Hey Scharly93,
ja richtig die Fremden, sehen nicht die Persönlichkeit, nicht deine positiven Seiten. Das bedeutet aber doch auch, das ein "psst!" von einer relativ unbekannten Person keine Folgen für dich hat. Die Person siehst du ja sogut wie nie, also warum sich Gedanken machen über ne Person die du als Fremd bezeichnest? Du musst schließlich nicht mit ihr gut auskommen.
Ich finds super das du "Positive Seiten" an dir erwähnst, die scheinst du wirklich zu haben. Denn du weißt das ein "psst" deiner Familie/Kumpels keine schlchte Laune hervorruft, weil du ja eigentlich ganz inrodnung bist und eben postiive Seiten hast.
Okay und wie behandelst du Menschen nachdem du sie mti einem "psst" aufgefordert hast, leise zu sein? Sind die dann für dich für immer unten durch, also ist es endgültig ... oder wie denkst du über die Leute die mal ein bisschen lauter waren?
Wenn ich nen schlechten Eindruck von dir hab, würdest dich also nicht toll fühlen. Weil du dann weißt das dich eine Person weniger mag, oder? Ich hab ja nach den Auswirkungen gefragt, also inwiefern beeinflusst meine Unsympathie dir gegenüber z.B. dein Verhältnis zu deiner Familie? Oder zu deinen Schulkollegen? Oder deine HObbyaktivität? Hat es da einen direkten Einfluss drauf?
Stichwort "outen" ist aber auch gut. Ne Schwäche zuzugeben mit ner sozialen Phobie ist sau schwer, aber wenn gar nix mehr geht (wie in dem Praktikum) dann sag ruhig (nicht unbedingt das du ne Phobie) hast, aber das du einfach sozusagen recht schüchtern bist und etwas Angst hast nen Fehler zu machen (sehr viele werden dafür Verständniss zeigen 😉 ). Das ist übrigens ein klares Zeichen von Selbstbewußtsein, eine Schwäche zuzugeben und dazu zu stehen 😉. Also kansnt es ja ma probieren.
Irgendwie finde ich deine denkweise im Praktikum DIR gegenüber selbst unfair. Du erwartest ja das du in nem "neuen" Job - ohen dazugehörige Ausbildung/Studium - schon total viel weißt. Das ist ja als ob du nem 7 Jährigen sagst er soll ma ne Sinusfunktion durchrechnen. Deine Arbeitskollegen arbeiten schließlich seit teilweise 20 Jahren (und dann noch mit Ausbildung) in dem Job.
Meiner Meinung nach leigst ziemlich in der Norm, wenn du im Praktikum in 80% der Fällen das Telefonat weitergeben musstest. Das heißt ja abe rauch das du in 20% der Fällen ne Auskunft geben konntest (und das ohne jahrelange Berufserfahrung in dem Job und ohne Ausbildung). Auch wenns nur die Basisinformationen waren ist das doch total ausreichend. Also zumindest bisschen was hast dann schon aufm Kasten 😉.
Musst halt leider trainieren die Vorteile (z.B.) vom Teleofnieren, die du bei dir bemerkst hast, zu erkunden. Auch wenn du dich jetzt ne Stunde hinsetzt und dir gerade mal EINE SAche einfällt, ist das schon gut.
Mir wurde auch vor 2,5 Wochen auf ner Hochzeit gesagt das ich zittere, als ich meinen Teller abgestellt habe. Ich hab dann einfach irgendwas gesagt. Es hat nämlich KEINERLEI Auswirkungen auf dein Leben. Du denkst "wenn die sehen das ich zitter, wirke unsicher, vielleicht denkt sogar einer das ich Alkoholiker bin, ich darf auf keinen Fall nochma zittern, bzw. muss es irgendwie verbergen" oder?
Und ich denk mir "die können ruhig denken was sie wollen, 80% sehen es eh nicht" (okay, in dem Fall hats jeder gesehen, aber nur weil einer es laut ausgesprochen hat) <- für mich ist damit ja eigentlich ein Worst-Case eingetreten: zig Leute haben gesehen das ich zitter - nach deiner Theorie müssten die ja dann alle denken "der is irgendwie komisch, unsicher, den ignoriere ich jetzt". Aber was ist passiert, nachdem es einer laut ausgesprochen hat? ... nichts, ich hab mich normal weiter unterhalten, mit einem hatte ich mich dann sogar verabredet für die Woche darauf zum Joggen (haben uns ganz gut verstanden und auch länger gequatscht) <- das alles OBWOHL ich gezittert hab und es ALLE gesehen haben. Es kann dir nix passieren, wenn du zitterst/dich verhaspelt/"keine Ahnung" sagst ... ein blöder Spruch ist das Maximum was dir passieren kann.
Du musst einfach nur ausprobieren, ob die schlimme Befürchtung wirklicih eintritt 😉.
Ist beim telefonieren irgendwas schlimmes passiert? Das einzige was passiert ist, ist das DU dich selber runtermachst, weil du zu hohe Ansprüche stellst ... oder hat dein praktikumsanleiter gesagt "du kannst gar nix, weil du zurückhaltend bist am Telefon"? Vielleicht hättest eine etwas besser Bewertung bekommen, wenn du extrovertiert gewesen wärst. Was bringt einem das denn? Mittelmäßigkeit ist meist ausreichend, das bedeuete nämlich Konform mit der Gesellschaft und das klingt doch gut ^^. Das Hauptproblem der sozialen Phobie, ist das man sich gedanklich runtermacht - es ist "nur" das Kopfkino, nach außen wirkst du nämlich normal, das kannst mir glauben 😉.
Wenn ich so deinen Text lese, hab ich irgendwie den Eindruck, das es sogut wie immer nur um die anderen geht, das es denen gut geht, das du es denen recht machst etc. wo bleibst denn dann du? Kümmerst dich auch ma um dich selber?