Sex ist ne Erfindung der Evolution und Sex gibt es auch bei Tieren etc. unter gleichgeschlechtlichen Partnern. Sex ist ein symbiotischer Mechanismus und dient bei einigen Arten nicht nur der Reproduktion sondern auch in Hinsicht auf Soziales, eine Bindung aufbauen und stärken etc.
Leider sind einige traditionelle Religionssysteme teilweise mit einer Ächtung von Homosexualität belegt...hat auch gewisse Grundfunktionen: Strukturierung einer Gesellschaft. Soziale und moralische Normen bestimmen ein gewisses Alltagsbild, Beziehungsmuster, soziale Gruppierungen etc.
Ich denke in Sozialsystemen in denen Reproduktion vorrangig wichtig ist wird Homosexualität eher negativ bewertet, währenddessen die Toleranzbereitschaft in Massenpopulationen steigt. Logisch oder? Ne Massenpopulation kann es sich ja eher leisten dass einige Mitglieder Sex ohne Reproduktionsziel haben.
Sex ist auf energetischen Grundniveau betrachtet sowas wie ein Aufeinandertreffen zweiter Energiemuster und was sich anziehend findet, kommt sich näher, tauscht sich aus (geistig und körperlich, die körperliche Variante nennt sich Sex) und das wars im Grunde.
Das war jetzt eine biologisch-antropologische und philosophische Erklärung so ungefähr passgleich zum aktuellen Forschungsstand.
Leider sind heutzutage viele Homosexuelle immer oft noch schamgefühl und Schuldgefühlbehaftet. Liegt wohl am Standard dass natürlich in jeder Population immer mehr Nichthomosexuelle die Norm sind als Minderheiten. Minderheiten werden vom "gemeinen Volk" ohnehin immer misstrauisch beäugt, allerdings ist heutzutage und in unserer Gesellschaft die Aussicht auf mehr Toleranz auf jeden Fall gegeben. Wie man jeweils im Umfeld aufgenommen und behandelt wird liegt sehr stark am eigenen Verhalten...geht man ganz natürlich und locker damit um werden die meisten damit klar kommen. Liegt an den Spiegelneuronen. Menschen geben an Verhalten oft das zurück was man erwartet und die eigene Erwartungshaltung drückt sich immer im eigenen Verhalten aus. D.h. wenn ich per se Ablehung erwarte, verhalte ich mich so dass andere mich ablehnen werden.
Nennt sich self-fulfilling prophecy, ein Schlagwort der konstruktivistischen Psychologie. Hinweis auf Watzlawicks Buch: Anleitung zum Unglücklichsein. v.a. die Geschichte des Mannes mit dem Hammer. Amüsant, weise, zutreffend geschildert.
Tyra
@Johnny Berlin: schlüssige Antworten wird es nie geben..es gibt immer nur im Kontext des jeweiligen Zeitgeistes im Rahmen der wissenschaftlichen Forschungsmöglichkeiten gewisse Einsichten in Teilaspekte. Aber es gibt bereits einiges an Wissen darüber..wohl eher nicht in Hilfeforen zu finden, sondern unter Stichwortsuche in einem der unzähligen Büchern die es bereits zur Sexualität gibt.
Menschen gelten als stark sexualisierte Tiere und klar dass Menschengesellschaften dann auch vollgepackt sind mit Normen und Regeln zur Sexualität, Bewertungsschemata welche Art der Sexualität als normal betrachtet werden und welche nicht. Heute gilt Homoexualität aus wissenschaftlicher Sicht als normal, da allgemein überall im Tierreich an zu treffen. Vor hundert Jahren lag die wissenschaftliche Meinung oft noch anders..lag unter anderem am Zeitgeist, stärker geprägt durch Kirchenmeinung (= allgemein stärkere Verpönung des Körperlichen, Sex, Triebe wurden teilweise stark verteufelt etc).
Wer sich ein wenig mit der Materie beschäftigt, z.B soziologisch, ethnologisch etc. wie ich es getan habe, also man überall in diversen Wissenschaftsfeldern nach Perspektiven guckt gewinnt man schon einen ganz guten Eindruck von dem was Homosexualität ist. Man kann diese aus diversen Betrachtungswinkeln bewerten...ich bin eher an möglichst wertneutraler, also wissenschaftlicher Betrachtungsweise interessiert.
Im Bekanntenkreis habe ich einige homosexuelle Freunde und Bekannte..ein sehr guter Freund ist "pervers" sexuell orientiert, Fetischist und Masochist...na und? Die Sexualität eines Menschen ist ja nur ein Aspekt und vielen weiteren Aspekten seiner Persönlichkeit, oder? Einige fokussieren ggf zu stark diesen einen Aspekt und werden wohl auch ihre Gründe dafür haben.
Wenn z.B eine Frau die in einen schwulen Mann verliebt ist (oder besser noch Ehefrau eines Mannes der zum eigenen Geschlecht überläuft 😉)dessen Homosexualität deuten soll, sieht das Ergebnis natürlich anders aus. Oder was Eltern angeht die ja an sich auch an Fortsetzung der Erblinie interessiert sind (natürlich-biologisches Geninteresse) bewerten die die Homosexualität ihrer Tochter oder ihres Sohnes oft ganz anders. Alles relativ und auf eine einzige Antwort die alles erklärt darf man halt nicht hoffen..das wäre naiv.