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Glaube und Wissen(schaft)

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Für weitere Antworten geschlossen.
Keiner kann sagen, dass es außerhalb des Universums keine mystische Kraft gibt, die alles kontrolliert.

Du kannst weder einen Beweis noch einen Gegenbeweis bringen.
Die Gottheit ist bisher nur eine Theorie.

Du kannst auch keinen Gegenbeweis für Kobolde bringen.
Sollen wir deshalb an sie glauben?
 
Für einen Glauben an Gott gibt es jedenfalls mehr Beweise, als für den Glauben an Kobolde. Und wenn diese Beweise jemanden langen, ist das doch seine Sache, deswegen, ich zitiere "sollst" du doch nicht daran glauben. Du hast einen freien Willen.

Sigi
 
Dieses Gottesweltbild gibt Gläubigen den Sinn und Bedeutung der gesamten Existenz. Wenn du ihr Weltbild widerlegst geht Sinn und Bedeutung verloren. Streng Gläubige denken dann nur noch Maschinen zusein ohne Gefühl und Bewertungsmaßstab für Richtig und Falsch. Und weil sie sich nicht vorstellen können wie es ohne Gott funktionieren könnte kannst du auch reden wie ein Buch. Die Doktrin dieser Religionen ist auch noch so aufgebaut, dass sie deine Überzeugungen für die Werke des Teufels halten. D.h., alles was du erzählst was gegen die Doktrin spricht muss falsch sein. Die Christen glauben die Bibel ist wahr deswegen gibt es auch so viele Christen die Aussagen der Bibel mit der Bibel beweisen. Der Glaube ist zudem die wirksamste Autosuggestions-Methode deswegen wundert es mich auch nicht wenn Gläubige behaupten Gott erfahren zuhaben.

Als Zweifler muss man ständig seine Überzeugungen überprüfen und das bedeutet das man auch ein sich mit der Zeit veränderndes Weltbild hat. Für viele Menschen bedeutet das Unsicherheit. Selbst hab ich die Erfahrung gemacht wenn man sich zu sehr damit beschäftigt Antworten zufinden fängt man an sich zu fragen worauf man sich überhaupt verlassen kann. Vorallem Wissenschaftler sagen immer wieder, sobald sie Fragen beantworten können tun sich mehr neue Fragen auf als beantwortet werden konnten. Wissenschaft verkauft auch keine Wahrheit sondern nur Wahrscheinlichkeiten.

Ein gottloses Weltbild besteht rein aus Relativität, also nichts feststehendes worauf man 100% vertrauen kann. Vielen Menschen ist das wie gesagt immer noch zu unsicher wenn ein Richtig und Falsch nicht absolut sondern Situationsbedingt sind.

Gefühlsmäßig könnte man den Zusammenbruch ihres Weltbildes vergleichen mit einem Menschen mit dem sie zusammen sind und den sie abgöttisch lieben und von dem sie aufeinmal erfahren das dieser Mensch sie niemals geliebt hat und alles nur vorgepielt war. Speziell auf die, die mit Gott "in Kontakt" stehen.
 
Für einen Glauben an Gott gibt es jedenfalls mehr Beweise, als für den Glauben an Kobolde. Und wenn diese Beweise jemanden langen, ist das doch seine Sache, deswegen, ich zitiere "sollst" du doch nicht daran glauben. Du hast einen freien Willen.

Sigi

Für einen Glaube an Gott gibt es Gründe, keine Beweise.
Freier Wille ist eine Illusion kreiert durch Unwissenheit, denn ein tatsächlich existierender freier Wille würde Ursache und Wirkung widerlegen und damit Naturgesetze.
 
Zuletzt bearbeitet:
Du kannst auch keinen Gegenbeweis für Kobolde bringen.
Sollen wir deshalb an sie glauben?

Was der Mensch glauben soll oder nicht muss eh jeder selbst entscheiden. Es glauben einfach viele Menschen an Gott, weil ihnen diese Vorstellung gefällt. Für sie können sie dadurch ihre Welt erklären.

Abgesehen davon ist die Definition des Beweises auch abhängig von jeweiligen Sachverhalt.
Wenn du die Existenz eines Sachverhalts beweisen willst, dann muss der Beweis eindeutig sein und die Frage der Eindeutigkeit hängt auch vom Betrachter ab.

Das es Kobolde gibt wäre auch möglich. Vielleicht gab es in der Evolution des Menschen eine spezifische Rasse, die koboldähnlich ist. Vielleicht existieren irgendwo unter der Erde Skelete oder andere Überreste dieser Rasse.

Beispielsweise wurde der Quastenfloßer für ausgestorben erklärt, bis man dann ein Exemplar 1938 in Indischen Ozean vorfand und schon galten Quastenfloßer wieder als existent.

Die Frage was existiert und was nicht, dass können wir Menschen niemals 100-prozentig beantworten. Manche Dinge kann man vielleicht sogar garnicht wahrnehmen und daher auch nicht für existent erklären.

Es ist alles eine Frage der Wahrnehmung. Wir Menschen können genau gesagt nur vermuten.
 
Vielleicht sollten wir uns mal wirklich mit der Existenzfrage kritisch auseinandersetzen.

Zum Beispiel ist sich jeder Mensch einig, das folgender Sachverhalt gilt:


1 + 1 = 2

Um die Wahrheit dieser Logik zu beweisen, müsste diese Logik an allen Dimensionspunkten jeder Dimension des Universums gelten. Nicht nur an jedem Ort, sondern auch zu jeder Zeit.

An jedem Punkt und zu jeder Zeit müsste diese Aussage gelten, damit diese als wirklich wahr eingestuft werden kann.

Wenn wir nun beispielsweise in die Mikrophysik gehen, dann werden wir feststellen, dass sich Quantenobjekte nicht zu dieser Logik verhalten.

In einem bestimmten räumlichen Bereich nehmen wir nun zwei Quantenobjekte wahr. Ein Quantenobjekt kann aber an zwei Orten zur gleichen Zeit sein. Wenn ich also zu einer bestimmten Zeit in einem räumlichen Bereich zwei Quantenobjekte wahrnehme, sind das dann zwei verschiedene Quantenobjekte oder ein und das selbe?

Was ist also meine Aussage über die Quantenobjekte?

1 + 1 = 2 ?

oder

1 + 1 = 1 ?

Beide Aussagen wären möglich.
Schon allein bei einem solchen einfachen Sachverhalt gibt es Streitigkeiten.

---------------------------------------------
Worum es bei der Glaubensfrage geht lässt sich in einem Satz zusammenfassen:
Der Mensch glaubt an die Dinge, an die er glauben will.

Ob ich jetzt nun ein oder zwei Quantenobjekte habe ist vollkommen irrelevant und interessiert manche Menschen nicht im geringsten.
Genauso ist es manchen Menschen egal, ob Kobolde, Drachen oder sonstwelche Fabelwesen existieren.

Jeder Mensch lebt in seiner eigenen individuellen Wahrnehmunssphäre und versucht seine Wahrnehmungen durch Modelle zu erklären.

Da jeder Mensch individuell ist gibt es auch unterschiedliche Auffassungen der Wirklichkeit.

Die Frage, ob Gott existiert oder nicht, muss daher jeder für sich selbst beantworten. Genau genommen ist es auch nicht notwendig sie zu beantworten.

Was bringt es euch denn als Menschen die Antwort auf die Frage zu kennen? Was habt ihr davon? Würdet ihr euch dann besser fühlen? Wie würdet ihr denn dann leben, wenn ihr vor euch den Beweis hättet, das Gott existiert?

Im Endeffekt bringt doch die Frage, ob Gott existiert oder nicht keinem etwas. Der Mensch muss mit sich selbst klar kommen.
 
Für einen Glaube an Gott gibt es Gründe, keine Beweise.
Freier Wille ist eine Illusion kreiert durch Unwissenheit, denn ein tatsächlich existierender freier Wille würde Ursache und Wirkung widerlegen und damit Naturgesetze.

Deswegen bin ich ja auch der Affassung, dass jeder Mensch bloß eine Maschine ist, die in ihrem freien Willen eingeschränkt ist.

Der Mensch kann als Maschine nur endlich viele Entscheidungen treffen und keine unendlich vielen, um einen freien Willen zu haben.
 
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