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Rhenus, ich weiss nicht welche Zahlen du hier anführst und auf welches Ausland sich dein Beispiel bezieht, meine Frage daher ob es in diesem Land eine sogenannte "Frauenquote" gibt? (Bäh, ich mag mich gar nicht an dem Beispiel der Frauenquote immer wieder aufhängen, aber wir stecken wohl grad an diesem Beispiel fest....)...oder hat in besagtem Land eben genau der Prozess, den du hier so vermißt schon stattgefunden, so dass es dieser Quoten gar nicht mehr bedarf?
Und wenn dem so ist, stellt sich mir die Frage ob Deutschland nicht einfach in Zugzwang kommt, mit anderen eurpäischen Nachbarn mithalten zu müssen und daher gesetzliche Regelungen schafft, anstatt mal zu schauen was das wirkliche Problem ist.

Warum hängen denn meistens Frauen in unterbezahlten Jobs fest? Weil sie weniger Zeit haben, sich auf ihre Karriere zu konzentrieren.

Du wirst feststellen, dass die Generation nach uns, schon ganz andere Wege geht. Meine Nichte ist grad 24, hat ein Jurastudium mit Auszeichnung abgeschlossen und will auf keinen Fall jetzt heiraten und Kinder haben, sondern erstmal Karriere durchstarten. Das war bei uns und unseren Müttern doch noch ganz anders. Die Gesellschaft ändert sich also schon dahingehend, dass die Mädchen von heute ganz andere Ansprüche an sich selbst haben. Wir gehen also voran, langsam zwar, aber wir gehen.
Und wieder kleben wir an dem Mann Frau Vergleich fest.

In einer Sache stimme ich dir absolut zu: Vor ein paar Jahren wurde das sogenannte Integrationsgesetz verabschiedet, welches zum Beispiel Schulen verpflichtet, Kindern mit Besonderheiten Unterstützung geben zu MÜSSEN, sie in den normalen Schulalltag zu integrieren, anstatt sie in Behinderteneinrichtungen oder Sonderschulen abzuschieben.

Dieses Gesetz hat das Leben vieler Eltern verändert und die Möglichkeiten dieser betroffenen Kinder in einem "normalen" Umfeld aufzuwachsen und zu lernen vertausendfacht.
Die Schwierigkeit die sich dann stellte war, dass besagte Kinder und Eltern jedoch erstmal lernen mussten, erstens ihre Rechte zu kennen und zweitens sich einen Dreck zu scheren, wenn die Behinderung des Kindes zu Hänseleien in den Schulen führte und "ihr Recht auf Integration" durchzusetzen, TROTZ aller Vorurteile, Zweifel und Niederlagen, die dabei entstanden.

Je normaler dieser Zustand wird, desto mehr "behinderte" Kinder sind an den Schulen zu finden, desto normaler wird dieser Anblick für die anderen Kinder und umso selbstverständlicher gehen sie alle mit dieser Situation um.
Ein Entwicklungsprozess, welcher durch eine Gesetzesänderung katalysiert wurde.

Ich sprach von England, wo gerade auch die Diskussion im vollen Gange ist und von den Niederlanden, die ab 2016 zwingend (30% Quote) eingeführt ist, für Betriebe über 250 Mitarbeiter. Wenn ich das jetzt richtig in Erinnerung habe.

Sorry ich halte die Veränderung bei jungen Frauen für falsch, denn Frauen bekommen nun einmal Kinder, die eine Gesellschaft braucht ohne jetzt das Problem einer Überbevölkerung zu diskutieren.
Daher muss eine Normalität so aussehen, dass Kariere und Mutterschaft sich nicht hindern und das erreicht man mit einer Förderung wie in Skandinavien.
 
Ich sprach von England, wo gerade auch die Diskussion im vollen Gange ist und von den Niederlanden, die ab 2016 zwingend (30% Quote) eingeführt ist, für Betriebe über 250 Mitarbeiter. Wenn ich das jetzt richtig in Erinnerung habe.

Sorry ich halte die Veränderung bei jungen Frauen für falsch, denn Frauen bekommen nun einmal Kinder, die eine Gesellschaft braucht ohne jetzt das Problem einer Überbevölkerung zu diskutieren.
Daher muss eine Normalität so aussehen, dass Kariere und Mutterschaft sich nicht hindern und das erreicht man mit einer Förderung wie in Skandinavien.


😀 Ich arbeite für einen englischen Arbeitgeber und kann dir sagen, selbst wenn es dort berechtigterweise diese Diskussion gibt, dass England eines der kinderfeindlichsten Länder in Europa ist.

Was Skandinavien betrifft, würde mich deren "Frauenquote" doch schon sehr interssieren. Kennst du die?

Mutterschaft wird die Karriere immer "behindern", denn die Frau ist nun mal 9 Monate lang schwanger und erfahrungsgemäß in den letzten paar Wochen ziemlich "unbrauchbar" was Karierre betrifft und in den Monaten danach auch. Oder soll der Papa das Stillen, welches nachweislich dem Säugling zuträglich ist, übernehmen? Oder denkst du, dass ein Boardroom voll stillender Frauen eine gute Alternativlösung ist?
 
😀 Ich arbeite für einen englischen Arbeitgeber und kann dir sagen, selbst wenn es dort berechtigterweise diese Diskussion gibt, dass England eines der kinderfeindlichsten Länder in Europa ist.

Was soll mir das sagen?
England ist das Mutterland der Agenda 2010! Das war nicht mein Argument.
🙂

Was Skandinavien betrifft, würde mich deren "Frauenquote" doch schon sehr interssieren. Kennst du die?

Ich weiß, dass es die in Norwegen gibt.

Mutterschaft wird die Karriere immer "behindern", denn die Frau ist nun mal 9 Monate lang schwanger und erfahrungsgemäß in den letzten paar Wochen ziemlich "unbrauchbar" was Karierre betrifft und in den Monaten danach auch. Oder soll der Papa das Stillen, welches nachweislich dem Säugling zuträglich ist, übernehmen? Oder denkst du, dass ein Boardroom voll stillender Frauen eine gute Alternativlösung ist?

Es ist wirklich komisch...🙂

Warum sollte man das Thema in "alles" oder "gar nichts" diskutieren, um festzustellen, es hat eh keinen Sinn?
Das finde ich unlogisch!
Nein, man kann die Schwangerschaft nicht teilen...🙄 Will auch keiner!
Man kann aber Nachteile, die damit verbunden sind ausgleichen.
Schließlich hat das Kapital, in Zusammenarbeit mit willigen Politikern, die Parameter verändert und Löhne gesenkt, dass ein Mann seine Familie nicht mehr alleine ernähren kann.

Warum dann diesen falschen Parametern keine humane Gerechtigkeit abverlangen?
Das käme beiden Geschlechtern zugute. Warum versteht man das als "gegen den Mann gerichtet"?
Es ist ein Kampf um soziale Gerechtigkeit, gegen eine Allmacht des Kapitalismus, dem Frauen und Männer im Grunde egal sind.
Er betrachtet nur die Wirtschaftlichkeit und die Verfügbarkeit.
Wenn Frauen, wie in dem Niedriglohnbereich billiger als Männer sind, werden Frauen auch andere Posten billig besetzen. Das sollten sich Männer vor Augen halten!
Daher ist es auch wichtig eine weitergehende Emanzipation zu erreichen, um sich gemeinsam gegen Ungerechtigkeit Lohndumping und Sozialverschlechterung einer modernen Sklavenarbeit zur Wehr zu setzen.

Wir sehen doch deutlich am West-Ost Lohngefälle wie das funktioniert.
Während Neidmenschen im Westen das bejubeln und für "gerecht" halten, verlagern Westunternehmer Arbeitsplätze in den billigen Osten. (Muss man nur lesen hier im Forum)
Weil sie da eine Arbeitnehmerschaft vorfindet, die sich weder wehrt noch aufbegehrt und für weniger schufftet, weil sie meinen, so müsse es halt sein, im Kapitalismus.

Die Zeche zahlen zunehmend die Menschen mit ihrer Gesundheit und Altersarmut, damit die Allgemeinheit. Von der wiederum die Frauen höher.

Skandinavien: Bullerbüs starke Frauen - Arbeitswelt - FAZ

Frauenquote: In Norwegen gehören Frauen in Chefetagen zum Alltag - Politik | STERN.DE
 
Warum hängen denn meistens Frauen in unterbezahlten Jobs fest? Weil sie weniger Zeit haben, sich auf ihre Karriere zu konzentrieren.

Hallo Marmite,

Frauen hängen in unterbezahlten Jobs fest, weil sie diese auch vor der Familienplanung gewählt haben. Du möchtest mir doch nicht erzählen, dass eine studierte und im job gefestigte junge Frau im Anschluss an die Kinderplanung sich im Aldi an die Kasse setzt? Wenn man natürlich meint, jeden Millimeter Wachstum des Kindes seiner ersten 15 Lebensjahre mit Spannung zu Hause verfolgen zu müssen - sollte der berufliche Abstieg logisch sein.

Nach deiner Aussage, dürfte man nur "ältere" Semester in unterbezahlten oder typischen Frauenberufen antreffen. Und ist das so? Schaue dir nur mal die aufgepäppten, modischen Friseurläden an. Junge, aufgestylte Dinger betreuen dort die Kunden. Von denen hat bislang keine eine Entbindung hinter sich. In anderen branchen ähnlich. Unser Rewe um die Ecke und besonders in der dort eingepachteten Bäckerei ist das gut zu erkennen. Die älteren Mitarbeiter sind dort rar gesät. Eigentlich müsste ich auch gar keine Beispiele bringen da es logisch ist, dass die meisten AG ein junges, dynamisches Team haben möchten. Aber wenn ich doch eine junge und talentierte Frau bin die studieren möchte, fange ich doch nicht beim Bäcker an bloß weil mich der Bäckermeister gerne dort sehen möchte.

Wenn die Mädels die ich hier überall sehe irgendwann nach der Kinderplanung 10 Jahre älter sind und wieder im Billiglohn landen kommt der oben zitierte Satz von dir. Das die Frauen diesen Job aber in jungen Jahren selbst wählten, siehst du dann nicht mehr.
 
Hallo Marmite,

Frauen hängen in unterbezahlten Jobs fest, weil sie diese auch vor der Familienplanung gewählt haben. Du möchtest mir doch nicht erzählen, dass eine studierte und im job gefestigte junge Frau im Anschluss an die Kinderplanung sich im Aldi an die Kasse setzt? Wenn man natürlich meint, jeden Millimeter Wachstum des Kindes seiner ersten 15 Lebensjahre mit Spannung zu Hause verfolgen zu müssen - sollte der berufliche Abstieg logisch sein.

Du gehst immer davon aus, dass die Frau ganz Daheim bleibt.
Der häufigste Fall sind jedoch Minijobs und Teilzeitarbeit.

Das Problem ist:
Gut bezahlte Jobs lassen sich in den allermeisten Fällen nicht in Teilzeit machen - bzw. der Arbeitgeber hat keine Möglichkeit dafür eingerichtet.
Die Folge ist, dass Frau nicht aufsteigt - oder sogar in eine andere Richtung wechseln muss um eine Teilzeittätigkeit machen zu können.
(Von Arbeitsgebern, die Frauen keine wichtigeren Posten geben, weil sie ja - erneut - schwanger werden und dann ausfallen könnten, möchte ich erst gar nicht anfangen.)

Selbst, wenn sie neben Kinder ganztags arbeitet und das hinbekommt, so ist sie doch karrieremäßig gebremst. In den wenigsten wichtigen Stellen wird es gerne gesehen oder toleriert, dass Mutter um fünf den Arbeitsplatz verlassen muss, weil der Kindergarten schließt oder vormittags kurzfristig in die Schule muss, weil das Kind dort Probleme hat. Von Krankheiten, Arztbesuchen, Therapien, Kinderfördermassnahmen mal ganz zu schweigen...

Ganz so einfach ist die Rechnung nicht, wie du sie aufmachst.
 
Hallo Marmite,

Frauen hängen in unterbezahlten Jobs fest, weil sie diese auch vor der Familienplanung gewählt haben. Du möchtest mir doch nicht erzählen, dass eine studierte und im job gefestigte junge Frau im Anschluss an die Kinderplanung sich im Aldi an die Kasse setzt? Wenn man natürlich meint, jeden Millimeter Wachstum des Kindes seiner ersten 15 Lebensjahre mit Spannung zu Hause verfolgen zu müssen - sollte der berufliche Abstieg logisch sein.

.....

PC, nein, ich meinte es nicht pauschal 🙂. Man kann sicherlich nicht alle über einen Kamm scheren und das möchte ich gar nicht. Wenn ich aber von meinem eigenen Bekanntenkreis ausgehe:
Eine studierte und im Job gefestigte Frau hat normalerweise ihr erstes Kind nicht bevor sie Ende 20 ist. Aus genau dem Grund, dass sie sich festigen will. Und hat dann meistens nur noch ein paar Jährchen Zeit, dem ersten Kind das 2. folgen zu lassen und ja ich kenne einige studierte Frauen, die entweder gar nicht mehr arbeiten oder irgendeinen Teilzeitjob machen....

Der eine Bekannte, ein Mann, macht sauber, weil er sich auf seine Musik konzentrieren will und da kein Vollzeitjob reinpasst.
Die andere arbeitet Teilzeit im Supermarkt, weil sie 3 Kinder im Alter zwischen 3 und 12 hat und der Mann auf Montage ist.
Sie sind alle hochintelligente Menschen, die das Zeugs dazu hätten, in irgendeiner Firma Boss zu sein, wollen bzw können das aus den unterschiedlichsten Gründen aber nicht.
Die besagte Mama hatte ihr erstes Kind mit 21 und schmiess das Studium hin und kommt nun nicht mehr aus der Hüfte. Mit sehr viel Anstrengung schaffte sie das bestimmt, aber es bedürfte eben sehr großer Anstrenung und vieler Opfer, unter anderem auch auf Seiten der Familie.

Nun gibt es aber einen jungen Mann, der sich sehr emanzipiert hat. Er hat keinen Schulabschluss, hat viele Jahre in einer psychatrischen Klinik zugebracht und bezieht eine Behindertenrente. Er hat vor ein paar Wochen ein Praktikum absolviert und kämpft nun darum, weiterhin Teilzeit in diesem unterbezahlten Job arbeiten zu dürfen, denn er möchte nicht wieder in die Behinternwerkstatt zurück. Er will einfach nur mit normalen Menschen zusammen sein und etwas tun, anstatt sich auf seiner nicht unerheblichen Rente auszuruhen. Dass er nur den Mindestlohn für seine Tätigkeit bekäme, hat sehr wenig Relevanz.

@Rhenus, über deinen Beitrag muss ich noch mal nachdenken bevor ich darauf eingehen kann.
 
Zuletzt bearbeitet:
Guten Morgen,

Das Problem ist:
Gut bezahlte Jobs lassen sich in den allermeisten Fällen nicht in Teilzeit machen - bzw. der Arbeitgeber hat keine Möglichkeit dafür eingerichtet. Die Folge ist, dass Frau nicht aufsteigt - oder sogar in eine andere Richtung wechseln muss um eine Teilzeittätigkeit machen zu können.
Selbst, wenn sie neben Kinder ganztags arbeitet und das hinbekommt, so ist sie doch karrieremäßig gebremst.

Im ersten Teil kann ich dir zustimmen. Oder zumindest wäre es müßig jetzt darüber zu debattieren, bei welchen Jobs und Arbeitgebern genau, es nicht möglich wäre Kind und Beruf 1A kombinieren zu können. Ich glaube nichtmal, dass diese Unterscheidung so wesentlich auf "gute" oder "nicht gut" bezahlte Jobs verteilbar ist, sondern von vielen anderen Faktoren abhängig ist wie Betriebsgröße, Unternehmensstruktur, Flexibilität der Abteilung insgesamt und goodwill des Chefs / Personalplaner. Ich möchte damit sagen dass es gut möglich ist, dass eine Frau den job als Controllerin mitunter besser mit Kind ausüben könnte, als in vielen Fällen die Friseurin oder die Bäckereifachverkäuferin - weil die Situation der Rahmenbedingungen eine andere ist.

Thema: Karriere!
Mittlerweile ist auch dieser Punkt durchaus diskussionswürdig denn in solchen threads wie diesem hier wenn es um berufliche Aspekte geht, fallen Worte wie "Karriere" oder "beruflicher Aufstieg" ja zuhauf.

Dabei frage ich mich dann unweigerlich: Um welche Karriere geht es hier denn bitte? Reden wir hier nur von 2% Managerlaufbahnen oder 9% Abteilungsleiter oder anderen wichtigen Jobs die nicht an jeder Ecke anzutreffen sind?
Wer legt denn wirklich eine Karriere in dem Maße hin, wie sich aber aus solchen Aussagen vermuten lässt?

90% sind normale Arbeitnehmer und Sachbearbeiter welche ihrer Tätigkeit nachgehen ohne in ihrem ganzen Berufsleben irgendwelche Treppen hoch zu stolpern. Und das gilt für Frauen und Männer gleichermaßen obgleich ich auch hier wieder zu meiner Ausgangsthese zurückkomme in welcher ich behaupte, dass die meisten jungen Frauen auch ohne Familienplanung den typisch unterbezahlten und aufstiegsarmen Frauenberuf wählen. Der nicht selten sogar schon vornherein nur eine 3/4 oder gar halbtagsstelle bietet. Warum Frau dies überhaupt macht, habe ich noch niemals begriffen.

Genauso die angeblichen Karrieremöglichkeiten des Mannes. Erstens fällt dieser in die gleiche Kategorie, dass Ottonormalverbraucher keine wesentliche Karriere einschlägt, des weiteren wird immer gerne unterschlagen, dass auch der Vater der Familienstruktur unterworfen ist und eben nicht jede sich bietende berufliche Aufstiegsgelegenheit nutzen kann. Wer packt schon seine 4 köpfige Familie ins Auto und zieht in einen anderen Teil Deutschlands, oder gar ins Ausland? Das geht also auch nur bedingt am gleichen Standort, der oftmals in Sachen "Aufstieg" begrenzt ist. Stattdessen ist immer häufig zu lesen dass sich ja an seiner beruflichen Situation gar nichts ändern würde.


Ebenso auffällig ist in diesem thread mittlerweile, dass man aus einigen Wortmeldungen mit viel tamtam anfangs eine flächendeckende Benachteiligung von Frauen herausliest. Geht man hier mit euch ins Detail ist plötzlich wenig davon haltbar. Zuerst wird sich nur noch auf Mütter beschränkt, und letztendlich sogar nur noch auf Scheidungsfälle.

Und dann, muss ich unweigerlich an Nessuno´s Aussage zurückdenken der ganz lapidar erklärte, dass mit einem komplett gleichberechtigten 50/50 Modell doch eigentlich auch dieses Geschrei verstummen müsste. Oder es würden dann beide ihr Leid klagen. Aber zumindest ließe sich dann nicht mehr von einer Ungleichbehandlung der Geschlechter sprechen. Aber wer genau steht diesem Modell nochmal im Wege?
 
Zuletzt bearbeitet:
Und dann, muss ich unweigerlich an Nessuno´s Aussage zurückdenken der ganz lapidar erklärte, dass mit einem komplett gleichberechtigten 50/50 Modell doch eigentlich auch dieses Geschrei verstummen müsste. Oder es würden dann beide ihr Leid klagen. Aber zumindest ließe sich dann nicht mehr von einer Ungleichbehandlung der Geschlechter sprechen. Aber wer genau steht diesem Modell nochmal im Wege?

WENN gleiche Voraussetzungen für Mann und Frau da sind und WENN Männer sich bei der Kindererziehung genauso einsetzen wie Frauen (auch bei Babys und Kleinkindern), dann bin ich sicher, dass sich nicht der Großteil der Frauen dagegen stellen wird. (Natürlich wird es immer welche geben, die sich mit einer Rollenänderung nicht anfreunden können, das selbe gilt für Männer.)
Bevor hier nach Verständnis und Umdenken geschrien wird, sollten erstmal die Bedingungen geändert werden.

Natürlich schreit "Frau", wenn sie erst ihre berufliche Laufbahn geopfert hat und dann bei einer Trennung auch noch die Kinder hergeben soll und "Mann" dann mit beidem da steht.

Unter Karriere verstehe ich keinen Managerposten. Ich verstehe einfach einen gut bezahlten Posten/Tätigkeit in einem Unternehmen, der dort eine leitendere/selbständigere Stellung hat. Man kann auch alles zerreden, PC.

Deine besagte Auswahl an Unternehmen und deren Vielfalt ist schön und gut - jedoch obsolet in Zeiten der Arbeitslosigkeit.
Was die "typischen Frauenberufe" betrifft, das ist für mich eine gesellschaftliche Entwicklung, die aus früheren Zeiten geboren ist. Was Frauen taten, war einfach weniger wert. Zudem sind Frauen nicht so geschult ihre Bedürfnisse im Arbeitsleben durchzusetzen.
Oft geraten sie erst durch die Kinder in diese Branchen, weil manche wenigstens etwas familienkompatibel sind.

Du schreibst, dass dann bei 50/50 beide unzufrieden sind und schreien.
Wenn die männliche Seite ihre erworbenen Vorteile übersieht, dann sicher. Fallen nicht bei diesem Modell (sofern es von Anfang an so gefahren wird) viele Dinge weg, worüber sich Männer beschweren?
Dann hätten wir gleiche Voraussetzungen für das Aufenthaltsbestimmungsrecht, Unterhaltsrecht, Versorgungsausgleich...
 
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(Natürlich wird es immer welche geben, die sich mit einer Rollenänderung nicht anfreunden können, das selbe gilt für Männer.)

Da wir in Deutschland davon sprechen können, das Kinder Muttereigentum sind wären diese Ausnahmen aber gewaltig. 😉

Erkennt man ja auch nicht zuletzt an den vielen Rosenkriegen und das Gerangel ohne Maß und Vernunft, um die Kinder.

Bevor hier nach Verständnis und Umdenken geschrien wird, sollten erstmal die Bedingungen geändert werden.

Welche denn genau? Soll der Mann künftig entbinden?

Natürlich schreit "Frau", wenn sie erst ihre berufliche Laufbahn geopfert hat und dann bei einer Trennung auch noch die Kinder hergeben soll und "Mann" dann mit beidem da steht.

Genau das ist der weiter oben erwähnte Knackpunkt. Selbst bei einem 50/50 oder Nestmodell denkt Frau, sie habe die Kinder verloren. Ich gebe dir Recht, so ist kein Umdenken möglich.

Unter Karriere verstehe ich keinen Managerposten. Ich verstehe einfach einen gut bezahlten Posten/Tätigkeit in einem Unternehmen, der dort eine leitendere/selbständigere Stellung hat. Man kann auch alles zerreden, PC.

Hat ja mit zerreden nix zu tun wenn ich dir vor Augen halte, dass die wenigsten Frauen überhaupt eine nennenswerte Karriere einschlagen und auch das der Mann nicht jedem beruflichen Aufstieg mit Familie in dem Maße fröhnen kann, wie du und andere es aber subjektiv darstellen. Des weiteren profitiert seine Familie von einem evtl. beruflichen Aufstieg. Insbesondere nach der Scheidung.

Aber alles was er tut, ist immer nur egoistisch zu betrachten und für ihn selbst. Die Tätigkeiten der Mutter natürlich ausschließlich für die Familie.

Du schreibst, dass dann beide unzufrieden sind und schreien.
Wenn die männliche Seite ihre erworbenen Vorteile übersieht, dann sicher. Fallen nicht in diesem Fall viele Dinge weg, worüber sich Männer beschweren?

Keine Ahnung ob die sich beschweren würden. Aber das ist ja auch zweitrangig. Wichtig wäre doch, die Gleichberechtigung anzustreben. Und nebenbei glaube ich, wäre vielen Familienvätern geholfen, die sich Jahrzehntelang zum Zuchtbullen und Goldesel degradiert fühlen. Dieser Wind wäre dann aus den Segeln genommen.

Dann hätten wir gleiche Voraussetzungen für das Aufenthaltsbestimmungsrecht, Unterhaltsrecht, Versorgungsausgleich...

Und?
 
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WENN gleiche Voraussetzungen für Mann und Frau da sind und WENN Männer sich bei der Kindererziehung genauso einsetzen wie Frauen (auch bei Babys und Kleinkindern), dann bin ich sicher, dass sich nicht der Großteil der Frauen dagegen stellen wird. (Natürlich wird es immer welche geben, die sich mit einer Rollenänderung nicht anfreunden können, das selbe gilt für Männer.)
Bevor hier nach Verständnis und Umdenken geschrien wird, sollten erstmal die Bedingungen geändert werden.

Und warum sollten nichts erst die Bedingungen geändert werden bei einer Scheidung?
Heute ist es noch immer so, zumindest so kenne ich es in meiner Umgebung, das die Frauen bei einer Scheidung das Aufenthaltsbestimmungsrecht bekommen. Ich versteh nicht warum Frauen darauf bestehen und dann später klagen das sie rentetechnisch benachteiligt werden. Irgendwie ist das selbstgemachtes Leid, oder wollen die Frauen lieber sich um Ihr Kind kümmern und Unterhalt für sich und das Kind bekommen? Ja ich weiß eine böse Unterstellung, nur entgeht mir wirklich die Motivation.

Ich bin der Meinung das es sehr viele Männer gibt die diese Verantwortung gerne auf sich nehmen, leider ohne Aussicht auf Erfolg.

Das dabei die Frau in die Schwangerschaftperiode und die Zeit wo mit Muttermilch gestillt wird nicht durch der Mann
ersetzt werden kann sollte klar sein.
 
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