Wo liest du raus dass ich öffentliche Beschimpfung gut heiße?
[...] Davor hat sich niemand einen Dreck geschert? Das ist deine Situation [...] oder sich die Betroffenen nicht helfen lassen wollen.
Weil du bisher keinen Funken Einsicht dafür gezeigt hast, dass man so depressiv werden kann, dass man selbst jeden Versuch von Hilfe als sinnlos empfindet.
Und es ist ganz klar egoistisch sich umzubringen wenn es Menschen gibt denen du wichtig bist.
Jetzt stell dir vor, dass es Menschen gibt die niemandem wichtig sind.
Ich verstehe nicht wieso du immer wieder auf die Meinung der Gesellschaft kommst. Wenn man soweit ist dass man sich umbringt interessiert einen diese Meinung nicht mehr.
Wenn man soweit ist, dann interessiert es einen auch nicht mehr, ob es hypothetisch Menschen gab denen man wichtig war.
es geht um die Menschen die dir Nahe stehen.
Nein, es geht um das Leben der Person welche dieses beenden will.
Was das Forum angeht beobachte ich doch das immer wieder gleiche Schema (sehr stark verkürzt):
Person A: "Ich bin völlig am Ende"
Person B: "Lass dich einliefern
🙄"
Person C: "Reiß dich zusammen
🙂"
Person A: "Ich habe keine Kraft mehr dafür
🙁"
Person B: "Dann versauere doch von mir aus, mir doch gleich
🙄"
Person C: "Dann musst du eben damit leben
🙄"
Person D: "Wie kann man nur so eine Memme sein :mad:"
Wenn man aber mit dem Gedanken spielt, sein Leben zu beenden sollte man m. E. trotzdem gedanklich einen Schritt zurück tun und sich selbst seine Situation vergegenwärtigen.
Man kommt doch erst auf solche Gedanken, weil einem die Gegenwart plötzlich über dem Kopf zusammenbricht.
Habe ich alles versucht? Macht es wirklich Sinn die eigene Existenz einfach so aufzugeben? Will ich nicht lieber doch wissen, was die Zukunft bringt? Gibt es nicht vielleicht doch eine Zukunft, in der ich glücklich sein kann?
Das ist ja alles rein hypothetisch nett gedacht, aber das interessiert mich in diesem Moment einfach nicht mehr. Wer innerlich schon die Ansicht vertritt frühestens erst im Altersheim eine Frau kennen zu lernen, dem brauchst du doch auch nicht erzählen, dass er morgen seiner Traumfrau begegnen könnte. Das ist erstens unrealistisch und außerdem benötigen diese Menschen keine Wunschträume, sondern konkrete Hilfestellungen.
Und was ist mit den Menschen, die ich zurücklasse?
Bei allem Respekt könnte ich an dieser Stelle auch mal an das menschliche Vermögen für Empathie appellieren. Ich glaube nicht, dass sich die meisten Menschen umbringen ohne sich auch nur bei irgendwem in irgendeiner Hinsicht bemerkbar gemacht zu haben.
Denn einer Sache sollte man sich stets bewusst sein. Der Tod an sich ist nicht rückgängig zu machen! Es ist eine endgültige Entscheidung! Und man bewirkt damit vielleicht auch bei seinen Mitmenschen unheilbare Schäden.
Fangt doch nicht immer wieder mit der Mitmenschen-Leier an. Ich kann ja wirklich nur von mir selbst sprechen, aber selbst jetzt wo ich diesen Beitrag schreibe bin ich der Überzeugung, dass ich der Welt im Grunde völlig egal bin.