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Hoch pokern fürs Medizinstudium? Oder aufgeben?

Nellyposa

Mitglied
Hoch pokern für das Medizinstudium?


Hallo 🙂


Ich hab mich hier schon mal vor ca. 2 Monaten ausgeheult, damals war ich kurz nach meinem Abitur, hatte Zulassungen für ein paar Unis in der Tasche und war trotzdem richtig unglücklich, weil ich nicht wusste, was ich studieren soll.


Hab das Problem erst mal auf Eis gelegt, indem ich grad ein FSJ in einer KiTa mache.


Trotzdem habe ich jetzt natürlich zu klären, was danach kommt. Und ich bin wieder am verzweifeln.


Ich komme aus einer Familie von ziemlich gebildeten Leuten, was mir die Sache echt nicht einfacher macht. Mein Vater ist promovierter Geschichtswissenschaftler – und verdient damit auch noch unverschämt gut. Ich wollte immer so sein wie er! So schlau, so redegewandt, so erfolgreich.
Meine Mutter ist Chemikerin. Mein Bruder war eine große Enttäuschung für meine Eltern. Er hat nie Abi gemacht, nie eine Ausbildung abgeschlossen. Das hat meinen Vater immer in den Wahnsinn getrieben, möchte es ihm nicht sooo gern nachmachen.


Mein Abischnitt ist 2,1. Also eher durchschnittlich.


Mir macht meine Arbeit in der KiTa Spaß, aber mir fehlt der Anspruch. Ich würde wahnsinnig gern in der Uni rumtigern, Hausarbeiten schreiben, mich mit schwierigen Dingen rumschlagen. Bin eindeutig die Theoretikerin. Momentan schlag ich mich mit trotzigen, aber putzigen Kindern rum.


1.Problem: Studienfächer die mir gefallen, sind brotlose Kunst (Romanistik, Kunstgeschichte, Kulturwissenschaft, Bio)


2.Problem: Studienfächer, die mir auch gefallen (Medizin, Psychologie) sind unerreichbar für mich


Ich will was aus mir machen. Und möglichst nicht arbeitslos sein. Also: Ich suche ein Fach, was mir gefällt und mich ernährt (also danach... also nicht sowas wie Keltologie 😀)


Alternative: Ich mache jetzt erst eine Ausbildung (med. Bereich) und sitze Wartezeit ab. Momentan liegt die bei 12-13 Semestern. Kinder, da bin ich ja alt und grau danach! Die Wartezeit könnte natürlich auch noch steigen. Auf 16 Semester. Mit 28 käme ich mir allerdings echt alt vor, dann noch zu studieren. Und außerdem wäre ich bis dahin vermutlich einen qualvollen Tod durch Frustration gestorben. Mein persönlicher Tipp ist, dass das ganze Zulassungssystem für Medizin sowieso umgeschmissen wird – da es kurz vorm Kollaps steht (bei der ganzen Warterei). Und dann? Dann bin ich alt und habe keinen Studienabschluss. Echt risikoreich.


Zudem würde ich ganz gerne in NRW bleiben. Mit ins Ausland abwandern ist da also nichts. Hänge irgendwie an meiner Heimat... und an meinem blöden Freund. (Jaaa ich weiß, ich bin ein verknalltes Naivchen.)


Momentan bin ich verzweifelt, weil ich aus der Misere irgendwie nicht raus komme, meine Freunde mir von ihrem Unileben vorschwärmen und ich mir einfach vorkomme wie im Aus. Für mich gibt es anscheinend keinen Weg. Und das zermürbt mich. Ich kann der Welt und mir nicht mehr gerecht werden. Und irgendwie verliere ich die Hoffnung, dass ich das jemals können werde.


Bräuchte echt jeden noch so kleinen Rat. Ich geh hier noch kaputt.
 
In Österreich gibts aber einen ziemlich großen Andrang von deutschen Studenten. Die haben wohl erstmal den Österreichern Vortritt gegeben soweit ich weiß.

Ich würde an deiner Stelle einfach ganz strikt nach Interessen gehen. Studiere, was dich am meisten interessiert. Brotlose Kunst ist eigentlich kein Argument. Ich habe mich auch für eine brotlose Kunst als Studium entschieden, weil es hinterher eh egal ist ob du dich mit dem einen oder dem anderen Studium in der Berufswelt mit Zeitverträgen und Ungewissheit rumschlägst. Wieso also nicht das machen was man will? Die Konkurrenz ist hinterher sowieso immer hoch weil es in Deutschland noch nie so viele Studenten gab und es mehr Akademiker gibt als man benötigt.

Wenn du unbedingt Medizin studieren willst, dann würde ich doch mal übers Ausland nachdenken. Holland ist um die Ecke, da kommt man auch einfacher in Medizin rein, oder?
Ansonsten bist du, wenn du deine Wartesemster abwartest und dann hinterher mit deinem Studium fertig bist, so mit Mitte 30 bis 40, das würde vielleicht auch nicht unbedingt für Medizin sprechen.

Wichtig wäre mir an deiner Stelle eigentlich nur, dass du nicht etwas studierst von dem du glaubst, dass es auf dem Arbeitsmarkt gefragt ist und dir ein gutes Gehalt und eine sichere Stelle bietet. Das wirst du ohne weiteres mit keinem Studium haben, es sei denn du bist wirklich richtig gut und schnell fertig mit dem Studium. Mach einfach was dich am meisten interessiert. Wenns halt Romanistik oder Kunstgeschichte wird, machst du später wenigstens einen Job, der dir sehr wahrscheinlich Spaß machen wird.
 
wir brauchen händeringend ärzte. sind die wartezeiten wirklich so lange? das ist ja unverschämt.

psychologie würde ich abraten, aber nur eine persönliche meinung...

echt der hamma, da klagt man über ärztemangel und es wird eine so erschwert...

hihihih, dann könnte ich mich ja an die uni einschreiben...bin 45 habe also fleißig gewartet...bis ich dann den facharzt in der tasche habe, kann ich rente beantragen 😀

ich finde das hier einfach nur klasse in deutschland...

w.
 
wenn du gut - und das heisst hier interessiert und engagiert - bist, is nix brotlos! (siehe dein vater; geschichte is jetzt auch nicht das studienfach, wo die leut sagen: jööö, toll, da wirst du später sicher einen tollen job haben) die frage ist, wie sehr du überzeugt bist, in deinem fach auf dich aufmerksam machen zu können
 
wenn du gut - und das heisst hier interessiert und engagiert - bist, is nix brotlos! (siehe dein vater; geschichte is jetzt auch nicht das studienfach, wo die leut sagen: jööö, toll, da wirst du später sicher einen tollen job haben) die frage ist, wie sehr du überzeugt bist, in deinem fach auf dich aufmerksam machen zu können

da kann ich nur zustimmen. Dein Vater ist doch ein gutes Beispiel dafür! Ansonsten würde ich dir sowas wie Bio-Chemie vorschlagen oder zB Lebensmittelchemie. Bio und Chemie kommt ja auch beim Medizinstudium dran und damit kann man einen guten Job finden. Wenn es dir liegt.
 

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