S
Sonnenwind
Gast
Hab ich mich bereits entschuldigt und schon beschrieben, dich falsch verstanden zu haben
Allerdings sollte man nicht so voreilig von Krieg und Verbannung reden.
Man sollte erst mal versuchen das Gesetz durch zu bekommen und dann weiter sehen.
Ja, sorry, habe es auch später dann gelesen .....
Aber das ist ja das Problem, dass unser Gesetz auf dieser Ebene nicht greift!
Und das ist auch gut so - einerseits, andererseits stehen wir damit natürlich vor einem unlösbaren Problem.
Stell Dir Deutschland als Dein Haus vor:
Ein schönes, buntes, großes altes Haus, das Deine Vorfahren unter Entbehrungen und großem Einsatz für sich und ihre Nachkommen errichtet haben.
Das Haus ist so groß, dass Du neben Deinem engsten Familienkreis auch noch andere Menschen darin wohnen lässt, weil es sonst teilweise leer stünde und Du die Miete und ein paar helfende Hände mehr gut gebrauchen kannst, um das Gebäude, das Euch allen Schutz und Heimat bietet, wiederum für Euch selbst und für spätere Generationen in einem guten Zustand zu halten.
Du bist ein weltoffener Mensch und kämst nie auf den Gedanken irgendjemanden nicht in Deinem Haus aufzunehmen, nur weil er schwarz oder weiß, Hindu oder Christ, Vegetarier oder Schnürsenkelverkäufer ist ......
Die geballte Vielfalt in der Enge des Hauses schafft natürlich gelegentlich Reibungspunkte, doch mit gegenseitiger Toleranz und Kompromissbereitschaft ist ein Jeder darauf bedacht, den inneren Frieden zu erhalten und ermöglicht dadurch ein erbauliches Zusammenleben.
Eine der Familien die mit Euch unter einem Dach wohnt, gehört einer religiösen Gemeinschaft an, die einer für Dich nicht nachvollziehbaren Tradition folgt, die Dir und auch anderen Mitgliedern Eurer Hausgemeinschaft gelegentlich sehr unangenehm ist.
Als Du den Großvater einmal darauf ansprachst, weil Du es nicht mehr ertragen konntest, da erzählte Großvater folgende Geschichte um zu erklären, auf welches Ereignis diese Tradition beruht und warum sie so wichtig ist:
Und Großvater erzählt:
Nach einer großen Dürre und der darauf folgenden Hungersnot, befand sich der Stamm unserer Ahnen auf der Wanderung durch ein unwirtliches Land, nackt, wie es damals üblich war, ausgestattet nur mit dem letzten Rest an Nahrung und dem wenigen Wasser das ihnen geblieben war, auf der Suche nach einer neuen Heimat.
Kein Baum, kein Strauch, nicht einmal ein einziger Grashalm oder ein Moosfleckchen wuchs auf dem kargen Boden den sie zu durchwandern hatten und so weit ein Auge sehen konnte, war der Boden übersät mit spitzem, scharfkantigem Geröll.
Schon nach dem ersten Tag der Wanderung, konnten viele Menschen keinen Fuß mehr vor den anderen setzen, weil ihre Sohlen voll von blutenden Schnitten und gesplittertem Gestein waren. Und weil man die Stammesbrüder nicht einfach ihrem grausigen Schicksal überlassen wollte, mussten sie von den anderen getragen werden.
Die zusätzliche Last war für die Füße der Anderen natürlich das reine Gift und am Ende des zweiten langen heißen Tages, konnte kein Einziger noch einen Schritt laufen und die Verzweifelung war tief und großes Wehklagen ging durch die Reihen der am Boden kauernden, von Angesicht zu Angesicht mit dem sicheren Tod.
Am Morgen des dritten Tages, noch bevor die große rote Scheibe sich über den Horizont empor geschoben hatte, schleppte sich der alte weise Priester des Volkes, gestützt von seiner wehklagenden ältesten Tochter auf eine kleine Anhöhe und wandte sich der aufsteigenden Sonne entgegen ......
Nach allen Regeln seines Glaubens erhob er Herz und Stimme gen Himmel und das gesamte Volk stimmte mit ein in das Flehen an ihren Gott, ihnen einen Weg zu weisen, heraus aus ihrer Not, als Schutz vor dem sicheren Tod.
Und der Priester versprach, und das Volk stimmte mit ein, alles zu tun für ihren Gott und ihm zu huldigen und ihm zu dienen auf ewige Zeit und ihm zu opfern, was immer er verlangt, wenn er sie nur errette .......
Und siehe da, die Winde erhoben sich mit Getöse und der Himmel tat sich auf, gerade in jenem Augenblick und an jenem Flecke des Firmaments, wo die Sonne sich vom Horizonte löste und aus den weit geöffneten Pforten zum himmlischen Reich, trat Gott hervor, den Stab in der Hand auf den steinigen Boden vor das betende Volk und sprach:
„So will ich Euch, die Ihr mein Volk seid und mir huldigt, meine Güte und meine Gnade erweisen und Euch aus Eurer Not heraus geleiten - auf dass Ihr stets meiner Größe gedenkt auf all Euren Wegen die Ihr noch begehen werdet in all den Zeiten, die Euer Volk noch durchschreiten wird“
Sprach es und schlug mit der Spitze seines Stabes auf den felsigen Grund.
Und ein großes Zittern schüttelte die Erde und der felsige Grund tat sich auf und aus dem klaffenden Riss, der sich daraufhin bis zum Horizont erstreckte quoll, begleitet vom Stöhnen der Erdgeister die sich betrogen fühlten, eine duftende, dunkle Erde empor und füllte den Riss bis zum Rand.
Und ein zweites mal erhob Gott seinen Stab und rammte ihn in die dunkle Erde und über die nackte Erde zog sich alsbald ein grüner Flaum und dieser spross in atemraubender Geschwindigkeit, begleitet vom raunen der Pflanzengeister die sich betrogen fühlten, zu einem von Beerensträuchern und schattenspendenden Bäumen gesäumten Wiesenweg heran, der den Pfad in die neue Heimat wies.
Und ein drittes mal erhob Gott seinen Stab zum Schlage und lies ihn aber nur drohend über den Häuptern des Volkes schweben während er sprach:
„So wie ich Euch heute aus Eurer Not errettete, so werde ich Euch auch in Zukunft erretten wenn Ihr Euch auch weiterhin mir gegenüber gefällig erweist, meinem Ansehen dient und meiner Größe und Güte huldigt.
Doch als Zeichen Eurer Gottgefälligkeit und als Merkmal, an dem ich Euch und die Euren stets erkennen kann, verlange ich ein Opfer .....
Und das gütige und dennoch strenge Auge Gottes wanderte über die Gesichter der Menschen und eines jeden Einzelnen wurde er gewahr, bis sein Blick schließlich auf dem Gesicht der Tochter des Priesters zur Ruhe kam und Gott seine Stimme erhob:
„Dich, Tochter des Priesters, haben Deine zarten Füße bis hierher getragen an die Schwelle des Todes und ich habe Dein Flehen erhört.
Ein drittes mal wird mein Stab die Erde bezwingen und Euch einen klaren Quell schenken, an dem Ihr Euch vor Eurer Weiterreise laben und mit dessen heilsamen Nass Ihre Eure Wunden waschen möget.
Doch für Dich und alle anderen geschlechtsreifen ältesten unvermählten Töchter einer jeden Familie Eures Stammes, soll ab heute und für alle folgenden Generationen folgendes gelten:
Es wird das letzte mal sein, dass Ihr Eure zarten Füße waschen werdet und sie mögen ungewaschen bleiben, bis ein aufrechter Mann Eures Volkes die Füße der Jungfrau küsst und sie zu seiner Gemahlin nimmt.
Solange sich Euer Volk an unseren Bund hält, so lange will ich Euer gnädiger Gott sein und Euch mit allem versorgen was ihr für ein gottgefälliges Leben benötigt.
Vernachlässigt Ihr aber Euer Opfer, so seid Ihr fortan nicht mehr die Meinen und Euer Dasein wird verdorren, wie ein junger Baum in einer Felsenwüste.
Und bevor Gott wieder von dannen ging wie er erschienen war, schlug er seinen Stab auf einen großen Felsen der am Wegesrande aus dem Boden ragte und begleitet vom gurgelnden Rauschen der Wassergeister, die sich betrogen fühlten, öffnete sich ein Spalt am Fuße des Felsens und entließ eine Quelle lebensspendenden Wassers, die auch heute noch von den wahrhaft Suchenden zu finden ist und unerlässlich fließt.......
Tja ..... soweit also die Geschichte.
Nun wohnt also diese Familie in Deinem Haus und das Problem an der ganzen Angelegenheit ist, dass diese Familie nur eine einzige Tochter hat, die halt nun schon eine ganze Weile die älteste Tochter ist ..... und dummer weise, hat der Schöpfer dieses Mädchen auch nicht gerade mit Liebreiz und Verstand gesegnet was zur Folge hat, dass die ganze Familie nun schon seit über 30 Jahren darauf hofft, dass sich irgendein Mann findet der bereit wäre, die ungewaschenen Füße dieser schon reichlich überreifen ältesten Tochter zu küssen!
Ein echtes Dilemma und eine schier ausweglose Situation für alle Menschen, die aus irgendwelchen Gründen gezwungen sind sich im selben Luftraum wie dieses Mädchen aufzuhalten.
Die Situation stinkt also zum Himmel, sozusagen ......
Alle Toleranz und Kompromissbereitschaft der Welt können dagegen nicht anstinken ....
Was also ist zu tun ????
Erdulden ?