Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Um die eigene Trauer bestohlen?

D

DerHamburg3r

Gast
Hallo zusammen,

ich möchte gern von euch wissen, ob ich mit diesem Gefühl allein bin:

Im Jahre 2004 trennte sich meine Frau nach nur einjähriger Ehe von mir - unschön, durch Fremdgehen. Auch sonst ist mein Leben keine Pracht gewesen. Mein Beruf hat mich in dieser Zeit damals so fertig gemacht, dass ich mit einem Burnout und Mononukleose für 14 Tage kampfunfähig an der Infusion im Krankenhaus gelegen habe.
(ihr merkt, ich will's nur kurz umreißen). Durch diverse traumatische Erlebnisse in der Kindheit... und den Beziehungen inklusive Hochzeit bin ich nahezu unfähig, eine Beziehung über längere Zeiträume zu führen. Das weiß ich heute bzw. glaube, dies zu wissen.
Wie dem auch sei. Ende 2004 bin ich dann über meine Ärztin zu einer Psychoanalytikerin gekommen. Sie hat mir Dinge "klargemacht", die ich vorher nicht, nicht so, und gar nicht erst so ernst und streng gesehen habe. Und irgendwas hat es in mir verändert. Ich war knapp 2 Jahre in Behandlung, zuerst akut, dann nur einmal wöchentlich. Ich habe die Therapie abgebrochen - Fehler!

Bis zum heutigen Tag habe ich mehrere Beziehungen (bzw. Beziehungsversuche) hinter mir, so manches gebrochene Herz hinterlassen. Für mich (jetzt mal ganz egoistisch) aber ist es jedes um jedes Mal nicht anders. Mein Herz bricht genauso, meine Gefühle machen mich wahnsinnig, und ich leide nicht weniger als mein Gegenüber.

ABER, und damit zum eigentlichen Punkt: Mir wurde meine Trauer gestohlen. Ich kann nicht mehr leiden, jedenfalls nicht mehr so, wie früher. Es fehlt mir was. Ich will weinen, will auf dem Boden liegen und mich in den Gedanken verlieren. Ich kann's aber nicht. Damit wir uns nicht falsch verstehen: Kein Borderline, kein Suizidgedanke.

Kennt jemand dieses Gefühl? Um die eigene Fähigkeit zu trauern "bestohlen" worden zu sein?
Ich weiß, ich bin nicht durch mit meiner Therapie, aber ich weiß, dass mich genau dieser Punkt davon abhält, weiter zu machen.

Naja, ich hoffe, es gibt Antworten. Irgendwie. Danke.
 
(...)
ABER, und damit zum eigentlichen Punkt: Mir wurde meine Trauer gestohlen. Ich kann nicht mehr leiden, jedenfalls nicht mehr so, wie früher. Es fehlt mir was. Ich will weinen, will auf dem Boden liegen und mich in den Gedanken verlieren. Ich kann's aber nicht. Damit wir uns nicht falsch verstehen: Kein Borderline, kein Suizidgedanke.

Kennt jemand dieses Gefühl? Um die eigene Fähigkeit zu trauern "bestohlen" worden zu sein?
Ich weiß, ich bin nicht durch mit meiner Therapie, aber ich weiß, dass mich genau dieser Punkt davon abhält, weiter zu machen.

Naja, ich hoffe, es gibt Antworten. Irgendwie. Danke.

Wieso sagst oder schreibst Du einem Therapeuten nicht genau DAS?

Wer oder was hält Dich davon ab?



LG
Landkaffee
 

Anzeige (6)

Ähnliche Themen

Thema gelesen (Total: 0) Details

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben