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Pornographie/Prostitution - Pro/Contra

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socialnet - Rezensionen - Tamara Domentat: Lass dich verwöhnen. Prostitution in Deutschland

hier noch ne Rezension zum Domentat-Buch.

muss ich die Tage auch erstmal genauer durchlesen.
aha falsche Oppositionen zu Liebe etc....ja mal gucken.
Grundsätzlich schreibt eine Journalistin natürlich oft eher popularistisch orientiert .....

Gutes Stichwort vom Rezensenten war Erotik....ich für meinen Teil mag eher Erotik und weniger Pornosex.

Erotik also als Verbindung geistiger Dinge mit Körperlichem...reines F***** ist halt nur ne halbe Sache und bleibt ne halbe Sache und da fehlt dann irgendwas finde ich. Mal ne geile Pornonummer schieben o.k. aber dauerhaft führt glaube ich schon zu ner Art Abwertungskiste des Menschlichen, Einseitigkeit und auch Verarmung der menschlichen Sexualität.
Das zeigen ja an sich auch die verschiedenen Orgasmusformen und -stärken...bei östlich orientierter Erotik z.B Die fernöstlichen Erotikmeister und Kamasutrapeople verstehen wirklich was von Körpern und wie man auf der Klaviatur der Lust ne Sonate spielt und nicht nur nen schalen Popsong der eine Liedzeile stereotyp wiederholt.

Pornografie ist ja an sich ein schaler Pop(p)song, Prostituiertensex in der Regel an sich auch...denn beseelter stundenlanger Sex mit synchronen Orgasmen bei beiden Partnern dürfte hier eher die Ausnahme bilden...passt nicht so gut ins Geschäftsthema und an sich soll es ja auch unverbindlich bleiben.
 
Ich kenne auch Dokumentationen von Prostituierten die zeitweilig im Gewerbe tätig waren, aber generell litten die meisten schon darunter nicht offen damit umgehen zu können oder am Rand der Gesellschaft zu leben mit dieser Art Job. Bis heute hat sich der Ruf von Sexarbeit ja nicht gebessert


Ja, das ist ein echtes Problem. Eine wirkich wichtige soziale Tätigkeit wird verteufelt.

und das wie ich finde auch aus gutem Grund nicht. Weil es eben immer auch schlichtweg anrüchig und z.T. unwürdig bleiben wird....es sei denn die Bewertungsskala verschiebt sich noch mehr Richtung rein materialistischem Menschenbild und zerfallender Moral...was auch net so würdig für die Menschheit sein dürfte.

Und du trägst mit deinen Beiträgen auch dazu bei.🙁
 
ich finde einfach es gibt dinge die unverkäuflich bleiben sollten!
oder wo es mir ziemlich aufstößt!

aber das muß letztlich jeder selbst wissen!

Da finde ich die jungen Dinger, die sich einen reichen alten Sack angeln wesentlich niederträchtiger und verwerflicher. Aber die reichen Säcke sind auch alle Volljährig...
 
Da fragt doch die Tochter tatsächlich ob sie lieber "H***" oder "Investmentbänkerin" werden soll....😀
Als hätten uns die zehntausende Huren nicht gerade hunderte von Milliarden aus der Tasche gezogen und eine weltweite Bankenkrise ausgelöst.
 
Aus Streetworkersicht (Hospitation) habe ich die Szene ein wenig kennengelernt und ich bin entsetzt, welche Schattenseiten dieser Markt hat. Auch wundere ich mich, mit welcher Vehemenz und emotionaler Wucht bei diesem Thema um schwarz oder weiß, um pro oder contra gekämpft wird. Obwohl die Fakten so deutlich beschrieben sind s. Wikipedia, so dass doch eigentlich für die Idealisierung der Prostitution kein Anlass mehr besteht.

Ich habe nicht den Eindruck, dass hier jemand die Prostitution idealisieren will. Ich möchte es auf jeden Fall nicht tun. Aber ich fühle mich auch durch Aussagen wie die von EU-Frank in die Ecke gedrängt. Alle Huren sind pervers, dumm, krank oder werden zu ihrem Job gezwungen. Ist das die Erfahrung aus deiner Zeit als Streetworker?

Ich sehe sehr klar, dass es ein harter Job ist und dass viele Frauen daran zerbrechen und ich würde von meiner Sicht aus einer Frau immer davon abraten. Aber nicht, weil ich es schlimm finde, dass die Frauen mit verschiedenen Männern Sex haben, sondern aufgrund der drohenden Missachtung ihrer Person durch die Gesellschaft und leider eben auch zum Teil durch die Freier.

Ich kann nicht einerseits für die Würde der Huren kämpfen und andererseits selbst diese Würde beschmutzen.

Mir wäre es wichtig, dass Männer geächtet werden, die Huren, zu denen sie gehen, respektlos behandeln. Dass Männern das Leben schwer gemacht wird, die entweder Leistungen einfordern, die eine H*** nicht will (dann aber doch aus dem Gelddruck heraus macht) oder/und die gesundheitsgefährend sind.

Im Augenblick ist es aber so, dass die geächteten die Frauen sind.



Kena meinte:
den beruf besser schützen, für gesundheit sorgen, ok!
aber nicht idealisieren! es sollte schon immernoch das bleiben was es ist...ein zwiespältiges und grenzwertiges gewerbe!

Und ich glaube, genau das geht eben nicht. Ich kann nicht selbst den nötigen Respekt vor der Würde einer H*** fehlen lassen und gleichzeitig für mehr Schutz und Gesundheit in dem Gewerbe eintreten.

Solange ich nicht dafür eintrete, dass H*** ein Job wie jeder andere ist, in dem die Frau eine Dienstleistung gegen Geld anbietet und wie jede Verkäuferin, Krankenschwester oder Lehrerin auch ihren Respekt verdient, solange leiste ich der Tatsache Vorschub, dass Männer diese Frauen missbrauchen können.

Ich frage mich, wie ich von den Männern eine Änderung ihrer Einstellung erwarten kann, wenn ich meine eigene nicht ändere?

Und ich sage das, weil ich sehr genau die Schattenseiten der Prostitution kenne. Ich habe Menschen in meiner unmittelbaren Umgebung, die Kinderprostitution und Menschenhändler überlebt haben.

Ich idealisiere die Prostitution nicht, denn sie ist kein idealer Job. Aber dass er so hart ist, daran haben meiner Meinung nach auch Menschen wie EU-Frank mit ihrer Klischeemoral ihren Anteil. Solange solche Menschen die Huren als Schlampen sehen, wird es Männer geben, die das als Ausrede dafür benutzen können, dass sie die Huren respektlos behandeln.

Einige Leute in diesem Thread kriminalisieren die Huren und eben nicht die Männer, die zweifelhafte Dienste in Anspruch nehmen. Solange einige der User hier ihre Vorurteile zelebrieren, ist es aber sehr schwer, das Problem der Prostitution differenziert zu betrachten.

Mich stört es, wenn Zahlen in den Raum geworfen werden, von denen kein Mensch weiß, woher diese sind.

90 Prozent der Huren sind unglücklich und 70 Prozent der Huren wurden angeblich früher sexuell missbraucht. Aber wer hat diese Untersuchung durchgeführt und unter welchen Bedingungen? Was war das Ziel dieser Umfrage? Und auf welchen Bereich des Metiers bezieht sie sich? So denke ich, dass man in den Laufhäusern ganz andere Zahlen erhält als zum Beispiel im Bereich des Escorts.

Mich stört die Aussage, alle Huren seien früher missbraucht worden, aber auch aus einem anderen Grund ungemein. Nur weil jemand missbraucht wurde, heißt das nicht, dass er nicht in der Lage ist, für sich und sein Leben eine Entscheidung zu treffen und dass der Job einem schadet.

Ich kenne eine Frau, die von ihrem ersten Freund missbraucht wurde und die auch klar sagt, ohne diese Erfahrung hätte sie nicht gelernt, dass sie mit ihrem Körper etwas erkaufen kann und ohne das wäre sie nicht in die Prostitution gegangen. Aber ihr hat der Job immer Spaß gemacht und sie hatte ein sehr gutes Verhältnis zu ihren Freiern, war in ihrem Job ausgesprochen erfolgreich und hat keine Dinge getan, die sie nicht wollte. Sie hat dann ein Kind bekommen und gesagt, dass sie seitdem ihrem Körper gegenüber anders fühlt. Sie sieht sich nun mehr als Mutter denn als H***. Darum ist sie ausgestiegen.


Ich denke, Klischeedenken und Vorurteile sind sehr viel verwerflicher als die Hurerei.

Und wenn jemand glaubt, er könne seine moralischen Werte über die Würde von Menschen stellen, finde ich genau das krank und dumm.



@Kena

Finde ich toll, dass du dir die Dokus angeschaut hast. Ich halte dich für einen Menschen, der reflektiert und es passt zu dir, dass du nachgeforscht hast.

Dass du es immer noch nicht nachvollziehen kannst, warum Frauen das machen, finde ich verständlich. Geht mir auch so.

Aber deswegen werde ich sie moralisch nicht aburteilen. Es ist ihr Leben und wenn sie Sex als Dienstleistung verkaufen wollen, dann ist das ihre Sache.


Tuesday
 
Danke Tyra,



... auch für den Aspekt der „Ausbeutung“, an dem ich zunächst hängengeblieben bin. Deshalb hier mal ein ganz anderer Zugang zum Thema:
Pferdchen

Fragt der Vater den Sohn…
„Der Nachbar fährt aber einen tollen Schlitten. Was macht der eigentlich beruflich?“
„Wer?“
„Der nette junge Mann von nebenan, der mit der Limousine.“
„Ach der.“
„Ja, weißt du was der beruflich macht?“
„Ja, der hat ein paar Pferdchen laufen.“
„Pferdchen?“
„Du weißt schon, Mädchen.“
„Mädchen? Ach so, Mädchen.“
Quelle bekannt
G.
 
Und ich glaube, genau das geht eben nicht. Ich kann nicht selbst den nötigen Respekt vor der Würde einer H*** fehlen lassen und gleichzeitig für mehr Schutz und Gesundheit in dem Gewerbe eintreten.

Solange ich nicht dafür eintrete, dass H*** ein Job wie jeder andere ist, in dem die Frau eine Dienstleistung gegen Geld anbietet und wie jede Verkäuferin, Krankenschwester oder Lehrerin auch ihren Respekt verdient, solange leiste ich der Tatsache Vorschub, dass Männer diese Frauen missbrauchen können.

Ich frage mich, wie ich von den Männern eine Änderung ihrer Einstellung erwarten kann, wenn ich meine eigene nicht ändere?


@Tuesday hoffentlich lesen die Leute, die hier meinen, sie wüssten alles über Prostitution, und sich als Moralapostel aufspielen deinen Beitrag drei Mal!!!

Es ist alles genau so wie du schreibst! Durch Herabwürdigung, Verbreitung von Lügen über die Prostitution wird die Situation der Huren verschlechtert. Wer diesen Frauen etwas Gutes tu will, soll endlich damit aufhören, sie zu verunglimpfen.

Außderdem sollte man aufhören, hier von der Prostitution pauschal zu sprechen. Schon ganz am Anfang des THs habe ich geschrieben:

"Es ist bei diesem Thema so, dass man keinerlei allgemeingültige Aussagen treffen kann. Es gibt nicht die Prostituierte. Die Spannbreite ist riesig: Von der illegal hier lebenden und von einem Zuhälter ausgebeuteten Bordsteinschwalbe über solche Frauen wie meine Freundin bis hin zur Edelhure, die nur Hausbesuche macht, mit dem Taxi vorfährt und 700 € pro Stunde kassiert."

Natürlich suchen sich die Huern-Hasser immer nur die wirklich bedauernswerten Drogensüchtigen heraus, und meinen ihre Situation verallgemeinern zu können.
 
Zuletzt bearbeitet:
Danke Tyra,
... auch für den Aspekt der „Ausbeutung“, an dem ich zunächst hängengeblieben bin. Deshalb hier mal ein ganz anderer Zugang zum Thema:

Falls du es noch nícht mitbekommen haben solltest: Durch das neue Prostitutionsrecht ist den Zuhältern ihr Nährboden entzogen worden. Und Zuhälterei ist strafbar. Also wird es nie einen Mann geben, den seine Nachbarn als Zuhälter kennen und der nicht angezeigt würde.

Nur bei illegal in Deutschland lebenden Frauen haben sie noch ein Betätigungsfeld. Und ihnen das zu entziehen, daran können alle mitwirken. Ihr kennt doch alle die ach so armen ausgebeuteten Zwangsprostituieren in Massen. Warum erstattet ihr keine Anzeige gegen ihre Zuhälter?

Durch solche dämlichen Witzchen wird wieder in die Kerbe geschlagen, Prostituierte verächtlich zu machen. Merkt ihr nicht, wie menschenverachtend das ist?
 
Zuletzt bearbeitet:
Was ist eigentlich mit den ganzen Frauen, die einen "finanzkräftigen" Freund suchen, der sie aushält? Liebe?

...mit den vielfältigen Beisspielen aus der Geschichte, in denen Frauennur als Mätresse zu großem gesellschaftlichen Einfluß gelangen konnten? Liebe?

...mit den Frauen, die aus finazieller Abhängigkeit und wegen ihrer Kinder bei ihrem Partner bleiben? Liebe?

Neeee, höchstwahrscheinlich nicht.

Sind die deswegen alle Ware, ein Stück Fleisch, verkaufen sich unter Wert, fügen ihrer Seele Schaden zu?
Ich kann mir nicht anmaßen, das zu beurteilen...
 
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