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Was denkt ihr? - Gibt es Gott?

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AW: Was denkt ihr?

Naja, eine religiöse Doktrin hat doch eigentlich wenig mit persönlichem Glauben zu tun. Religion begründet sich darauf, dass man jemandem diktiert, was er zu glauben hat. Egal wie absurd das Märchen auch sein mag. Wertevorstellungen sind nicht an den Glauben gebunden, unter dem sie gelebt werden. Wir sind wahrscheinlich fast alle christlich geprägt, müssen aber nicht zwangsläufig an die Bibel glauben.

Religion bietet gute Möglichkeiten, den Zusammenhalt der Gruppe zu stärken und sich von anderen Gruppen abzugrenzen, also ein gutes Mittel für eine funktionierende, soziale Gemeinschaft, in früherer Zeit bestimmt nicht ganz unwichtig. Ich kann mir auch gut vorstellen, warum sich Religionen (Gottglaube hin oder her) eines regen Zuwachses erfreuen. Viele vermissen wohl den Zusammenhalt in einer sich entfremdenden, materialistischen Gesellschaft.
In Teilen hast Du da schon Recht. Es gibt aber auch Menschen die eine Doktrin als persönlichen Glauben übernehmen. Da gibt es dann keinen Unterschied zwischen Doktrin und persönlichem Glauben. Wie nennt man das eigentlich, wenn man einerseits eine Doktrin vorgesetzt bekommt und andererseits einen abweichenden persönlichen Glauben hat? Heißt das auch nicht, das der Glaube oft nur Schein ist und in Wirklichkeit die soziale Gemeinschaft als eigentlicher Zweck im Vordergrund steht?
 
AW: Was denkt ihr?

Die Fragen, die man sich immer wieder stellt ist: Warum lässt ein Gott so viel Ungerechtigkeit unter den Menschen zu, warum gibt es so viel Elend auf der Welt, obwohl andere in Saus und Braus leben? Gier, Ausbeute und Hass dürfte ein Gott doch gar nicht erst zulassen! Warum bestraft er jene Menschen nicht, die unseren Planeten mit ihrer Gier zerstören und andere Menschen ausbeuten? Naturkatastrophen treffen zumeist die armen Menschen, eben gerade die, die am wenigsten an der Zerstörung der Natur beteiligt sind! Wo bleibt da die Gerechtigkeit? Warum können Menschen nicht friedlich miteinander leben und teilen? Warum werden manche "böse" Menschen steinalt, während manche "gute" Menschen zeitig gehen müssen (aus menschlicher Sicht betrachtet ist das ebenfalls ungerecht)? Manche Glaubensrichtung ist fanatisch und verrückt zugleich, kann ein Gott das wollen? Es gibt ja eigentlich nur einen Gott, jede Glaubensrichtung aber will "ihren Gott" als den "besten Gott" darstellen! Einige Glaubensrichtungen sind völlig paranoid und widersprechen jeder Form der Menschlichkeit und Moral, warum ist das so? So ganz überzeugend sind all diese Dinge nicht! Der Mensch ist bestrebt auf alles eine Antwort zu finden, doch manches lässt sich nicht beantworten!


Bloß mal ne Frage zum Nachdenken: Braucht der Mensch vielleicht Jahrtausende an Beispielen, wohin Menschenherrschaft führt, bis er anerkennt, dass Gott das Recht hat Leitlinien auszugeben? Wieviele Menschen, auch grad im Forum wieder, empören sich über einen Gott, der verlangt, wos langgehen soll?

Also könnte der Gott gesagt haben, dann lass ichs mal laufen, bis sie bitten "Dein Reich komme" , was heißt, ich will mich den Gesetzen Gottes unterordnen und zwar freiwillig, weil ich einsehe, anders gehts nicht. Ich fühle schon, was es jetzt für Protest gibt, aber gerade der Protest, solange Gott ihn ernst nähme, bildet die Grundlage für weitere Zulassen der Menschenherrschaft, leider auch mit allen Folgen.

Nun hat Gott dem aber doch Grenzen gesetzt, weil auf alle Ewigkeit, wärs armselig. Wie er diese Grenzen gesetzt hat und welchen Plan er dabei hat, den freiheitsfordernden Menschen aber auch den Unterdrückten entgegenzukommen, das ist das ganze Thema der Bibel. Es ist dort in diesem Buch sehr sorgfältig untergebracht, als ganzes Konzept, was schon beachtenswert ist, wenn man weiß, dass die Schreiber zu verschiedenen Zeiten lebten, aber nichts des früher Geschriebenen, dem später Geschriebenen widerspricht.



Nur so ne Erklärung, ohne Anspruch auf... usw.

Sigi
 
AW: Was denkt ihr?

Bloß mal ne Frage zum Nachdenken: Braucht der Mensch vielleicht Jahrtausende an Beispielen, wohin Menschenherrschaft führt, bis er anerkennt, dass Gott das Recht hat Leitlinien auszugeben?
Also könnte der Gott gesagt haben, dann lass ichs mal laufen, bis sie bitten "Dein Reich komme" , was heißt, ich will mich den Gesetzen Gottes unterordnen und zwar freiwillig, weil ich einsehe, anders gehts nicht.
Nun hat Gott dem aber doch Grenzen gesetzt, weil auf alle Ewigkeit, wärs armselig. Wie er diese Grenzen gesetzt hat und welchen Plan er dabei hat, den freiheitsfordernden Menschen aber auch den Unterdrückten entgegenzukommen, das ist das ganze Thema der Bibel. Es ist dort in diesem Buch sehr sorgfältig untergebracht, als ganzes Konzept, was schon beachtenswert ist, wenn man weiß, dass die Schreiber zu verschiedenen Zeiten lebten, aber nichts des früher Geschriebenen, dem später Geschriebenen widerspricht.



Nur so ne Erklärung, ohne Anspruch auf... usw.

Sigi
Zwischen altem und neuem Testament gibt es doch riesige Unterschiede. Von Auslegungen wollen wir gar nicht mal sprechen. Dass die Bibel wunderschöne Literatur darstellt und den Menschen Verhaltensrichtlinien wie die 10 Gebote zur Seite gestellt hat ist auch nicht zu bestreiten. Aber soll man glauben, dass sich hier die Überzeugungen einer überirdischen Gottheit widerspiegeln?
Ich denke der Glaube an einen Gott wurde eher instrumentalisiert. Sozusagen um die aufgestellten Normen zu untermauern und durchzusetzen. Ein Gott stellt eine unumstößliche Autoritiät dar. Wenn es ihn nicht gibt, muss man ihn halt erfinden, um sich auf ihn berufen zu können. Die Gesetze Gottes sind nichts anderes, als die Erfindungen von Menschen, die damit eine Wertigkeit herstellen.

Der Gotteswahn: Amazon.de: Richard Dawkins, Sebastian Vogel: Bücher
 
AW: Was denkt ihr?

In Teilen hast Du da schon Recht. Es gibt aber auch Menschen die eine Doktrin als persönlichen Glauben übernehmen. Da gibt es dann keinen Unterschied zwischen Doktrin und persönlichem Glauben. Wie nennt man das eigentlich, wenn man einerseits eine Doktrin vorgesetzt bekommt und andererseits einen abweichenden persönlichen Glauben hat? Heißt das auch nicht, das der Glaube oft nur Schein ist und in Wirklichkeit die soziale Gemeinschaft als eigentlicher Zweck im Vordergrund steht?

Da bin ich jetzt gerade überfragt,
aber Religion hat unbestritten schon immer eine soziale Funktion.

Bloß mal ne Frage zum Nachdenken: Braucht der Mensch vielleicht Jahrtausende an Beispielen, wohin Menschenherrschaft führt, bis er anerkennt, dass Gott das Recht hat Leitlinien auszugeben? Wieviele Menschen, auch grad im Forum wieder, empören sich über einen Gott, der verlangt, wos langgehen soll?

Also könnte der Gott gesagt haben, dann lass ichs mal laufen, bis sie bitten "Dein Reich komme" , was heißt, ich will mich den Gesetzen Gottes unterordnen und zwar freiwillig, weil ich einsehe, anders gehts nicht. Ich fühle schon, was es jetzt für Protest gibt, aber gerade der Protest, solange Gott ihn ernst nähme, bildet die Grundlage für weitere Zulassen der Menschenherrschaft, leider auch mit allen Folgen.

Nun hat Gott dem aber doch Grenzen gesetzt, weil auf alle Ewigkeit, wärs armselig. Wie er diese Grenzen gesetzt hat und welchen Plan er dabei hat, den freiheitsfordernden Menschen aber auch den Unterdrückten entgegenzukommen, das ist das ganze Thema der Bibel. Es ist dort in diesem Buch sehr sorgfältig untergebracht, als ganzes Konzept, was schon beachtenswert ist, wenn man weiß, dass die Schreiber zu verschiedenen Zeiten lebten, aber nichts des früher Geschriebenen, dem später Geschriebenen widerspricht.
Unterdrückung und Ungerechtigkeit sind halt die zeitlosen Themen der Menschheit.

Gott soll als alleiniges Gesetz über den Menschen stehen, ist die Idee, damit sich kein Mensch erdreistet, über anderen Menschen zu stehen, nur leider kommt da immer etwas Gegenteiliges dabei heraus, wenn man sich die Religionen etwas genauer anschaut. Sie sind nur tragisches Abbild dessen, was sie zu beseitigen versuchen.

Um ein gerechtes Sozialleben zu schaffen braucht man keinen Glauben an Gott, um ein redliches Leben zu führen braucht man keinen Glauben an Gott, um einzusehen dass zwischenmenschliche und kulturelle Streitereien dämlich sind, braucht man keinen Glauben an Gott.

Die Habgier macht diese Welt kaputt, das ist aber nicht etwa so, weil ich es so gewollt hätte, ich spreche mich gegen diese Habgier aus, obwohl ich nicht an Gott glaube.
 
AW: Was denkt ihr?

An einen Gott, der mit Vorschriften und Gesetzen unsere Welt beeinflussen will glaube ich nicht. Eine Meinung zu einer Macht, die dieses Universum geschaffen hat, halte ich mir offen. Ansonsten finde ich im neuen Testament und in der Figur von Jesus Dinge, die für mich einen Wert haben, unabhängig von einem Gottesglauben und unabhängig davon ob Jesus ein Sohn Gottes ist.
 
AW: Was denkt ihr?

Hallo Hinatasan!

Gibt es Gott?Was meint ihr dazu?
Was spricht dafür und was dagegen?
Man kann Gott weder beweisen noch widerlegen. Für oder gegen seine Existenz spricht nichts. Es geht nicht um ein Phänomen wie etwa den Yeti, dessen Existenz man eventuell einmal beweisen könnte.

Gottes Existenz läßt sich wissenschaftlich nicht beweisen. Auch Aussagen der Wahrscheinlichkeit sind nicht möglich. Diese Aussage läßt sich schwer verstehen.

Weil man nichts über seine Existenz wissen kann, kann man sich nur angesichts seines Unwissens ca. drei Grundhaltungen zulegen:

A) Ich mache mir keine Hoffnungen darauf, dass er existiert und lebe so, als ob es ihn nicht gäbe.

B) Ist mir egal. Konsequenz: dieser Typ B) lebt auch so, als ob es Gott nicht gäbe.

C) Ich hoffe darauf, dass es ein göttliches Wesen gibt, das allmächtig und gerecht ist.

A) und B) führen mehr oder weniger in eine depressive Verzweiflung. C ist meines Erachtens die einzige Möglichkeit, die im Einklang mit der Vernunft des Menschen steht. Warum soll man sein Weltbild von der unbeweisbaren Meinung abhängig machen, dass kein Gott existiert und damit im Grunde alles relativ sinnlos ist? Moral und vieles andere würden dann in der Luft hängen und dem Zufall und der Beliebigkeit überlassen sein. Es ist eine missliche Sache, dass viele ohne Not auf die Möglichkeit eines Gottes verzichten.

Wenn doch irgendetwas für ihn sprechen sollte, dann ist es meines Erachtens die gewisse Ordnung, die gewisse Gesetzmäßigkeit, die unser Universum durchwaltet. Es herrscht kein Chaos, sondern viel Sinn. Warum sollte dieser Sinn, den man in vielen kleinen Bereichen (zB dem Wunder des menschlichen Körpers) betrachten kann, nicht auch im Großen zu finden sein (der "totale", umfassende Sinn)?

Und eine Frage, die mich immer berührt: Warum ist überhaupt etwas? Warum ist nicht vielmehr nichts?

Wenn es kein Wissen um Gott gibt, bleiben nur Glaube oder Unglaube. Statt Glaube sage ich lieber Hoffnung.
 
Zuletzt bearbeitet:
AW: Was denkt ihr?

Wenn doch irgendetwas für ihn sprechen sollte, dann ist es meines Erachtens die gewisse Ordnung, die gewisse Gesetzmäßigkeit, die unser Universum durchwaltet. Es herrscht kein Chaos, sondern viel Sinn. Warum sollte dieser Sinn, den man in vielen kleinen Bereichen (zB dem Wunder des menschlichen Körpers) betrachten kann, nicht auch im Großen zu finden sein (der "totale", umfassende Sinn)?

Der alte Trugschluss, dass es durch Gesetzmäßigkeiten,
automatisch auch einen Gesetzgeber geben muss, der diese bewusst so festgelegt hat.

Und eine Frage, die mich immer berührt: Warum ist überhaupt etwas? Warum ist nicht vielmehr nichts?

Das ist überhaupt DIE philosophische Grundfrage, und das grosse Dilemma des Betrachters.
Die Welt ist unerklärlicherweise schon da, wenn man ungefragt in sie hineingeboren wird.

Und da wir die Welt nur aus ihr heraus betrachten können,
werden wir sie wohl auch nie zur Gänze verstehen.

Wenn es kein Wissen um Gott gibt, bleiben nur Glaube oder Unglaube. Statt Glaube sage ich lieber Hoffnung.

Hoffnung auf was denn? Darauf, dass alles "gut" wird? Hoffnung auf ein besseres Leben im Jenseits, weil die diesseitigen Zustände so dämlich und ungerecht sind?

Es liegt halt an uns allen, etwas daran zu ändern, die Welt wird nicht zu einem besseren Ort, indem jeder versucht, soviel Eigentum wie möglich anzuhäufen. Wir alle leben grundverkehrt, was diese Zustände erst ermöglicht. Viele Leute können viel reden wenn der Tag lang ist, aber sogut wie keiner übt sich in Verzicht, man fährt nur lieber von der einen in die nächste Einbahnstrasse.
 
AW: Was denkt ihr?

Hoffnung auf was denn? Darauf, dass alles "gut" wird? Hoffnung auf ein besseres Leben im Jenseits, weil die diesseitigen Zustände so dämlich und ungerecht sind?

Es liegt halt an uns allen, etwas daran zu ändern, die Welt wird nicht zu einem besseren Ort, indem jeder versucht, soviel Eigentum wie möglich anzuhäufen. Wir alle leben grundverkehrt, was diese Zustände erst ermöglicht. Viele Leute können viel reden wenn der Tag lang ist, aber sogut wie keiner übt sich in Verzicht, man fährt nur lieber von der einen in die nächste Einbahnstrasse.
Ich hoffe auf eine Art von "Zusammenarbeit" von mir und der göttlichen Macht. Wenn ich mich unmoralisch verhalte, darf ich wohl kaum darauf hoffen, dass mich eine göttliche Macht mit Glück beschenken wird.

Wenn ich mich aber mit maximalem Engagement den Problemen dieser Welt widme (Moral), dann darf ich darauf hoffen, dass mir dieses gut gesinnte und engagierte (nicht nur frommes Wünschen) Verhalten auch als Verdienst angerechnet wird.

Durch Moral mache ich mich glückswürdig. Das Glück selbst kann sich kein Mensch verschaffen. Es ist von vielen Umständen abhängig, die kein Mensch in der Hand hat. Glück auf der Basis der Glückswürdigkeit bedarf einer göttlichen "Mitarbeit" 🙂.
 
AW: Was denkt ihr?

Gibt es Gott?Was meint ihr dazu?
Was spricht dafür und was dagegen?

Nein, ich glaube nicht an einen Gott, wie unser Ex-User Dr. House mal formulierte: "Aus Mangel an Beweisen". Das "Für" und "Wider" wurde hier schon in schätzungsweise drölfzig Threads durchgekaut, von daher...
 
AW: Was denkt ihr?

ich glaube das es etwas gibt das wir gott nennen!aber es ist wohl eher das was in uns steckt!
mit dem was ich erlebt habe und schon gesehen habe,glaube ich nicht mehr an gott,dafür glaube ich an das schicksal,das es für alles was geschieht einen sinn und zweck gibt!
 
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