M
Moment
Gast
Hallo liebste Claudia,
wie geht es Dir heute? Etwas besser? Silvester war sicher sehr schwierig für Dich und Jette. Meine Mutter hat auch sehr gelitten, es war schlimmer als an Weihnachten, denn Silvester war immer "Pärchenabend", und sie hat Papa sehr vermisst. Als ich sie an Mitternacht anrief, weinte sie.
Bei mir selbst scheint die Traurigkeit auch langsam (endlich?) durchzukommen - erst jetzt scheine ich zu begreifen, was passiert ist. Ich habe darüber nachgedacht, warum es so langsam geht, und denke, dass es damit zu tun hat, dass Papa so lange krank war - der erste Schock kam schon mit der Diagnose, und dann waren es anderthalb Jahre hoffen und bangen. Wenn jemand plötzlich stirbt, kommt die Trauer wahrscheinlich auch plötzlich und heftig. Wenn der Tod langsam kam, kommt auch die Trauer langsam. So scheint es mir. Ich muss wohl aus dem anderthalb Jahre andauernden Schock erst einmal aufwachen...
Aber nun genug von mir. Ich möchte Dir und Jette einen Vorschlag machen, eine Idee, die meiner Mutter in der Zeit der Krankheit meines Vaters sehr geholfen hat: sie hat sich ein schönes Buch gekauft, mit lauter leeren Seiten. Das wurde ihr "Positiv-Tagebuch". Sie hat dort nur die positiven Dinge hineingeschrieben, die sie jeden Tag erlebt hat. Und sie entdeckte, dass es fast jeden Tag irgendetwas kleines Positives gab. Und wenn ein Tag mal ganz schlecht lief, schrieb sie gar nichts hinein. Aber sie las die Seiten, die sie schon geschrieben hatte, und die taten ihr gut.
Ihr solltet es versuchen. Euren Blick auf die positiven Momente lenken, und seien sie auch noch so klein. Wollt Ihr es mal versuchen, Du und Jette?
Lieben Gruß,
Natascha
wie geht es Dir heute? Etwas besser? Silvester war sicher sehr schwierig für Dich und Jette. Meine Mutter hat auch sehr gelitten, es war schlimmer als an Weihnachten, denn Silvester war immer "Pärchenabend", und sie hat Papa sehr vermisst. Als ich sie an Mitternacht anrief, weinte sie.
Bei mir selbst scheint die Traurigkeit auch langsam (endlich?) durchzukommen - erst jetzt scheine ich zu begreifen, was passiert ist. Ich habe darüber nachgedacht, warum es so langsam geht, und denke, dass es damit zu tun hat, dass Papa so lange krank war - der erste Schock kam schon mit der Diagnose, und dann waren es anderthalb Jahre hoffen und bangen. Wenn jemand plötzlich stirbt, kommt die Trauer wahrscheinlich auch plötzlich und heftig. Wenn der Tod langsam kam, kommt auch die Trauer langsam. So scheint es mir. Ich muss wohl aus dem anderthalb Jahre andauernden Schock erst einmal aufwachen...
Aber nun genug von mir. Ich möchte Dir und Jette einen Vorschlag machen, eine Idee, die meiner Mutter in der Zeit der Krankheit meines Vaters sehr geholfen hat: sie hat sich ein schönes Buch gekauft, mit lauter leeren Seiten. Das wurde ihr "Positiv-Tagebuch". Sie hat dort nur die positiven Dinge hineingeschrieben, die sie jeden Tag erlebt hat. Und sie entdeckte, dass es fast jeden Tag irgendetwas kleines Positives gab. Und wenn ein Tag mal ganz schlecht lief, schrieb sie gar nichts hinein. Aber sie las die Seiten, die sie schon geschrieben hatte, und die taten ihr gut.
Ihr solltet es versuchen. Euren Blick auf die positiven Momente lenken, und seien sie auch noch so klein. Wollt Ihr es mal versuchen, Du und Jette?
Lieben Gruß,
Natascha