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...wozu Regeln und Moral...? (Osho)

AW: ...wozu Regeln und Moral...?

Mir liegen eher die bescheidenen Zenmeister die weniger Worte machen und lieber Kies harken und sowas...
Ja, "kiesharkende" Mönche haben so etwas praktisch-bodenständiges an sich. Sind mir auch sehr sympathisch. Sie vereinigen quasi die Alltagswelt mit dem Metaphysisch-spirituellen auf harmonische Art.
 
AW: ...wozu Regeln und Moral...?

ich stimme dir zu Truth und sehe es ähnlich...gehe auch so mit Zitaten um im Grunde.
Was Osho gesagt hat findet sich allerdings auch woanders wieder...

Mir persönlich gefallen Zensachen eher. Oder Haikus...

ja Schnecke,
besteig den Fuji,
aber langsam, langsam...

..............finde ich genial

Oder: der stille Teich
ein Frosch spring hinein
das Geräusch des Wassers.

sowas zeigt Erleuchtungsmomente, die ich als Naturschnecke viel besser nachempfinden kann als eher intellektuell geprägte Zitate...also eher die ganzheitliche Schiene und mit mehr Gefühl....ein sich einlassen auf ne Stimmung anstatt intellektuell rum zu kariolen über Glück ohne Moral und sowas.
Klar dass Osho drauf stand damit er mehr poppen konnte..vor dem Kontext seiner Lebensgeschichte läßt sich das was ER als Osho mit Glück ohne Moral meinte natürlich total missverstehen.
Nen Zenmeister würde einem bei der Frage nach dem Glück direkt eine klatschen und zum Fegen in den Hof schicken...das finde ich überzeugender als ein halberleuchteter Osho der immer noch anhaftet an Ego und von Glück redet ....kopfschüttel...
Zur Erklärung für die verdiente Ohrfeige: Hybris und mangelnde Demut vor dem bereits bestehenden Glück und Geschenk des Lebens ist nicht gut...es ist unwürdig und unnötig auf ein Glück zu hoffen was man an sich bereits schon hat.
Osho redet auch von Glück ohne Moral...die jibt es aber net...ganz ohne kann kein Mensch...Grundprinzip des Lebens und wer allgemeine Moral pauschal ablehnt ersetzt diese auf jeden Fall mit Eigenmoral...die Reife das zu tun ist allerdings ne Sache für Fortgeschrittene und wird sehr oft missverstanden...
Freiheit zu Moral und Freiheit in Gebundenheit ist an sich wie ich finde ein passenderer Ansatz. Was nicht heißt sich irgendeiner Moral zwingend unterwerfen zu müssen..es geht nur um leichte Richtungsangaben und Moral als grobe Leitlinie zu nutzen...und drauf zu achten welchen Moralen man folgt, sich auch nen eigenen Kopf macht um Moral. Osho schiesst mit seiner Freiheit von der Moral ein wenig übers Ziel hinaus...

Frösche im Wasser reichen doch vollkommen....quak...😉
 
Zuletzt bearbeitet:
AW: ...wozu Regeln und Moral...?

Nen Zenmeister würde einem bei der Frage nach dem Glück direkt eine klatschen und zum Fegen in den Hof schicken...
Köstlich 🙂🙂🙂!

Mir fällt gerade ein, dass eine Bekannte von mir noch Liä Dsi (Quellender Urgrund etc) hat. Aus der legendären Diederichs Reihe. Die haben auch ZEN-Literatur.
 
AW: ...wozu Regeln und Moral...?

ja finde ich auch EuFrank...ich mag das Bodenständige sehr. Wie auch Frösche die in nen Teich hüpfen....das Bild finde ich sehr beschaulich und spricht mich an....
das Bildhafte fehlt mir bei dieser Oshosache...wo bleibt die Synästhesie, also das Ansprechen aller menschlicher Sinne...das Körperliche?
Im Zen wird das durch viel Bildhaftes mit dem Geistigen vereint...sehr intensiv, direkt ..etwas was mitten in einen reingeht ohne einem dabei zu nahe zu treten wie z.B die Oshosachen.
Das ist meine Empfindung zum Thema.

An Haikus mag ich dass sie keinen Anspruch erheben eine Botschaft zu vermitteln..sie geben lediglich einen sehr subjektiv empfundenen privaten Moment wieder aber sprechen damit ganz intensiv allgemeine Wahrheit an und aus..diese indirekte Direktheit..das paradoxe finde ich anziehend. Und das es einem an sich nichts sagen will und trotzdem so viel sagen kann.

so det wars für heut..ich geh mal ne Runde Kies harken...nee nicht in echt...eher Schäfchen zählen am Sternenhimmel.....hä? over and out und gute Nacht in die Runde

Tyra

die gelbe Reihe Diederichs kenne ich auch und habe einiges schönes daraus...muss mal kurz googeln....aha hab mal wieder was interessantes gefunden was ich noch nicht kenne und mir kaufen werde....http://www.buch.ch/shop/home/artike...erhard_wehr/ISBN3-7205-3025-6/ID14666824.html
East meets West.
ohhhgoottt nebenan ist ne Party und man hat Mikel Jackson aufgelegt....oh graus....auch net so mein Fall...ich muss flüchten...hin zu meinen Ohrstöpseln...
 
Zuletzt bearbeitet:
AW: ...wozu Regeln und Moral...?

um zum Thema zurückzukehren:

mir geht es überhaupt nicht darum
Regeln und Moral
grundsätzlich für nutzlos und überflüssig zu erklären,

und das tut auch Osho nicht.

Er lädt lediglich dazu ein
immer wieder zu überprüfen
ob eine Regel hier und jetzt passend ist oder nicht.

Dieses immer wiederkehrende Überprüfen erlebe ich selbst
als höchst sinnvoll,
da eine Regel die gestern hilfreich war
schon heute nicht mehr passend sein kann...

denn auch hier gilt:

...das Leben ist ein Fluß...

🙂
 
AW: ...wozu Regeln und Moral...?

Mir liegen eher die bescheidenen Zenmeister

Ich pick mir das raus, was mich pesönlich weiterbringt🙂 ... egal wer das ist. Selbst die bescheidensten Zenmeister sind nicht Meister in allem. Derzeit bin ich sowieso auf nem Trip, wo ich mich sehr scharf abgrenze von allem und jedem. Scharfe Abgrenzung bringt unwillkürlich auch eine gesunde Distanz - glaub ich. Wir werde sehen...🙂
 
AW: ...wozu Regeln und Moral...?

Dieses immer wiederkehrende Überprüfen erlebe ich selbst
als höchst sinnvoll,
da eine Regel die gestern hilfreich war
schon heute nicht mehr passend sein kann...

denn auch hier gilt:

...das Leben ist ein Fluß...

🙂

Überprüfen ist sicher gut. Aber immer wieder überprüfen müssen, kann auch davon zeugen, dass du deine Autonomie noch nicht gefunden hast. Ich finde, alles im Leben hat zwei Seiten.

Was gestern hilfreich war, kann heute schon nicht mehr passend sein....... ... Vielleicht erlebst du ja im Morgen, dass du dich nicht mehr so oft überprüfen musst (?). Das könnnte wiederum bedeuten, dass jemand anderes weiter ist als du und diese Überprüfung nicht so nötig hat wie du. Letztendlich ist alles was wir tun subjektiv.

Ein höchst neurotischer Mensch muss bzw. sollte viel mehr am Tag reflektieren, als jemand, der nicht so neurotisch ist.

Alles ist RELATIV - Alles steht in Bezug zu etwas.

PS: Ich nehm mich selbst als Beispiel. Ich hab derzeit das Bedürfnis, mich aufs schärfste abzugrenzen. Das bedeutet gleichzeitig für mich, dass ich da ein Problem habe und dass da was nicht im Gleichgewicht ist.
 
Zuletzt bearbeitet:
AW: ...wozu Regeln und Moral...?

um zum Thema zurückzukehren:

mir geht es überhaupt nicht darum
Regeln und Moral
grundsätzlich für nutzlos und überflüssig zu erklären,

und das tut auch Osho nicht.

Er lädt lediglich dazu ein
immer wieder zu überprüfen
ob eine Regel hier und jetzt passend ist oder nicht.

Dieses immer wiederkehrende Überprüfen erlebe ich selbst
als höchst sinnvoll,
da eine Regel die gestern hilfreich war
schon heute nicht mehr passend sein kann...

denn auch hier gilt:

...das Leben ist ein Fluß...

🙂
ja, das leben ist wie ein fluß.....
jeder mensch sollte seine entscheidungen immer wieder überprüfen und dem leben und seinen gegebenheiten anpassen, nur so ist es sinnvoll und beibt lebendig...🙂
 
AW: ...wozu Regeln und Moral...?

Da sitzen wir nun da und machen uns Gedanken über das Leben - während es passiert. Also frage ich mich: stehen wir tatsächlich im Leben oder stehen wir neben uns?

Leben ist das was passiert. Während wir uns über Regeln und Moral auseinandersetzen, vergessen wir vielleicht, dass wir im selben Moment Regeln brechen und aufstellen. Im Hier und Jetzt - in der absoluten Gegenwart passiert das Leben.

Wünsch euch allen eine gute Nacht.
 
AW: ...wozu Regeln und Moral...?

eine Regel die gestern hilfreich war
schon heute nicht mehr passend sein kann...

denn auch hier gilt:

...das Leben ist ein Fluß...

🙂
Meines Erachtens sind gerade die Regeln besonders wertvoll, die immer und universal gelten.

Regeln, die heute OK sind und morgen nicht mehr, verdienen den Namen "Regel" nicht. Sind es "Launen"?
 

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