Hallo,
wie man mit gut erhaltener Kleidung helfen kann, sollte doch kein Problem sein!
Neben Asylantenheimen, Obdachlosenherbergen, DRK-Kleiderkammern, Schwarzes Brett im Supermarkt, Sozialkaufhäusern oder einer Anzeige in den ebay Kleinanzeigen gibt es auch die Möglichkeit, selbst auf einem Flohmarkt zu verkaufen.
Ich sehe in Wiederverwertung von getragenen Sachen (und anderen Gegenständen) absolut nichts Ehrenrühriges.
Wenn ich im Sozialkaufhaus etwas abgebe - auf Spendenbasis - dann kann ich dafür irgendein
Teil (Spielzeug, Blumenvase, Bücher, Möbelstück o.ä.) meistens besonders günstig mitnehmen.
Mich freut das total, ich sehe nicht nur den finanziellen Vorteil, sondern finde Wiederverwertung auch ökologisch
sehr sinnvoll!
Die meisten Menschen kaufen sich doch auch erst einmal einen Gebrauchtwagen, bevor sie sich irgendwann (wenn überhaupt) einen Neuwagen leisten können - warum kein gebrauchtes Dreirad oder Regenjacke?? (Unterwäsche oder Schuhe würde ich wohl eher nicht nehmen...)
Prima finde ich die ebay-Kleinanzeigen (regional oder auch überregional - je nachdem, um was es sich handelt)
Ich inseriere z.B. einen Schneeanzug oder eine Kinderrutsche (ebay Kleinanzeigen sind kostenlos), die hier nicht mehr gebraucht werden, setze den Preis aber so niedrig an, dass es zwar ein echtes Schnäppchen ist, aber ein Obulus dabei rum kommt, z.B. 5,- €!
(Und das mehrmals im Monat - das macht im Jahr auch ein kleines Sümmchen!)
So muss es dem Käufer auch nicht unangenehm sein, er zahlt ja für die Ware und ich bedanke mich auch für das Geld, selbst dann, wenn die Sachen deutlich mehr wert sind.
Kleidung inseriere ich nur, wenn es wirklich trendige Markenkleidung ist - sonst lohnt sich für den Käufer der Weg oft nicht! Ich gebe sie meistens dem Projekt "Arbeit statt Sozialhilfe" - die haben sehr viele Abnehmer, welche aber auch einen kleinen Betrag dafür zahlen, der dann dem Projekt zugute kommt.
Ich bin der Meinung, es sollte viel mehr weitergegeben werden - macht einfach in jeder Hinsicht Sinn!
Das alte Fahrrad, der Schlitten, Haushaltsgegenstände, CD's, Elektrogeräte -oder auch Kleidung (z.B. nach Gewichtsabnahme oder Kinderkleidung) - sind doch oft noch für eine zweite Runde gut.
Was ist daran denn beschämend?😕
Ich finde es viel viel peinlicher, wenn für normale Konsumgüter Kredite aufgenommen werden [müssen].
Auch die Tafel und die Kleiderkammern finde ich nicht beschämend! (Beschämend finde ich höchstens, dass der Staat das bereits zu kalkulieren scheint!)
Ich könnte mir auch sehr gut vorstellen, mich dort einzubringen.
In einem Sozialkaufhaus in der Nähe bezahlt man den normalen Preis, wenn man einen Sozialkaufhaus-Ausweis hat, gilt der 2. und niedrigere Preis (je nach Einkommen/Rente) - auch das finde ich richtig gut!
Ich habe z.B. Heute ein Playmobil-Traumschloss ergattert - über eine ebay-Kleinanzeige.
Neu kostet das Teil über 170,-. Euronen!!😱
Selbst wenn die ganze Familie zusammenlegt, finden wir das für ein Geschenk definitiv zu viel! (Wertschätzung!)
Nun habe ich 89,- € inkl. Versand bezahlt, und es ist sogar jede Menge [teures] Zubehör dabei, ich freue mich wie ein Schnitzel!!
(Alle legen zusammen, keinem tut es weh - und die Kinderaugen unser Terrorzwergin werden an Weihnachten ganz bestimmt strahlen!)
Wenn später andere Dinge anstehen, wie Musikunterricht oder ein gemeinsamer Urlaub, kostet das noch genug!
Alles von vornherein mies zu machen ist nicht nur äußerst schlechter Stil, sondern auch arrogant und dumm...denn immerhin ist gebrauchte Kleidung ja besser als keine Kleidung - vom Schimpfen alleine hat noch kein Bedürftiger eine warme Winterjacke bzw. wird Niemand satt! (Prozesse vor dem Sozialgericht dauern schon mal Monate bis Jahre...wo sollen die Betroffenen denn bis dahin ihre Kleidung hernehmen??
Bedürftigkeit kann früher oder später übrigens Jeden treffen!!
So sehe ich das.