Also, der Zins hat keine Berechtigungsgrundlage, weil das Geld nie vorhanden war. Der Vergleich mit den Eiern ist sehr gut. ES GEHT NICHT!
Mit den Eiern, das ist die nette Nachbarin, die man zum Dank mal zum Kaffee einlädt. Mit dem Zins ist es so: Ich brauche was zu essen, habe aber kein Geld. Niemand schenkt mir was, niemand tauscht, niemand will mir 10€ leihen. Also muss ich es demjenigen, der Geld hat, schmackhaft machen, dass er mir dennoch Geld gibt und ich sage: ok, du leihst mir 10€, bekommst dafür 11€ am Monatsende zurück. Darauf geht er ein. Du bist zufrieden, weil du was zu essen hast, er ist zufrieden, weil er ein Geschäft gemacht hat.
Nach dem 2. Weltkrieg hat jeder Bürger im deutschen Reich 60 DM bekommen. Alles Geldvermögen was darüber hinaus entstanden ist, entstand nur aus SCHULD und daraus folgend auch gegen Zins!
Sehe ich anders: Dass alle nach dem 2.Weltkrieg mit 60DM angefangen haben, stimmt zwar – aber nur in der Theorie: Es gab darüber hinaus privat Werte, die in Haus- und Grundbesitz lagen, Kunstwerken, Gold oder einfach nur in Naturalien.
1948 hat jeder mit dem gleichen Betrag zum Tauschen angefangen, wobei die Bauern das höchste Tauschgut gegen Geld hatten: Lebensmittel. Jeder machte mit seiner Erstausstattung etwas anderes: der eine steckte sie in Zigaretten und das Geld war weg. Um an neues Geld zu kommen, musste er etwas anbieten, z.B. seine Arbeitskraft demjenigen, der seine Erstausstattung z.B. in ein Stück Land investiert hat und nun so erfolgreich Landwirtschaft betreibt, dass er die Arbeit nicht mehr allein bewältigt oder bei einem anderen, der eine zündende Geschäftsidee hatte und dem nun die Arbeit über den Kopf wächst, so dass er einen Arbeiter sucht, der ihn entlastet – gegen Geld. Ich biete dir an, für 5€ für mich zu arbeiten. Wenn du hungrig bist, wirst du es machen, wenn du satt bist, zeigst du mir einen Vogel oder forderst mehr Geld für deine Arbeitsleistung.
Geld braucht einen Kreislauf, damit es einen Wert hat: Leistung – Gegenleistung, Angebot und Nachfrage nur dann funktioniert es. Ich leiste was, als Gegenleistung bekomme ich Geld, mit dem ich mir andere Leistungen kaufen kann, die ich nicht selbst verrichten kann oder für die ich keine Zeit habe. Kannst du alles, bist du rein theoretisch Selbstversorger und kannst dich dem Geldkreislauf entziehen.
Da wir nicht allein auf der Welt sind, treiben wir mit dem Ausland Handel: Wir stellen Waren her, die wir verkaufen, bekommen Geld dafür. Deine Theorie, dass
ALLES ANDERE GELD WURDE DURCH KREDITE ERSCHAFFEN. ALSO AUS SCHULDEN.
ist falsch, denn durch Produktion und Handel, Verkauf mit Gewinn, kommt mehr Geld ins Land als ursprünglich vorhanden war.
aber auch nur wenn dieses Geld frei an die Menschen zum tauschen gegeben wird.
Wenn das Geld monatlich frei, also ohne Gegenleistung, an alle verteilt wird, hat es keinen Wert mehr. Es gibt nichts zu tauschen, wenn sich alle mit ihrem Geld fein zurücklegen, niemand Brot backt, Kühe melkt, keine Dienstleistungen mehr angeboten werden. Der einzige arbeitswillige Bäcker braucht sich ebenfalls nicht hinstellen und Brot backen, um es gegen Geld tauschen, wenn er selbst keine Möglichkeiten hat, das eingenommene Geld z.B. in eine Wurst zu tauschen, weil es dem Fleischer zu anstrengend geworden ist, Wurst herzustellen.