Ich kenne etliche Wissenschaftler die gläubig sind, auch gottgläubig, das lässt sich prima vereinbaren ...
Nein, das wird zwar immer behauptet - besonders gern von 'Gläubigen' um damit zu versuchen ihren Bereich vor der Kritik aus dem Bereich der Wissenschaft zu schützten, aber 'Glauben' und 'die wissenschaftliche Methode' lässt sich
nicht 'prima' vereinbaren. Das sind zwei völlig unterschiedliche 'Konzepte'
Dan Barker hat das sehr nett ausgedrückt:
aus: Losing Faith In Faith
"
... Wissenschaftler reichen sich nicht die Hände jeden Sonntag und singen: "Ja, Gravitation existiert! Ich glaube an die Gravitation! Ich werde stark sein! Tief in meinem Herzen glaube ich, dass das, was hoch - hoch - hoch geht, auch wieder runter - runter - runter kommen muss! Amen!"
Beim religiösen Glauben wird Kritik abgelehnt, zirkuläre Logik und Wunschdenken bestimmen die Marschrichtung.
Wissenschaftler die Glauben? Ja, klar, das heißt nur, dass ein Hochschulstudium nicht vor Aberglauben schützt.
solange man Wissen vom glauben trennt, bei der wissenschaftlichen Arbeit wissenschaftlich arbeitet und seinen Glauben weitestgehend raushält und seinen Glauben privat hält.
Und jetzt erklär mal wie das gehen soll? Du meinst, jemand der Homosexualität privat für krankhaft hält könnte diese Meinung zu Hause lassen? Jemand der privat glaubt Frauen wären minderwertig, würde sich nur zu Hause dieser Überzeugung bedienen? Jemand der privat glaubt Babys wären 'schuldig', wegen irgendwelcher Obstklauereien könnte sich dem 'Schuldkonzept' entziehen?
Leute die den 'privaten' Glauben so toll finden, denken nicht zu Ende. Die 'Ebenen trennen' gelingt nur Schizophrenen.
Die Glauber bedienen sich nämlich gerne 'der Wissenschaft', wenn sie ihren Glauben in irgendeiner Form bestätigt, tritt aber ein Widerspruch auf, dann sind das auf einmal zwei verschiedene Sphären.
Jemand der an Dinge glaubt, von denen man
weiß, dass sie falsch sind,
muss ein Problem haben. Der Rahmen des Wissens erweitert sich ständig, also muss jemand der sich nicht des Irrsinns aussetzen will seinen Glauben darauf beschränken, was man nicht wissen
kann.
Ein gut geschulter (Natur)Wissenschaftler wird dann aber sofort fragen, warum er an etwas glauben sollte, für das es keinen Beleg gibt. Das einzige was da ins Spiel kommen kann ist 'der Wunsch, etwas sei wahr'. Dann kann man genauso gut an den Osterhasen glauben.
Und nur weil etwas 'Alt' ist, sich 'lange gehalten' hat, von vielen Leuten getan wird... das sind alles keine Argumente 'für einen Glauben'
Die heutige Wissenschaft...
Was soll das sein? DIE Wissenschaft?
Du führst hier ja oft 'die Wissenschaften' als deine Methode an. Daher ist vielleicht das Argument das du benutzt hast, nicht das beste und kann getrost den Glaubern überlassen werden. Indem du es benutzt, lässt du dich vor ihren Karren spannen, dass man 'Gottglauben' respektieren und tolerieren müsse (auf Basis von was?). Dass 'der Glaube an (den richtigen) Gott besser wäre als kein Glaube (dann lieber noch den falschen).
Vielleicht sind diese Seiten was zur Erhellung:
Diese braven Atheisten
Über die Argumente