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Warum sollten Atheisten christliche Feiertage genießen dürfen?

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Christen glauben doch an die Nächstenliebe?

Genau das ist doch die Triebfeder dieser Religion, sie will ein besseres Miteinander weil's vor der Haustüre öfter mal ruppig und egozentrisch zugeht, was nicht eben erst seit gestern so ist, sondern sehr wahrscheinlich schon seit je her in der ganzen Menschheitsgeschichte.

Es sind halt einfach die wirtschaftlichen Spannungen, von denen der Mensch nicht ablässt, und die ein sozialverträglicheres Klima verunmöglichen. Heute, da sowieso jeder zum Egoisten gedrillt wird, hinterlässt das auch seine Spuren bei manchen Christen, die garnicht merken, wie sie dem Prinzip der Nächstenliebe eigentlich zuwider handeln, wenn sie Ausgrenzung fördern. Egal gegen wen.
 
Praktisch umzusetzen wäre sowas ja auch nur, wenn man dies von bestimmten Tests abhängig machen würde. Denn es gibt ja auch und gerade unter den "Christen" jede Menge Heuchler, die an gar nichts glauben und nur am Sonntag in die Kirche gehen, um die zwischenmenschlichen Beziehungen zu intensivieren. Insofern wäre eine "Glaubensüberprüfung zur Erlangung der allgemeinen Feiertagsrechte" angesagt, wie die deutsche Behörde es formulieren würde.😀

Na ja, wie wärs denn mit Feuerproben?
 
Weist du es ist leicht die Kirche zu kritisieren. Sie wird ständig kritisiert und wenn ich Papst wäre, würde ich vermutlich zu den ganzen Kirchen-Feinden sagen ,,Ihr könnt mich mal". Ich glaube, die Leute im Vatikan interessieren sich schon garnicht mehr für das ganze Gequatsche.

Immerhin werden nur die negativen Seite der Kirche aufgedeckt (Hexenverbrennung, Pädophelie, Kondom-Ablehnung), aber das un zählige christliche Missionare ihr Leben riskierten oder, dass heute noch haufenweise kirchliche Hilfsorganisationen in Afrika, Indien und Südamerika tätig sind, interessiert anscheinend keinen. Wer von euch würde den freiwillig in die Armut gehen?

Ich sehe, was ohne solche Organisationen zustande kommt. Menschen die auf Wirtschaft augserichtet sind, ist es doch egal ob Gaddafi oder Assad ihr eigenes Volk abschlachten lassen. Viel wichtiger ist eine gute Zusammenarbeit und grad keine Flüchtlinge im Land.

Unser Pfarrer fährt mehrere Male im Jahr nach Uganda. Er hilft dort, denn dort sind mehrere Missionsstätten.

Ich kenne wenig andere Leute, die sich das antun würden. Immer wird die Kirche kritisiert, aber zählt auch nur ein einziges Mal jemand die positiven Seiten auf???


Ich hab so meine Probleme mit Argumenten, in denen "immer" oder "kein einziges Mal" auftauchen, sie sind in der Regel nicht zutreffend.

Es ist nicht nur leicht, die Kirche (welche jetzt genau? Ich spreche von der katholischen, beziehe aber in vielem auch die evangelischen mit ein) zu kritisieren, sondern auch folgerichtig. Einfach schon deshalb, weil ein Großteil dessen, was die Kirche lehrt, in meinen Augen zu dem, wofür Jesus Christus steht, aus der Pervertierung seiner Botschaft der Nächstenliebe und purer Geschichsfälschung besteht. Würde zu weit führen, das im Einzelnen alles aufzuführen - wer Interesse hat, kann sich ja Karlheinz Deschners "Kriminalgeschichte des Christentums" Bd. 1-9 reinpfeifen - will sagen: über die Jahrhunderte haben sich "Christen" so vieler Verbrechen schuldig gemacht, daß es mir schon allein deshalb nicht möglich wäre, einen Glauben an eine Gottheit oder Lehre, die von Organisationen mit derart blutrünstiger, menschenverachtender Vergangenheit anzunehmen, selbst wenn sie sich geläutert gibt und bröckchenweise "Justizirrtümer" hinsichtlich verfolgter und im Namen Gottes gemordeter Wissenschaftler zugibt, das Benutzen von Kondomen für männliche Prostituierte nicht mehr prinzipiell verbietet und vereinzelt Tränen des Bedauerns zeigt über die vielen Mißbräuche, die von ihren Vertretern an Kindern verübt wurden. Auf mich wirkt all das so glaubwürdig wie eine Nachfolgeorganisation der Nationalsozialisten.

Zweifellos vollbringen die "Kirchen" bzw. deren Mitglieder auch gute Taten - mir sind solche Menschen begegnet und mir ist durch solche Menschen schon große Hilfe zuteil geworden. Sie sind mir wertvoll geworden, weil sie das, was ihre Kirche vordergründig postuliert, tatsächlich leben. Unter anderem auch das, wofür Jesus Christus am meisten steht, nämlich Nächstenliebe - und zwar nicht nur dem Glaubensbruder gegenüber, sondern gerade auch schwachen, "sündigen", ungläubigen Mitmenschen gegenüber. Keiner dieser Menschen hat sich jedoch damit begnügt, ein paar formelhafte Gebote oder Richtlinien für alle Menschen auswendig zu lernen und anklägerisch von allen anderen Mitmenschen deren Befolgung einzufordern. Wahrer christlicher Glaube kann nicht darin bestehen, sich auf der "sicheren Seite" zu fühlen, indem man nur die Gebote befolgt und meint, die Nichtgläubigen im Diesseits verurteilen, beschimpfen oder abwerten zu dürfen - das Urteilen über gottgefälliges Leben obliegt Gott allein (wenn man denn seinen christlichen Glauben ernsthaft umsetzen will).

Das relativiert in meinen Augen aber nicht begangene Verbrechen hinweg, und ich denke, es geht den vielen "bösen Ungläubigen" damit nicht anders.

Um den Bogen zur Feiertagsfrage zurückzuspannen: man könnte durchaus auch sagen, daß unsere gesetzlichen Feiertage ein Zugeständnis an die Menschen christlichen Glaubens sind, weil in unserem Staat arbeitsfreie Tage auf die für Christen wichtige Gedenktage gelegt worden sind. Nett von den Nichtgläubigen, dagegen nicht zu protestieren, nicht?
 
Ich hab so meine Probleme mit Argumenten, in denen "immer" oder "kein einziges Mal" auftauchen, sie sind in der Regel nicht zutreffend.

Es ist nicht nur leicht, die Kirche (welche jetzt genau? Ich spreche von der katholischen, beziehe aber in vielem auch die evangelischen mit ein) zu kritisieren, sondern auch folgerichtig. Einfach schon deshalb, weil ein Großteil dessen, was die Kirche lehrt, in meinen Augen zu dem, wofür Jesus Christus steht, aus der Pervertierung seiner Botschaft der Nächstenliebe und purer Geschichsfälschung besteht. Würde zu weit führen, das im Einzelnen alles aufzuführen - wer Interesse hat, kann sich ja Karlheinz Deschners "Kriminalgeschichte des Christentums" Bd. 1-9 reinpfeifen - will sagen: über die Jahrhunderte haben sich "Christen" so vieler Verbrechen schuldig gemacht, daß es mir schon allein deshalb nicht möglich wäre, einen Glauben an eine Gottheit oder Lehre, die von Organisationen mit derart blutrünstiger, menschenverachtender Vergangenheit anzunehmen, selbst wenn sie sich geläutert gibt und bröckchenweise "Justizirrtümer" hinsichtlich verfolgter und im Namen Gottes gemordeter Wissenschaftler zugibt, das Benutzen von Kondomen für männliche Prostituierte nicht mehr prinzipiell verbietet und vereinzelt Tränen des Bedauerns zeigt über die vielen Mißbräuche, die von ihren Vertretern an Kindern verübt wurden. Auf mich wirkt all das so glaubwürdig wie eine Nachfolgeorganisation der Nationalsozialisten.

Zweifellos vollbringen die "Kirchen" bzw. deren Mitglieder auch gute Taten - mir sind solche Menschen begegnet und mir ist durch solche Menschen schon große Hilfe zuteil geworden. Sie sind mir wertvoll geworden, weil sie das, was ihre Kirche vordergründig postuliert, tatsächlich leben. Unter anderem auch das, wofür Jesus Christus am meisten steht, nämlich Nächstenliebe - und zwar nicht nur dem Glaubensbruder gegenüber, sondern gerade auch schwachen, "sündigen", ungläubigen Mitmenschen gegenüber. Keiner dieser Menschen hat sich jedoch damit begnügt, ein paar formelhafte Gebote oder Richtlinien für alle Menschen auswendig zu lernen und anklägerisch von allen anderen Mitmenschen deren Befolgung einzufordern. Wahrer christlicher Glaube kann nicht darin bestehen, sich auf der "sicheren Seite" zu fühlen, indem man nur die Gebote befolgt und meint, die Nichtgläubigen im Diesseits verurteilen, beschimpfen oder abwerten zu dürfen - das Urteilen über gottgefälliges Leben obliegt Gott allein (wenn man denn seinen christlichen Glauben ernsthaft umsetzen will).

Das relativiert in meinen Augen aber nicht begangene Verbrechen hinweg, und ich denke, es geht den vielen "bösen Ungläubigen" damit nicht anders.

Um den Bogen zur Feiertagsfrage zurückzuspannen: man könnte durchaus auch sagen, daß unsere gesetzlichen Feiertage ein Zugeständnis an die Menschen christlichen Glaubens sind, weil in unserem Staat arbeitsfreie Tage auf die für Christen wichtige Gedenktage gelegt worden sind. Nett von den Nichtgläubigen, dagegen nicht zu protestieren, nicht?

Oh doch man kann über die Verbrechen hinwegsehen. Immerhin wissen wir, dass die Perser, Osmanen oder die Römer genauso Verbrechen begangen haben. Und auch die Kommunisten haben Millionen Menschen ermordet, ich glaube, dass Lennin, Stalin und Mao nicht viel von Religion hielten. Mao bezeichnete Religionen als ,,Gift" und war stets für die Unterdrückung des tibetanischen Volkes. Man müsste also auch den Kommunismus, oder den alten Römerglauben für immer verurteilen und ablehnen. Der Kommunismus wurde genau wie das Christentum falsch umgesetzt und unter falschem Namen beschmutzt. Stalin und Mao waren keine wahren Kommunisten, genauso wie die Vertreter der Kirche keine wahren Christen waren. Aber was hat das alles mit dem Glauben zu tun, wenn ich fragen darf?

Darf ich nur, weil ich nicht an die Kirche glaube auch nicht an Gott glauben?
Gott und die Kirche sind zwei paar Schuhe und immer versucht ihr die miteinander in Verbindung zu treten.
Ich kann heute 50 Menschen erschießen und sagen, ich bin links, sind deswegen alle linken Mörder?
Jede kann sich unter einem guten Namen verbergen.
 
Ja aber der konnte keine blinden sehend machen kein Meer teilen kein Wasser in Wein verwandeln usw.

Das sind doch alles nur Geschichten.

Kennste die Geschichte von dem Esel der Goldstücke scheißen konnte ?
Nun im laufe der Evolution gab es sehr viele Esel aber garantiert keinen der das konnte nur eine Geschichte halt.😀

Wenn du nur ein bisschen Ahnung von der Bibel hättest, dann wüsstest du, dass man die Wunder symbolisch deutet und nicht wortwörtlich.
 
Werdet bitte alle Agnostiker, dass ist die beste Einstellung, da gibt es nämlich keine Disskussionen und die Frage bleibt einfach ungeklärt, ob es einen Gott gibt.

Menschliches Wissen ist begrenzt und ich bin froh darüber. Ich hasse die Leute in den weisen Kitteln, die meinen sie müssen alles wissen und alles herausfinden. Entspannt euch und singt mit mir auf einer alten Ruine ,,Meine Tante aus Marrokko". Das nenn ich das Leben genießen und schließt Freundschaft miteinander.
 
würde man das konsequent durchziehen würden sich wieder andere beschweren, dass der Atheist an Heiligabend Rasen mäht etc.
 
Im Winter Rasen mähen 😕

Och, wer sich aufrichtig bemüht, dem Andersdenkenden das Recht auf freie Rasenentfaltung abzusprechen, fände auch hierfür eine Lösung, wetten? 😀


Hat in dieser Diskussion übrigens schon jemand Otternasen angeboten?
 
Nun ja ihr könnt ja von mir aus einen atheistischen Staat gründen. Bzw. einen kommunistischen Staat. Berühmte Atheisten waren Stalin, Mao und Jeffrey Dhamer.

Klar es sind nicht alle Atheisten Kommunisten, aber es sind auch nicht alle Atheisten Humanisten und nicht alle Humanisten sind besser als die Kirche. Es gibt z.B. viele Humanisten die Chinas brutal errichtetes Regime in Tibet verteidigen nur um dem Dalai Lama einen Streich zu spielen. Naja Unmenschen gibt es überall. Auf beiden Seiten.

Ich bin mir für Agnostizismus.
 
Ich bin mir für Agnostizismus.
Agnostiker im Sinne einer fehlenden Erkenntnis über Gott (ob es ihn gibt oder nicht) bin ich auch.

Nur: aus einem NichtWissen alleine kann man noch keine Konsequenzen für seine Lebensführung ziehen. Es kommt darauf an, wie man mit seinem NichtWissen umgeht, welche Konsequenzen man daraus zieht. Der Agnostizismus darf nicht zu einer unentschiedenen Ethik und Ziellosigkeit führen.


 
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