Sigi, wir diskutieren hier um einen gewissen Punkt herum den du nicht verstehst. Wir (Mikenull usw und ich) missverstehen uns, warum? Weil man davon ausgeht, dass ich euch mit dem Thema irgendwas anhaben will. Ich will gar nichts, ich wollte nur eines klar stellen, dass Tiere keine Verantwortung haben meinte Eu-Frank nicht so. Tiere handeln verantwortlich, aber ihm Rahmen ihrer Möglichkeiten.
Menschen haben mehr Möglichkeiten und in vielen Fällen können Sie sich entscheiden und tun dies auch, sind wir uns da nicht einig? Wenn du über Tiere sprichst setzt du immer den Maßstab eines Menschen an. Für den Menschen sind Tiere nicht gleichwertig, an dem Punkt gibt es keine Diskussion. Du hast aber dieses "Mensch als Krone der Schöpfung"-Denken in dem alle andere Lebewesen an menschlichem Maßstab gemessen werden und gewissermaßen eben andere Lebewesen aus deiner Sicht den Menschen als höherwertiger betrachten müssten. In deinem Beispiel mit dem Löwen und dem Kind kommt das deutlich zum tragen.
So wie der Mensch seine eigene Art am höchsten bewertet, so betrachtet der Löwe sich und seine Art als höchstwertig und damit den Menschen und alle anderen Lebewesen nicht gleichwertig und höherwertiger als sich selbst.
Bevor du wieder irgendwelche Einwände bringst. Es geht hier darum eine objektive Betrachtung vorzunehmen und nicht darum Tieren eine gleichwertigkeit herbei zu diskutieren.
Um nochmal eine kurzes Fazit einer objektiven Betrachtungsweise zu ziehen.
So wie der Mensch Tiere bewertet und sich selbst dabei an die Spitze stellt, so sieht auch jedes Tier, sich und seine eigene Art, an der Spitze seiner Bewertung.
Selbst innerhalb der eigenen Art bewerten wir unterschiedlich. Meine Familie beispielsweise steht für mich in der Wertigkeit über dir Sigi. Das heißt in einer Situation wo es um Leben und Tod geht, würde ich mich immer für meine Familie entscheiden und damit gegen dich. Und in der selben Weise würdest du dich in der Situation gegen mich entscheiden.
Steigleders Schlussfolgerungen sind falsch, besonder was den Status betrifft. Er spricht den Tieren Fähigkeiten ab und schlussfolgert daraus einen niederen Wert in unserer menschlichen Betrachtungsweise. Seine Schlussfolgerungen sind falsch und das kann ich mit absoluter Gewissheit sagen. Ich beteilige mich nicht an der Wertung. Für mich war nur wichtig, ob wir einer Meinung darin sind, dass der Mensch zwischen vielen Möglichkeiten abwägen kann, wogegen das Tier instinktiv handelt, auch wenn es verantwortlich handelt, und ja gerade, weil es nicht moralisch verkommt, wie der Mensch, handelt es oft verantwortlicher als dieser.
Sind wir jetzt einer Meinung?
Um Schlussfolgerungen über moralische Fähigkeiten zu ziehenm muss man erstmal verstehen aus welchen Motiven wir uns moralisch Verhalten und warum wir einen moralischen Konsens brauchen.
Als aller erstes muss man selbst erst einmal sich darüber im klaren sein, dass allein die Fähigkeit über das eigene Handeln nachdenken zu können und dieses zu bewerten nicht sofort bedeutet moralischer zu handeln. Das sagte ich ja eben obig.
Es ist sogar so das der Mensch nicht über Moral nachdenken würde, wenn er unter dem selben Überlebensdruck leben müsste wie dies die meisten Tiere tun müssen. Nicht weil er es dann nicht könnte, sondern weil er garkeine Zeit zum Nachdenken hätte.
Um es nochmal klar zu machen. Es geht nicht darum das der Mensch Tiere mit sich auf eine Stufe stellt. Es geht viel mehr darum das der Mensch weil er sich selbst als höchstwertig betrachtet den Tieren aufgrund dessen Fähigkeiten abzusprechen und damit den niederen Wert eine Tieres damit begründet. Denn dies ist nicht der Fall. Ich sprche nicht ab, dass ein Tier verantwortlicher als ein Mensch handeln kann, werte auch gar nicht, bin wissenmäßig nicht in der Lage und will das auch nicht bewerten.
EuFrank spricht den Tieren eine Fähigkeit ab über Moral nachzudenken und über Gerechtigkeiten. In dem Punkt gebe ich ihm Recht. Also, das wollte ich wissen, dann sind wir doch einer Meinung. Huch, war das eine Geburt. Was du sonst nch schreibst, mag ja o.k. sein, und ist nichts, gegen das ich opponieren möchte. Denn Tiere können dies nicht. Allerdings muss man auch darüber nachdenken ob Tiere das überhaupt können müssen, denn wie ich schonmal sagte müssen Tiere nicht über Moral nachdenken weil sie ebenfalls nicht Ungerechtigkeiten erkennen und daraus folgend keine Gerechtigkeit herstellen wollen.
EuFrank hat vielleicht noch nicht in betracht gezogen das erst das Erkennen von Ungerechtigkeiten ein Bedürfnis nach Gerechtigkeit verursacht. Fähigkeiten besitzen immer zwei Seiten einer Medaille. Weil wir Menschen die Fähigkeit haben Ungerechtigkeiten zu erkennen, haben wir Bedürfnis nach Rache und Vergeltung. Dies würde ohne moralische Überlegungen immer zu unmoralischem Handeln führen. Das wir das noch nicht wirklich gelernt haben sieht man daran das wir Kriege führen.
Tiere erkennen wie gesagt keine Ungerechtigkeiten und haben deshalb kein Bedürfnis nach Rache und Vergeltung. Sie führen auch aus diesem Grund keine Kriege.
kurz gesagt. Tiere können aufgrund von Ungerechtigkeiten nicht unmoralisch handeln, deswegen ist die Betrachtung von Tieren im Kontext von Gerechtigkeit völlig abwegig.