was das damals für eine sendung im fernsehen war weiß ich nicht mehr.
aber diese aussage einer frau ist bei mir hängengeblieben.
"vereinbarkeit von familie und beruf? da gibt es nichts zu vereinbaren. das kann man nur zusammenaddieren.
beruf + kinder + haushalt = arbeit + arbeit + arbeit.
und dass in einer z.b. fünfköpfigen familie (und damit entsprechend größerer wohnung) deutlich mehr hausarbeit anfällt als in einer singlewohnung oder als paar dürfte unbestritten sein.
und was eine hausfrau/mutter verdienen müsste, müsste man sie bezahlen, darüber gibt es auch einige studien. muß man nur mal bißchen im internet googeln. da wird das fiktive gehalt, das eine hausfrau bekommen müßte schonmal mit dem einer managerin verglichen.
ist wirklich nur noch bezahlte arbeit etwas wert? alles andere zählt nicht? was ist denn das für ein verqueres weltbild?
auf dem land gibt es noch (viele) frauen, die ihre kinder selbst betreuen, nebenher das große haus in ordnung halten, einen garten bewirtschaften, obst und gemüse einkochen oder entsaften, kuchen backen, täglich schmackhafte mittagessen zubereiten, vielleicht noch die alte schwiegermutter betreuen, ein grab pflegen usw.
alle faul und blöd?^^
die (klein)kinder dürfen nach ihrem eigenen rhythmus leben und die mutter in ihrem alltag begleiten. sie wissen sich aufgehoben, geliebt, beschützt von der verlässlichsten bezugsperson die es gibt. der mutter - oder auch dem vater.
wie oft wechseln für kinder in betreuungseinrichtungen die bezugspersonen? alle jahre? oder öfter? es hat ja auch mal eine erzieherin urlaub oder ist krank...
meine tochter hat nach 4 jahren kindergarten fast 2 jahre damit zu kämpfen gehabt, dass sie jetzt eben NICHT mehr dahin gehen darf. ihre erzieherinnen NICHT mehr sehen darf. weil sie nicht mehr zuständig sind.
wie soll da ein kind lernen können, feste bindungen aufzubauen?
alles nur noch "lebensabschnitts-wasauchimmer".
ich würde - wenn es sich irgendwie machen lässt - zumindest die ersten drei jahre immer versuchen mit meinen kindern zuhause zu bleiben.
und auch danach, wenn sie älter sind, brauchen sie nach der schule jemanden, dem sie sich bedingungslos anvertrauen können. jmd. der ihnen zuhört. und zwar sofort. und nicht erst abends.
das alles opfern wir zugunsten "der wirtschaft". des geldes. der angepasstheit. "weil es eben so gewollt wird."
wie "die wirtschaft" darüber denkt, war erts heute wieder zu lesen:
Wirtschaft: Wirtschaft will die Elternzeit verkürzen - badische-zeitung.de