Hab nun überlegt, ob ich auch noch mal meinen Senf hier dazugebe. Ist ja irgendwie ein kommunikatives Minenfeld😉
Ich fang mal so an. Ich treffe beruflich bedingt immer wieder Menschen in (höheren) kirchlichen Ämtern, Pfarrer, Kirchenmitarbeiter. Fast immer erinnere ich mich an angenehme Gespräche. Allerdings gilt das eben, solange es um ein Sachthema geht. Wenn ich hin und wieder einen Pfarrer, mit dem ich mich einige Wochen zuvor gut unterhalten habe, zufällig bei einer öffentlichen Ansprache höre oder auch lese, was er in einem Kirchenblatt schreibt, sträuben sich mir die Nackenhaare. Warum? Weil ich, sobald ich missionarische Tendenzen feststelle, dringend und schnell Abstand von Menschen suche.
Und das ist bisweilen die Crux, denn wer ernsthaft glaubt, will diesen Glauben ja auch weitertragen. Er ist ja überzeugt, dass er seinen Mitmenschen damit etwas gutes tut. Gerade damit aber überschreitet er bei vielen - auch hier im Forum - eine Grenze.
Was ist nun mein Problem? Eigentlich kein großes (aus meiner Sicht). Ein Christen vs Atheisten-Problem besteht in meinem Leben nicht. Ich wurde getauft und konfirmiert, weil das eben so war. Meine Eltern wurden auch getauft und konfirmiert. In die Kirche geht niemand aus meiner Familie. Man hält die "Regularien" ein, weil es eben schon immer so war. Ich selber war in der Christenlehre und im Konfi-Unterricht. Ich fand beides nicht unbedingt schlecht, aber "gläubig" wurde ich dadurch nicht. Heute bin ich vielleicht eine agnostische Atheistin oder umgekehrt😉 Ich schätze vieles von dem, was heute durch christliche Träger/Institutionen geleistet wird. Ich verabscheue vieles von dem, was unter dem Deckmantel "Christentum" in der Vergangenheit geschehen ist. Ich könnte kotzen, wenn ich wie vor einigen Tagen lese, dass an der Spitze katholischer Schützenumzüge kein schwules Paar laufen darf - unter Berufung auf christliche Prinzipien. Ich hege keine besonderen Sympathien für Schützenvereine, eher vielleicht im Gegenteil, aber genau diese Art von Intoleranz und Menschenfeindlichkeit gehören eben auch noch zum Christentum. DAS ärgert mich dann doch immer wieder.
Und so macht eben jeder seine eigenen Erfahrungen - als Atheist mit Christen, als Christ mit Atheisten. Manches setzt sich fest im Hinterkopf, manches wird zu sehr verallgemeinert, manches zu sehr und manches zu wenig hinterfragt. Was könnte helfen - hier auf dieser Kommunikationsplattform, die so viele verschiedene Menschen vereint? Vielleicht ja wirklich das Weglassen jegliches Missionierungseifers. Über Glauben reden, ohne ihn als "einzig richtigen Weg" zu propagieren.
Ich fang mal so an. Ich treffe beruflich bedingt immer wieder Menschen in (höheren) kirchlichen Ämtern, Pfarrer, Kirchenmitarbeiter. Fast immer erinnere ich mich an angenehme Gespräche. Allerdings gilt das eben, solange es um ein Sachthema geht. Wenn ich hin und wieder einen Pfarrer, mit dem ich mich einige Wochen zuvor gut unterhalten habe, zufällig bei einer öffentlichen Ansprache höre oder auch lese, was er in einem Kirchenblatt schreibt, sträuben sich mir die Nackenhaare. Warum? Weil ich, sobald ich missionarische Tendenzen feststelle, dringend und schnell Abstand von Menschen suche.
Und das ist bisweilen die Crux, denn wer ernsthaft glaubt, will diesen Glauben ja auch weitertragen. Er ist ja überzeugt, dass er seinen Mitmenschen damit etwas gutes tut. Gerade damit aber überschreitet er bei vielen - auch hier im Forum - eine Grenze.
Was ist nun mein Problem? Eigentlich kein großes (aus meiner Sicht). Ein Christen vs Atheisten-Problem besteht in meinem Leben nicht. Ich wurde getauft und konfirmiert, weil das eben so war. Meine Eltern wurden auch getauft und konfirmiert. In die Kirche geht niemand aus meiner Familie. Man hält die "Regularien" ein, weil es eben schon immer so war. Ich selber war in der Christenlehre und im Konfi-Unterricht. Ich fand beides nicht unbedingt schlecht, aber "gläubig" wurde ich dadurch nicht. Heute bin ich vielleicht eine agnostische Atheistin oder umgekehrt😉 Ich schätze vieles von dem, was heute durch christliche Träger/Institutionen geleistet wird. Ich verabscheue vieles von dem, was unter dem Deckmantel "Christentum" in der Vergangenheit geschehen ist. Ich könnte kotzen, wenn ich wie vor einigen Tagen lese, dass an der Spitze katholischer Schützenumzüge kein schwules Paar laufen darf - unter Berufung auf christliche Prinzipien. Ich hege keine besonderen Sympathien für Schützenvereine, eher vielleicht im Gegenteil, aber genau diese Art von Intoleranz und Menschenfeindlichkeit gehören eben auch noch zum Christentum. DAS ärgert mich dann doch immer wieder.
Und so macht eben jeder seine eigenen Erfahrungen - als Atheist mit Christen, als Christ mit Atheisten. Manches setzt sich fest im Hinterkopf, manches wird zu sehr verallgemeinert, manches zu sehr und manches zu wenig hinterfragt. Was könnte helfen - hier auf dieser Kommunikationsplattform, die so viele verschiedene Menschen vereint? Vielleicht ja wirklich das Weglassen jegliches Missionierungseifers. Über Glauben reden, ohne ihn als "einzig richtigen Weg" zu propagieren.