Hallo,
Okay nehmen wir an, die Tochter kann Lüge und Wahrheit auseinander halten. Aber verstehen wieso, die eigene Mutter sich nicht zu ihr bekennt, sondern gegen sie kämpft wird sie nicht können. Auch nicht wenn sie gelogen hat. Zum einen war sie ca. 13 oder 14 Jahre (jetzt ist sie 15) alt, da erwarte ich die Reife die das braucht nicht. Zum anderen es ist die Mama! Ein Mensch kann hundert werden, die Mama bleibt immer noch die Mama und von der erwartet man nun mal das die zu einem steht, oder zumindest sich nicht gegen einen wendet, auch wenn man so deutlichen Mist gebaut hat. Zumindest kenne ich niemanden, der nicht jahrelange Therapie hinter sich hat, bei dem das anders wäre.
Sag ich ja. Aus "endlich mit der Wahrheit rausrücken" wurde bei dir "meine Wahrheit zu deiner machen", aus "nocheinmal von vorne anfangen" hast du "darfst du wieder bei mir sein" gemacht. Find ich eine ziemlich gewagte Spekulation. Vielleicht könnte man aber noch besser sagen "Verdrehung".
Diese Verdrehung kommt zustande, weil ja auch die TE die Wahrheit nicht kennt. Sie kann nie mit 100% Sicherheit sagen, ob was war, oder eben nicht. Sie war nicht dabei und deswegen geht es um ihre Wahrheit. Und der Tochter hinter diesem Hintergrund zu sagen, du bist meine Tochter, aber einen Neuanfang gibt es erst, wenn du die Wahrheit sagst, bedeutet in meinen Augen, diese „Verdrehung“!
Ich halte es nicht ohne Weiteres für wahrscheinlich, dass eine Mutter sich so verhält. Sicher gibt es das. Aber dafür muss sie schon verdammt angeknackst sein in irgendeiner Art, und es müssen sehr kranke Kräfte und Strukturen wirken. Siehst du dafür bei Hilfesuche Anzeichen?
Oh doch es ist sogar mehr als wahrscheinlich. Ich bin seit fast 3 Jahren in einem Forum für sexuelle Missbrauchte. Ich weis nicht wie viele Erfahrungen von Usern (sehr viele waren es bestimmt) ich schon gelesen habe, aber jede Mutter oder jede Erfahrung, in der die Mutter zur Tochter gehalten hat, das geglaubt hat und geholfen hat, beschränkt sich auf genau 5 User (Diese fälle bleiben einfach im Gedächtnis, weil sie so selten sind.)! Dennoch bezeichne ich Mütter die wegschauen nicht als Krank, oder ähnliches. Es ist nun mal wesentlich einfacher, die Tochter fallen zu lassen, als den Mann. Das fängt mit dem Schmerz an und hört bei Selbstvorwürfen, weil man nichts gemerkt hat auf, wenn man hinschaut und das tun wie gesagt, nach meiner Erfahrung von mir und anderen betroffenen nur wenige Mütter. Manchmal geht es bei den Müttern auch darum, das sie eine eigene Missbrauchsgeschichte haben und deswegen nicht hinschauen können, wenn der Tochter etwas passiert.
Übrigens Sexueller Missbrauch „lebt“ sehr von den Strukturen einer Familie, wären nicht bestimmte Strukturen vorhanden könnte der SMB nicht stattfinden, also "erarbeiten" die Täter sich solche Strukturen oder suchen sich Frauen heraus, die eben solche Strukturen leben.
Und das wenige was ich gelesen habe von der TE wären die Strukturen hier auch vorhanden, eben weil das von ihr dargestellte auch so einseitig wirkt! Aber auch das macht noch keine vorhandene Tat.
Das ich überraschst bin über die 4 Jahre kommt da übrigens auch daher. Ich hab schon ein paar Anzeigen via Forum verfolgt und selbst bei mehrfachen nachgewiesenen taten, sind die Freiheitsstrafen nicht so hoch gewesen. Aber gut kann sein, das der Richter halt etwas schärfer war. Aber guit da scheinst du wieder mehr Erfahrunjg und wissen zu haben als ich. Diesen Punkt, nehme ich also von dir an.
trotzdem geht es mir irgendwie wie dir, mein Gefühl zu der Sache ist ziemlich sicher und hält auch die neuerliche Überprüfung stand, nur wie gesagt ist es nicht von Belang und die Wahrheit werden wir beide nie Erfahren. Und wie gesagt mein Standpunkt ist der, das jetzt Schadensbegrenzung herschen sollte und nicht suche nach der Wahrheit, ich denke dieser Punkt ist für schon ein paar Monate zu spät.
LG
viele