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Seit 7 Jahre Single

  • Starter*in Starter*in Gast
  • Datum Start Datum Start
Ich glaube, manche von euch kapieren es echt nicht: Das hier ist kein Wettbewerb, wie lange man schon Single ist.
Anscheinend seid ihr sogar irgendwie stolz drauf?!
7 Jahre ungewollt alleine zu sein, ist ne verdammt lange Zeit. Irgendwann macht es auch keinen Unterschied mehr, ob man 7, 20 oder 50 Jahre lang alleine ist, der Effekt - die Einsamkeit und der Wunsch nach einer festen Bindung - ist der gleiche.
Also hört auf, einander übertrumpfen zu wollen und jemandem zu vermitteln "Ach stell dich doch nicht so an, du bist doch nur 7 Jahre lang bis jetzt alleine".
Was ist denn das bitte für ne Lebensauffassung?!
Ich glaube so langsam versteh ich schon, warum ihr noch alleine seid.
Ich stell mal die provokante These in den Raum, dass ihr ganz gerne alleine seid, aber nach außen hin vorgebt, eine Beziehung zu wollen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ihr alle ganz große Romantiker seid und nur auf die eine Märchenprinzessin oder den einen Märchenprinzen wartet und es nur daran liegt, dass ihr den oder die Richtige/n noch nicht gefunden habt.
 
7 Jahre ungewollt alleine zu sein, ist ne verdammt lange Zeit. Irgendwann macht es auch keinen Unterschied mehr, ob man 7, 20 oder 50 Jahre lang alleine ist, der Effekt - die Einsamkeit und der Wunsch nach einer festen Bindung - ist der gleiche.

Da gebe ich Dir recht ... es macht keinen Unterschied, wie lange man alleine ist. Nur es wird immer schwieriger damit um zu gehen, je länger es dauert ...

Ich für mich kann sagen ... Ich bin nicht gerne alleine, aber ich habe nicht das Handwerkszeug erlernt, das zu ändern. Mir fehlen soziale Fähigkeiten, die andere eben haben. Und wenn ich dann die Zahl 7 (um beim Thema zu bleiben) lese, da habe ich die Tendenz auch auszuteilen. Für mich sind 7 Jahre eher nichts ... besonders wenn sich wegen des Themas wieder mal eine Depression ankündigt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Tennessean,

das tut mir echt Leid für dich, dass du so lange schon allein bist und es dir dadurch psychisch nicht gut geht.
Mir geht es manchmal ähnlich und ich bin ja "nur" 7 Jahre allein. Danke, dass du trotzdem der gleichen Meinung bist, dass es keinen Unterschied macht und du mich verstehst.

Ich bin immer der Meinung, dass Glück in der Liebe zu haben nichts mit dem Engagement zu tun hat.
Es kann kommen oder nicht. Dass dir soziale Fähigkeiten allgemein fehlen, ist natürlich noch tragischer, da du dann wahrscheinlich auch Schwierigkeiten hast, Freunde und Bekannte zu finden und du noch einsamer bist. Denkst du, du könntest irgendwas dagegen tun? Vielleicht den Grund dafür rausfinden und so daran arbeiten oder vielleicht eine Therapie machen?
Mir sind die sozialen Fähigkeiten auch nicht zugefallen und ich hatte es teilweise auch recht schwer...Geholfen hat mir mein Psychologiestudium, in dem wir uns mal in nem Seminar mit irrationalen Überzeugungen bezüglich Sozialverhalten beschäftigt haben. Das hat mich zum Nachdenken gebracht und ich hab dann in verschiedenen Situationen einfach mal verschiedene Verhaltensweisen ausprobiert, hab mein Verhaltensrepertoire erweitert und geschaut, was gut ankommt und was nicht und dann selbst entschieden, was zu mir passt. Habe dadurch (und durch Kampfsport) meinen Weg gefunden. Nicht der gängigste Weg für ein Mädel vielleicht, aber ich muss echt sagen, ich bin echt taff geworden und wenn ich so in meine Teenagerzeit zurückschaue, ist das ein Unterschied wie Tag und Nacht.
Ich mach mir mit meiner selbstbewussten und manchmal rauen Art aber nicht immer Freunde, aber ich hab gelernt, dass ich das auch gar nicht muss.
Ich kann dich nur dazu ermutigen, einfach auszuprobieren und zu schauen, welche Art von Verhalten deinem Weg, deinem Temperament entspricht.
Vielleicht kannst du es ja einfach mal ausprobieren, ein Versuch schadet nicht. 🙂
 
Hi. Ich bin 32 und seit etwa 11 Jahren Single. Woran es liegt? Ich denke mal dass ich es einfach nie wirklich gelernt habe wie man sowas macht.. dh erstens habe ich 0 Kontakt zu Frauen, irgendwie kommen sie mir fremd vor. Ich weiss nicht was und wie man mit Frauen redet.. auch weiss ich überhaupt nicht welche Frau mich interessieren würde und welche nicht. Ich habe mich in diesen 11 Jahren auch nie in eine Frau verliebt. Auch denke ich mir immer, was denn eine Frau überhaupt mit so einem Typen wie mir wollen würde. Keine Ahnung, ist irgendwie höchst komplex das ganze bei mir. Aufgegeben habe ich aber (noch) nicht.. ich denk mir immer dass ich vielleicht mal Glück habe und auf eine treffe wo das ganze dann ganz von selbst funktioniert. Ich denke halt ganz einfach nicht mehr dran. 11 Jahre sind eine lange Zeit. Rechnet man die Kinderzeit ab, dann ist es die Hälfte meines Lebens.. ich kenne es also eigentlich gar nicht anders. Ich bin praktisch mein ganzes erwachsenes Leben lang schon Single. In meiner Jugend habe ich mal 2 Beziehungen gehabt. Eine ging über 2 Jahre, die andere über 6 Monate..aber damals bin ich ja auch noch fast ein Kind gewesen.
 
Ich bin immer der Meinung, dass Glück in der Liebe zu haben nichts mit dem Engagement zu tun hat.
Es kann kommen oder nicht. Dass dir soziale Fähigkeiten allgemein fehlen, ist natürlich noch tragischer, da du dann wahrscheinlich auch Schwierigkeiten hast, Freunde und Bekannte zu finden und du noch einsamer bist. Denkst du, du könntest irgendwas dagegen tun? Vielleicht den Grund dafür rausfinden und so daran arbeiten oder vielleicht eine Therapie machen?

Eine Therapie hatte ich vor 14 Jahren (aus anderen Gründen) gemacht ... es kam dann irgendwann zu "meinem Thema" und der Therapeut wollte eine Prostituierte "einbauen" um mir meine Angst vor Nähe zu nehemen. Damit habe ich mich nicht wohl gefühlt und hab es abgebrochen.
Ich bin mir ziemlich sicher wo die Gründe liegen ... meine Eltern (beide Kinder des 2. Weltkriegs) waren nicht "die erste Wahl" des jeweils anderen. Der Verlobte meiner Mutter ist in Stalingrad gefallen, men Vater war in französischer Gefangenschaft, wurde entlassen, lernte in Frankreich eine Frau kennen und wohl auch lieben. Sie ist aber verstorben und er kehrte 1953 nach Deutschland zurück.

Meine Eltern sind miteinander freundlich umgegangen ... aber nicht liebevoll. Mejne Mutter war kalt und abweisend .. ich hatte während meiner ganzen Kindheit das Gefühl es würde etwas fehlen. Wenn ich so auf die Zeit nach meiner Kindheit zurückblicke .. dann waren all die vergeblichen Versuche überhaupt eine Beziehung zu einem anderen Menschen zu haben davon geprägt, dass ich in den wichtigsten Jahren nicht gewollt wurde. Und als es mit Mitte 30 nach einem harmlosen Abendessen den ersten Kuss gab ... da hat meinereiner eben nicht "angemessen" reagiert (nämlich mit Panik). Die Frau hat mich danach mit Ignorieren bedacht. Damals habe ich aufgegeben. Eine Beziehung zu finden und/oder meinen Mitmenschen zu vertrauen, sich fallen lassen zu können ... eine nett gemeinte Bemerkung eines mir (zugegeben sympathischeren Menschen) löst ein Gefühlschaos (und auch die aktuelle Depression) aus.

Ausprobieren ... kann ich nicht mehr. Ich habe die Kraft nicht mehr ...
 
Ich freue mich über die Ehrlichkeit und Selbstreflektion in diesem Faden. Vielen Dank dafür. 🙂

---

Sogleich möchte ich fragen, ob ihr mir in Bezug auf eine bereichernde und gute Beziehung helfen könnt?
 
Zuletzt bearbeitet:
Regel Nr. 1:

Bestandsaufnahme, reflektieren, in sich gehen.


Können wir das?

(Bestandsaufnahme in dem von mir genannten Sinne bedeutet, sich über alles bewusst zu werden, wirklich alles. Über die Wut, die Trauer, wie die Menschen sind und wie man selbst ist. Familie, Prägung, Sozialisierung, Bedürfnisse, Wünsche. Und nein, ich kann es euch nicht einfach machen, weil ich es mir selbst nicht einfach mache. Wenn ihr kämpfen könnt und wollt, dann haben wir eine Arbeitsgrundlage. Wenn nicht, dann wird alles so bleiben, wie es ist.)

---

Es soll aus meiner Sicht kein Mensch verschätzen, dass Liebe wie auch Partnerschaft nicht nur eine Sache von Zufall, Glück und Gefühl sind, sondern auch eine von Handlungen, Verständnis und Kompetenz.

Ist der Kampf schon verloren? Nein.

Here we go.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das Problem ist halt um so länger man alleine ist desto schwieriger ist es (bzw. scheint es) wieder jemanden zu finden.

Zum Thema ansprechen: Ich würde mich nie wagen in Berlin z.b. abends eine Frau anzusprechen. Heutzutage muss man Angst haben die zücken gleich ihr Pfefferspray oder plötzlich kommt nen Kerl um die Ecke und haut zu. Ja ich höre leider zu viel negatives hier....
 
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