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Schwierigkeiten mit unserer 17jährigen (pubertierenden) Tochter

Ein freundliches Hallo ,

meine älteste Tochter hat auch Jungs im gleichen Alter und
ähnliche Probleme , ruft oft an bei mir und fragt nach, kürzlich
antwortete ich ihr u.a. :

Erinnere Dich ...wie war es bei uns zu Hause ? Ich war sehr streng ( sagt man heute dazu ) ,
forderte Disziplin , hatte aber in der Gegenseite bedingungsloses Vertrauen zu
meinen Kindern ( real spüren lassen , ehrlich von Herzen ) und konnte dadurch
auch so manches Mal großzügig sein. Nicht vergessen , aus Liebe zu den Kindern
bestimmte Sachen einfordern - konsequent ( ! ) ...

Geben und Nehmen !

Wir hatten keinen Fernseher und all die nachfolgenden Neuen Geräte gabs ja noch
nicht. Nach der Arbeit habe ich mir tatsächlich TÄGLICH Zeit genommen für
meine Kinder. Ich hatte kaum oder gar kein Privatleben von 20 - 45 Jahren, das
war Realität. Meine häusliche Arbeit habe ich nachts erledigt.

Eure derzeitige Lebenssituation ist real prekär für die beiden jüngeren
Schwestern.

...vielleicht ohne VIEL Erregung und Emotionen doch einen
Familierat einberufen , alle ; wirklich alle an einen Tisch ( die große Tochter
damit überrumpeln ) und in Ruhe reden , reden , reden , wenn möglich
ohne Tränen der Eltern. ( Löst erneut unterdrückte Schuldgefühle aus )

Es geht nur über Kommunikation und Konsequenz.

Nach dem Familienrat die große Tochter die Beiträge hier zu lesen geben,
einige junge Leute haben gaaaaaanz toll * HIER * geantwortet !
Und den leiblichen Vater kennenlernen lassen ............ !
 
Nach dem Familienrat die große Tochter die Beiträge hier zu lesen geben,
einige junge Leute haben gaaaaaanz toll * HIER * geantwortet !
Und den leiblichen Vater kennenlernen lassen ............ !

Danke für den Tipp. Nur mit Ihrem leiblichen Vater hast Du missverstanden. Wir stehen Ihr da nicht im Wege, nur ER will nichts mit Ihr zu tun haben. Er ist zu sehr mit seinem eigenen Leben beschäftigt......
 
Hallo Zusammen,


danke für die zahlreichen Antworten. Wir handeln schon seit 2 Jahren absolut konsequent. Anfangs (mit ca. 15 Jahre) hatte Sie noch alle Freiheiten. Sie hatte z.B. einen eigenen PC, gelockerte Ausgehzeiten, usw. Bis dahin war die Welt ja auch noch in Ordnung.

Irgendwann fing es aber an umzuschlagen. Sie hielt sich nicht mehr an Zeiten, ständig gab es mit dem Internet Ärger (Mobbing). Zuerst haben wir die Zeiten für das Internet drastisch gekürzt, später haben wir Ihn den PC komplett abgenommen. Immer wenn wir Ihr das Internet wieder erlaubt haben, kam postwendend die Quittung. Da Sie damit nicht umgehen kann, hat sich im Moment überhaupt keinen PC mehr.
Ansonsten wird Sie immer von uns konsequent bestraft. Sei es durch Hausarrest, kürzere Ausgehzeiten oder im schlimmsten Fall die Abnahme des Handys. Das scheint Sie aber alles nicht zu beeindrucken……

Was mich wirklich ratlos macht ist, dass Sie keine Reue zeigt. Beispiel: Sie wurde in einer Drogerie beim Diebstahl erwischt. Wir holten Sie später vom Revier ab und fuhren mit Ihr nach Hause. Ich blieb ganz locker und habe ihr bewusst keine Moralpredigt gehalten. Nachdem ich Sie dann gebeten habe kurz den Müll rauszubringen, hat Sie sich einfach geweigert. Sie hat jetzt keine Lust den Müll rauszubringen. Ich dachte ich verstehe die Welt nicht mehr. Wen ich damals als Kind was angestellt hatte und mir bewusst war das ich wirklich Bockmist gebaut hatte, war ich anschließend die nächste Tage ein Engel von Kind. Aber Ihr scheint einfach nicht bewusst zu sein, was Sie da überhaupt macht. Sonst würde Sie doch anders reagieren, oder?


Die letzten Jahre was es immer das gleiche Spiel. Sie verhält sich unter aller Kanone und ist kaum Ansprechbar. Sobald Sie eine ordentliche Bestrafung bekommt legt sich das ganze nach 1-2 Tagen wieder. Sobald wir die Bestrafung aufheben, geht es ein paar Tage gut, dann beginnt das Spiel von vorne. Nur mit dem Unterschied das der Abstand (guten Tage) immer weniger werden.


Die frühe Kindheit war für Sie alles andere als einfach. Anfangs hatte Sie mich nicht richtig akzeptieren wollen. Dies lag vor allem an Ihrem Vater und deren Mutter. Immer wenn die kleine fast soweit war Papa zu mir zu sagen, bekam Sie von denen folgende Aussage: „Das ist nicht dein Papa!“. Das Kind war hin- und hergerissen. Sie war dann in einem Teufelskreis. Mich wollte Sie nicht richtig akzeptieren und Ihr Vater wollte aber nichts von Ihr wissen. Das hat Sie extrem belastet, vermutlich heute noch immer. Dadurch kam es zwischen Ihr und mir natürlich auch immer wieder zu Konflikten. Heute sieht Ihre Oma das ganze anders. Heute sagt Sie: „Auch wenn es mir schwerfällt das zu sagen, aber mein Sohn ist nur dein biologischer Vater, dein richtiger Vater steht vor Dir!“ Nur leider kommt diese Einsicht etwas spät…..
Bei allem Verständnis das wir auch haben, müssen wir jetzt an die Zukunft denken. Wir reden sehr viel mit Ihr. Versuchen Ihr immer wieder klar zu machen, dass wir Sie lieben. Dass sie sich auf Ihre Familie immer verlassen kann und wir immer für Sie da sein werden. Die Worte kommen aber leider nicht richtig bei Ihr an. Ständig kommt es zu Konflikten.


Ich denke auch manchmal, dass es mit 20 vielleicht besser wird. Aber dieses Spiel noch 3 Jahre so mitzumachen, wird eine extreme Belastung für die ganze Familie. Und bis dahin hat Sie sich schulisch evtl. auch alles verbaut und wird es in der Zukunft extrem schwerhaben.

Die Situation ist einfach schwierig. Wir haben sicher auch viele Fehler gemacht, aber wir sind ja auch Menschen…….


Danke für eure vielen Beiträge, tut echt gut eure Meinungen und Erfahrungen zu lesen.

Ihr habt eure Tochter Konsequenzen spüren lassen, indem der PC und das Handy wegkamen usw., gebracht hat es am Ende nicht wirklich etwas. Das ist nur ein ständiger Kampf und Krampf und man verändert dadurch nichts.

Ich würde sie fallen lassen, es muss bei IHR im Kopf Klick machen, damit sich etwas verändert. Sie sieht das mit ganz anderen Augen als wir mit unserer Lebensweisheit als Erwachsene.

Heute mit Früher zu vergleichen kann man sich schenken, wir hatten früher noch viel mehr Respekt vor unseren Eltern und die Gegebenheiten waren auch etwas anders, würde ich jedenfalls behaupten.

Die Menschen verändern sich und das leider zum negativen hin. Das wird einem doch auch fast überall so vorgelebt, wenn auch nicht zuhause.

Genauso wie wir als Eltern Fehler gemacht haben, machen Jugendliche ihre Fehler. Und bei uns Erwachsenen kommt die Erkenntnis, was wir falsch gemacht haben, ja auch oft erst, wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist.

Bald ist sie 18 Jahre und dann kommt wahrscheinlich der Spruch, ich bin erwachsen und ihr habt mir garnichts mehr zu sagen. Und dann? Vom Gesetzgeber hat sie Recht, sie ist volljährig und aus diesem Grund würde ich sie dann auch konsequent vor die Tür setzen. Viele Jugendliche verstehen das nicht anders.

Ihr reibt euch nur auf und wirklich verändern könnt ihr nichts. Aus diesem Grund würde ich ihr ganz klar sagen, wenn sich ihr Verhalten nicht grundlegend ändert, muss sie die Wohnung verlassen. Ihr habt keine Kraft mehr zu solche Eiertänze und ihr müsst die kleineren schützen, damit sich alles nicht wiederholt, wenn die Kleineren merken, Schwesterchen kann machen was es will und die Eltern sind völlig hilf- und machtlos dagegen.

Ich habe das damals mit meiner Tochter auch gemacht und heute sagt sie zu mir, das war richtig von mir. Ich hatte auch immer Angst und ein schlechtes Gefühl dabei aber wenn ich sie heute sehe, bin ich stolz auf sie. Sie hat ihre Ausbildung erfolgreich abgeschlossen und führt ein vernünftiges Leben. Heute sagt sie selber, mensch Mama, was war ich damals bescheuert.

Manchmal muss man loslassen und sich voneinander zu entfernen, damit die Jugendliche merkt, das Leben besteht nicht nur aus Fun und Respektlosigkeit.
 
AW: Gut kann man sein - aber nicht dumm!



Hallo, Du lieber, so überaus gütiger und nachsichtiger Stief-Vater!

Mit fällt zu Deinem erschütternden Bericht der Weisheitsspruch meiner seeligen Großmutter ein: "Gut kann man sein, aber nicht dumm!"

Du holst Sie aus dem Polizeigewahrsam ab, ohne ihr Vorwürfe zu machen, obwohl Sie mehr als das verdient hätte und zum Dank, weigert sie sich den Mülleimer runter zu tragen! Das nennt man bodenlose Undankbarkeit und provozierende, egoistische Frechheit!

Alle Eueren, so überaus verständnissvollen und nachsichtigen, milden Erziehungsmaßnahmen, haben in dieser jungen Damen das Bewußtsein wachsen lassen:

"Im Grund kann mir gar nichts passieren und denn kleinen Pipifax-Strafen sind ja nur milde, nicht der Rede wert und kratzen mich überhaupt nicht an!"

Auf einen groben Klotz gehört ein grober Keil und im Notfall auch der Rauswurf und die Trennung, denn ihr habt doch auch eine Verantwortung Euerer eigenen seelischen und körperlichen Gesundheit gegenüber, die dieses Fräulein so konsequent und gnadenlos mit Füßen tritt!

Hier noch einige, vielleicht wirksamere Handlungsmöglichkeiten, die so beschaffen sein müssen, daß Sie auch bei ihr ankommen und eine nachhaltige Wirkung zeitigen:

1. Wenn sie noch in die Schule gehen sollte und dort auch nichts tut, dann soll sie besser in eine Lehre und in die Fabrik zu Arbeiten gehen!

2. Das Taschengeld sollte nur bezahlt werden, wenn auch die Mitarbeit im Haushalt und das höfliche Benehmen klappt!

3. Die Mitarbeit im Haushalt sollte auch auf das selbständige Waschen Ihrer eigenen Wäsche ausgedehnt werden, oder sie muß in stinkenden Kleidern rumlaufen.

4. Wenn Sie wieder einmal von der Polizei verhaftet wird, dann last Euch etwas mehr Zeit mit dem Abholen, oder sie besser gleich in ein Heim einweisen!

5. Wenn Sie wieder stielt, oder sonst ein Gesetzt übertritt, dann zeigt sie bei der Polizei an, denn bei solchen Jugendlichen hat oft nur noch eine Jugendstrafe ein bessernde Wirkung wenn überhaupt!

6. So hart es klingt, aber im Notfall und den sehe ich schon sehr nahe, müßt ihr Euch von Ihr trennen und ihrem und Euerem besten!

Ich habe in Zusammenarbeit mit dem Jugendamt, der Jugendpsychatrie und therapeutischen Wohnheimen, schon viel mit solchen schwierigen und uneinsichtigen Jugendlichen zu tun gehabt und jene, die wieder auf den rechten Weg fanden, waren mir später stets sehr dankbar, für meine unnachsichtige, konsequente und lebensdienliche, gesunde Härte, zu der sich heute leider nur noch wenige Erziehungspersonen durchringen können!


Hallo Rainer,

wenn Du alles kennst, dann müsstest Du doch wissen, wie schwierig es für Eltern bei fast volljährigen Jugendlichen, ist, diese andersweitig unterzubringen, wenn die Jugendlichen dieses aber selber nicht wollen.

Ich habe wirklich exakt das gleiche Theater mit meiner Tochter mitgemacht. Als sie beim klauen erwischt wurde, wurde mir bevor ich in das Zimmer kam, wo ich sie abholen musste gesagt, ich solle nicht so streng sein, das macht fast jeder Jugendliche in dem Alter, meine Tochter hatte diese Aussage sogar mitbekommen. Wenn irgendwelche Sachen vor dem Jugendgericht landen, wird nur du du du gemacht und das war`s dann auch.

Wenn Kinder anfangen die Schule zu schwänzen, wird z.T. garnichts von den Schulen unternommen. Wenn Du dich dann als Elternteil an die Schulaufsichtsbehörde wendest, bekommst du die Ausage, das muss die Schule dort anzeigen, als Elternteil kannst du das nicht. Einige Schulen kümmern sich aber nicht darum. Man wird ans Jugendamt zur Erziehungsberatung verwiesen. Dort wird einem aber gesagt, man könne den Jugendlichen ja nicht auf den Arm nehmen und zur Schule tragen. Unterstützung Fehlanzeige.

Diese ganzen Konsequenzen, die man als Elternteil zur Verfügung hat, bringen am Ende meistens rein garnichts.

Als ich meiner Tochter mal Stubenarrest gab, weil sie mit 13 Jahren nachts um 3 Uhr erst nachhause kam, schloss ich die Haustür ab, damit sie nicht einfach so abhauen kann. Kurze Zeit später rief mich die Polizei auf unserem Festnetztelefon an und teilte mir mit, das meine Tochter vom Kinderzimmer aus dort vom Handy angerufen hätte, das ich sie einsperren würde und ich musste mir einen Vortrag anhören, das ich dieses nicht darf. Als ich den Polizist fragte, ob meine Tochter denn in dem Alter Nachts noch draussen rumlaufen dürfe, meinte er nur, achso das hat mir ihre Tochter natürlich nicht erzählt. Trotzdem durfte ich die Haustür nicht abschließen um zu ermeiden, das meine Tochter einen langen Schuh macht.

Das Jugendamt verwies mich an die Polizei, wenn es um den Jugendschutz ging und die Polizei verwies mich ans Jugendamt. Von der Polizei musste ich mir schon mal anhören, ob ich hinter dem Mond leben würde und ich solle doch mal nachts raus gehen um zu sehen wie viele Minderjährige da noch unterwegs wären.

Ich habe meine Tochter 2x von der Polizei abgeholt, beim 3.ten Mal habe ich nein gesagt. Man sagte mir zwar, so würde das nicht laufen aber wer wollte mich denn zwingen sie abzuholen. Ich habe es nicht mehr gemacht. Und das war auch gut so. Sie musste ein paar Stunden dort bleiben und durfte morgens dann alleine los gehen.

Umso älter die Kinder werden umso weniger Möglichkeiten hast Du auch.

Ich persönlich wollte mein Sorgerecht abgeben, weil ich mich total hilflos fühlte gegen das Benehmen meiner Tochter, weil ich im Grunde genommen keine Sorge mehr tragen konnte, weil sie gegen alle Regeln usw. verstieß. Ging nicht. Ich war nervlich und kräftemäßig völlig fertig, hätte fast meine Arbeit weger der ganzen Eiertänze meiner pubertierenden Tochter verloren, weil ich so manche Nacht voller Sorgen und Ängste nicht schlafen konnte.

Ich wollte mit Hilfe des JA das meine Tochter vorübergehend auszieht in ein betreutes Wohnen, ging auch nicht, weil sie es nicht wollte.

Bei meiner Tochter hat es dann irgendwann klick gemacht und seitdem versucht sie ihr Leben auf die Reihe zu bekommen und geht jetzt zur Erwachsenenschule um ihren Realschulabschluß nachzumachen und bereut inzwischen den ganzen Mist, wodurch sie sich so einiges erschwert hat.

Ich habe meine Tochter mit 18 Jahren rausgeschmissen. Erst kam sie bei Freunden unter und später hatte sie ihre eigene kleine Wohnung und wir verstehen uns seitdem wirklich gut.

Mein jüngerer Sohn, der alles miterlebt hat, hat sich trotz das er vieles mitbekommen hat gut entwickelt und mir so gut wie keinen unnormalen Kummer gemacht. Es müssen nicht zwangsläufig die kleineren Geschwister, den gleichen Weg einschlagen.

Musste ich mal loswerden, weil ich absolut nachvollziehen kann, wie hilflos sich diese Eltern fühlen.
 
was ich hier so alles als antworten lese finde ich erstaunlich.
jeder gibt gute ratschläge..hammerhart zum teil, wie die von rainer...ohne auch nur im geringsten etwas über das mädchen zu wissen...ausser dem, was der stiefvater hier schreibt.
hört sich an nach: das mädchen läuft aussehalb der spur...das darf nicht sein...deshalb muß man sie unbedingt zurückholen...notfalls auch mit gewalt.
na bravo!
ich zumindest gehe davon aus, dasss es einen grund geben muß, wenn sich ein jugendlicher so verhält. und dem sollte man vielleicht erstmal auf den grund gehen, bevor man sie
-von der schule nimmt, und in die fabrik zum arbeiten schickt
-ins heim abschiebt
-anzeigt
oder ähnliches.
man macht doch damit alles kaputt. wenn man "sie fallen lässt" wie hier geraten wurde, was lernt sie denn darus ausser "ich kann mich auf niemanden verlassen, nicht mal auf meine familie". und jemand der "haltlos" ist, wird dadurch bestimmt nicht vernünftiger.
und so einen jungen menschen "missraten" und "gestört" zu nennen find ich auch ziemlich daneben.
 
was ich hier so alles als antworten lese finde ich erstaunlich.
jeder gibt gute ratschläge..hammerhart zum teil, wie die von rainer...ohne auch nur im geringsten etwas über das mädchen zu wissen...ausser dem, was der stiefvater hier schreibt.
hört sich an nach: das mädchen läuft aussehalb der spur...das darf nicht sein...deshalb muß man sie unbedingt zurückholen...notfalls auch mit gewalt.
na bravo!
ich zumindest gehe davon aus, dasss es einen grund geben muß, wenn sich ein jugendlicher so verhält. und dem sollte man vielleicht erstmal auf den grund gehen, bevor man sie
-von der schule nimmt, und in die fabrik zum arbeiten schickt
-ins heim abschiebt
-anzeigt
oder ähnliches.
man macht doch damit alles kaputt. wenn man "sie fallen lässt" wie hier geraten wurde, was lernt sie denn darus ausser "ich kann mich auf niemanden verlassen, nicht mal auf meine familie". und jemand der "haltlos" ist, wird dadurch bestimmt nicht vernünftiger.
und so einen jungen menschen "missraten" und "gestört" zu nennen find ich auch ziemlich daneben.

Du sprichst mir sowas von aus der Seele!!!!
Saß gestern hier und wäre bald geplatzt beim Lesen.
Habe nichts dazu geschrieben, weil ich viel zu wütend war:mad:
 
was ich hier so alles als antworten lese finde ich erstaunlich.
jeder gibt gute ratschläge..hammerhart zum teil, wie die von rainer...ohne auch nur im geringsten etwas über das mädchen zu wissen...ausser dem, was der stiefvater hier schreibt.
hört sich an nach: das mädchen läuft aussehalb der spur...das darf nicht sein...deshalb muß man sie unbedingt zurückholen...notfalls auch mit gewalt.
na bravo!
ich zumindest gehe davon aus, dasss es einen grund geben muß, wenn sich ein jugendlicher so verhält. und dem sollte man vielleicht erstmal auf den grund gehen, bevor man sie
-von der schule nimmt, und in die fabrik zum arbeiten schickt
-ins heim abschiebt
-anzeigt
oder ähnliches.
man macht doch damit alles kaputt. wenn man "sie fallen lässt" wie hier geraten wurde, was lernt sie denn darus ausser "ich kann mich auf niemanden verlassen, nicht mal auf meine familie". und jemand der "haltlos" ist, wird dadurch bestimmt nicht vernünftiger.
und so einen jungen menschen "missraten" und "gestört" zu nennen find ich auch ziemlich daneben.

Hallo wolf-souled,

Du hast natürlich schon Recht mit dem was du schreibst. Natürlich steht hier nur meine Version des Ganzen, die meiner Tochter würde ganz anders klingen. Das ist natürlich immer der persönlichen Sichtweise geschuldet. In Ihrer Version wären vermutlich wir die Schuldigen. Ich versuche so gut wie möglich das ganze aus einer relativ neutralen Sichtweise zu schreiben, dies funktioniert leider nicht immer.



Aber ich möchte eins klarstellen. Wir lieben unsere Tochter und möchten natürlich das Beste für Sie. Wir wollen Sie weder abschieben noch die Verantwortung an andere übergeben. Solange Sie bei uns ist, können wir doch wenigstens ein Auge drauf haben. Wir wollen ganz sicher nicht, dass Sie noch weiter abrutscht. Unser Ziel und Wunsch ist es bei Ihr endlich den Schalter umzulegen. Es muss bei Ihr im Kopf „Klick“ machen. Wir sind einfach nur auf der Suche nach dem „Schalter“.

Strenge Maßnahmen haben wir schon alle durch. Das einzige was noch bleiben würde ist, wenn Sie selber Ihrer Wäsche waschen müsste. Aber was würde das bringen? Dann würde Sie einfach mit dreckigen Klamotten rumlaufen. Ich denke mit weiteren Sanktionen kommen wir da einfach nicht weiter. Was wir aber auf jeden Fall machen ist, jede angedrohte Strafe auch umzusetzen. Leere Versprechungen gibt es von unserer Seite nicht mehr.

Tief im Inneren ist Sie ja kein schlechter Mensch. Sie ist im Moment einfach orientierungslos, naiv und labil. Das ist einfache eine verheerende Kombination, vor allem in der Pubertät!

Und ganz sicher bin ich vermutlich auch kein Unschuldslamm. Für mich war die Situation in den letzten Jahren auch nicht immer einfach. Ich hatte nie den richtigen Draht zu Ihr gefunden. War sicher viel von den Einflüssen von außen geschuldet, teilweise vermutlich auch Fehler von mir. Dann kamen noch die Geschwister dazu, mit denen habe/hatte ich natürlich auch ein ganz anderes Verhältnis. Die beide nennen mich Papa, Sie nennt mich beim Vornamen. Wir drei haben einen anderen Nachnamen, Sie hat Ihren alten behalten. Auch die Nähe und Zärtlichkeiten sind andere, könnte mir schon vorstellen, dass Sie das auch vermisst. Sie war die Jahre immer zwischen mir und Ihrem leiblichen Vater hin- und hergerissen. Sie wollte Ihn, mich hat sich nicht akzeptiert. Jetzt wo Sie endlich begriffen hat das von Ihm nichts kommt, ist das Verhältnis zu mir nicht das beste. Mit 12/13 Jahren waren wir drauf und dran endlich eine tolle Beziehung hinzubekommen, dann hat die Pubertät leider voll zugeschlagen. Alle Bemühungen und Erfolge waren auf einmal dahin…….


Hatte sogar extra einen Abendkurs bei der Caritas besucht, Thema waren pubertierende Kinder. Leider hat das ganze in dem Fall nichts gebracht.


Wir werden es jetzt erst mal weiterhin mit Reden und sehr konsequenten Verhalten (von unserer Seite) aus versuchen. Die Ausgehzeiten werden wir strenger Regeln und Verstöße sofort bestrafen. Wir müssen Sie jetzt erst mal aus Ihrem Trott und Umfeld etwas rausbringen. Die Trinkerei muss aber auf jeden Fall aufhören, diese macht das Ganze nur schlimmer.

Es gibt einfach keinen Königsweg. Jedes Kind/Eltern/Umfeld ist einfach anders. Wir hatten Sie auch schon mal in den Ferien 2 Wochen bei Ihrer Oma übernachten lassen. Nach ein paar Tagen rief Sie heulend an, dass Sie uns vermissen würde. Wir ließen Sie aber trotzdem die vollen 14 Tage dort. Nachdem Sie wieder da war ging es 2-3 Wochen gut, danach fing das Spiel wieder von vorne an.

Ich denke da ist einfach noch zu viel Gutes und zu viele Gefühle in Ihr, um das ganze aufzugeben. Nur müssen wir diese Seite öfters zum Vorschein bringen 🙂


Danke für eure vielen Tipps und Anregungen.
 
was ich hier so alles als antworten lese finde ich erstaunlich.
jeder gibt gute ratschläge..hammerhart zum teil, wie die von rainer...ohne auch nur im geringsten etwas über das mädchen zu wissen...ausser dem, was der stiefvater hier schreibt.
hört sich an nach: das mädchen läuft aussehalb der spur...das darf nicht sein...deshalb muß man sie unbedingt zurückholen...notfalls auch mit gewalt.
na bravo!
ich zumindest gehe davon aus, dasss es einen grund geben muß, wenn sich ein jugendlicher so verhält. und dem sollte man vielleicht erstmal auf den grund gehen, bevor man sie
-von der schule nimmt, und in die fabrik zum arbeiten schickt
-ins heim abschiebt
-anzeigt
oder ähnliches.
man macht doch damit alles kaputt. wenn man "sie fallen lässt" wie hier geraten wurde, was lernt sie denn darus ausser "ich kann mich auf niemanden verlassen, nicht mal auf meine familie". und jemand der "haltlos" ist, wird dadurch bestimmt nicht vernünftiger.
und so einen jungen menschen "missraten" und "gestört" zu nennen find ich auch ziemlich daneben.

meinst Du nicht, das die meisten Eltern vorher vieles vergeblich versucht haben? meinst Du nicht, das die meisten Eltern ständig das Gespräch zu ihren Kindern, die auf einmal querlaufen, gesucht haben?

Meinst Du nicht, das die meisten Eltern nach den Gründen suchen, Kompromisse eingehen, sich Rat von außen holen?

Kein Elternteil lässt sein Kind gerne und leichtfertig fallen. Und fallen lassen, heißt ja nicht zwangsläufig, das man nicht mehr für sein Kind da ist, das man mit ihm nichts mehr zu tun haben will. Manchmal muss man nun mal loslassen um eine Veränderung herbeizuführen. Eltern sind auch nur Menschen und irgendwann am Limit ihrer Möglichkeiten und Kräften. Häufig leben auch weitere Kinder in der Familie, die unter der gesamten Familiensituation leiden.

Was sollen die Eltern in diesem Fall deiner Meinung nach den tun, wenn keine Gespräche usw. fruchten?

Ich denke solche Situationen kann wirklich nur Jemand nachvollziehen, der so etwas auch selber durchgemacht hat.
 
Hallo wolf-souled,

Du hast natürlich schon Recht mit dem was du schreibst. Natürlich steht hier nur meine Version des Ganzen, die meiner Tochter würde ganz anders klingen. Das ist natürlich immer der persönlichen Sichtweise geschuldet. In Ihrer Version wären vermutlich wir die Schuldigen. Ich versuche so gut wie möglich das ganze aus einer relativ neutralen Sichtweise zu schreiben, dies funktioniert leider nicht immer.



Aber ich möchte eins klarstellen. Wir lieben unsere Tochter und möchten natürlich das Beste für Sie. Wir wollen Sie weder abschieben noch die Verantwortung an andere übergeben. Solange Sie bei uns ist, können wir doch wenigstens ein Auge drauf haben. Wir wollen ganz sicher nicht, dass Sie noch weiter abrutscht. Unser Ziel und Wunsch ist es bei Ihr endlich den Schalter umzulegen. Es muss bei Ihr im Kopf „Klick“ machen. Wir sind einfach nur auf der Suche nach dem „Schalter“.

Strenge Maßnahmen haben wir schon alle durch. Das einzige was noch bleiben würde ist, wenn Sie selber Ihrer Wäsche waschen müsste. Aber was würde das bringen? Dann würde Sie einfach mit dreckigen Klamotten rumlaufen. Ich denke mit weiteren Sanktionen kommen wir da einfach nicht weiter. Was wir aber auf jeden Fall machen ist, jede angedrohte Strafe auch umzusetzen. Leere Versprechungen gibt es von unserer Seite nicht mehr.

Tief im Inneren ist Sie ja kein schlechter Mensch. Sie ist im Moment einfach orientierungslos, naiv und labil. Das ist einfache eine verheerende Kombination, vor allem in der Pubertät!

Und ganz sicher bin ich vermutlich auch kein Unschuldslamm. Für mich war die Situation in den letzten Jahren auch nicht immer einfach. Ich hatte nie den richtigen Draht zu Ihr gefunden. War sicher viel von den Einflüssen von außen geschuldet, teilweise vermutlich auch Fehler von mir. Dann kamen noch die Geschwister dazu, mit denen habe/hatte ich natürlich auch ein ganz anderes Verhältnis. Die beide nennen mich Papa, Sie nennt mich beim Vornamen. Wir drei haben einen anderen Nachnamen, Sie hat Ihren alten behalten. Auch die Nähe und Zärtlichkeiten sind andere, könnte mir schon vorstellen, dass Sie das auch vermisst. Sie war die Jahre immer zwischen mir und Ihrem leiblichen Vater hin- und hergerissen. Sie wollte Ihn, mich hat sich nicht akzeptiert. Jetzt wo Sie endlich begriffen hat das von Ihm nichts kommt, ist das Verhältnis zu mir nicht das beste. Mit 12/13 Jahren waren wir drauf und dran endlich eine tolle Beziehung hinzubekommen, dann hat die Pubertät leider voll zugeschlagen. Alle Bemühungen und Erfolge waren auf einmal dahin…….


Hatte sogar extra einen Abendkurs bei der Caritas besucht, Thema waren pubertierende Kinder. Leider hat das ganze in dem Fall nichts gebracht.


Wir werden es jetzt erst mal weiterhin mit Reden und sehr konsequenten Verhalten (von unserer Seite) aus versuchen. Die Ausgehzeiten werden wir strenger Regeln und Verstöße sofort bestrafen. Wir müssen Sie jetzt erst mal aus Ihrem Trott und Umfeld etwas rausbringen. Die Trinkerei muss aber auf jeden Fall aufhören, diese macht das Ganze nur schlimmer.

Es gibt einfach keinen Königsweg. Jedes Kind/Eltern/Umfeld ist einfach anders. Wir hatten Sie auch schon mal in den Ferien 2 Wochen bei Ihrer Oma übernachten lassen. Nach ein paar Tagen rief Sie heulend an, dass Sie uns vermissen würde. Wir ließen Sie aber trotzdem die vollen 14 Tage dort. Nachdem Sie wieder da war ging es 2-3 Wochen gut, danach fing das Spiel wieder von vorne an.

Ich denke da ist einfach noch zu viel Gutes und zu viele Gefühle in Ihr, um das ganze aufzugeben. Nur müssen wir diese Seite öfters zum Vorschein bringen 🙂


Danke für eure vielen Tipps und Anregungen.

Du schreibst, das ihr alle strengen Maßnahmen schon durch habt und diese nichts gebracht haben.

wie sollen die Maßnahmen, die ihr jetzt bei Regelverstößen konsequent durchziehen wollt, denn aussehen?
 
hm....
du schreibst du hattest einen guten draht zu ihr,den du verloren hast. ich denke das ist das problem. woran liegt das? das kann nicht nur an ihr liegen...
wichtig ist finde ich, (bin auch son missratenes kind gewesen, ohne grenzen einzuhalten)
eine gute kommunikation zwischen eltern und kinder. wenn die nicht da ist, geht nichts gut. dem kind eben das gefühl geben, es kann mit jedem prob zu einem kommen und auch aufrecht erhalten das man täglich alles neue und wichtige beredet,was man so erlebt und so. sicherlich wird das immer weniger,da sie ja auch freunde hat,mit denen sie sich austauscht,doch so ne grundkommunikation muss da sein,finde ich.
wisst ihr wie sie sich fühlt? glaube nicht. du schreibst- wahrscheinlich seif ihr in ihren augen die schuldigen für alls.....du glaubst das nur,weisst aber nicht ob sie ds so sieht?

alkoholphasen machen viele durch,auch da gespräche können da sehr helfen...keine verbote oder sanktionen. wenn die teens ein gewisses mass an selbsterfahrung mit alk und anderen dingen durchmachen, werden sie den umgang auch lernen.
irgendwie klingts wirklich so,als wenn sie eben den umgang mit vielen dingen nie gelernt hat. warum nicht? sie bekam massregelungen und verbote. hat sie mal selbstbestimmend etwas entscheiden können?
sie wird erwachsn und muss lernen das sie ihr leebn in den griff bekommt. geht sie zur schule? macht sie sich gedanken um einen job? wie ist ihre situation? hat sie wünsche hat sie ziele?
das alles sind doch wichtige dinge...
du zählst all das negative auf, was ist sie für ein wesen,was braucht sie und was macht sie gut?
das gute zu stärken und ihr halt zu geben ist das wichtigste. solange nur verbote gegeben werden,wird sie weiterhin keien einhalten. sie will das sich ejmand für sie interessiert und auch teile des weges den sie hat,mit ihr geht.....😉 seid ihr beteiligt mit dem herzen?

nachtrag..
ich werde gerade an meine eigene kindheit erinnert und sehe die zeit mit meinem heute 20 jährigen sohn.....
naja was ich früher hasste war, das ich kaum etwas von dem leben meiner eltern wusste, es gab keine kommunikation. man lebte zusammen und versuchte regeln einzuhalten ,mehr nicht. man funktionierte. wie sehr wünschte ich mir etwas von meinen eltern zu erfahren,über ihr leben,über ihr denken und fühlen....sie waren mir fremd und ich konnte dieses funktionieren nicht teilen,also ging ich meinen weg...der zu den drogen führte. da waren menschen die sich egdanken ums leben machten,die offen redeten über alles....da fühlte ich mich aufgehoben...

meinen sohn habe ich anders erzogen,nicht erzogen sondern geführt,ins leben das glück und frust enthält...er konnte bei mir alles sagen,auch wenn mal was mies lief,wie ärgerten und trauerten gemeinsam und ich war da wenn er reden wollte,egal was. auch er machte alkerfarhungen....von denen er mir auch erzählte, auch diesen zwiespalt bei den kumpels mitmachen zu müssen und nicht wirklcih zu wollen. wir haben nächtelang darüber geredet und ich habe ihn gestärkt in seiner person. nicht durch verbote,sondern durch locker lassen....es ist seine entscheidung was er aus seinem leben macht...ich konnte nru dasein und versuchen ihm zu zeigen,das das leben es wert ist gesund gelebt zu werden,merh konnte ich nicht tun.
wäre er abgedriftet, wäre es so....ich ahbe mein möglichstes gegeben...

dasein und nicht bestimmen ist wichtig.
 
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