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Was denkt ihr? - Gibt es Gott?

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Im Grunde handelt der, der Gott mit Argumenten "beweisen" will, gotteslästerlich.
Man kann Gott weder beweisen noch widerlegen. Aber man kann dennoch angesichts seines Nichtwissens eine Haltung entwickeln.

Ich kann auch nicht beweisen, ob mein Wille frei ist. Dennoch gehe ich davon aus, weil ich (und meine Vernunft) es so für sinnvoller halten. Meine Verantwortung gebe ich nicht vollständig ab in die Hand einer deterministischen Weltanschauung, die mir den freien Willen abspricht.
 
Sigi, wir diskutieren hier um einen gewissen Punkt herum den du nicht verstehst. Wir (Mikenull usw und ich) missverstehen uns, warum? Weil man davon ausgeht, dass ich euch mit dem Thema irgendwas anhaben will. Ich will gar nichts, ich wollte nur eines klar stellen, dass Tiere keine Verantwortung haben meinte Eu-Frank nicht so. Tiere handeln verantwortlich, aber ihm Rahmen ihrer Möglichkeiten.

Menschen haben mehr Möglichkeiten und in vielen Fällen können Sie sich entscheiden und tun dies auch, sind wir uns da nicht einig? Wenn du über Tiere sprichst setzt du immer den Maßstab eines Menschen an. Für den Menschen sind Tiere nicht gleichwertig, an dem Punkt gibt es keine Diskussion. Du hast aber dieses "Mensch als Krone der Schöpfung"-Denken in dem alle andere Lebewesen an menschlichem Maßstab gemessen werden und gewissermaßen eben andere Lebewesen aus deiner Sicht den Menschen als höherwertiger betrachten müssten. In deinem Beispiel mit dem Löwen und dem Kind kommt das deutlich zum tragen.

So wie der Mensch seine eigene Art am höchsten bewertet, so betrachtet der Löwe sich und seine Art als höchstwertig und damit den Menschen und alle anderen Lebewesen nicht gleichwertig und höherwertiger als sich selbst.

Bevor du wieder irgendwelche Einwände bringst. Es geht hier darum eine objektive Betrachtung vorzunehmen und nicht darum Tieren eine gleichwertigkeit herbei zu diskutieren.

Um nochmal eine kurzes Fazit einer objektiven Betrachtungsweise zu ziehen.
So wie der Mensch Tiere bewertet und sich selbst dabei an die Spitze stellt, so sieht auch jedes Tier, sich und seine eigene Art, an der Spitze seiner Bewertung.

Selbst innerhalb der eigenen Art bewerten wir unterschiedlich. Meine Familie beispielsweise steht für mich in der Wertigkeit über dir Sigi. Das heißt in einer Situation wo es um Leben und Tod geht, würde ich mich immer für meine Familie entscheiden und damit gegen dich. Und in der selben Weise würdest du dich in der Situation gegen mich entscheiden.



Steigleders Schlussfolgerungen sind falsch, besonder was den Status betrifft. Er spricht den Tieren Fähigkeiten ab und schlussfolgert daraus einen niederen Wert in unserer menschlichen Betrachtungsweise. Seine Schlussfolgerungen sind falsch und das kann ich mit absoluter Gewissheit sagen. Ich beteilige mich nicht an der Wertung. Für mich war nur wichtig, ob wir einer Meinung darin sind, dass der Mensch zwischen vielen Möglichkeiten abwägen kann, wogegen das Tier instinktiv handelt, auch wenn es verantwortlich handelt, und ja gerade, weil es nicht moralisch verkommt, wie der Mensch, handelt es oft verantwortlicher als dieser.
Sind wir jetzt einer Meinung?

Um Schlussfolgerungen über moralische Fähigkeiten zu ziehenm muss man erstmal verstehen aus welchen Motiven wir uns moralisch Verhalten und warum wir einen moralischen Konsens brauchen.

Als aller erstes muss man selbst erst einmal sich darüber im klaren sein, dass allein die Fähigkeit über das eigene Handeln nachdenken zu können und dieses zu bewerten nicht sofort bedeutet moralischer zu handeln. Das sagte ich ja eben obig.

Es ist sogar so das der Mensch nicht über Moral nachdenken würde, wenn er unter dem selben Überlebensdruck leben müsste wie dies die meisten Tiere tun müssen. Nicht weil er es dann nicht könnte, sondern weil er garkeine Zeit zum Nachdenken hätte.

Um es nochmal klar zu machen. Es geht nicht darum das der Mensch Tiere mit sich auf eine Stufe stellt. Es geht viel mehr darum das der Mensch weil er sich selbst als höchstwertig betrachtet den Tieren aufgrund dessen Fähigkeiten abzusprechen und damit den niederen Wert eine Tieres damit begründet. Denn dies ist nicht der Fall. Ich sprche nicht ab, dass ein Tier verantwortlicher als ein Mensch handeln kann, werte auch gar nicht, bin wissenmäßig nicht in der Lage und will das auch nicht bewerten.

EuFrank spricht den Tieren eine Fähigkeit ab über Moral nachzudenken und über Gerechtigkeiten. In dem Punkt gebe ich ihm Recht. Also, das wollte ich wissen, dann sind wir doch einer Meinung. Huch, war das eine Geburt. Was du sonst nch schreibst, mag ja o.k. sein, und ist nichts, gegen das ich opponieren möchte. Denn Tiere können dies nicht. Allerdings muss man auch darüber nachdenken ob Tiere das überhaupt können müssen, denn wie ich schonmal sagte müssen Tiere nicht über Moral nachdenken weil sie ebenfalls nicht Ungerechtigkeiten erkennen und daraus folgend keine Gerechtigkeit herstellen wollen.

EuFrank hat vielleicht noch nicht in betracht gezogen das erst das Erkennen von Ungerechtigkeiten ein Bedürfnis nach Gerechtigkeit verursacht. Fähigkeiten besitzen immer zwei Seiten einer Medaille. Weil wir Menschen die Fähigkeit haben Ungerechtigkeiten zu erkennen, haben wir Bedürfnis nach Rache und Vergeltung. Dies würde ohne moralische Überlegungen immer zu unmoralischem Handeln führen. Das wir das noch nicht wirklich gelernt haben sieht man daran das wir Kriege führen.

Tiere erkennen wie gesagt keine Ungerechtigkeiten und haben deshalb kein Bedürfnis nach Rache und Vergeltung. Sie führen auch aus diesem Grund keine Kriege.

kurz gesagt. Tiere können aufgrund von Ungerechtigkeiten nicht unmoralisch handeln, deswegen ist die Betrachtung von Tieren im Kontext von Gerechtigkeit völlig abwegig.

Sigi
 
QUOTE=Sigi;1764709]
"Kann ein Löwe, der Hunger hat, ein Kind, was er wittert verschonen....."
Sigi[/QUOTE]
Wenn wir die gegebene Vorausschau auf eine Zeit, da Löwen neben Säuglingen friedlich grasen werden, nicht als Hirngespinst abtun, sondern als Hypothese zulassen, liegt der Gedanke gar nicht mehr so fern, dass in Tieren heute schon etwas angelegt sein könnte, das lediglich aktiviert zu werden braucht. Von menschlichen Gehirnen ist man sich ja auch längst sicher, dass ihre Kapazität unermesslich weit über das menschliche Durchschnittsalter hinaus reicht, wie das Universum, das sich immer weiter ausdehnt. Das führte zu der Erkenntnis, dass große Areale unseres Gehirns derzeit einfach nur brach liegen. Offensichtlich unbehinderter der Ewigkeit entgegen leben können dagegen längst manche Baumarten - vielleicht, damit wir über sie der Sehnsucht in uns begegnen, auch länger zu leben und dabei nicht schwächer, sondern immer stärker zu werden -, auch Tierarten wie Schildkröten, Papageien - vielleicht, weil diese Wesen jetzt schon friedlich sind ?
Mal so in den Nachmittag hinein .... geträumt ....?
 
Ich habe noch nie einen Glaubensthread aufgemacht. Und übrigens ging es auch bei unserem Disput gar nicht um Glauben - sondern um die Feststellung daß "Tiere keine Verantwortung haben".

Nein, EU-Frank, ich verzichte auf einen Glauben an Götter, weil es keine gibt. Ganz einfach. Und auch für Dich verständlich. Und so bekifft bin ich nun wirklcih nicht, daß ich an Götter glauben würde, nur weil jemand meint, man müsse sowas in Erwägung ziehen. Teekannen wären nämlich genauso wahrscheinlich.

Klar, ich verstehe Deinen Frust. Du kriegst es hier ziemlich ab zur Zeit.

Natürlich gibt es Götter, massenweise. Die unbeantwortete Frage ist nur, ob hinter einem oder mehreren eine Realität steckt, und ich meine im Gegensatz zu dir, dass die Wahrscheinlichkeit, dass ein Baumeister hinter dem, was wir sehen steckt größer ist, als dasss es irgendwo eine Teekanne gibt, die wir toll finden und anbeten wollen.

Sigi
 
Irgendwann sind wir vielleicht so weit, daß wir ihn (oder ES) entweder beweisen oder widerlegen können.
Bis dahin müssen wir uns halt in Geduld üben. Und die einen glauben an Gott und die anderen nicht. Über die Voraussetzungen von Glauben oder Nichtglauben läßt sich trefflich streiten, wie wir hier immer wieder sehen. Manch einer demaskiert sich, manch einer zerlegt sich selbst, manch einer macht sich lächerlich.
Aber wenn DU mit LOGIK kommst, EuFrank, dann mußt du dich nicht wundern, daß du dich hier, wie BJ trefflich festgestellt hat, selbst ad absurdum führst. Und das hatten wir wir ja alles schon im letzten Thread.
 
ja ist es, weil eine nichtexistenz beweisen zu müssen absurd ist. die beweislast liegt immernoch bei denjenigen die behaupten, dass es dies oder jenes gibt.
ich verstehe nicht, warum diese allgemeine und logische regel bei allem gelten soll, nur nicht bei glaubensfragen.


Wenn Gott die sogenante Teekanne wäre, stimme ich deinem Argument zu.

Wenn ich allerdings von der offenen Frage ausgehe, wie know how in die Materie gelangte, woraus dann alles entstand, kommen eben verschiedene Theorieen auf, die die euch Atheisten eh bekannt sind und die, dass eine intelligente Macht dahinter steht. Die Nichtexistenz beweisen ist hier was ganz anderes als bei einer eingebildeten Teekanne, die man braucht, um was zum Anbeten zu haben. Hier geht es darum Theorien, die aufkommen, um etwas unerklärliches zu erklären, abzuwägen, totzuargumentieren oder im Raum zu belassen, so verstehe ich das jedenfalls.

Sigi
 
Menschen haben mehr Möglichkeiten und in vielen Fällen können Sie sich entscheiden und tun dies auch, sind wir uns da nicht einig?

Nein, sind wir uns nicht. Die Fähigkeit zur Selbstreflexion eröffnet dem Menschen nicht mehr Möglichkeiten. Er kann die Möglichkeiten im Gegensatz zum Tier benennen, aber mehr auch nicht.

Ich beteilige mich nicht an der Wertung. Für mich war nur wichtig, ob wir einer Meinung darin sind, dass der Mensch zwischen vielen Möglichkeiten abwägen kann, wogegen das Tier instinktiv handelt, auch wenn es verantwortlich handelt, und ja gerade, weil es nicht moralisch verkommt, wie der Mensch, handelt es oft verantwortlicher als dieser.
Sind wir jetzt einer Meinung?

Nein, sind wir uns nicht. Ich versuch das mal auf den entscheidenden Punkt herunter zu brechen.

Sich über Möglichkeiten bewusst zu sein und darüber nachdenken zu können mag vielleicht suggerieren mehr Freiheiten zu besitzen. Das Motiv sich für eine der Möglichkeiten zu entscheiden beruht auf den selben Dingen auf denen Tiere instinktiv handeln.

Der Antrieb deines Lebens ist ja nicht der Verstand, sondern Bedürfnisse und die daraus folgenden Notwendigkeiten. Der Verstand ist nur ein Hilfsmittel diese Dinge zu befriedigen und dem entsprechend fällst du deine Entscheidungen.

Angenommen man lässt die Bedürfnisse, Gefühle, Stimmungen außen vor, dann würdest du vor den Möglichkeiten stehen und könntest keine Wertung vornehmen um eine Entscheidung zu treffen.
 
Der Klare Verstand , ist wie das gesunde Unterscheidungsvermögen , sicherlich entgegen der Emotion ein Steuerungsmittel , was Tiere nicht besitzen.

Dann stellt sich nicht die Frage ob Menschen wie Tiere sein können , sondern ob sie in der Lage sind ihre Cortexsteuerung, im Gegensatz zu den Tieren, vor ihre Instinkte zu stellen .

Das können die Menschen mit Sicherheit , leider wenden das aber nur wenige Menschen an.
 
Meine Verantwortung gebe ich nicht vollständig ab in die Hand einer deterministischen Weltanschauung, die mir den freien Willen abspricht.

Du verbindest fälschlicherweise Erkenntnisse mit Gefühlen. Um das mal an einem Beispiel zu verdeutlichen.

Man hat festgestellt das jederzeit unvorbereitet ein Asteroid vom Himmel fallen könnte. Bevor man diese Erkenntnis gewonnen hat, hätte man nicht einfachen sagen können das dies abwegig, unvernünftig oder sinnfrei ist nur weil die Vorstellung beängstigend ist bzw. einem nicht gefällt. Nachdem nun diese Erkenntnis gewonnen wurde, hat sich nichts verändert. Keiner fühlt sich unwohler oder hat ständig Angst das so ein Gesteinsbrocken vom Himmel fällt.

Man hat auch die Erkenntnis gewonnen das Liebe nix übersinnliches ist, sondern ein biochemischer Prozess in unserem Körper der uns dieses Gefühl bereitet. Es hat nach dieser Erkenntnis daran geändert wie Liebe erfahren wird.

Eine deterministische Welt ändert nichts daran das du dennoch das Gefühl hast Entscheidungen frei treffen zu können und musst aktiv Entscheidungen treffen. Und diese Illusion von Willensfreiheit entsteht dadurch das du die Zukunft nicht kennst. Unsere Welt ist deterministisch. Den Beleg haben wir in den Naturgesetzen, in der Kausalität und der Möglichkeit aus gegenwärtigen Bedingungen und vergangenen Ereignissen Prognosen für die Zukunft treffen zu können. Wenn wir alle Faktoren kennen, trifft die Prognose zu 100% ein.

Selbst die Erkenntnis das Kausalität im subatomaren Bereich ad absurdum geführt wird, hebelt diese deterministische Eigenschaft unserer Welt ab dem atomaren bereich und darüber hinaus nicht aus. Determinismus ist elementar die Voraussetzung das überhaupt etwas Sinn ergeben kann.
 
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