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Ich brauche hilfe und rat

ich bin nicht glücklich so wie es jetzt läuft. ist schwierig zu erklären.
ich setze mich sehr viel unterdruck und bin unglücklich über mich selbst.

warum setzt du dich so unter druck.
musst du etwas beweisen - dir selber oder jemand anderes.
also meine liebe egal lass dich nicht fertig machen.
wenn du sprechen willst ich höre dir gerne zu und vieleicht kan ich dir auch ein wenig helfen, wie gesagt vieleicht.
lg kwage
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo schmetterling268

Also wirklich erzählt habe ich es keinem. meinem therapeuten habe ich schriftlich etwas darüber mitgeteilt, aber mehr auch nicht es ausgesprochen habe ich nicht.ich will ja drüber reden , aber ich schäm mich dafür. ich hasse mich dafür das ich es zugelassen habe ich verstehe nicht warum ich es zugelassen habe.
Das sind die Gefühle und Gedanken des mißbrauchten Kindes in Dir. Mit 8 Jahren verstehst Du, dass da etwas geschehen ist, was nicht geschehen darf, und Du kannst Dich dafür schämen. Da Du damals nicht darüber sprechen durftest, warst Du gezwungen, das Erlebte für Dich selbst einzuordnen. Du hattest gar keine andere Alternative, als Dir selbst die Schuld zu geben.

Der erwachsene Schmetterling in Dir würde beim Mißbrauch eines Nachbarkindes die Schuld beim Täter sehen, und versuchen, mit dem Kind über seine Schuld- und Schamgefühle sprechen.

Wenn Du aber zum ersten Mal über Deine eigene Vergangenheit sprechen möchtest, wirst Du auch mit der Gefühls- und Gedankenwelt des 8jährigen Kindes in Dir konfrontiert.

Dabei ist das erste Gespräch am schwierigsten, weil alles noch unangetastet in Dir vorhanden ist, dort, wo es damals stehen geblieben ist.

Deine Angst, darüber zu sprechen, ist ganz natürlich.

Darf ich Dich fragen, wer der Täter war?

Günter
 
Ich hoffe, ich habe Dich mit meiner Frage nicht verschreckt, schmetterling268.

Ich wollte nicht neugierig sein, und Dich auch nicht zum Sprechen bewegen. Ich wollte nur die Situation etwas besser verstehen.

Günter
 
Ich hoffe, ich habe Dich mit meiner Frage nicht verschreckt, schmetterling268.

Ich wollte nicht neugierig sein, und Dich auch nicht zum Sprechen bewegen. Ich wollte nur die Situation etwas besser verstehen.

Günter

Naja überrascht schon bisschen aber ich weiss was du meinst. es war keiner aus der familie. es war ein damaliger freund der familie. ich sehe ihn zum glück auch garnicht mehr.
Seit dem ich mich mit dem thema beschäftige, geht es mir sehr oft schlecht. alle fragen mich warum ich auf einmal so ruhig geworden bin. und meine eltern und mein bruder meinten letztens ich würde wie gelehmt aussehen und wäre total blas. Ich schlafe seid einigen wochen so schlecht. am liebsten würde ich abbrechen, aber ich weiss das es mir nicht wirklich besser gehen wird. ich habe so angst. ich habe angst das ich es nicht schafe. ich habe einen schönen arbeitsplatz bin da sehr glücklich und ich habe angst das wenn es sich verschlimmert mit mir, das ich meine arbeit nicht richtig machen kann. verstehst du was ich meine??
 
Hallo schmetterling268

Naja überrascht schon bisschen aber ich weiss was du meinst. es war keiner aus der familie. es war ein damaliger freund der familie. ich sehe ihn zum glück auch garnicht mehr.
Ich wollte besser verstehen, wie Deine Angst, Deine Scham, zustande gekommen sein könnten. Wäre es Dein Vater gewesen, wärst Du zum Beispiel als Kind zum Schweigen geradezu verurteil gewesen, etwas, was bis weit ins Erwachsenenleben weiter bestehen kann.

Vielleicht fragst Du Dich einmal, wie die Welt für den kleinen Schmetterling damals aussah. Du hast damals geschwiegen. Du hast Dich Deinen Eltern nicht anvertraut. Du hast das nicht ohne Grund gemacht, es war damals richtig so für Dich, es war Deine Lösung, Dein Ausweg. Die Angst und die Scham, die Du heute spürst, werden dort ihren Ursprung haben. Wenn Du heute vor Deinem Therapeuten sitzt, könntest Du Dich so fühlen, wie es damals bei Deinen Eltern gewesen wäre.

Hm, darf ich noch eine Frage stellen?

Wie hätten Deine Eltern denn damals reagiert, wenn Du Dich ihnen anvertraut hättest?

Wenn Du nicht antworten möchtest, dann sagst Du es, dann ist das ok, dann frage ich auch nichts mehr.

am liebsten würde ich abbrechen, aber ich weiss das es mir nicht wirklich besser gehen wird.
Ich glaube, abbrechen geht nicht mehr. Du hast den Deckel einmal abgenommen. Wenn Du den Topf wieder schließt, bist Du Dein Leben lang damit beschäftigt, ihn zuzuhalten.

Angst und Scham sind ganz normale Gefühle. Als ich mit Therapie angefangen habe, konnte ich gar nicht über mich sprechen. Ich hatte mir ein Konstrukt geschaffen, in dem niemand an mich herankam. Ich hatte vielleicht das Glück, es nicht zu wissen. Ich war einfach nur sehr verschlossen. Mit den Jahren habe ich gelernt, zu sprechen. Und es ging bei mir nur, indem ich es in winzigen Schritten über die Jahre gelernt habe, unmerklich, ich habe es erst nachher festgestellt.

Wie könnte es Dir denn leichter fallen, das Thema bei Deiner Therapie anzusprechen? Angedeutet hast Du es ja schon.

Wie wäre es, wenn Du zuerst noch einmal auf ein Thema hinweist, über das Du nicht sprechen kannst, über das aber gesprochen werden müßte? Und Du sprichst darüber, welche Gefühle Du heute hast, wenn Du versuchst, über das Thema zu sprechen. Und das machst Du, ohne dass Du sagen darfst, worum es geht.

Du sprichst also nur über die Gefühle und Gedanken, die Du hast, wenn es heute um dieses Thema geht, nimmst Dir eine ganze Therapiestunde Zeit dafür, das Thema selbst muss aber in dieser Stunde tabu bleiben, Du wirst das Geheimnis auf keinen Fall lüften, auch allen Andeutungen oder Vermutungen des Therapeuten ausweichen.

Günter
 
ich bin nicht glücklich so wie es jetzt läuft. ist schwierig zu erklären.
ich setze mich sehr viel unterdruck und bin unglücklich über mich selbst.


Hallo schmetterling! 🙂

Ach, das wundert mich nicht, dass Du Druck verspürst und Du unglücklich über Dich selbst bist. Unsicherheit, Angst, Hoffnung, Trauer..... . Ich stelle mir gerade vor, dass zeitweise ganz viele Gefühle in Dir sind und es Dir ab und an vorkommt, als würden sie auf Dich einprasseln und dann sind sie weg? Unbehagen bis Angst bleiben. Jedenfalls ist es schwer die Gefühle zu äussern, weil... . Plötzlich geht alles so schnell und dann.... . Unglaube. Ist das denn wahr? Was passiert mit mir? - Gedanken, Gefühle, ... . - Guck, jetzt schreibe ich schon so.

Ich weiss es nicht wie es für Dich ist, wenn Du jetzt liest, aber könnte mir vorstellen, ein Stück Deines Unglücklich-Seins ist nun das: Du weisst nicht wohin mit all´Deinen Gefühlen. Hilfosigkeit? Allein sein, grosser, ganz grosser Schmerz.... .
Damals ging auch alles so schnell und Du konntest nicht .... .

Hey, schmetterling, Du bist jetzt groß! Da ist das kleine Mädchen von damals in Dir, das so scheinbar verwirrt fühlt. Im Alter von 9 Jahren kann ein Mädchen Gefühle noch nicht so differenziert benennen. Hiflos. Ohnmächtig... was noch? Die Gefühle waren klar, die Bezeichnungen noch nicht.
Was würdest Du jetzt als erwachsene Frau mit so einem kleinen Mädchen tun?
- Es schützen. Ja? - Wie? Was denkst Du, braucht das kleine Mädchen, um sich wieder sicher und geborgen zu fühlen?
Vielleicht nimmst Du Dir jetzt eine warme Decke
und kuschelst mit einem Kissen oder was Du magst. Öffne das Fenster, oder schliesse es. Tue alles, damit Du Dich gut fühlst und das kleine Mädchen in Dir sich auch.
Du. Mit 9 Jahren. Was hast Du Dir da Schönes gewünscht?
Farbstifte, die Musik von.... . Erfülle Dir Deinen Wunsch so möglich. Nähre das kleine Mädchen in Dir. 🙂 So lernst Du, Deine Gefühle von damals zu verstehen und als erwachsene Frau, die Du ja auch bist, zu beurteilen. Du kannst lernen, das kleine Mädchen an zu nehmen und zu schützen.

Die Wortsprache kommt dabei von allein wieder.

Und bitte, mache das nicht alleine ab mit Dir. Wende Dich an eine gute Therapeutin, die möglichst auch Körpererfahrung hat, mit Körpersprache etwas anfängt.
Und wenn Du einen Therapeuten hast.. Krisen gehören immer zur Entwicklung.
- Ist bei Kindern auch so. 😉

Und nun weiter... Schritt für Schritt!

Du hast bis jetzt überlebt! Dann bist Du auch stark!
Ich glaube an Deine Kraft! Du schaffst es!
Und wer weiss.... . Vielleicht schaust Du eines Tages zurück und schreibst anderen.

Liebe Grüsse!
Landkaffee🙂
 
Zuletzt bearbeitet:
Wie hätten Deine Eltern denn damals reagiert, wenn Du Dich ihnen anvertraut hättest?

Ich weiss es nicht, es ist schwer zu sagen meine eltern sind streng katholisch erzogen und auch selber streng gewesen zu uns kindern.ich habe 4 geschwister und ich muss sagen ob wohl ich nicht gelogen habe, z.b. wegen meinem kleinen bruder habe ich immer ärger bekommen obwohl ich ncihts gemacht habe und ich nicht gelogen habe, haben sie mir nicht geglaubt also warum sollten sie mir das damals glauben? ich wusste doch selbst lange zeit nicht was da passiert, er hat sich mein vertrauen erschliechen und erkauft. wir hatten kein geld, also gab es auch selten süßes oder spiele. nur das was wir bekommen haben. er hat mich oft zum eis eingeladen oder gemischte tüte gekauft mit süßigkeiten. dann auch spiele und hat mit uns gespielt.oft auch nur mit mir gespielt.

Ich habe erst gemerkt, das etwas nicht stimmt, als es mir so weh getan hat und das oft über tage. ich habe ihm gesagt das ich es meinen eltern sage, das es mir so schlecht geht und warum, dann hat er gesagt nein das darfst du nicht, wenn die das erfahren was wir machen dann würden die mich ins kinderheim stecken. das müsse unser geheimnis bleiben. und so war es und ging weiiter bis ich 12 jahre war.mal öfter mal nicht so oft.oft bin ich wenn ich wusste das er kommt zu einer freundin gegangen. und als ich überrascht sah das er da ist bin ich nicht nach hause nach der schule sondern habe bis er weg war mich versteckt. habe zwar ganz schönen ärger bekommen aber das war mir egal. es war mir sogar lieber.
 
Ich denke sehr viel nach und frage mich immer ob das alles wirklich sein musste ob es nciht doch eine andere möglichkeit gegeben hätte. ich fühle mich so dreckig, ich habe mich und meinen körper als kind verkauft. bei dem gedanken der mich immer verfolgt hasse ich mich und eckel ich mich vor mir selbst. versteht das einer? und immer dieses WARUM
 
Hallo schmetterling268

Ich denke sehr viel nach und frage mich immer ob das alles wirklich sein musste ob es nciht doch eine andere möglichkeit gegeben hätte.
Du bist als Kind diesen Weg gegangen. Es wird damals der richtige Weg für Dich gewesen sein. So, wie Du es beschrieben hast, hätten Deine Eltern kein Verständnis für Dich und Deine Situation aufgebracht, auch nicht, als Du Schmerzen hattest. Dein Täter hat in Dir Ängste geschürt, die Du noch nicht richtig einschätzen konntest. Gleichzeitig hat er Dir vielleicht etwas gegeben, was Du noch nicht einmal von Deinen Eltern bekommen hattest. Aufmerksamkeit.

ch fühle mich so dreckig, ich habe mich und meinen körper als kind verkauft. bei dem gedanken der mich immer verfolgt hasse ich mich und eckel ich mich vor mir selbst. versteht das einer?
Ich kenne das von Mißbrauchsopfern, habe mich aber nicht so weit damit beschäftigt, dass ich es Dir erklären könnte.

Mir fällt auf, dass Du sehr hart über Dich urteilst, viel härter, als ich es könnte. Ich neige dazu, Dein Kind in den Arm zu nehmen, um ihm zu sagen, dass alles in Ordnung sei. Es hat nichts falsch gemacht, ist hereingelegt worden, es ist jetzt alles gut, und wir schauen, wie wir ihm helfen können.

Stelle Dir vor, In Deiner Nachbarschaft, direkt nebenan würde ein Kind mißbraucht, wie würdest Du urteilen, was würdest Du machen? Magst Du mir das sagen?

und immer dieses WARUM
Diese Frage stellen sich sehr viele Mißbrauchsopfer. Es ist ganz natürlich. Da ist etwas geschehen, was Du nicht einordnen kannst, Du willst es verstehen.

Meine Antwort ist: Es gibt auch A********* in dieser Welt. Wenn man an sie gerät, hat man schlechte Karten, weil sie bereit sein können, alles zu machen, um ihr Ziel zu erreichen. Und wenn ein Kind an sie gerät, hat es kaum eine Chance.

Günter
 
@Schmetterling268



Du hast an dem was passiert ist keine Schuld. Er hat eine Straftat begangen, somit ist er der Schuldige. Ich verstehe, dass du dich dreckig fühlst, aber deinen Körper hast du ihm nicht verkauft. Du hattest Vertrauen in ihm, was er für seine perversen Taten ausnutzte. Es ist normal das man einem Menschen vertraut. Es ist aber nicht normal, dass das Vertrauen derart missbraucht wird. Damit konntest du zum damaligen Zeitpunkt nicht rechnen.


Hast du dich deinem Therapeuten schon mal schriftlich über diese Tat anvertraut? Somit könnte er sich behutsam diesem Thema nähern. Denn, je länger du diese Tat in dich hinein frisst, desto mehr machst du dich kaputt. Ein Therapeut oder auch dieses Forum ist dafür da, dir zu zuhören. Schämen brauchst du dich deshalb nicht, deine verletzte Seele muss das Geschehene verarbeiten.


Liebe Grüße,


DateDoktor
 

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