AW: ...wozu Regeln und Moral...?
@Truth...klar kann narzisstische Sadisten Tierquälerei glücklich machen...genau da liegt ja das Problem...es kommt halt auf einen vernunftorientierten Glücksbegriff an. Wenn der Glücksbegriff eher schwanz- also trieborientiert ist, was auf die geistige Reife eines Kleinkindes deutet, so wirds problematisch.
Kleinkinder sind sehr ichzentriert und auf schnelle Befriedigung ihrer aktuellen Gelüsten und kennen vernunftgebundene Moral nicht...erst ein Sozialisationsprozess vermittelt diese Moral und Kinder lernen Regeln und Moral und wie sittliches Verhalten aussieht....oder auch nicht..es gibt ja Ausnahmen, Soziopathen und Psychopathen = Menschen die nur nach eigenen Regeln und eigenem Liebesbegriff oder eigener auf sich und ihre Bedürfnislage konzentriertem Glücksbegriff handeln...Gründe: Hirnläsionen, erlebte gewalt, etc. etc.
Der klassische Psychopath ist machtgeil zur Überkompensation frühkindlich erlebter Ohnmacht ....etc. etc.
Eine Persönlichkeit wie Osho z.B also Gurus und Sektenführer die ihre Macht zur eigenen Bereicherung (materiell durch Vereinnahmung von materiellen Gütern oder Körpern und auch immateriell durch Hirnwäsche etc.) trägt soziopathische Züge in sich da, er mit zweierlei Maß misst, eine überstarke Eigenmoral konzipiert die eher auf die eigene Bedürfnisbefriedigung ausgerichtet ist als auf das Allgemeinwohl.
Solche Menschen leben jedoch oft in ihrer ganz eigenen Realität und sind der festen Überzeugung mit ihrer Einstellung dem Allgemeinwohl zu dienen. Das menschliche Hirn ist nicht optimal konzipiert und rastet manchmal ein wenig aus...generiert Wahnvorstellungen...das einige denken sie seien reines Licht oder Gott und allmächtig, wüssten alles, wären Bringer des Lichts und Glücks und man müsse ihnen nur folgen und ihnen nacheifern etc etc....sowas zieht wiederum leichtgläubige, depressive und total seelenhungrige und daher leicht manipulierbare Menschen anzieht...das Problem des kopflosen Führers nennt die Soziobiologie das Problem.
Wenn Selbstverwirklichung nicht sozial gebunden ist, also vernunftgebunden genug dann ist es eher Egoverwirklichung...Es geht hier um überblähtes Ich, Egoismus oder aber ein Selbst dass erkennt dass man abwägen muss und oft auf egoistische Triebe verzichten muss um auf der anderen Seite Freundschaft und Liebe zu gewinnen. Alles hat seinen Preis, man kann net alles haben. Wem es rein um sein Ich geht und seine Selbstverwirklichung koste es (der Allgemeinheit und dem Umfeld) was es wolle der schiesst sich natürlich sozial ins Aus, sofern seine Selbstverwirklichung die Allgemeinheit schädigende Aspekte enthält.
Ich denke es bringt wenig mit dem moralischen Zeigefinger zu winken und zu sagen dass Tiere quälen nicht glücklich machen kann...Es mag einigen ggf kurzfristig nen Kick bringen aber auf Dauer schädigt man natürlich mit einem Glücksbegriff zu Quallasten eines Mitwesens sich selbst...Nur sehr verwirrte und verstockte Seelen bilden sich ein und reden sich ein glücklich zu werden indem sie Macht und Gewalt einsetzen...menschen die sich selbst verloren haben, keine starke regulierende Mitte haben..also keine funktionierende Vernunft im Oberstübchen...genauer: die reibungslose Funktion des präfontalen neokortikalen Mittelbalkens und die Kommunikation zwischen Triebzentrum und Verstand/Vernunft.
Solche Menschen gibt es aber leider und leider bringen hier nur Regeln und Moral was und Gesetze die die Allgemeinheit einigermaßen schützen indem man solche Menschen im Zweifelsfall wegsperrt.
Mich für meinen Teil würde es nicht glücklich machen mein Glück auf dem Unglück anderer Wesen, Tiere, Menschen, Blumenvasen etc. auf zu bauen...denn ich weiss dass alles miteinander verbunden ist und kenne das innere Getrenntheits-und Leeregefühl dass Soziopathen oder Psychopathen haben nicht....zum Glück...aber dieses Glück haben halt nicht alle.
Selbstverwirklichung heißt für mich nicht meinen Egoismus stumpf aus zu leben sondern mir Freiheit in moralischer Eingebundenheit zu erarbeiten und zu leben.
Mir reichen eher der Anblick eines schönen Sonnenuntergangs, ein gutes Gespräch, guter Sex als gemeinsame Liebesfeier, gutes Essen...damit bin ich total zufrieden. Zufriedenheit reicht oft auch...Glück ist für mich eher ein stilles Glück und nicht eines bei dem ein kindliches, nie zufriedenes und gieriges und sich leer fühlendes und daher immer noch gierigeres Ich nach mehr und mehr und höher und weiter und Kicks verlangt und Machtgeilheit lechzt etc. Ich denke solche Menschen sind zutiefst unglücklich und versuchen durch einige Kicks ihrer inneren Leere und Öde die sie zu füllen versuchen für einen kleinen Moment lang zu entfliehen...merken dabei aber nicht dass sie anstatt zu fliehen nur weitere Gitterstäbe zwischen sich und der Welt errichten mit ihrem Tun.....verlorene Narren in Raum und Zeit...früher oder später dem Untergang geweiht...führt oft zu weiteren Zwangshandlungen...kaum ne Spur von freiem Willen....
Schuld? Naja wie man es sieht...und dann ist man manchmal froh um Regeln und Gesetze mit denen man einige Fragen klären kann.