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3 Jahre alt und schon ausgegrenzt...

G

Gast

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Hallo an alle, ich habe ein Problem und würde gern eure Meinungen und Erfahrungen hören.
Mein Sohn ist 3 und seit 2 Wochen besucht er den Kiga. Aber es gab vom ersten Tag an schon Probleme, er würde nicht hören, andere Kinder schubsen, und völlig wild sein.
Gut dachte ich mir, das kennt du ja, da mein Sohn von Geburt an schon sehr Aktiv war,ein paar Beispiele, ich schob den Kinderwagen und, blieb kruz stehn, schon fing er an zu weinen, oder Nachts, Stündlich wachte er auf und wollte essen, oder Gesellschaft, heute ist es so, das er viel schreit, sehr Aktive ist, schwer zur Ruhe kommt, nicht 1 Min. stillt sietzen kann, praktisch immer Power von Morgens bis Abends. Und naja, aber das ist sicher Altersbedingt, er gibt viele Wiederworte, wenn er z.b. aufräumen soll, stellt er sich vor ein und sagt frech, nö, ^^
Nun ist es aber so das der Kindergarten, nun von mir einen Entwicklungstest fordert, welchen ich auch machen möchte, und das der kleine nur noch 1 Stunde Täglich, in den Kindergarten kommt und das in meiner Begleitung, sprich ich soll ihn 1 Stunde bringen und selbst aufpassen. Dazu kommt noch das, ich heute zum erstenmal erlebt habe, wie mein Sohn im Kindergarten ist, die erste Stunde war er wie immer, er hat brav gespielt und niemanden etwas getan. Doch dann schlagartig sprang er auf, lief durchs ganze Zimmer lacht laut und schubste und haute alle kinder die ihm im Wege waren. Ich wollte ihn beruhigen, doch er währte sich haut um sich und war am lachen, ich habe mein Kinder nicht wieder erkannt, als hätte er einen Schalter umgelegt, er war garnicht wirklich anwesend, als wäre er ein anderer. Ich bin entsetzt, wie mein Sohn sich wandeln kann, ich habe ihn noch nie so erlebt. Doch trotzdem fühle ich mich schlecht, ich fühle mich ausgeschlossen, und bin auch traurig das mein Sohn mit 3 schon so ausgegrenzt wird, jetzt kommt in den nächsten Wochen jemand raus, der meinen Sohn beobachten soll, und dann wird entschieden, ich habe große Angst, sehr große, das er ausgeschlossen werden kann, von dem Kiga. das er in eine Spezielle Einrichtung muss, wovon es hier nicht mal welche gibt, oder das er in der Gruppe noch weiter ausgerenzt wird. Ich weiss nicht mehr weiter, es bereitet mir sogar schon schlaflose Nächte...kann mich vllt jmd beruhgien oder Ratschläge geben?
 
Hallo Gast,

es muss für dich furchtbar gewesen sein, mitanzusehen, wie so anders sich dein Kind verhalten kann. So, wie du es bisher nicht kanntest.

Warst du mittlerweile noch öfters dort im Kindergarten? Für mich wäre es zunächst einmal sinnvoll herauszufinden, was genau vor dem Ausbruch passiert. Irgendwie muss kurz vorher dieser Schalter gedrückt werden, dass er sich derart krass verwandeln kann. - Mit seinen 3 Jahren kannst du ihn auch danach fragen bzw. ein Bild malen lassen. Als seine Mutter kannst du recht gut erkennen, was er gezeichnet hat.

Es gibt ein Buch, das behandelt ganz viele Fälle von Kindern, die in die Psychiatrie aufgenommen worden waren, und die dank Dr. Perry auf PTBS behandelt worden sind. Er hat einen Ansatz entwickelt, mit dem er den Kindern half, frühere Entwicklungen nachzuholen. Das erste ist Körperkontakt herstellen durch Massage. Der zweite Schritt ist dem Kind mit Musik ein Gefühl für Rhythmus zu vermitteln.

Falls das Buch dich interessiert, es heißt: "Der Junge, der wie ein Hund gehalten wurde." - Für mich war es leicht lesbar, da ich mich schon mit Trauma, und Gehirn und Netzwerken auskenne. Aber vielleicht findest du auch so Zugang zu ihm und dem, was ihn nur noch agieren lässt.

liebe grüße Dame 🙂
 
Es ist nicht möglich per Internet eine "Diagnose" zu stellen. Für mich hört es sich an, als hätte Dein Kind Wahrnehmungsstörungen. Sicher gibt es in Deiner Umgebung einen Arzt der sich auf Kindesentwicklung / Kinderneurologie spezialisiert hat. Es wäre für Dein Kind das Beste ihn dort vorzustellen.

Wenn Du mit Deinem Kind auf dem Spielplatz bist, wie verhält er sich den anderen Kindern gegenüber? Greift er sie dort auch an?

Wahrnehmungsstörungen können sehr gut von Ergotherapeuten und Physiotherapeuten behandelt werden; allerdings solltest Du die Übungen regelmäßig auch daheim durchführen. Ein reizarmer Raum in Eurer Wohnung (ordentlich, nicht zu bunt, nicht zu viel Spielzeug) könnte hilfreich für Dein Kind sein. Die Defizite Deines Sohnes können abgeschwächt werden, gib ihm die Chance und suche einen Kinderneurologen auf.
 
und was ist, wenn er dort auf Medikamente eingestellt wird? Von sowas halte ich reichlich wenig, denn was sie alles bei einem im Aufbau befindlichen Körper zerstören, das zeigt sich erst nach so einer "Hammer-Behandlung".

Du könntest zur Erziehungsberatung gehen. Sie ist kostenlos. Ich weiß aber nicht, ob sie hier hilfreich ist. Mancherorts gibt es schon Video-überwachte Beratungen. Das heißt, das Kind wird per Video überwacht und dann wird das Video ausgewertet. Vielleicht gibt es sowas auch im Angebot vom Jugendamt, oder vielleicht können sie dir dort mehr darüber sagen.

LG Dame
 
Ob ein Kind Medikamente wirklich nimmt, entscheiden letztendlich immer noch die Eltern. Bei einem so kleinen Kind denke ich kaum, dass sofort eine Empfehlung auf Medikamente herauskommen wird.

Allerdings ist es wirklich ratsam jetzt schon Ursachenforschung und entsprechende Förderung anzugehen, denn in drei Jahren soll ja dieses Kind in der Lage dazu sein, in die Schule zu gehen.

Eine Integrative Einrichtung könnte durchaus ebenfalls Sinn machen, denn dort sind in der Regel die Gruppen Kleiner und die Erzieher besonders geschult, so dass sie Kindern mit besonderen Eigenschaften besser gerecht werden können. Häufig gibt es zu diesen Einrichungen spezielle Fahrdienste, so dass es nicht schlimm ist, wenn sie sich nicht in unmittelbarer Nähe befindet.

Alles Gute
Sisandra
 
Hallo Sisandra,

vorweg: mit integrativen Einrichtungen kenne ich mich nicht aus. Ich weiß nur, wenn ein Kind mal ausgesondert ist, kann es diese Schiene kaum mehr verlassen. Und ausgesondert wird heute recht schnell.

LG Dame
 
Danke an alle für die Antworten....
Ja mein Kind ist seit ca. 2 Wochen in der Kita, ich habe auch schon vor ein paar Tagen bei einen Arzt gemacht, für einen Entwicklungstest, doch dieser kann frühstens am 06.10 gemacht werden da Terminkalender voll, jetzt kommt zusätzlich am 28ten diesen Monat, jemand der meinen Sohn in der Kiga beobachten soll.
Wenn wir auf den Spielpaltz gehen und andere kinder sind da, haut er diese NICHT, nur er geht zu stürmisch herran ohne Berührungsängst.
Wenn wäre ein I-Kiga. nicht schlecht nur ist die Wartenliste lang.
Alles in alle habe ich große Angst das er weiter hin ausgegrenzt wird, bis in die Schule, ein Kind spürt sowas, und ich fände es schrecklich, wenn er deswegen leidet. Ich will das beste für ihn, und diese Situation, wie es im mom ist ist schrecklich, er wird behandelt als hätte er die Pest....
 
Hallo Sisandra,

vorweg: mit integrativen Einrichtungen kenne ich mich nicht aus. Ich weiß nur, wenn ein Kind mal ausgesondert ist, kann es diese Schiene kaum mehr verlassen. Und ausgesondert wird heute recht schnell.

LG Dame

Aber genau das ist, dass was mir solche Angst macht, seine Zukunft wäre damit, vllt, vllt aber auch nicht, verbaut, ich weiss es einfach nicht, ihr lest hier die Worte eine verzweifelten und ängstlichen Mutter.
 
und was ist, wenn er dort auf Medikamente eingestellt wird? Von sowas halte ich reichlich wenig, denn was sie alles bei einem im Aufbau befindlichen Körper zerstören, das zeigt sich erst nach so einer "Hammer-Behandlung".

Du könntest zur Erziehungsberatung gehen. Sie ist kostenlos. Ich weiß aber nicht, ob sie hier hilfreich ist. Mancherorts gibt es schon Video-überwachte Beratungen. Das heißt, das Kind wird per Video überwacht und dann wird das Video ausgewertet. Vielleicht gibt es sowas auch im Angebot vom Jugendamt, oder vielleicht können sie dir dort mehr darüber sagen.

LG Dame

Die hier beschriebenen Auffälligkeiten haben ihren Ursprung nicht in der Erziehung, sondern in der Entwicklung (Wahrnehmung, Sozialverhalten). Ein guter Kinderneurologe, der sich mit Physiotherapie auskennt, wird niemals mit Medikamenten therapieren Dame. Wer ein Kind mit Medis therapiert ist ein "0815" Doc um die Ecke🙁.

Zitat Dame:
Hallo Sisandra,

vorweg: mit integrativen Einrichtungen kenne ich mich nicht aus. Ich weiß nur, wenn ein Kind mal ausgesondert ist, kann es diese Schiene kaum mehr verlassen. Und ausgesondert wird heute recht schnell.

Dame, Sisandras Hinweis auf eine integrative Einrichtung wäre eine optimale Lösung. In einer integrativen Einrichtung werden Kinder mit Problemen und Kinder ohne Probleme gemeinsam betreut. Diese Lösung ist optimal. Eine Ausgrenzung gibt es in diesen integrativen Kindergärten absolut nicht.
 

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