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Warum ist der "Gutmensch" etwas Negatives?

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(Damit es nicht untergeht, ich hatte das vorhin vergessen in den
obigen Beitrag von 13:56 einzufügen):

Bestimmt Themen 🙂
Das muss reichen alles andere würde nur wieder dumme nicht themenbezogene Diskussionen auslösen 🙂

Ich hatte mir schon gedacht, dass keine Beispiele folgen werden würden. 🙂
Ausserdem wäre das genau themenbezogen !
Denn allem Anschein nach meinen die, dieses Wort benutzen (so wie Du ja auch)
oder wenigstens denken,
dass Gutmenschen in bestimmten Bereichen sich hervortun.

Dass zu betrachten,
zu sehen wo sie sich "engagieren",
dass würde uns ja der Frage nach der Begrifflichkeit weiterbringen.

Ist nur die Frage ob Du das überhaupt möchtest. 😉
 
Richtig !
Aber:

jeder Mensch ist vernunftbegabt, Manuel+,

aber es ist vom Willen des Menschen abhängig ob er auch diese Vernunft gebraucht
oder sich dagegen entscheidet.

Hallo SP!

Das sehe ich auch so. Wer mit aller Kraft der "Stimme seiner Vernunft" folgen will, handelt gut. Was ein Mensch tun soll, sagt ihm seine Vernunft. Wer Vernunft hat, handelt nicht immer nach ihr. Ansonsten würden alle (vernunftbegabten) Menschen gut (im Sinne von moralisch) handeln.
 
Ich benutze das Wort nicht gerne, wie bereits erwähnt, gibt es dem Kontext meist eine negative Konnotation, auch wenn das gar nicht so gemeint sein muss.

Meiner Erfahrung nach wird "Gutmensch" einfach inflationär gebraucht und über alle Maßen überstrapaziert. Besonders oft werden Menschen so bezeichnet, die ich gerne heimlich (okay, manchmal sag ich das auch laut) als Doppelmoralisten bezeichne.
Solche, die denken, wenn sie einen schönen Falafel essen und Weihnachten was spenden, haben sie genug für das ganze Multikultizeug und ihr Spendengewissen getan. Sie sind sogar regelrecht überzeugt davon, dass sie furchtbar tolerant und weltoffen sind, vorurteilsfrei und nach dem Tod subito im Himmel, denken aber im Gegenzug über solche Sachen wie Ehrenmord oder hungernde Kinder in den restlichen 11 Jahresmonaten nicht nach. Das ist zu schrecklich, nein, nein, das kann man sich nicht vorstellen. Dann lieber mit aller Energie die Realität verdrängen und in Gedanken zurück auf den Ponyhof.

Wie war das noch - das Gegenteil von "gut" ist "gut gemeint" ?! 😀

Es wäre doch wirklich mal was ganz Neues, wenn ein Wort genau das aussagen würde, wonach es klingt. Ich jedefalls würde es prima finden, wenn "Gutmenschen" einfach nur "gute Menschen" wären. Das wär ja was.
 
Hallo SP!

Das sehe ich auch so. Wer mit aller Kraft der "Stimme seiner Vernunft" folgen will, handelt gut. Was ein Mensch tun soll, sagt ihm seine Vernunft. Wer Vernunft hat, handelt nicht immer nach ihr. Ansonsten würden alle (vernunftbegabten) Menschen gut (im Sinne von moralisch) handeln.

Oh, ich weiss es jetzt nicht.
Vielleicht sollte ich da in Ruhe darüber nachdenken,
aber jetzt mal aus der Hüfte geschossen:

Was vernünftig ist ist ja Auslegungssache.
Oder einfach diskutierwürdig.
Der eine hält dies für vernünftig, der andere das.

Dann spielt einfach die Moral wieder die Rolle der höheren Instanz (schrieb erst "Distanz" ! Freud ?!?)
bei den Menschen, die das "Gute" wollen.
Ich meine mit dem "Guten" so zu handeln, dass keiner oder möglichst wenige
Menschen verletzt oder gar getötet werden.
(beim Thema Krieg oder militärischem Eingreifen in
Kampfgebieten/Bürgerunruhen etc.)
Da spielt quasi die Mathematik und die Logik eine Rolle.
 
Hallo SP!

Das sehe ich auch so. Wer mit aller Kraft der "Stimme seiner Vernunft" folgen will, handelt gut. Was ein Mensch tun soll, sagt ihm seine Vernunft. Wer Vernunft hat, handelt nicht immer nach ihr. Ansonsten würden alle (vernunftbegabten) Menschen gut (im Sinne von moralisch) handeln.

Wie gesagt, die Stimmer der Vernunft entspringt dem, was der einzelne als vernünftig betrachtet.

Derjenige , der in Amerika den Abtreibungsarzt erschossen hat, hat auch nach der Stimme seiner Vernunft gehandelt, ebenso wie religiöse Fanatiker es tun.

Die haben eben nur eine andere Ansichtsweise von dem was gut und böse , moralisch gut und schlecht ist.
 
Ich benutze das Wort nicht gerne, wie bereits erwähnt, gibt es dem Kontext meist eine negative Konnotation, auch wenn das gar nicht so gemeint sein muss.

Meiner Erfahrung nach wird "Gutmensch" einfach inflationär gebraucht und über alle Maßen überstrapaziert. Besonders oft werden Menschen so bezeichnet, die ich gerne heimlich (okay, manchmal sag ich das auch laut) als Doppelmoralisten bezeichne.
Solche, die denken, wenn sie einen schönen Falafel essen und Weihnachten was spenden, haben sie genug für das ganze Multikultizeug und ihr Spendengewissen getan. Sie sind sogar regelrecht überzeugt davon, dass sie furchtbar tolerant und weltoffen sind, vorurteilsfrei und nach dem Tod subito im Himmel, denken aber im Gegenzug über solche Sachen wie Ehrenmord oder hungernde Kinder in den restlichen 11 Jahresmonaten nicht nach. Das ist zu schrecklich, nein, nein, das kann man sich nicht vorstellen. Dann lieber mit aller Energie die Realität verdrängen und in Gedanken zurück auf den Ponyhof.

Wie war das noch - das Gegenteil von "gut" ist "gut gemeint" ?! 😀

Es wäre doch wirklich mal was ganz Neues, wenn ein Wort genau das aussagen würde, wonach es klingt. Ich jedefalls würde es prima finden, wenn "Gutmenschen" einfach nur "gute Menschen" wären. Das wär ja was.

Danke !
Du hast toll beschrieben wie man Gutmenschen eigentlich definieren sollte.
Stimme da voll und ganz zu !!!

Aber es ist ja leider so, dass dies in den meisten Fällen so nicht gemeint ist.
Es ist eigentlich gemeint: Du bist dumm, naiv und träumerisch und der realität-ent-rückt.
Ent-rückt: neben der Spur !

DAS ist ja was ganz Anderes !


(Wobei der der dies meint so arrogant ist sich so zu wähnen,
dass er Alles wüsste, und die Weisheit mit Löffeln gefressen zu haben.
Das ist für mich
die eigentliche Dummheit und grenzenlose Arroganz, die dort dahinter steckt.
Aber diese Menschen verstehen das nicht mal.
Die glauben wirklich, dass sie alles überblickt hätten.

Das ist ihre Realität !!! Und von daher eigentlich garnicht böse gemeint.
Sie sind nur starr in ihren Vorstellungen über die Realität.

Realität ist aber nicht starr !!!
Sie verändert sich dauernd !)
 
Was vernünftig ist ist ja Auslegungssache.
Oder einfach diskutierwürdig.
Der eine hält dies für vernünftig, der andere das.

SP,

warum lehnen Menschen zeit- und kulturunabhängig das Töten und Stehlen ab? Die Vernunft ist zeit- und kulturunabhängig. Sie ist unabhängig von den eigenen Trieben und sogar erfahrungsunabhängig.

Das schlechte Gewissen ist auch keine "Auslegungssache". Das schlechte Gewissen verurteilt einen ohne Wenn und Aber.

Die Vernunft geht auf Objektivität und läßt in Hinsicht auf die eigene Person keine Ausnahmen zu.

Jeder weiß ganz schnell, was gut oder schlecht ist. Auslegungen können dagegen oft ganz kompliziert sein.
 
SP,

warum lehnen Menschen zeit- und kulturunabhängig das Töten und Stehlen ab? Die Vernunft ist zeit- und kulturunabhängig. Sie ist unabhängig von den eigenen Trieben und sogar erfahrungsunabhängig.



Tun sie doch gar nicht. In den USA werden Menschen hingerichtet , es gibt die Todesstrafe.

In manchen Islamstaaten ist es durchaus in Ordnung Menschen zu steinigen, oder deren Hände abzuhacken, für Dinge, die hier noch nicht mal bemerkenswert sind.

In der alten Maja-Kultuer waren Menschenopfer üblich, um die Götter zu besänftigen.


Es war dort ebenfalls legitim anderen , konkurierenden Stämmen ihr Hab und Gut zu stehlen und zur Deko noch die Köpfe der Überfallenen , die nicht flüchten konnten, auszustellen.

Es war eben eine andere Zeit und Kultur.



 
Tun sie doch gar nicht. In den USA werden Menschen hingerichtet , es gibt die Todesstrafe.

In manchen Islamstaaten ist es durchaus in Ordnung Menschen zu steinigen, oder deren Hände abzuhacken, für Dinge, die hier noch nicht mal bemerkenswert sind.

In der alten Maja-Kultuer waren Menschenopfer üblich, um die Götter zu besänftigen.


Es war dort ebenfalls legitim anderen , konkurierenden Stämmen ihr Hab und Gut zu stehlen und zur Deko noch die Köpfe der Überfallenen , die nicht flüchten konnten, auszustellen.

Es war eben eine andere Zeit und Kultur.



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Kasiopaja,

finden Sie es vernünftig, wenn man Menschen aufgrund eines Diebstahls die Hände abhackt?

Die "Abhacker" selbst argumentieren übrigens nicht mit der Vernunft. Sie beziehen sich in der Regel auf ein geoffenbartes Gesetz (= fremdbestimmte Heteronomie statt vernunftbasierter Autonomie).
 
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