Rhenus
Sehr aktives Mitglied
Rhenus, ich weiss nicht welche Zahlen du hier anführst und auf welches Ausland sich dein Beispiel bezieht, meine Frage daher ob es in diesem Land eine sogenannte "Frauenquote" gibt? (Bäh, ich mag mich gar nicht an dem Beispiel der Frauenquote immer wieder aufhängen, aber wir stecken wohl grad an diesem Beispiel fest....)...oder hat in besagtem Land eben genau der Prozess, den du hier so vermißt schon stattgefunden, so dass es dieser Quoten gar nicht mehr bedarf?
Und wenn dem so ist, stellt sich mir die Frage ob Deutschland nicht einfach in Zugzwang kommt, mit anderen eurpäischen Nachbarn mithalten zu müssen und daher gesetzliche Regelungen schafft, anstatt mal zu schauen was das wirkliche Problem ist.
Warum hängen denn meistens Frauen in unterbezahlten Jobs fest? Weil sie weniger Zeit haben, sich auf ihre Karriere zu konzentrieren.
Du wirst feststellen, dass die Generation nach uns, schon ganz andere Wege geht. Meine Nichte ist grad 24, hat ein Jurastudium mit Auszeichnung abgeschlossen und will auf keinen Fall jetzt heiraten und Kinder haben, sondern erstmal Karriere durchstarten. Das war bei uns und unseren Müttern doch noch ganz anders. Die Gesellschaft ändert sich also schon dahingehend, dass die Mädchen von heute ganz andere Ansprüche an sich selbst haben. Wir gehen also voran, langsam zwar, aber wir gehen.
Und wieder kleben wir an dem Mann Frau Vergleich fest.
In einer Sache stimme ich dir absolut zu: Vor ein paar Jahren wurde das sogenannte Integrationsgesetz verabschiedet, welches zum Beispiel Schulen verpflichtet, Kindern mit Besonderheiten Unterstützung geben zu MÜSSEN, sie in den normalen Schulalltag zu integrieren, anstatt sie in Behinderteneinrichtungen oder Sonderschulen abzuschieben.
Dieses Gesetz hat das Leben vieler Eltern verändert und die Möglichkeiten dieser betroffenen Kinder in einem "normalen" Umfeld aufzuwachsen und zu lernen vertausendfacht.
Die Schwierigkeit die sich dann stellte war, dass besagte Kinder und Eltern jedoch erstmal lernen mussten, erstens ihre Rechte zu kennen und zweitens sich einen Dreck zu scheren, wenn die Behinderung des Kindes zu Hänseleien in den Schulen führte und "ihr Recht auf Integration" durchzusetzen, TROTZ aller Vorurteile, Zweifel und Niederlagen, die dabei entstanden.
Je normaler dieser Zustand wird, desto mehr "behinderte" Kinder sind an den Schulen zu finden, desto normaler wird dieser Anblick für die anderen Kinder und umso selbstverständlicher gehen sie alle mit dieser Situation um.
Ein Entwicklungsprozess, welcher durch eine Gesetzesänderung katalysiert wurde.
Ich sprach von England, wo gerade auch die Diskussion im vollen Gange ist und von den Niederlanden, die ab 2016 zwingend (30% Quote) eingeführt ist, für Betriebe über 250 Mitarbeiter. Wenn ich das jetzt richtig in Erinnerung habe.
Sorry ich halte die Veränderung bei jungen Frauen für falsch, denn Frauen bekommen nun einmal Kinder, die eine Gesellschaft braucht ohne jetzt das Problem einer Überbevölkerung zu diskutieren.
Daher muss eine Normalität so aussehen, dass Kariere und Mutterschaft sich nicht hindern und das erreicht man mit einer Förderung wie in Skandinavien.