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Ausbildung abbrechen... Und dann?

todo

Mitglied
Hallo zusammen!

ich befinde mich gerade in der Ausbildung zum Straßenwärter bei der Autobahnmeisterei. Ich bin jetzt im 2. Lehrjahr und nächstes Jahr wäre meine Ausbildung vorbei. Problem ist, dass ich noch ein Jahr dranhängen muss weil ich letztes Jahr ziemlich lange krank war und ich generell sehr oft krank war (stressbedingt).
Jetzt habe ich mir vorgenommen, die Ausbildung abzubrechen, da mir das eh nichts mehr bringt. Ich werde nicht übernommen und in dem Beruf ist es auch nicht leicht was zu finden weil überall Stellen abgebaut werden. Außerdem ist es mir das auch nicht wert, weil es mir psychisch schon seit Beginn der Ausbildung zunehmend schlechter geht. Ich muss jeden Tag um 5 zur Arbeit fahren und komme abends frühestens um 6 nach Hause (wegen der langen Fahrzeit mit Bus und Bahn). Mit der Zeit wurde ich dann immer depressiver weil ich ständig im Stress war und nur das Wochenende zum Entspannen hatte, wobei dann natürlich sämtliche Erledigungen aus der Woche aufs Wochenende fallen.
Also zusammengefasst: Es geht mir einfach total beschissen.
Ich hatte auch schon einen Termin beim Arbeitsamt und ab August hätte ich auch wieder eine Beschäftigung. Nächstes Jahr gehe ich wieder zur Schule (dieses Jahr ging nicht mehr weil die Anmeldefristen schon rum sind) und mache mein Fachabi. Nur ist jetzt die Frage wenn ich jetzt kündige, wie überbrücke ich die Zeit bis dahin sinnvoll? In einem Praktikum?
Klar könnte ich die paar Monate noch weiter machen, nur fühle ich mich dazu nicht in der Lage. Und was bringt es mir wenn ich da bleibe und irgendwann zusammenklappe weil es einfach nicht mehr geht? Da ist es doch sinnvoller ich breche jetzt ab und bereite mich dann in aller Ruhe auf die Zukunft vor oder?

Wie seht ihr das? Habt ihr vielleicht ein paar Tipps was ich jetzt auf die Schnelle machen kann? Ich schleife den riesigen Klotz schon monatelang mit mir rum und wäre sehr erleichtert wenn ich ihn endlich loslassen könnte...

Ich bin gespannt auf eure Antworten!

Liebe Grüße!
 
hallo
todo*


meiner meinung nach:
Am besten ist es , dass du deine ausbildung sinnvoll abrichst denn immerhin geht deine Gesundheit erster voran.
Klar, wer solange arbeiten muss hat auch denn altaglichen stress am Hals.Es ist nicht leicht...aber gut dass du mit deinen vorbereitungen so optimistisch bleibst.

- Wenn dir der Stress zuviel wird hast du auch das recht abzubrechen und eine neue stelle zu suchen.(also regemassig arbeitsamt und co.)
- Oder du bittest deinem Arbeitsgeber, einpaar Tage Frei zu bekommen.



Alles Liebe
wonder wowaeyes
 
Naja, ich sehe das nicht so blumig.

Zuerst ist mir nicht klar, was genau Dich denn gesundheitlich so einschränkt? Der lange Arbeitsweg? Davon wird man normalerweise nicht depressiv. Und es ist ganz normal, einen langen Tag zu haben, das haben viele Menschen.

Wenn Du generell nicht sehr belastbar bist, empfiehlt es sich, der Ursache nachzugehen, sich evtl. von der Arbeitsagentur mal begutachten zu lassen und dann eine Reha-Ausbildung anzustreben.

Das Fachabi ist auch kein Zuckerschlecken und auch bei einem Praktikum wird erwartet, dass du regelmäßig und fit auf der Matte stehst.

Nur das Wochenende zum Erledigen von privaten Dingen zu haben ist normaler Bestandteil eines Arbeitslebens. Ich habe es oft erlebt, dass Jugendliche glauben, sie wären in einem super anstrengendem Job gelandet und eigentlich war es ganz normaler Alltag. Ich würde in jedem Fall empfehlen durchzuhalten und sich nicht erst wieder an ungeregeltes Leben zu gewöhnen.
 
Hallo wonder wowaeyes!

Danke für deine Antwort. Also das mit dem Frei nehmen hab ich schon so oft gemacht aber letztendlich bringt es mir nichts wenn ich nach einer Woche arbeiten wieder so am Boden bin.
Ich war übrigens die ganze letzte Woche krank geschrieben und habe heute und morgen Urlaub.
Ich muss zwar sagen, dass es mir in den letzten Tagen schon sehr gut ging (mal tief durchatmen und einfach mal entspannt wegfahren) aber wenn ich daran denke dass das am Mittwoch vorbei ist kriege ich Angstzustände (ist jetzt übertrieben). Außerdem hab ich am Mittwoch Zwischenprüfung... Da gehe ich wahrscheinlich nicht hin, bringt mir eh nichts. Ich habe mich fast gar nicht drauf vorbereitet und mein Berichtsheft (was ich vorlegen muss) ist unvollständig. Mein Chef hat es seit über einem Monat im Büro liegen und hat es noch nicht mal zum Unterschreiben zur Niederlassung geschickt. Und bis Mittwoch kann ich das unmöglich schaffen.
 
Naja, ich sehe das nicht so blumig.

Zuerst ist mir nicht klar, was genau Dich denn gesundheitlich so einschränkt? Der lange Arbeitsweg? Davon wird man normalerweise nicht depressiv. Und es ist ganz normal, einen langen Tag zu haben, das haben viele Menschen.

Wenn Du generell nicht sehr belastbar bist, empfiehlt es sich, der Ursache nachzugehen, sich evtl. von der Arbeitsagentur mal begutachten zu lassen und dann eine Reha-Ausbildung anzustreben.

Das Fachabi ist auch kein Zuckerschlecken und auch bei einem Praktikum wird erwartet, dass du regelmäßig und fit auf der Matte stehst.

Nur das Wochenende zum Erledigen von privaten Dingen zu haben ist normaler Bestandteil eines Arbeitslebens. Ich habe es oft erlebt, dass Jugendliche glauben, sie wären in einem super anstrengendem Job gelandet und eigentlich war es ganz normaler Alltag. Ich würde in jedem Fall empfehlen durchzuhalten und sich nicht erst wieder an ungeregeltes Leben zu gewöhnen.
Es kann gut sein, dass es auch an meiner früheren Schulzeit liegt, da hatte ich auch ziemliche Probleme mit Mitschülern etc. und jetzt in der Berufsschule sieht das nicht anders aus. Mag sein, dass es auch daran liegt.
Aber dazu kommt noch, dass ich eigentlich in Therapie war weil es mir so schlecht ging. Diese musste ich allerdings abbrechen weil dafür einfach keine Zeit mehr war. Kannst du mir mal sagen was ich da machen soll? Ich kriege ja nichts mehr auf die Reihe, kann mich auf rein gar nichts mehr konzentrieren. Und wie soll ich in dem Zustand bitte die Ausbildung erfolgreich beenden? Aktuell würde ich jedenfalls durchfallen...
 
Reha-Ausbildung:
Gemeinsames Ziel von Berufsberatung und Förderband ist die Schaffung und der Erhalt von Ausbildungsplätzen für benachteiligte und behinderte Jugendliche
Meinst du sowas? Naja ich würde mich jetzt nicht unbedingt als benachteiligt oder behindert ansehen (obwohl wir ja alle auf irgendeine Art und Weise behindert sind...).
Nur weil ich Probleme in der Ausbildung habe und diese deshalb nicht schaffe, heißt es nicht gleich dass ich dazu nicht fähig bin.
 
Ich hatte auch schon einen Termin beim Arbeitsamt und ab August hätte ich auch wieder eine Beschäftigung. Nächstes Jahr gehe ich wieder zur Schule (dieses Jahr ging nicht mehr weil die Anmeldefristen schon rum sind) und mache mein Fachabi. Nur ist jetzt die Frage wenn ich jetzt kündige, wie überbrücke ich die Zeit bis dahin sinnvoll? In einem Praktikum?
Klar könnte ich die paar Monate noch weiter machen, nur fühle ich mich dazu nicht in der Lage. Und was bringt es mir wenn ich da bleibe und irgendwann zusammenklappe weil es einfach nicht mehr geht? Da ist es doch sinnvoller ich breche jetzt ab und bereite mich dann in aller Ruhe auf die Zukunft vor oder?
Dass ein Abbruch deiner Ausbildung deinerseits eine 3 monatige Sperre der Arbeitsagentur nach sich ziehen könnte weißt du aber schon oder? Also du würdest in dieser Zeit keinerlei Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch bekommen, da du gekündigt hast. Ich würde dir dringend raten diesen Umstand zu berücksichtigen wenn du darauf angewiesen bist und dich da bei der Arbeitsagentur zu erkundigen, sonst ziehst du nachher den kürzeren.... 🙄

Ein Praktikum ist meines Wissens so einfach nicht möglich, die Arbeitsagentur lässt sich darauf generell nicht ein sofern es nicht ein Praktikum im Rahmen einer Maßnahme ist und so hättest du keinen Versicherungsschutz wenn du dich darüber hinwegsetzen würdest - Den du bei einem Praktikum aber zwingenderweise schon brauchst...



Liebe Grüße


Chaky
 
Ich wohne noch bei meinen Eltern, von daher macht mir die 3-monatige Sperre nichts aus. Außerdem habe ich mir ein finanzielles Polster angesammelt, damit kann ich einige Zeit gut leben.
Und die Versicherung läuft dann auch wieder über meine Eltern da ich noch minderjährig bin.

Im Übrigen hat die Frau vom Arbeitsamt mir sogar empfohlen meine Ausbildung abzubrechen wenn ich gesundheitlich nicht dazu in der Lage bin.
 
Und hat sie Dir auch Alternativen genannt?

Wenn Du aus gesundheitlichen Gründen nicht in der Lage bist, eine normale Ausbildung durchzuhalten, gehörst Du definitiv zum Kreis der "benachteiligten" Jugendlichen, auch wenn mir das Wort auch nicht gefällt.
 

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