deadwood
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Uff, ich habe mir jetzt den ganzen Thread durchgelesen und wollte mich eigentlich nicht daran beteiligen.
Aber ich finde, man muss Willy schon zumindest eine gewisse Anerkennung zollen, als einziger gegen vielleicht 20 erzürnte Poster seine Position hier zu verteidigen, auch wenn man diese nicht teilen mag.
Ja, ich fand sogar einige seiner Argumente recht überzeugend, wenngleich er diese dann manchmal im Affekt im nächsten Augenblick mit einem Tiefschlag wieder unnötig entwertet hat. Aber wenn von so vielen Seiten auf einen eingedroschen wird, bewahrt man nicht immer einen kühlen Kopf.
Einige meiner Zitat-Klicks, die ich beim Aufspulen des Threads mitgenommen habe:
eines der besten Alben der jüngeren Musikgeschichte.😎
So blieb es nicht aus, dass ich mal mit ein oder zweien von denen ins Gespräch kam.
Und ich habe dabei von einigen Schicksalen gehört, die ähnlich gelagert waren, wie die Fälle, die Benjamin-29 in seinem Nachtwächterjob erlebt hat.
Natürlich hatte ich, der Überzeugung, dass in unserem Sozialstaat eigentlich niemand auf der Straße leben müsste, auch dieses Argument angebracht und erfahren müssen, dass es Menschen unter denen gibt, denen es aufgrund ihrer Psyche, ihres Charakters schlichtweg unmöglich erscheint, das Angebot von Obdachlosenheimen anzunehmen und die stattdessen winters es lieber riskieren, sich schwere Krankheiten oder gar Erfrierungen zuzuziehen, indem sie Platte machen, oder von den reichlich vorhandenen Ratten (der nahegelegene Zoo bietet auch diesen ungebetenen Gästen einen reich gedekten Tisch) bestiegen und angenagt zu werden.
Sicher ist das von mir nur ein sehr oberflächlicher Kontakt zu dieser Gruppe Menschen gewesen, aber wenn man mit offenen Augen durch eine Stadt wie Berlin läuft, kann man kaum darüber hinweg sehen.
Ich glaube aber, dass wir ein furchtbar ineffizientes Umverteilungssystem haben, bei dem den wirklich Hilfsbedürftigen nicht immer so geholfen wird, wie es nötig wäre.
Ich denke schon, dass die meisten Menschen Empathie empfinden und durchaus hilfsbereit sind.
Nur je mehr Menschen Zeuge eines Unglücks sind, desto geringer sind die Chancen für den Verunglückten unmittelbar Hilfe zu erfahren, weil jeder Zeuge denkt, es haben ja noch genügend andere mitbekommen unter denen bestimmt einer ist, der viel besser als ich helfen kann.
Auf einer einsamen Landstraße sind die Chancen auf schnelle Hilfe sicher viel günstiger.
Aber ich finde, man muss Willy schon zumindest eine gewisse Anerkennung zollen, als einziger gegen vielleicht 20 erzürnte Poster seine Position hier zu verteidigen, auch wenn man diese nicht teilen mag.
Ja, ich fand sogar einige seiner Argumente recht überzeugend, wenngleich er diese dann manchmal im Affekt im nächsten Augenblick mit einem Tiefschlag wieder unnötig entwertet hat. Aber wenn von so vielen Seiten auf einen eingedroschen wird, bewahrt man nicht immer einen kühlen Kopf.
Einige meiner Zitat-Klicks, die ich beim Aufspulen des Threads mitgenommen habe:
Etwas OT zwar, aber hier muss ich EUFrank einfach zustimmen,Das erinnert mich an eine Stelle aus Pink Floyds "Dark Side of the moon":
eines der besten Alben der jüngeren Musikgeschichte.😎
Als mich vor Jahren als Student mein Weg in die TU fast jeden Tag das kurze Stück vom Bahnhof Zoo durch einen Teil des angrenzenden Tiergartens (für alle Nicht-Berliner, Tiergarten ist ein Park und Bezirk und hat nichts mit dem Zoo zu tun, ausser dass dieser im Süden daran angrenzt) führte, passierte ich zwangsläufig die Nachtquartiere (i.d.R. auf und um Parkbänken sowie den S-Bahn-Bögen der dort Stadtbahn genannten Trasse) einiger Berber. Z.T. verbrachte ich sommers auch meine Mittagspausen dort, zumindest an den Tagen, wo ich durch meinen Job in der Versuchsanstalt (Schleuseninsel für die Berlin-Kenner) zu tun hatte.An alle, die sich so sehr für die Würde der Obdachlosen einsetzen:
Wer von Euch hat sich schonmal mit einem wirklich unterhalten, oder ihm eigenhändig eine Essen und ein warmes Getränk gebracht bzw. gefragt , ob und was er haben möchte?
So blieb es nicht aus, dass ich mal mit ein oder zweien von denen ins Gespräch kam.
Und ich habe dabei von einigen Schicksalen gehört, die ähnlich gelagert waren, wie die Fälle, die Benjamin-29 in seinem Nachtwächterjob erlebt hat.
Natürlich hatte ich, der Überzeugung, dass in unserem Sozialstaat eigentlich niemand auf der Straße leben müsste, auch dieses Argument angebracht und erfahren müssen, dass es Menschen unter denen gibt, denen es aufgrund ihrer Psyche, ihres Charakters schlichtweg unmöglich erscheint, das Angebot von Obdachlosenheimen anzunehmen und die stattdessen winters es lieber riskieren, sich schwere Krankheiten oder gar Erfrierungen zuzuziehen, indem sie Platte machen, oder von den reichlich vorhandenen Ratten (der nahegelegene Zoo bietet auch diesen ungebetenen Gästen einen reich gedekten Tisch) bestiegen und angenagt zu werden.
Sicher ist das von mir nur ein sehr oberflächlicher Kontakt zu dieser Gruppe Menschen gewesen, aber wenn man mit offenen Augen durch eine Stadt wie Berlin läuft, kann man kaum darüber hinweg sehen.
Die von der Posterin dargebotene Schrippe war bestimmt keine gute Ernährung.🙄Meinst Du nicht auch, dass solche Leute dringend Hilfe brauchen, Leute, denen Alkohol wichtiger ist als gute Ernährung?
Rein von den Zahlen lässt sich das Argument wohl wirklich schwer widerlegen.Das ließe unser Steuersystem gar nicht zu. Meiner Ansicht nach müsstest du Beweise für deinen Schmarn heranziehen, aber nun gut - Hier ein Artikel aus dem HAndelsblatt, der belegt, dass die oberen 10% der Bevölkerung über die Hälfte des Steueraufkommens finanzieren:
Reiche zahlen die höchsten Steuern - Politik - Deutschland - Handelsblatt.com
Dass der Part Arbeit und Soziales beinahe 50% des Bundeshaushaltes ausmacht, dürfte allgeimein bekannt sein.
Ich glaube aber, dass wir ein furchtbar ineffizientes Umverteilungssystem haben, bei dem den wirklich Hilfsbedürftigen nicht immer so geholfen wird, wie es nötig wäre.
Ich glaube eher, dass das ein Problem der Masse ist.Conny,da kann ich dir nur zustimmen....ich habs letztens selbst erlebt,bin Zeuge geworden wie ein alter Herr mit seinem Fahrrad übel stürzte,soviele Menschen sind einfach dran vorbei gegangen und haben da sogar noch komisch geschaut,ich hab den alten Herren hochgeholfen und ihm auf Wunsch nen Rettungswagen gerufen...
Aber das macht einen Großteil unserer Gesellschaft aus, fast ein jeder ist nur noch auf sich bedacht und es wird sogar schon ignoriert wenn andere Menschen öffentlich Hilfe brauchen...
Ich denke schon, dass die meisten Menschen Empathie empfinden und durchaus hilfsbereit sind.
Nur je mehr Menschen Zeuge eines Unglücks sind, desto geringer sind die Chancen für den Verunglückten unmittelbar Hilfe zu erfahren, weil jeder Zeuge denkt, es haben ja noch genügend andere mitbekommen unter denen bestimmt einer ist, der viel besser als ich helfen kann.
Auf einer einsamen Landstraße sind die Chancen auf schnelle Hilfe sicher viel günstiger.
Sag mal Conny, auf was für `nem Dorf lebst du denn, wo die braven Vereinsmitglieder abends nach gemeinschaftlichem Ehrenamt ihre Frauen verprügeln?🙄HaHaHa das ich nicht Lache,,,,
ich lebe auf dem Dorf und da gehört es zum guten Ton in der FF zu sein,,,,So einige der Lieben Männer gehen nach Getaner Menschenliebe nach Hause und verprügeln Frau und Kind....