Die Eignung zum Physikstudium an 2 Umformungen festmachen zu wollen ist nun völlig
absurd. Ich studiere erfolgreich Physik im 6. Semester und finde es schockierend,
wie die Leute abgeschreckt werden. Man muss definitiv NICHT "außerordentlich" mathematisch begabt sein,
um das Studium zu schaffen. Die Begabteren sind lediglich schneller darin, neue Methoden zu erlernen
und Denkmuster zu erschließen, haben ggf. mehr Freizeit. Ich würde jedem Raten, der in Mathematik in der Schule durchschnittliche
Leistung erbracht hat, sich aber für Physik sehr interessiert, es zu versuchen. Geht mit der Einstellung
dran: "Ich probiers einfach mal. Vielleicht klappts nicht, dann mach ich was anderes, aber so hab ich es
wenigstens mal probiert, mal meine Grenzen ausgetestet".
Das Physikstudium ist in den ersten Semestern natürlich schon sehr Zeitaufwendig und anstrengend. Aber
Skills wie Durchhaltevermögen und Frustrationstoleranz oder auch Begeisterungsfähigkeit sind sogar wichtiger
als Begabung, es gibt Leute mit nem 1.0 Abi, die abbrechen, weil sie sich nicht motivieren können, haben sie
in der Schule ja auch nie gemusst. Ich kenne einen mit nem 3er Abi, der nen Diplom 1,1 mit Auszeichnung bekommen
hat. Also Noten sind kein guter Indikator für die Befähigung, deswegen ist in Physik auch kein NC sinnvoll. Und
noch viel weniger geeignet sind diese beiden Beispielumformungen. Die haben zum einen mit echter Mathematik
nichts zu tun und messen schon gar keine Begabung. Das ist ne Sache von Übung, ob man die binomischen
Formeln parat hat und Brüche erweitern kann. Wer das oft macht, kann das auch schneller. Wer damit Probleme
hat, sollte die mathematischen Vorkurse besuchen, die an fast jeder Uni vor dem Physikstudium angeboten werden.
Da wird genau sowas wiederholt und geübt, damit du für die Anfängervorlesungen gut gerüstet bist.
Also genug geredet😉 Probiert es einfach und verbreitet bitte keine unnötige Angst. Es gibt zu viele
Leute, die Physik studieren könnten, sich aber nicht trauen!