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Suizid- Was denkt ihr darüber?

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Was interessiert mich Robert Enke? Die Öffentlichkeit ist bei so einem Thema absolut unwichtig. Die Angehörigen sind wichtig. Davor hat sich niemand einen Dreck geschert? Das ist deine Situation. Es gibt tausend Menschen bei denen die Angehörigen nicht mal wissen was los ist oder sich die Betroffenen nicht helfen lassen wollen.
 
oder sich die Betroffenen nicht helfen lassen wollen.
Lies mal bitte meinen letzten Beitrag. Das ist jetzt also die Rechtfertigung dafür, dass man sich dann sogar auch noch öffentlich demütigen und beschimpfen lassen muss? Weil man auf Grund persönlicher Erfahrungen einfach absolut gar keine Chance mehr auf irgendeine Besserung sieht und daher jede Hilfe sinnlos ist oder zumindest erscheint?

Das ist doch genau das Problem. Suizid begehen doch Menschen nicht aus Spaß, sondern doch mit Sicherheit auch aus einer gewissen Alternativlosigkeit heraus.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wo liest du raus dass ich öffentliche Beschimpfung gut heiße? Hör mal auf mir irgendwas in den Mund zu legen. Ich rede von Egoismus bei Suizid. Und es ist ganz klar egoistisch sich umzubringen wenn es Menschen gibt denen du wichtig bist. Ich verstehe nicht wieso du immer wieder auf die Meinung der Gesellschaft kommst. Wenn man soweit ist dass man sich umbringt interessiert einen diese Meinung nicht mehr. Es geht nicht um die Gesellschaft oder wie die Medien damit umgehen, es geht um die Menschen die dir Nahe stehen. Wenn du keinen einzigen Menschen hast dem du was bedeutest kann man auch nicht mehr von Egoismus sprechen. Im Großen und Ganzen verstehe ich nicht mal worauf du mit Robert Enke, Beleidigungen ect. hinaus willst...

E: Oh Gott, das ist die typische Weltanschauung in solchen Foren wie hier. Wenn du das so erlebt hast tut es mir Leid, aber die Realität so darzustellen finde ich naiv. Wo hast du das denn aufgeschnappt? In diesem Forum oder was?
 
Hm, Suizid ist ein schwieriges Thema. Ich selbst war auch schon einmal nahe dran. Zumindest emotional. Wie es einem geht, wenn man kurz davor ist, sich selbst seine Existenz zu nehmen, ich glaube das kann niemand wirklich nachvollziehen, der völlig gesund ist.

Grundsätzlich zählt der Tod zum Leben dazu. Jeder wird ihn eines Tages erfahren. Rein philosophisch betrachtet, sollte jeder über sein eigenes Leben bestimmen dürfen. Und damit auch über sein Ableben.

Wenn man aber mit dem Gedanken spielt, sein Leben zu beenden sollte man m. E. trotzdem gedanklich einen Schritt zurück tun und sich selbst seine Situation vergegenwärtigen.
Gibt es wirklich keinen Ausweg? Habe ich alles versucht? Macht es wirklich Sinn die eigene Existenz einfach so aufzugeben? Will ich nicht lieber doch wissen, was die Zukunft bringt? Gibt es nicht vielleicht doch eine Zukunft, in der ich glücklich sein kann? Und was ist mit den Menschen, die ich zurücklasse?

Denn einer Sache sollte man sich stets bewusst sein. Der Tod an sich ist nicht rückgängig zu machen! Es ist eine endgültige Entscheidung! Und man bewirkt damit vielleicht auch bei seinen Mitmenschen unheilbare Schäden.
 
Wo liest du raus dass ich öffentliche Beschimpfung gut heiße?
[...] Davor hat sich niemand einen Dreck geschert? Das ist deine Situation [...] oder sich die Betroffenen nicht helfen lassen wollen.
Weil du bisher keinen Funken Einsicht dafür gezeigt hast, dass man so depressiv werden kann, dass man selbst jeden Versuch von Hilfe als sinnlos empfindet.
Und es ist ganz klar egoistisch sich umzubringen wenn es Menschen gibt denen du wichtig bist.
Jetzt stell dir vor, dass es Menschen gibt die niemandem wichtig sind.
Ich verstehe nicht wieso du immer wieder auf die Meinung der Gesellschaft kommst. Wenn man soweit ist dass man sich umbringt interessiert einen diese Meinung nicht mehr.
Wenn man soweit ist, dann interessiert es einen auch nicht mehr, ob es hypothetisch Menschen gab denen man wichtig war.
es geht um die Menschen die dir Nahe stehen.
Nein, es geht um das Leben der Person welche dieses beenden will.

Was das Forum angeht beobachte ich doch das immer wieder gleiche Schema (sehr stark verkürzt):

Person A: "Ich bin völlig am Ende"
Person B: "Lass dich einliefern 🙄"
Person C: "Reiß dich zusammen 🙂"
Person A: "Ich habe keine Kraft mehr dafür 🙁"
Person B: "Dann versauere doch von mir aus, mir doch gleich 🙄"
Person C: "Dann musst du eben damit leben 🙄"
Person D: "Wie kann man nur so eine Memme sein :mad:"

Wenn man aber mit dem Gedanken spielt, sein Leben zu beenden sollte man m. E. trotzdem gedanklich einen Schritt zurück tun und sich selbst seine Situation vergegenwärtigen.
Man kommt doch erst auf solche Gedanken, weil einem die Gegenwart plötzlich über dem Kopf zusammenbricht.
Habe ich alles versucht? Macht es wirklich Sinn die eigene Existenz einfach so aufzugeben? Will ich nicht lieber doch wissen, was die Zukunft bringt? Gibt es nicht vielleicht doch eine Zukunft, in der ich glücklich sein kann?
Das ist ja alles rein hypothetisch nett gedacht, aber das interessiert mich in diesem Moment einfach nicht mehr. Wer innerlich schon die Ansicht vertritt frühestens erst im Altersheim eine Frau kennen zu lernen, dem brauchst du doch auch nicht erzählen, dass er morgen seiner Traumfrau begegnen könnte. Das ist erstens unrealistisch und außerdem benötigen diese Menschen keine Wunschträume, sondern konkrete Hilfestellungen.
Und was ist mit den Menschen, die ich zurücklasse?
Bei allem Respekt könnte ich an dieser Stelle auch mal an das menschliche Vermögen für Empathie appellieren. Ich glaube nicht, dass sich die meisten Menschen umbringen ohne sich auch nur bei irgendwem in irgendeiner Hinsicht bemerkbar gemacht zu haben.
Denn einer Sache sollte man sich stets bewusst sein. Der Tod an sich ist nicht rückgängig zu machen! Es ist eine endgültige Entscheidung! Und man bewirkt damit vielleicht auch bei seinen Mitmenschen unheilbare Schäden.
Fangt doch nicht immer wieder mit der Mitmenschen-Leier an. Ich kann ja wirklich nur von mir selbst sprechen, aber selbst jetzt wo ich diesen Beitrag schreibe bin ich der Überzeugung, dass ich der Welt im Grunde völlig egal bin.
 
Zuletzt bearbeitet:
Weil du bisher keinen Funken Einsicht dafür gezeigt hast, dass man so depressiv werden kann, dass man selbst jeden Versuch von Hilfe als sinnlos empfindet.

Und deshalb brauchen diese Leute Hilfe und keine "Suizid ist ja nicht sooo schlimm"-Parolen.

Jetzt stell dir vor, dass es Menschen gibt die niemandem wichtig sind.

Habe ich oben erwähnt. Genauer lesen bitte.

Wenn man soweit ist, dann interessiert es einen auch nicht mehr, ob es hypothetisch Menschen gab denen man wichtig war.

Ebenfalls oben. Und nicht mal eine Antwort auf meine Frage.



Was das Forum angeht beobachte ich doch das immer wieder gleiche Schema (sehr stark verkürzt):

Person A: "Ich bin völlig am Ende"
Person B: "Lass dich einliefern 🙄"
Person C: "Reiß dich zusammen 🙂"
Person A: "Ich habe keine Kraft mehr dafür 🙁"
Person B: "Dann versauere doch von mir aus, mir doch gleich 🙄"
Person C: "Dann musst du eben damit leben 🙄"
Person D: "Wie kann man nur so eine Memme sein :mad:"

In diesem Forum schert sich keiner einen Dreck um dich da hier alles anonym abläuft. Das als Beispiel herzunehmen finde ich schon leicht lächerlich. Das kannst du als Argument hernehmen wenn es sich in der Familie oder im Freundeskreis so abspielt.
 
Meine Frage: Wie steht ihr dazu? Was denkt ihr darüber? (auch in Bezug auf aktive Sterbehilfe, wenn eine Person sich nicht mehr selbst das Leben nehmen kann)

Mich würde das wirklich sehr interessieren (nein, ich bin nicht suizidgefärdet, denke aber oft über das Thema nach).

Ich sehe das so: das eigene Leben ist das absolut wichtigste, das man hat. Man hat nur eins. Ich bin nicht wirklich gläubig im christlichen Sinn, also glaube ich auch nicht an das ewige Leben nach dem Tod und auch nicht (andere Religionen) an Wiedergeburt oder irgendwas in der Art.

Egal wie schlecht es mir ginge, egal was ich alles durchmachen müsste, mir käme es nie in den Sinn, meinem Leben ein Ende setzen zu wollen. Denn selbst wenn es mir momentan total schlecht ginge, wäre mein Gedanke "es kann ja eigentlich nur noch besser werden" ...

Ich will - wie auch immer die Umstände sind - mein Leben so lange "erleben", wie es nur irgend geht. Denn ich habe nur dieses eine Leben.

Und wenn ich lese, daß Jugendliche (die noch ihr ganzen Leben vor sich haben) manchmal wegen (meiner Meinung nach) Nichtigkeiten ihr Leben wegwerfen wollen, dann kann ich das beim besten Willen nicht verstehen.

Es gibt nur eine einzige Ausnahme, die ich gelten lassen würde: wenn jemand unheilbar krank ist und unter dieser Krankheit sehr leidet. Wenn also jemand z.B. Krebs im Endstadium hat, unter Schmerzen leidet, die selbst stärkste Medikamente nicht mehr unterdrücken können und keinerlei Aussicht auf Besserung besteht. Dann würde auch ich Sterbehilfe beführworten.

Gruß,
Garak
 
Und deshalb brauchen diese Leute Hilfe und keine "Suizid ist ja nicht sooo schlimm"-Parolen.
Und deshalb brauchen die Leute eine Hilfe für den Alltag und keine "Geh in Therapie" und "Alles wird besser, garantiert!!11"-Parolen. Glaube mir, ich will es nicht beschönigen und schon gar nicht befürworten, aber auch niemanden noch für solche Gedanken mental weiter fertigmachen.
Egal wie schlecht es mir ginge, egal was ich alles durchmachen müsste, mir käme es nie in den Sinn, meinem Leben ein Ende setzen zu wollen. Denn selbst wenn es mir momentan total schlecht ginge, wäre mein Gedanke "es kann ja eigentlich nur noch besser werden" ...
Das ist das Problem von dem ich spreche. Jemand hat den gleichen Gedanken und projiziert dies gleich auf die komplette Menschheit. Mein Gedanke ist zum Beispiel: "Es ist sowieso sinnlos".

Und wenn ich lese, daß Jugendliche (die noch ihr ganzen Leben vor sich haben) manchmal wegen (meiner Meinung nach) Nichtigkeiten ihr Leben wegwerfen wollen, dann kann ich das beim besten Willen nicht verstehen.
Das ist genau das selbe Problem. Du kannst es nicht verstehen, aber sie trotzdem drunter, auch wenn du es nur als Nichtigkeit abtun magst.
Es gibt nur eine einzige Ausnahme, die ich gelten lassen würde: wenn jemand unheilbar krank ist und unter dieser Krankheit sehr leidet. Wenn also jemand z.B. Krebs im Endstadium hat, unter Schmerzen leidet, die selbst stärkste Medikamente nicht mehr unterdrücken können und keinerlei Aussicht auf Besserung besteht. Dann würde auch ich Sterbehilfe befürworten.
Wo ist jetzt der Unterschied ob jemand körperlich oder seelisch leidet? Denn zumindest in den Gedanken und Gefühlen dieser Person gibt es auch keine Heilung mehr und nichts was den psychischen Schmerz lindert.
 
Zuletzt bearbeitet:
Und deshalb brauchen die Leute eine Hilfe für den Alltag und keine "Geh in Therapie" und "Alles wird besser, garantiert!!11"-Parolen. Glaube mir, ich will es nicht beschönigen und schon gar nicht befürworten, aber auch niemanden noch für solche Gedanken mental weiter fertigmachen.

Dann geh bitte mal vor die Haustür und orientier dich nicht an 'nem Internetforum. 🙄
 
Es ist definitiv feige, dass man nicht kämpft und stattdessen aufgeben will. Vor allem wenn es Menschen gibt die einen lieben, wie gesagt. Aber ob es egoistisch ist, weiß ich nicht so genau, denn wenn es einem selbst nicht mehr danach ist zu leben, dann sollte man es nicht für andere tun. Man lebt ja eigentlich für sich selbst, nicht für andere. Jeder hat seinen eigenen Weg zu gehen. Jetzt wo ich das lese, kommt es mir schon ein wenig(sehr sogar) egoistisch vor, aber es ist eben so. Ich kenne genug Leute, die das alles witzig finden, zum Beispiel die aus meiner Klasse. Sie sagen sogar Schwächeren, die gemobbt werden, dass sie Selbstmord begehen sollen und das ist meiner Meinung nach für ein Gymnasium richtig asozial. Und übrigens: Jeder hat eine eigene Meinung dazu, es gibt kein richtig oder falsch 😕
 
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