Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Psychologe/Beratungsstelle

Windprinzessin

Mitglied
hi,
ich hoffe ihr könnt mir weiterhelfen...ich möchte zu einem Psychologen, ist es da besser sich von einem Hausarzt überweisen zu lassen oder soll man zu einer Beratungsstelle gehen? Muss man bei einer Beratungsstelle vorher anrufen? Wie läuft das da ab? Zahlt die Krankenkasse das? Meine Eltern sind geschieden, erfahren trotzdem beide davon? ich habe Angst davor, dass ich nicht ernst genommen werde, dass es übertrieben ist dorthin zu gehen und manchmal denke ich auch dass ich mich nicht schlecht genug dafür fühle und eigentlich keine richtigen Probleme hab. Ich weiß auch gar nicht wie und was ich bei einem Hausarzt ansprechen soll...vllt wirds einfacher wenn ich weiß was auf mich zukommt...ka
liebe grüße windprinzessin
 
Hallo Windprinzessin!
Sehr viel weiterhelfen kann ich dir nicht. Wie das genau abläuft habe ich auch keine Ahnung. Ich kann dir also auf deine Frage nicht antworten.
Ich weiß nur, dass es Therapien gibt, die die Krankenkasse bezahlt, also die analytische Psychotherapie, die tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie und die Verhaltenstherapie. Alles ander bezahlt die Krankenkasse leider nicht. (z.B. systemische Therapie.)
Wenn es dir beim Hausarzt vielleicht unangenehm ist zu fragen, dann würde ich doch eine Beratungsstelle aufsuchen, wenn es das gibt. Ich glaube wenn du noch minderjährig bist, muss dein Hausarzt dich nicht überweisen. Du musst ja z.B. auch nicht zum Ohrenarzt oder so überwiesen werden. Das ist erst, wenn man Volljährig ist.
Aber wie gesagt, so viel Ahnung habe ich von dem ganzen auch nicht. Sicher werden dir hier noch welche Antworten, die sich besser damit auskennen.
Der Grund weswegen ich eigentlich schreibe ist, dass du dir echt keine Gedanken darüber machen musst, ob es dir wohl schlecht genug geht. Wenn du das Bedürfnis hast, zu einem Psychologen zu gehen dann ist das völlig in Ordnung! Du solltest dich und deine Bedürfnisse erst nehmen und respektieren. Also wenn du das Bedürfnis hast, dahin zu gehen, dann ist es völlig gerechtfertigt. Verhamlose dich und das was du willst nicht. Ich kenne das von mir selbst auch gut. Genau deswegen schreibe ich dir. Ich habe früher, als ich bei meiner Beraterin war auch immer gesagt, es gibt Leute denen es schlechter geht. Doch meine Beraterin meinte, dass sie noch nie jemanden gesehen hätte, dem es so schlecht geht und der trotzdem so bedingunglos funktioniert. Es fiel mir damals auch schwer. Und ich weiß, dass auch heute, wo es mir gut geht, habe ich das Recht dazu, zu einem Psychologen zu gehen, wenn ich das verlangen habe.
Ich glaube, dass wenn du schon den Mut hattest, darüber nachzudenken und dich wirlkich überwunden hast, dahin gehen zu wollen, dann hat es seine Berechtigung! Bagatelisier dieses Empfinden nicht! Ich kann mir vorstellen, dass du Angst hast, nicht erst genommen zu werden. Wenn du nicht erst genommen wirst, dann hast du einen verdammt schlechten Psychologen erwischt (davon gibt es leider viele). Also mach dir keinen Kopf, es ist völlig berechtigt, dass du zum Psychologen gehst!
Auch wenn ich dir nicht helfen konnte, wünsche ich dir auf deiner Suche alles Gute!
Ich weiß ich wiederhole mich. Aber du solltest wirklich hingehen, wenn du es meinst. Denn es kann verdammt helfen. Und abwarten bis es einem richtig schlecht geht, bringt ja auch nichts. Das macht dann alles nur noch schlimmer.
 
Hallo Windprinzessin!

Ich würde dir gerne alle deine Fragen beantworten, kann das aber leider nicht weil ich aus Österreich bin und es in Deutschland wahrscheinlich etwas anders ist. Aber ich denke ich kann dir trotzdem etwas helfen. Ich werde es zumindest versuchen.

Ich denke du musst dich nicht wirklich von deinem Hausarzt überweisen lassen. Bei uns zahlt die Krankenkasse schon, bzw. einen Teil. Kommt auf die Therapeutin an. Ich hoffe aber dass dir diese Fragen noch jemand beantworten kann und wird.

Jetzt aber zu dem was ich dir mit Sicherheit sagen kann. Du brauchst keine Angst zu haben nicht ernst genommen zu werden. Es ist auch egal wie schlecht du dich fühlst. Nicht schlecht genug? Das gibt es nicht. Mach dir da keine Gedanken.
Ich kann nachvollziehen wenn du dich fragst ob du überhaupt richtige Probleme hast. Da will ich dir etwas sagen was mir meine Therapeutin gesagt hat: "Jeder Mensch ist unterschiedlich. Was für den einen ein Problem ist, ist für den anderen keines und umgekehrt. Daher sind die Probleme immer so groß wie sie einem selber erscheinen."
Deine Probleme, egal worum es sich handelt, beschäftigen und belasten dich. Damit sind es richtige Probleme. Ansonsten würdest du gar nicht an eine Therapie denken.

Ich kann mich noch gut an meine erste Stunde erinnern. Da war ich total verunsichert und wusste gar nicht was ich sagen sollte. Immerhin wusste ich ja nicht was falsch lief. Ich wusste nur, es stimmt etwas nicht und es muss sich etwas ändern. Meine Therapeutin hat mir dann Fragen gestellt und mich dazu aufgefordert meine Gedanken aufzuschreiben. So habe ich alles notiert was mir durch den Kopf ging. Das habe ich dann in die nächste Stunde mitgebracht und wir haben darüber gesprochen. Manchmal war es mir dann richtig peinlich was ich da aufgeschrieben hatte, aber das machte nichts. Es kann etwas dauern bis man lockerer wird und Vertrauen gewinnt. Auch musst du Vertrauen in die Therapeutin oder den Therapeuten haben, bzw. bekommen. Das geht auch nicht immer gleich.
Ich denke dass sich so ziemlich alle Menschen vor ihrer ersten Stunde unsicher sind und sich Fragen stellen. Sei aber beruhigt, denn nach einiger Zeit ist das alles weg. Heute rede ich wie ein Wasserfall bei meiner Therapeutin. 🙂

Ich finde es toll dass du von dir aus so mutig bist eine Therapie zu wollen. Hut ab. Ich denke es werden sich noch Menschen finden die dir deine anderen Fragen genau beantworten können. Nimm deine Probleme ernst und tu sie nicht als nicht ganz so wichtig ab. Das sind sie nämlich nicht.

Ich wünsche dir alles Gute.
 
Hallo Windprinzessin,

ist es da besser sich von einem Hausarzt überweisen zu lassen oder soll man zu einer Beratungsstelle gehen?
wenn Du zu Deinem Hausarzt Vertrauen hast, kannst Du einmal mit ihm sprechen. Eine Beratungsstelle hätte den Vorteil, dass die Leute dort i.d.R. darauf "spezialisiert sind", herauszufinden, wo Du am Besten aufgehoben bist und sie begleiten Dich ein Stück weit.
Es gibt viele Fachrichtungen und Spezialisierungen und von daher könnte Dir eine Beratungsstelle schon weiterhelfen, insbesondere wenn Du selbst noch unsicher bist, ob Du überhaupt einen Psychologen benötigst. Der Hausarzt kann eine ähnliche Funkion haben, das hängt ein wenig davon ab, wie viel Zeit er sich für Patienten nimmt. Du könntest im Zweifelsfall auch beide Möglichkeiten testen...😉

Muss man bei einer Beratungsstelle vorher anrufen?
Das würde schon Sinn machen, damit auch ein Berater ausreichend Zeit für Dich hat. I.d.R. 45 Minuten.

Wie läuft das da ab?
Naja, es ist ein Gespräch und der Berater versucht durch Zuhören und Nachfragen herauszufinden, was Dein Problem ist und wie er Dir helfen kann.

Zahlt die Krankenkasse das?
Wer das zahlt, hängt meines Wissens vom Träger der Beratungsstelle ab. Es gibt z.B. Beratungsstellen, die von Kirchen getragen werden. Dort kannst Du -sofern Du kannst - freiwillig einen Beitrag entrichten, musst aber nicht. Sofern Du krankenversichert bist, vermute ich, dass Du nirgendwo wirst zahlen müssen. Am Besten fragst Du einfach bei der Terminvereinbarung. I.d.R. hat vereinbart man einige Probegespräche, um herauszufinden, ob man zueinander passt.

Meine Eltern sind geschieden, erfahren trotzdem beide davon?
Eine Beratungsstelle ist i.d.R. anonym, soweit ich weiß. Ich würde vermuten, dass Deine Eltern gar nichts davon erfahren, bin mir aber nicht sicher. Vielleicht hängt das auch davon ab, welche Art Problem Du hast. Wie gesagt, bzgl. ärztlicher Schweigepflicht bei Minderjährigen kenne ich mich nicht aus.

ich habe Angst davor, dass ich nicht ernst genommen werde, dass es übertrieben ist dorthin zu gehen und manchmal denke ich auch dass ich mich nicht schlecht genug dafür fühle und eigentlich keine richtigen Probleme hab.
Wenn Du dich nicht ernst genommen fühlst, dann solltest Du das in einem solchen Gespräch gleich sagen. Auch wenn Du dich unwohl fühlst. Falls nach einem solchen Einwand von Dir der Berater dich immer noch nicht ernst nimmt, müsstest Du eine andere Beratungsstelle aufsuchen. Ich kann mir aber offen gesagt nicht vorstellen, dass der Fall eintritt. Arzt und auch Berater gehen davon aus, dass Du kommst, weil Du Hilfe brauchst und ich würde vermuten, dass sie Dir sehr genau zuhören und versuchen zu helfen.
Wichtig ist, dass Du Dir ein wenig überlegst, was Du sagen möchtest. Es ist aber nicht schlimm, wenn Du unsicher bist oder nicht weißt, was Du sagen sollst. Es ist eben eine Gesprächssituation und es ergibt sich einfach auch einiges durch Rückfragen usw. Du musst in einem solchen Gespräch ja auch nur das sagen, was Du möchtest und musst auch nicht mit der Tür ins Haus fallen. Du könntest ja damit anfangen, Deine Probleme grob zu beschreiben und dann zu sehen, wie der Berater / Arzt darauf eingeht.

Ich weiß auch gar nicht wie und was ich bei einem Hausarzt ansprechen soll...vllt wirds einfacher wenn ich weiß was auf mich zukommt...
Beim Hausarzt reicht es eigentlich, wenn Du damit anfängst, dass es Dir (in der letzten Zeit) nicht gut geht oder das Dich verschiedene Dinge sehr belasten und das Du ihn um Rat und Hilfe bittest.
Auch da wird er dann wahrscheinlich nachfragen, um herauszufinden, was das Problem ist und wie er helfen kann.

Viel Glück und alles Gute!

mh
 
hallo,
eigentlich müsste die krankenkasse dir therpeuten nennen.
Jedem bürger stehen ersteinmal 50 stunden zu, die von der
krankenkasse bezahlt werden, danach muss man glaube ich eine pause von 2 jahren einlegen.
Aber in den beratungsstellen sind meistens auch gesprächstherpeuten, an die du dich wenden kannst, und es kostet nichts.
Jedenfalls ist es hier in hamburg so.
alles gute
 
hi,
vielen Dank für eure Antworten, ihr habt mir wirklich sehr geholfen. Bevor die Ferien zu Ende sind werde ich bei meiner Hausärztin einen Termin ausmachen und sie darum bitten mich zu einem Psychologen zu überweisen....mir fällt nur gerade ein, dass ich auf den Namen von meiner Mum versichert bin...läuft das dann darauf hinaus, dass sie von der Überweisung erfährt? Ich möchte nicht, dass sie das mitbekommt. Ich wohne bei ihr, sie würde wissen wollen was los ist, warum ich dahin möchte. Ich habe mich etwa vor 3 Jahren das erste mal selbst verletzt. Ich habs geschafft längere Zeit damit aufzuören, habs nur noch ganz selten in Notsituationen gemacht. Nur hab ichs wieder mehrmals gemacht und Angst, dass ichs nicht mehr richtig in den Griff bekomme, dass es wieder schlimmer wird, weil das Verlangen danach, der Druck die Anspannung und so jetzt schon so groß ist.
Was du geschrieben hast, wie ich das ansprechen kann MilhouseVanHouten hört sich gut an. Ich muss da ja auch noch nicht so sehr ins Detail gehen.
Ich hab mal stichpunktartig aufgeschrieben was mich momentan beschäftigt/belastet...da kam schon einiges zusammen, was sich irgendwie zusammenhäuft...ich versuchs ernst zu nehmen und es nicht als belanglos abzutun, danke dass ihr das geschrieben habt.

@endless: doch du hast mir geholfen und du hast recht, abwarten bis es einem richtig schlecht geht bringt auch nichts...nur weiß ich manchmal einfach nicht wo ich stehe. Tagsüber kanns sein dass es mir relativ gut geht, dass ich auch Spaß hab und das Gefühl hab, dass mein Leben vollkommen okay ist, so wie es gerade läuft...aber das ganze kippt dann auch wieder, vor allem wenn ich alleine bin und Zeit zum nachdenken hab.

@Chipper10: danke, das was du geschrieben hast macht Mut. Ich befürchte ich werde mich da genauso schämen, und ziemliche Hemmungen haben frei zu sprechen, aber wenns nur am Anfang so ist, wenns besser wird und mich irgendwie weiter bringt, dann nehm ichs in Kauf.
Bei mir ist es auch so, dass ich das Gefühl habe, dass sich etwas ändern muss, dass es so nicht weitergehen soll. Das geht zwar auch schon ziemlich lange so, aber inzwischen glaube ich nicht mehr daran dass ich mein Leben anders besser in den Griff bekommen kann.

liebe Grüße Windprinzessin
 

Anzeige (6)

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben