nur Praktikant und hatte somit auf die allermeisten Fragen keine Antwort parat, und es war mir immer total peinlich, zu sagen, dass ich dafür nicht zuständig bin und hab dann zu nem Kollegen durchgestellt. Das war in etwa 80% der Fälle der Fall.
Zum zweiten Gedanken: Wenn ich mir nach dem Telefonat denken würde
"ich bin aufgeregt wenns tel bimmelt, aber das gehört halt zu meiner Angst, hab ich mir halt so antrainiert", dann würde ich mich da glaube ich noch weiter in meine Angst reinsteigern und ich weiß nicht ob das dann wirklich förderlich wäre. Es ist einfach ein total beschissener Kreislauf 🙁

Ich hab lange gedacht sowas funktioniert doch nie um ne Angst in den Griff zu kriegen, aber es klappt 😉. Es geht nicht darum nie mehr Angst vorm Tel zu haben (das wär perfektionistisch) sondern es etwas erträglicher zu machen. Aber wenn man jahrelang trainiert hat eher negativ zu denken, wird man eben häufig negativ denken, du lässt sozusagen kein grünes Blatt an dir, bewertest dich mit nem anderen Maßstab als andere. Deine Angst ist so, als ob du aus nem Flugzeug ohne Fallschirm springst...dabei stehst du nur auf einer 20cm hohen Stufe 😉. Aber ich kenn das, das erfordert halt Übung und dann klappts.

Die Frage ist etwas schwer zu beantworten, aber gab es irgendwas positives beim Telefonieren? (insofern schwer, weil man hätte keine soziale Phobie wenn man häufig positiv über sich und sein Verhalten denken würde).

P.S.: habs hier glaub schonmal geschrieben, aber ich hab Kumpels im Studium nach nem Referat häufig gefragt über was ich so gesprochen hab bzw. auch wenn andere ein Referat hatten, was das Thema war, worum es ging etc. ... die Antworten waren das absolute Gegenteil von dem was ich vermutet hatte: wenn ein paar das Thema wußten und ein zwei Sätze dazu sagen konnten, war es die Ausnahme 😉.

Positives beim Telefonieren damals fällt mir jetzt ehrlichgesagt nicht ein.
Bezüglich des Referates: Ich denke, du willst darauf hinaus, dass die Meisten garnicht zuhören bei Referaten? Das ist auch mein Eindruck, aber es gibt dann doch immer diese 5 aus 25, die eben doch zuhören. Hinterher fliegt es aber auch bei denen, die nicht zuhören, auf. Ich habe zum Beispiel vor drei Jahren in der Schule in Biologie ein Referat gehalten und hinterher noch ein "Handout" an die Klasse ausgeteilt. Dann wurde ich darauf angesprochen, wieso ich denn so fürchterlich zittern würde. Das war mir so peinlich, ein Moment, den ich nie vergessen werde 🙁
 
Zuletzt bearbeitet:
Hey Scharly93,

ja richtig die Fremden, sehen nicht die Persönlichkeit, nicht deine positiven Seiten. Das bedeutet aber doch auch, das ein "psst!" von einer relativ unbekannten Person keine Folgen für dich hat. Die Person siehst du ja sogut wie nie, also warum sich Gedanken machen über ne Person die du als Fremd bezeichnest? Du musst schließlich nicht mit ihr gut auskommen.

Ich finds super das du "Positive Seiten" an dir erwähnst, die scheinst du wirklich zu haben. Denn du weißt das ein "psst" deiner Familie/Kumpels keine schlchte Laune hervorruft, weil du ja eigentlich ganz inrodnung bist und eben postiive Seiten hast.


Okay und wie behandelst du Menschen nachdem du sie mti einem "psst" aufgefordert hast, leise zu sein? Sind die dann für dich für immer unten durch, also ist es endgültig ... oder wie denkst du über die Leute die mal ein bisschen lauter waren?


Wenn ich nen schlechten Eindruck von dir hab, würdest dich also nicht toll fühlen. Weil du dann weißt das dich eine Person weniger mag, oder? Ich hab ja nach den Auswirkungen gefragt, also inwiefern beeinflusst meine Unsympathie dir gegenüber z.B. dein Verhältnis zu deiner Familie? Oder zu deinen Schulkollegen? Oder deine HObbyaktivität? Hat es da einen direkten Einfluss drauf?


Stichwort "outen" ist aber auch gut. Ne Schwäche zuzugeben mit ner sozialen Phobie ist sau schwer, aber wenn gar nix mehr geht (wie in dem Praktikum) dann sag ruhig (nicht unbedingt das du ne Phobie) hast, aber das du einfach sozusagen recht schüchtern bist und etwas Angst hast nen Fehler zu machen (sehr viele werden dafür Verständniss zeigen 😉 ). Das ist übrigens ein klares Zeichen von Selbstbewußtsein, eine Schwäche zuzugeben und dazu zu stehen 😉. Also kansnt es ja ma probieren.


Irgendwie finde ich deine denkweise im Praktikum DIR gegenüber selbst unfair. Du erwartest ja das du in nem "neuen" Job - ohen dazugehörige Ausbildung/Studium - schon total viel weißt. Das ist ja als ob du nem 7 Jährigen sagst er soll ma ne Sinusfunktion durchrechnen. Deine Arbeitskollegen arbeiten schließlich seit teilweise 20 Jahren (und dann noch mit Ausbildung) in dem Job.

Meiner Meinung nach leigst ziemlich in der Norm, wenn du im Praktikum in 80% der Fällen das Telefonat weitergeben musstest. Das heißt ja abe rauch das du in 20% der Fällen ne Auskunft geben konntest (und das ohne jahrelange Berufserfahrung in dem Job und ohne Ausbildung). Auch wenns nur die Basisinformationen waren ist das doch total ausreichend. Also zumindest bisschen was hast dann schon aufm Kasten 😉.


Musst halt leider trainieren die Vorteile (z.B.) vom Teleofnieren, die du bei dir bemerkst hast, zu erkunden. Auch wenn du dich jetzt ne Stunde hinsetzt und dir gerade mal EINE SAche einfällt, ist das schon gut.


Mir wurde auch vor 2,5 Wochen auf ner Hochzeit gesagt das ich zittere, als ich meinen Teller abgestellt habe. Ich hab dann einfach irgendwas gesagt. Es hat nämlich KEINERLEI Auswirkungen auf dein Leben. Du denkst "wenn die sehen das ich zitter, wirke unsicher, vielleicht denkt sogar einer das ich Alkoholiker bin, ich darf auf keinen Fall nochma zittern, bzw. muss es irgendwie verbergen" oder?

Und ich denk mir "die können ruhig denken was sie wollen, 80% sehen es eh nicht" (okay, in dem Fall hats jeder gesehen, aber nur weil einer es laut ausgesprochen hat) <- für mich ist damit ja eigentlich ein Worst-Case eingetreten: zig Leute haben gesehen das ich zitter - nach deiner Theorie müssten die ja dann alle denken "der is irgendwie komisch, unsicher, den ignoriere ich jetzt". Aber was ist passiert, nachdem es einer laut ausgesprochen hat? ... nichts, ich hab mich normal weiter unterhalten, mit einem hatte ich mich dann sogar verabredet für die Woche darauf zum Joggen (haben uns ganz gut verstanden und auch länger gequatscht) <- das alles OBWOHL ich gezittert hab und es ALLE gesehen haben. Es kann dir nix passieren, wenn du zitterst/dich verhaspelt/"keine Ahnung" sagst ... ein blöder Spruch ist das Maximum was dir passieren kann.

Du musst einfach nur ausprobieren, ob die schlimme Befürchtung wirklicih eintritt 😉.

Ist beim telefonieren irgendwas schlimmes passiert? Das einzige was passiert ist, ist das DU dich selber runtermachst, weil du zu hohe Ansprüche stellst ... oder hat dein praktikumsanleiter gesagt "du kannst gar nix, weil du zurückhaltend bist am Telefon"? Vielleicht hättest eine etwas besser Bewertung bekommen, wenn du extrovertiert gewesen wärst. Was bringt einem das denn? Mittelmäßigkeit ist meist ausreichend, das bedeuete nämlich Konform mit der Gesellschaft und das klingt doch gut ^^. Das Hauptproblem der sozialen Phobie, ist das man sich gedanklich runtermacht - es ist "nur" das Kopfkino, nach außen wirkst du nämlich normal, das kannst mir glauben 😉.


Wenn ich so deinen Text lese, hab ich irgendwie den Eindruck, das es sogut wie immer nur um die anderen geht, das es denen gut geht, das du es denen recht machst etc. wo bleibst denn dann du? Kümmerst dich auch ma um dich selber?
 
Hey Scharly93,

ja richtig die Fremden, sehen nicht die Persönlichkeit, nicht deine positiven Seiten. Das bedeutet aber doch auch, das ein "psst!" von einer relativ unbekannten Person keine Folgen für dich hat. Die Person siehst du ja sogut wie nie, also warum sich Gedanken machen über ne Person die du als Fremd bezeichnest? Du musst schließlich nicht mit ihr gut auskommen.

Danke für die Antwort 🙂 In Sachen "pssst!" geht es mir nicht um total unbekannte Leute, die ich danach nicht mehr sehen werde, mir geht es zum Beispiel um Klassenkameraden, mit denn ich zwar nicht so viel am Hut habe, aber dennoch einen guten Eindruck hinterlassen möchte. Wenn es in der Öffentlichkeit jemand zu mir sagt, macht es mir nicht so viel aus, weil die mich ja nicht mehr sehen, da ist es mir in der Regen egal.

Okay und wie behandelst du Menschen nachdem du sie mti einem "psst" aufgefordert hast, leise zu sein? Sind die dann für dich für immer unten durch, also ist es endgültig ... oder wie denkst du über die Leute die mal ein bisschen lauter waren?

Ne, ich denke über diese Leute dann genau, wie sie über mich denken: Man ist nicht unten durch und nach dem "pssst!" ist die Sache auch gegessen. Nur leider denke ich mit meiner sozialen Phobie dann nachwievor, dass ich einen schlechten Eindruck hinterlassen habe und habe im Gefühl, ich habe was dummes gemacht, wenn man "pssst" zu mir sagt..
Ich denke quasi immer das Schlechteste.

Wenn ich nen schlechten Eindruck von dir hab, würdest dich also nicht toll fühlen. Weil du dann weißt das dich eine Person weniger mag, oder? Ich hab ja nach den Auswirkungen gefragt, also inwiefern beeinflusst meine Unsympathie dir gegenüber z.B. dein Verhältnis zu deiner Familie? Oder zu deinen Schulkollegen? Oder deine HObbyaktivität? Hat es da einen direkten Einfluss drauf?

Einen direkten Einfluss nicht, aber es wäre halt wieder ein negativer Knick in meinem Selbstbewusstsein, wenn du nen schlechten Eindruck von mir hättest. Und das wirkt sich dann auch auf das Reallife aus.

Stichwort "outen" ist aber auch gut. Ne Schwäche zuzugeben mit ner sozialen Phobie ist sau schwer, aber wenn gar nix mehr geht (wie in dem Praktikum) dann sag ruhig (nicht unbedingt das du ne Phobie) hast, aber das du einfach sozusagen recht schüchtern bist und etwas Angst hast nen Fehler zu machen (sehr viele werden dafür Verständniss zeigen 😉 ). Das ist übrigens ein klares Zeichen von Selbstbewußtsein, eine Schwäche zuzugeben und dazu zu stehen 😉. Also kansnt es ja ma probieren.

Für mich ist es ganz einfach, Schwächen zuzugeben. Ich mache das viel lieber, als Stärken zuzugeben. Das liegt wohl an meinem Naturell, ich bin absolut kein Freund von Selbstlob und wäre der allerletzte Mensch auf der Welt, der narzistisch werden würde. Deswegen habe ich weniger ein Problem damit, meine Schwächen zuzugeben, zumal das einen ja auch in gewisser Weise sympathisch macht. Nur ist es am Arbeitsplatz halt nicht so einfach, insbesondere, wenn das Telefon die Hauptaufgabe ist (und das war es damals im Praktikum).

Irgendwie finde ich deine denkweise im Praktikum DIR gegenüber selbst unfair. Du erwartest ja das du in nem "neuen" Job - ohen dazugehörige Ausbildung/Studium - schon total viel weißt. Das ist ja als ob du nem 7 Jährigen sagst er soll ma ne Sinusfunktion durchrechnen. Deine Arbeitskollegen arbeiten schließlich seit teilweise 20 Jahren (und dann noch mit Ausbildung) in dem Job.

Das hätte ich vorher vielleicht besser erklären sollen: Als man mich ans Telefon geschickt hat, haben sie alle zu mir gesagt, dass es absolut kein Problem ist, wenn ich nicht weiter weiß, ich soll das dann am Telefon einfach sagen und zu meinen Kollegen durchstellen. Das Problem mit meiner sozialen Phobie war es dann halt immer, am Telefon dem Gesprächspartner auch wirklich zuzugeben, dass ich nicht weiterweiß. Ich habe mich da so ahnungslos gefühlt

🙁 Am Ende vom Praktikum habe ich eine äußerst positive Bewertung von meinen Kollegen bekommen, aber meine Phobie ist wohl so tief verankert, zumindest hatte diese positive Bewertung damals keinerlei positiven Einfluss auf das Selbstbewusstsein. 🙁

Meiner Meinung nach leigst ziemlich in der Norm, wenn du im Praktikum in 80% der Fällen das Telefonat weitergeben musstest. Das heißt ja abe rauch das du in 20% der Fällen ne Auskunft geben konntest (und das ohne jahrelange Berufserfahrung in dem Job und ohne Ausbildung). Auch wenns nur die Basisinformationen waren ist das doch total ausreichend. Also zumindest bisschen was hast dann schon aufm Kasten 😉.

Damit hast du Recht, und hätte ich diese Phobie nicht, dann könnte ich mir das selber hoch anrechnen. Beziehungsweise, ich rechne es mir schon an, aber es überwiegen halt immer die schlechten Dinge.
Machen wir mal ein Extrembeispiel: Ich halte vor 100 Leuten einen Vortrag. Wenn 99 davon höchst zufrieden waren und einer davon meinte "so ein langweiliger Vortrag", dann überwiegt für mich die Meinung von dem Einen und ich sehe nur das Negative. Da haben wir wieder das Stichwort "Perfektionismus". Auch wenn ich selber genau weiß, dass es nicht jedem 100% gefallen kann. Mit meiner Krankheit (so nenne ich es einfach mal) ist das Denken leider so.
🙁

Musst halt leider trainieren die Vorteile (z.B.) vom Teleofnieren, die du bei dir bemerkst hast, zu erkunden. Auch wenn du dich jetzt ne Stunde hinsetzt und dir gerade mal EINE SAche einfällt, ist das schon gut.

Mir wurde auch vor 2,5 Wochen auf ner Hochzeit gesagt das ich zittere, als ich meinen Teller abgestellt habe. Ich hab dann einfach irgendwas gesagt. Es hat nämlich KEINERLEI Auswirkungen auf dein Leben. Du denkst "wenn die sehen das ich zitter, wirke unsicher, vielleicht denkt sogar einer das ich Alkoholiker bin, ich darf auf keinen Fall nochma zittern, bzw. muss es irgendwie verbergen" oder?

Und ich denk mir "die können ruhig denken was sie wollen, 80% sehen es eh nicht" (okay, in dem Fall hats jeder gesehen, aber nur weil einer es laut ausgesprochen hat) <- für mich ist damit ja eigentlich ein Worst-Case eingetreten: zig Leute haben gesehen das ich zitter - nach deiner Theorie müssten die ja dann alle denken "der is irgendwie komisch, unsicher, den ignoriere ich jetzt". Aber was ist passiert, nachdem es einer laut ausgesprochen hat? ... nichts, ich hab mich normal weiter unterhalten, mit einem hatte ich mich dann sogar verabredet für die Woche darauf zum Joggen (haben uns ganz gut verstanden und auch länger gequatscht) <- das alles OBWOHL ich gezittert hab und es ALLE gesehen haben. Es kann dir nix passieren, wenn du zitterst/dich verhaspelt/"keine Ahnung" sagst ... ein blöder Spruch ist das Maximum was dir passieren kann.

Du musst einfach nur ausprobieren, ob die schlimme Befürchtung wirklicih eintritt 😉.

Hast du die meisten Leute damals erstmals in deinem Leben gesehen?
Für mich wäre diese Situation eher weniger ein Problem, ich weiß aber nicht wieso... Aber ich stell mir gerade vor, wie ich vor vielen Leuten an einem Tisch irgendwelche Symptome zeige und es einer auch laut ausspricht, aber hier hätte ich weniger ein Problem mit. Vielleicht, weil ich mit denke: "Die seh ich eh kaum mehr, während ich bei Klassenkameraden ja einen guten, bleibenden Eindruck hinterlassen möchte".

Ist beim telefonieren irgendwas schlimmes passiert? Das einzige was passiert ist, ist das DU dich selber runtermachst, weil du zu hohe Ansprüche stellst ... oder hat dein praktikumsanleiter gesagt "du kannst gar nix, weil du zurückhaltend bist am Telefon"? Vielleicht hättest eine etwas besser Bewertung bekommen, wenn du extrovertiert gewesen wärst. Was bringt einem das denn? Mittelmäßigkeit ist meist ausreichend, das bedeuete nämlich Konform mit der Gesellschaft und das klingt doch gut ^^. Das Hauptproblem der sozialen Phobie, ist das man sich gedanklich runtermacht - es ist "nur" das Kopfkino, nach außen wirkst du nämlich normal, das kannst mir glauben 😉.

Wie gesagt, die Bewertung war sehr positiv, das ging aus meinen Postings davor vielleicht nicht so hervor. Auf jeden Fall wurde ich stets gelobt. Trotzdem mache ich mich, wie du es schon sagst, gedanklich runter, weil ich die meisten Leute danach nie mehr am Telefon hatte und mir auch heute noch denk: "Was hab ich denen damals für einen Eindruck hinterlassen, als ich gesagt habe: "Ich weiß das leider nicht, ich muss Sie zu einem Kollegen durchstellen!"?"


Wenn ich so deinen Text lese, hab ich irgendwie den Eindruck, das es sogut wie immer nur um die anderen geht, das es denen gut geht, das du es denen recht machst etc. wo bleibst denn dann du? Kümmerst dich auch ma um dich selber?

Damit triffst du voll ins Schwarze. Für mich hat absoluten Vorrang, dass es den Anderen gut geht. Erst danach darf es auch mir gut gehen. Hier werden vielleicht mein Naturell sowie die soziale Phobie miteinander "kombiniert", da ich ja, wie ich oben geschrieben habe, absolut nicht narzistisch bin und auch nicht sein möchte, deswegen schau ich immer erst auf die Anderen. Wenn ich eine Aktion mache, nachdem es mir gutgeht, meinem Gegenüber aber nicht, dann mach ich mir schon Vorwürfe. 🙁
Meine Eltern sagen zu mir, dass ich zu nett sei, weil ich immer drauf aufpasse, dass es meinem Gegenüber gut geht, bevor ich an mich selber denke.
 
Heey, Ich bin ein Jahr jünger als du, habe fast die gleichen Probleme. Du machst dir mehr Sorgen um andere als um dich selbst. Es ist wie in einem Film, es gibt einen Hauptcharakter und den besten Freund. Du verhältst dich in deinem eigenen Leben wie der beste Freund. Das ist doch Schade. Ich hab irgendwann angefangen mir ein Hobby zu suchen, ich fotografiere sehr gern und gut, die Leute fand es gut und haben mich gelobt und das hat mir etwas Selbstbewusstsein gegeben, vielleicht hilft es dir ja wenn du dir auch etwas sucht was du gut kannst. Wenn dir das schon mal jemand vorgeschlagen hat tut's mir leid ich hab noch nicht alles gelesen ^^'
 
Heey, Ich bin ein Jahr jünger als du, habe fast die gleichen Probleme. Du machst dir mehr Sorgen um andere als um dich selbst. Es ist wie in einem Film, es gibt einen Hauptcharakter und den besten Freund. Du verhältst dich in deinem eigenen Leben wie der beste Freund. Das ist doch Schade. Ich hab irgendwann angefangen mir ein Hobby zu suchen, ich fotografiere sehr gern und gut, die Leute fand es gut und haben mich gelobt und das hat mir etwas Selbstbewusstsein gegeben, vielleicht hilft es dir ja wenn du dir auch etwas sucht was du gut kannst. Wenn dir das schon mal jemand vorgeschlagen hat tut's mir leid ich hab noch nicht alles gelesen ^^'

Hey!

Kein Problem, dass du noch nicht alles gelesen hast, ist schließlich schon ein umfangreicherer Thread hier 😀 Ich denke auch, dass es mir helfen würde, wenn ich mir etwas suche, was ich kann. Wurde mir hier im Thread auch schon vorgeschlagen. Was ich sehr gerne machen würde, ist Fußball spielen in einem Verein. Aber da stoße ich an meine gesundheitlichen Grenzen, da ich schwerer Asthmatiker bin 🙁


Bezüglich meiner sozialen Phobie habe ich mich nun für eine Therapie entschieden, demnächst (Zeitpunkt muss noch ausgemacht werden) habe ich ein erstes Treffen mit einem Psychologen, mit dem ich schonmal erfolgreich zusammengearbeitet habe. Dieser darf mich leider nicht mehr behandeln (da ich Ü18 bin), aber eine Sitzung ist drin bei ihm. Danach wird er mich zu einem anderen Psychologen schicken, von dem er felsenfest überzeugt ist. Dort werde ich dann im August meine Therapie gegen die soziale Phobie in Angriff nehmen. Ich freu mich drauf 🙂
 
Hey scharly93,
hab nochma über das Telefonieren nachgedacht. Weil eigentlich hast es ja geübt, aber es hat trotzdem nciht geklappt.
Aber ich glaub ich weiß woran das liegt. Du hast ja wahrscheinlich doch immer wieder gedacht, das du es "perfekt" machen musst, das war dann oft nicht der Fall und du hast dich "ahnungslos" gefühlt.
Das heißt, du hast Angst das du "ahnungslos" sein könntest, dann ist es hilfreich du setzt dich dieser (am besten volle Kanne) aus ^^. Weil es geht darum, das du siehst das die "schlimmen Befürchtungen" gar nicht eintreten, nur in ganzer schwacher Form.
Ich hab das mal geübt, in dem ich bei ner Behörde angerufen hab und Sachen immer und immer wieder gefragt hab, also "ähhh wie war das?" "können sie das nochmal wiederholen?" (<- und die Sätze dann manchmal zwei oder dreimal) ... ich hab gedacht wenn ich dreimal hintereinander sag "ähh wie war das" das die total ausflippen, war in 80% der Fällen nicht der Fall und WENN dann mal was kam ("z.B. sagen sie mal, haben sie tomaten auf den ohren") oder so dann lenkt man halt seine Aufmerksamkeit schnell weg von dem Satz und puffert das mit rationalen Gedanken ab.
Weil früher bin ich nach nem Telefonat auch nur mit dem Gedanken "ach ich habs verkackt, musste was nachfragen, die hält mich bestimmt für debil etc." rausgegangen
Du hast ja Angst dich zu blamieren, nichtswissend zu erscheinen oder so (wie jeder mit der sozialen Phobie) und genau das musst du halt leider machen ^^.
Würdest dich trauen, jemand auf der Straße zweimal danach zu fragen wieviel Uhr es ist?
Oder vor Schulkollegen mit Essenresten aufzutauchen? (wenn das anderen "passiert" denkt man sich ja nie was, aber bei einem selber denkt man das ist der Untergang, das vergessen die NIE, dabei denken sich die anderen da auch nix großes)
.
 
Hey scharly93,
hab nochma über das Telefonieren nachgedacht. Weil eigentlich hast es ja geübt, aber es hat trotzdem nciht geklappt.
Aber ich glaub ich weiß woran das liegt. Du hast ja wahrscheinlich doch immer wieder gedacht, das du es "perfekt" machen musst, das war dann oft nicht der Fall und du hast dich "ahnungslos" gefühlt.
Das heißt, du hast Angst das du "ahnungslos" sein könntest, dann ist es hilfreich du setzt dich dieser (am besten volle Kanne) aus ^^. Weil es geht darum, das du siehst das die "schlimmen Befürchtungen" gar nicht eintreten, nur in ganzer schwacher Form.
Ich hab das mal geübt, in dem ich bei ner Behörde angerufen hab und Sachen immer und immer wieder gefragt hab, also "ähhh wie war das?" "können sie das nochmal wiederholen?" (<- und die Sätze dann manchmal zwei oder dreimal) ... ich hab gedacht wenn ich dreimal hintereinander sag "ähh wie war das" das die total ausflippen, war in 80% der Fällen nicht der Fall und WENN dann mal was kam ("z.B. sagen sie mal, haben sie tomaten auf den ohren") oder so dann lenkt man halt seine Aufmerksamkeit schnell weg von dem Satz und puffert das mit rationalen Gedanken ab.
Weil früher bin ich nach nem Telefonat auch nur mit dem Gedanken "ach ich habs verkackt, musste was nachfragen, die hält mich bestimmt für debil etc." rausgegangen
Du hast ja Angst dich zu blamieren, nichtswissend zu erscheinen oder so (wie jeder mit der sozialen Phobie) und genau das musst du halt leider machen ^^.
Würdest dich trauen, jemand auf der Straße zweimal danach zu fragen wieviel Uhr es ist?
Oder vor Schulkollegen mit Essenresten aufzutauchen? (wenn das anderen "passiert" denkt man sich ja nie was, aber bei einem selber denkt man das ist der Untergang, das vergessen die NIE, dabei denken sich die anderen da auch nix großes)
.

Hey!

Also wie gesagt, ich fange im August mit einer Therapie an. Ich weiß zwar noch nicht, was man dort von mir verlangen wird, aber ich kann mir sehr gut vorstellen, dass ich sehr oft in solche Konfrontationssituationen gesteckt werde, bei denen ich dann mit meiner Angst eben versuchen muss umzugehen.
Meine Probleme bei den Telefonaten sind meistens noch unbegründeter: Ich mache mir nichtmal direkt sorgen, ob ich das Telefonat verkackt habe oder nicht. Ich mache mir immer Gedanken: "Was denkt diese Person im Allgemeinen von mir?" Schon wenn jemand den Hörer abnimmt und ich mich mit "Hallo, ich bin der Soundso" melde, denke ich mir: Ohje, was denken die, wer ich bin??

Deswegen gehe ich jetzt den Weg mir der Therapie, und da wird es denke ich sicherlich solche Situationen geben, in denen ich irgendwo anrufen muss, wahrscheinlich wird man mich auch auf total unbekannte Leute auf der Straße loslassen. Eine Horrorvorstellung für mich, aber ich denke mir gleichzeitig: Hey, das ist im Rahmen der Therapie, und es wird mir sicherlich helfen. Deswegen gehe ich auch mit guten Hoffnungen da rein im August.


EDIT:
Meine peinlichste Telefongeschichte hatte ich vor etwa einem Jahr, als ich beim Kundendienst von Kabel Deutschland angerufen habe. Als ich dran war mit Sprechen (Vorstellen), ist mir ein riesiger Frosch in den Hals gesprungen und ich habe sogar husten müssen. Das war extrem peinlich! Der Typ hat es mit Sicherheit schon Minuten danach wieder vergessen, aber das bringt mir nix, das zu denken. Denn die Peinlichkeit ist passiert und nicht rückgängig zu machen 🙁
 
Wenn du 50mal bei dem Typ von Kabel Deutschland angerufen hast, und du am Anfang immer irgendein komisches, peinliches Geräusch machst (husten, seufzen k.a.) wird dir das mit der Zeit so am A**** vorbeigehen 😉, das kannst mir glauben (hab so ähnliche Sachen auch gemacht).
Aber wichtig ist das ganze schon unter den Regeln aus der Therapie zu machen. Sonst ist es nicht so effektiv.
 
Wenn du 50mal bei dem Typ von Kabel Deutschland angerufen hast, und du am Anfang immer irgendein komisches, peinliches Geräusch machst (husten, seufzen k.a.) wird dir das mit der Zeit so am A**** vorbeigehen 😉, das kannst mir glauben (hab so ähnliche Sachen auch gemacht).
Aber wichtig ist das ganze schon unter den Regeln aus der Therapie zu machen. Sonst ist es nicht so effektiv.

Und deswegen bin ich auch positiv gestimmt. 🙂 Im Rahmen einer Therapie würde es mir viel leichter fallen, bei Kabel Deutschland o.ä. anzurufen und mit der Zeit kommt die Routine und die Angst verschwindet. Außerhalb einer Therapie hätte ich Probleme damit, so eine Übung zu machen.
Es würde meine Lebensqualität deutlich steigern, wenn ich die soziale Phobie besiegen könnte oder zumindest weitgehend unter Kontrolle hätte (wobei man mir gesagt hat dass die soziale Phobie vollständig heilbar ist). Und dann klappts vielleicht auch irgendwann mal mit einer Beziehung...
 

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