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Warum gibt es heutzutage in Deutschland so viele Singles?

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MichaKl1974

Mitglied
Eine berechtigte Frage, oder?
Ich habe heute im Net gelesen, dass in Deutschland mindestens 12 Millionen Menschen Singles und ohne Partner sind.
Nur jeder Dritte davon ist noch bereit, einen Flirt anzufangen... wie ich finde, eine erschreckende Zahl.
Vor allem die Zahl der ewigen Singles (weiblich sowie männlich) steigt!
Allerdings ist es doch auch so... wenn man lange alleine ist, dann empfindet man das Flirten aber auch als aufwendig und es fehlt einem einfach die Motivation dazu.
Was ist los mit den Deutschen?
Woran liegt es, dass viele so flirtmüde geworden sind und sich damit abfinden, Single zu sein und vielleicht auch zu bleiben?
In den Medien liest man nur sehr wenig, aber wer mal ein wenig googlet, der stellt fest, dass das Verhältnis zwischen Mann und Frau in der heutigen Zeit gespalten ist.
Wie denkt ihr darüber?
 
In gewisser Hinsicht ist das der Zeitgeist.
Alles ist sehr individuell, die Blumenkinder sind vorbei und jeder ist sich selbst der Nächste.
Beziehungen funktionieren nur für eine gewisse Zeitspanne, jeder muss sehen wo er bleibt.
Ob das nur in Deutschland so ist weiß ich nicht, aber es ist schon so, dass jeder für sich selbst schaut und keiner macht mehr den Mund auf für Missstände, auch wenn sie ihn nicht selbst betreffen.
Jeder ist sich selbst der Nächste, das uralte Gesetz des Überlebens.
Das ist nicht schön, aber eben eine Entwicklung die die gewählten Gesetzesvertreter voran getrieben haben.
 
Wir leben in Deutschland in einer Ellbogen-Gesellschaft mit Ego-Mentalität. Rücksicht ist zu einem Fremdwort geworden. Bevor man sich heute mit dem Partner arrangiert, schmeißt man lieber hin. Meine Großeltern sind nächstes Jahr 60 Jahre verheiratet. Sowas wird es in Zukunft bestimmt so gut wie nicht mehr geben. Die Zeit ist schnelllebiger geworden, Frauen sind eigenständiger geworden und nicht mehr unbedingt auf einen Partner angewiesen. Jeder macht sein Ding und statt echten Beziehungen gibt es häufig nur Zweckgemeinschaften. Was das Thema Dauersinge angeht... obwohl ich mit bald 19 Jahren noch nicht wirklich alt bin, ist für mich der Zug so ziemlich abgefahren. Ich habe Null Erfahrungen mit dem anderen Geschlecht, glaube auch nicht homosexuell zu sein. Und ehrlich gesagt, ich rechne mir nicht mehr allzuviel aus in naher und ferner Zukunft. Dazu sind mein Lebensstil und ich doch zu schräg und seltsam, als dass da noch wirklich was zu erwarten wäre. Naja man arrangiert sich halt mit der Situation...
 
weil die meisten ekel sind, die keiner haben will, und die auch niemanden wollen, dazu noch kinderhasser mit angst vor vermehrung und solche, die sich durch eine beziehung "eingeschränkt" fühlen. und paar, die (zu) wählerisch sind oder probleme mit dem üblichen balzen haben.
 
Weiß nicht ob die Leute heute egoistischer sind. Ich seh es einfach in der Entwicklung der Gesellschaft begründet. Frauen brauchen keinen Ernährer mehr, weil sie immer gleichgestellter sind, es ist nicht mehr erforderlich, eine Familie zu gründen oder zu heiraten. Früher wurde man schief angeschaut, grad aufm Dorf, wenn man Single war und nicht plante, das zu ändern. Als Frau besonders. Wenn ich mir die Leute aus älteren Generationen so anschaue, wirken die auf mich nicht wie Ausbunde von Selbstlosigkeit und Reflektiertheit, im Gegenteil. Aber man hatte halt verheiratet zu sein. Heute schauen die Leute eher drauf, dass sie selbst auch was davon haben, anstatt die gesellschaftlichen Erwartungen zu erfüllen. Mir ist z.B. von einer Urgroßmutter bekannt, dass sie lange nicht mal wusste, dass es einen Orgasmus gibt, hat sich halt immer brav durchnehmen lassen, weil man das so macht in einer Ehe, und wäre gar nicht auf die Idee gekommen, dass sie da auch ein Recht auf etwas Spaß hat, geschweige denn ihr Mann. DAS waren Zweckgemeinschaften! Und klar, wenn jeder schaut, wo er selber bleibt, nimmt man halt nicht mehr jeden Hanswurst, der einem über den Weg läuft. Davon abgesehen läuft es bei den meisten finanziell auch viel schlechter, vieles ist recht ungewiss. Wer heute studiert, kriegt nicht zwingend nen Job, oder gar einen guten Job, viele haben einfach Angst, die Verantwortung für eine Familie zu übernehmen.
 
Hallöle,,

Ich bin momentan Single (meine Beziehung ist nun seit einer Weile zu ende nach 4 Jahren) und ich bin es durchaus auch bewusst, und das hat mehrere Gründe.

Zum einen fällt mir immer wieder auf, wie wenig Empathie viele Menschen für andere empfinden. Ich bin oft sehr erschrocken, wie verroht Menschen manchmal sind. Da ist ein gutes Geschäft wichtiger als ein Menschenleben oder die Gefühle anderer und in eine solche Gesellschaft möchte ich mich nicht einreihen.
Von daher schaue ich mir eine Person, die ich date, grundsätzlich mittlerweile sehr genau an, bevor ich mich dann auf eine feste Beziehung mit ihm/ihr einlasse.
Ich bemühe mich täglich, die Menschen so zu respektieren, wie sie sind und erwarte, dass meine Verletzlichkeit genauso respektiert wird.

Und die andere Sache ist auch das, was mein Vorschreiber schon erwähnte, die finanzielle Situation hier in Deutschland ist einfach nicht so gut, es ist mir einfach alles zu unsicher und genau deshalb möchte ich keine Kinder in die Welt setzen. Man kann doch nie wissen, was kommt.....
 
Man kann auch Vorsorge treffen und wenns schlecht wird , packt man die Kinder ein und geht .

Man muß sich auch nicht einreihen um erfolgreich zu sein , sondern kann mit ehrlicher Arbeit und korrektem Verhalten Geld verdienen. Man muß nicht verrohen , man muß nicht die Flinte ins Korn werfen , obwohl es wird einem leicht gemacht .

Man muß nicht die Smartphone Sucht unterstützen und die Facebook Manie , die zur Anonymisierung der Menschen beiträgt hochhalten , aber man kann .

Man kann auch sein Leben leben ohne ein A******* zu sein und wenn man das gefestigt tut , so ist es egal , wenn man vielen Arschlöchern und Schauspielern begenet deren Lebensmaxime der Egoismus ist , meistens große Fresse und nix dahinter . Selbst schuld wenn man sich dafür entscheidet , denke ich mir .
 
Mir ist dieses Konzept: Es gibt viele Singles d.h. die Gesellschaft ist scheiße ein wenig zu kurz gedacht. Das ist mir zu einfach.
Single sein wird immer mit "einsam sein" gleichgestellt, was ich unsinnig finde. Nur weil jemand alleine wohnt, bedeutet das noch lange nicht, dass die Person einsam, traurig, deprimiert ist oder ein verrohtes A*******.
Es gibt viele Gründe, warum Menschen alleine Leben, deswegen sofort auf auf das Schlimmste zu schließen finde ich übertrieben.
Nachweislich sind die ach so einsamen Singles in viel größere Freundesnetzwerke(richtige Freunde, kein Facebookkrempel) eingebunden. Ein großer Teil von Menschen in Ehrenämtern sind Singles. Andere leben zwar in einem Singlehaushalt, haben aber einen Partner. Es funktioniert in der heutigen Zeit alleine zu leben ohne größere Nachteile, weil es diese Netzwerke gibt. Trotz allen Tiraden auf die Egogesellschaft ist der Mensch immernoch ein soziales Lebewesen.
 
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