Hallo,
es folgt ein längerer Text.
Ich hatte letztes Jahr eine schwere psychische Krise. Ich war in einem tiefen Loch und suizidal. In der Zeit habe ich via Internet einen Borderliner kennengelernt. Er ist ein älterer Mann, um die 40, der damals auf meine depressiven Posts aufmerksam wurde. Ich bin eine 25 Jahre alte Frau, musste auf die Therapien warten, so wie jetzt eben auch und war verzweifelt. Ich zweifelte an meinen Geschlecht, was sich inzwischen wie aus dem nichts gelegt hat, hatte Liebeskummer, hasste mich, da ich jemanden mit meinen Verhalten verletzt hatte und es nicht wieder gut machen konnte. Er war meine einzige Stütze. Da wir uns über ein politisches Forum kennenlernten, war er recht vorsichtig. Er fragte mich nach meinen Namen, um mich besser ansprechen zu können und verriet mir von sich aus auch seinen. Der Name war ein falscher Name, wie er es mir ein Jahr später erzählte, da er aufgrund der politischen Themen vorsichtig sei.
Er erzählte von seiner Diagnose und er ebenso eine schwere Phase hinter sich hatte. Die meiste Zeit ging es um meine Probleme, meine Selbstzweifel, Ängste, Suizidialität und die Angst keinen Partner zu finden. Er tröstete mich jedes Mal, erzählte von seinen Erfahrungen und beruhigte mich. Ich postete auch unter anderem hier im Selbsthilfeforum Suizidgedanken, nicht nur bei ihm, aber vorallem ihm vertraute ich die belastenden Gedanken an. Ich beruhigte mich danach auch schnell wieder und teilte ihm mit, wenn es mir wieder besser ging. Irgendwann vertraute ich ihm alles an, meinen Herkunftsort, was ich arbeite und auch sehr intime Probleme. Als ich mich durch die Klinik stabilisierte, fragte ich ihn nach seiner Meinung, wie es wäre, mir einen Partner über eine Website zu suchen und er gab mir Tipps, half mir gar bei der Bilderauswahl. Er zeigte mir auch sein Gesicht. Zweimale telefonierten wir. Er gab mir seine Handynummer, falls etwas seie, soll ich ihn anrufen und wenn es mitten in der Nacht wäre. Er sagte, er habe kein Whatsapp, obwohl sein Name bei Whatsapp in der Liste auftauchte. Später richtete er sich es anscheinend auf seinem Handy ein.
Als ich dann schließlich meinen Freund kennenlernte, bekam er plötzlich einen Borderlinetypischen Ausbruch, das erste Mal, in all der Zeit in der ich ihn kennenlernte. Ich kümmerte mich um ihn. Er gestand mir plötzlich, dass er mich lieben würde. Ich wieß ihn zurück, er sei wie ein Vater für mich. Er wollte trotzdem für mich da sein. Weil ich es immer getan habe, vertraute ich ihm all meine Sorgen bezüglich meines Freunds an. Ich teilte ihm auch mit, dass ich ihm helfen wolle, eine Frau zu finden. Doch er sprach immer wieder mal an, dass ich aus seinem Kopf verschwinden würde, wenn er eine Frau finden würde. Er machte mir immer wieder anzügliche Komplimente, auf die ich kaum einging oder mich nur etwas dafür bedanke, flirtete mit mir und versuchte, mich eifersüchtig zu machen. Da ich mich viel mit anderen Frauen vergleiche, verunsicherte es mich teils. Ich teilte ihm mit, dass er mir sehr wichtig sei und ich ihn nicht verlieren wolle. Dass ich Angst habe, er vergesse mich, wenn er eine Frau finde, da er es immer wieder andeutete. Dann ruderte er wieder zurück und sagte, dass er mich nie vergessen würde. Immer wieder schrieb ich ihm depressive Dinge. Und brauchte seine Beruhigung. Mir fiel auf, dass ich süchtig danach geworden bin. Also öffnete ich mich ihm erneut und sagte ihm, dass ich nicht mehr von ihm abhängig sein wolle, auch, da es für ihn nicht gut ist. Er beschuldigte mich daraufhin aus dem nichts, dass ich ihm wegen etwas Banalem angelogen hätte, was ich nicht habe und entschuldigte sich für die Falschbeschuldigung. Er fing an, über seine frührere Suizidalität zu sprechen. Ich zeigte meinem Freund die Verläufe, da er etwas Ahnung von Borderline hatte und er meinte, ich solle den Kontakt ersteinmal kappen, er handle manipulativ. Mein Borderliner Kontakt versuchte, als ich ihm nicht antwortete, mich eifersüchtig zu machen, er habe mit einer anderen Userin Kontakt, eine Mischung aus mir und ihr wäre für ihn perfekt, wir wären die einzigen Frauen, die er sich als Partner vorstellen könne. Diese Userin sei ihm extrem ans Herz gewachsen und er fand es schade, dass sie keinen Kontakt mehr zu ihm habe. Dabei kommentiert er noch unter ihren Posts. Er sagte wieder er verlasse mich nie. Ich habe ihn ja auch mehrfach unterstellt, er würde mich verlassen, wenn er eine Frau finden würde. Ich wollte nichts Romantisches von ihm, ich wollte seine Beruhigungen und sein Investment nicht teilen. Ich bin süchtig danach und suche sie nur noch bei ihm. Ich schrieb ihm, dass ich ihn für eine Weile blockiere und über alles nachdenke. Mein Freund meinte, dass der Typ gar gefährlich sein könne. Er schrieb mir einmal, als ich ihn fragte, ob ich auch was für ihn tun könne, ob ich ihm öfters ein Bild von mir schicken könne. Einmal wollte er, dass ich in die Natur gehe und meinen lieblingsort fotografiere. Mein Freund hat mir da etwas Angst gemacht, was natürlich nicht seine Schuld ist, er will nur auf mich aufpassen. Dennoch: bin ich eigentlich diejenige, die die Hauptschuld an allem, was passiert ist, trägt? Und bin ich heuchlerisch, da ich meinen Kontakt gebeten habe, mich nicht allein zu lassen und ihn nun für eine Weile alleine lasse? Er ist Borderliner, natürlich hat er Verlassenheitsängste. Andererseits hat er mich über einen Jahr mit seinen Namen angelogen, vielleicht bzzgl Whatsapp gelogen und versucht, mich eifersüchtig zu machen. Ich habe Angst, etwas falsch zu machen. Als ich sein Socialmedia checkte, sah ich, dass er ganz normal weitermacht. Er holt sich Tipps von Usern wie man Frauen kennenlernen kann, diskutiert und schreibt. Ich habe Angst, dass er mich nun hasst oder ich die Toxische bin, die Falsches unterstellt. Ich will niemanden weh tun. Ich will nur die Wahrheit wissen. Ich will aber auch meinen Freund nicht verraten oder verletzen. Er hat mir ganz schön Angst gemacht, als ich ihm von meinen Borderliner Kontakt erzählte. Ich will nichts mehr in Eigenregie tun, brauche aber mehr Meinungen zu dem Thema
Wie seht ihr das?
Vielen Dank an alle, die sich das durchgelesen haben.
es folgt ein längerer Text.
Ich hatte letztes Jahr eine schwere psychische Krise. Ich war in einem tiefen Loch und suizidal. In der Zeit habe ich via Internet einen Borderliner kennengelernt. Er ist ein älterer Mann, um die 40, der damals auf meine depressiven Posts aufmerksam wurde. Ich bin eine 25 Jahre alte Frau, musste auf die Therapien warten, so wie jetzt eben auch und war verzweifelt. Ich zweifelte an meinen Geschlecht, was sich inzwischen wie aus dem nichts gelegt hat, hatte Liebeskummer, hasste mich, da ich jemanden mit meinen Verhalten verletzt hatte und es nicht wieder gut machen konnte. Er war meine einzige Stütze. Da wir uns über ein politisches Forum kennenlernten, war er recht vorsichtig. Er fragte mich nach meinen Namen, um mich besser ansprechen zu können und verriet mir von sich aus auch seinen. Der Name war ein falscher Name, wie er es mir ein Jahr später erzählte, da er aufgrund der politischen Themen vorsichtig sei.
Er erzählte von seiner Diagnose und er ebenso eine schwere Phase hinter sich hatte. Die meiste Zeit ging es um meine Probleme, meine Selbstzweifel, Ängste, Suizidialität und die Angst keinen Partner zu finden. Er tröstete mich jedes Mal, erzählte von seinen Erfahrungen und beruhigte mich. Ich postete auch unter anderem hier im Selbsthilfeforum Suizidgedanken, nicht nur bei ihm, aber vorallem ihm vertraute ich die belastenden Gedanken an. Ich beruhigte mich danach auch schnell wieder und teilte ihm mit, wenn es mir wieder besser ging. Irgendwann vertraute ich ihm alles an, meinen Herkunftsort, was ich arbeite und auch sehr intime Probleme. Als ich mich durch die Klinik stabilisierte, fragte ich ihn nach seiner Meinung, wie es wäre, mir einen Partner über eine Website zu suchen und er gab mir Tipps, half mir gar bei der Bilderauswahl. Er zeigte mir auch sein Gesicht. Zweimale telefonierten wir. Er gab mir seine Handynummer, falls etwas seie, soll ich ihn anrufen und wenn es mitten in der Nacht wäre. Er sagte, er habe kein Whatsapp, obwohl sein Name bei Whatsapp in der Liste auftauchte. Später richtete er sich es anscheinend auf seinem Handy ein.
Als ich dann schließlich meinen Freund kennenlernte, bekam er plötzlich einen Borderlinetypischen Ausbruch, das erste Mal, in all der Zeit in der ich ihn kennenlernte. Ich kümmerte mich um ihn. Er gestand mir plötzlich, dass er mich lieben würde. Ich wieß ihn zurück, er sei wie ein Vater für mich. Er wollte trotzdem für mich da sein. Weil ich es immer getan habe, vertraute ich ihm all meine Sorgen bezüglich meines Freunds an. Ich teilte ihm auch mit, dass ich ihm helfen wolle, eine Frau zu finden. Doch er sprach immer wieder mal an, dass ich aus seinem Kopf verschwinden würde, wenn er eine Frau finden würde. Er machte mir immer wieder anzügliche Komplimente, auf die ich kaum einging oder mich nur etwas dafür bedanke, flirtete mit mir und versuchte, mich eifersüchtig zu machen. Da ich mich viel mit anderen Frauen vergleiche, verunsicherte es mich teils. Ich teilte ihm mit, dass er mir sehr wichtig sei und ich ihn nicht verlieren wolle. Dass ich Angst habe, er vergesse mich, wenn er eine Frau finde, da er es immer wieder andeutete. Dann ruderte er wieder zurück und sagte, dass er mich nie vergessen würde. Immer wieder schrieb ich ihm depressive Dinge. Und brauchte seine Beruhigung. Mir fiel auf, dass ich süchtig danach geworden bin. Also öffnete ich mich ihm erneut und sagte ihm, dass ich nicht mehr von ihm abhängig sein wolle, auch, da es für ihn nicht gut ist. Er beschuldigte mich daraufhin aus dem nichts, dass ich ihm wegen etwas Banalem angelogen hätte, was ich nicht habe und entschuldigte sich für die Falschbeschuldigung. Er fing an, über seine frührere Suizidalität zu sprechen. Ich zeigte meinem Freund die Verläufe, da er etwas Ahnung von Borderline hatte und er meinte, ich solle den Kontakt ersteinmal kappen, er handle manipulativ. Mein Borderliner Kontakt versuchte, als ich ihm nicht antwortete, mich eifersüchtig zu machen, er habe mit einer anderen Userin Kontakt, eine Mischung aus mir und ihr wäre für ihn perfekt, wir wären die einzigen Frauen, die er sich als Partner vorstellen könne. Diese Userin sei ihm extrem ans Herz gewachsen und er fand es schade, dass sie keinen Kontakt mehr zu ihm habe. Dabei kommentiert er noch unter ihren Posts. Er sagte wieder er verlasse mich nie. Ich habe ihn ja auch mehrfach unterstellt, er würde mich verlassen, wenn er eine Frau finden würde. Ich wollte nichts Romantisches von ihm, ich wollte seine Beruhigungen und sein Investment nicht teilen. Ich bin süchtig danach und suche sie nur noch bei ihm. Ich schrieb ihm, dass ich ihn für eine Weile blockiere und über alles nachdenke. Mein Freund meinte, dass der Typ gar gefährlich sein könne. Er schrieb mir einmal, als ich ihn fragte, ob ich auch was für ihn tun könne, ob ich ihm öfters ein Bild von mir schicken könne. Einmal wollte er, dass ich in die Natur gehe und meinen lieblingsort fotografiere. Mein Freund hat mir da etwas Angst gemacht, was natürlich nicht seine Schuld ist, er will nur auf mich aufpassen. Dennoch: bin ich eigentlich diejenige, die die Hauptschuld an allem, was passiert ist, trägt? Und bin ich heuchlerisch, da ich meinen Kontakt gebeten habe, mich nicht allein zu lassen und ihn nun für eine Weile alleine lasse? Er ist Borderliner, natürlich hat er Verlassenheitsängste. Andererseits hat er mich über einen Jahr mit seinen Namen angelogen, vielleicht bzzgl Whatsapp gelogen und versucht, mich eifersüchtig zu machen. Ich habe Angst, etwas falsch zu machen. Als ich sein Socialmedia checkte, sah ich, dass er ganz normal weitermacht. Er holt sich Tipps von Usern wie man Frauen kennenlernen kann, diskutiert und schreibt. Ich habe Angst, dass er mich nun hasst oder ich die Toxische bin, die Falsches unterstellt. Ich will niemanden weh tun. Ich will nur die Wahrheit wissen. Ich will aber auch meinen Freund nicht verraten oder verletzen. Er hat mir ganz schön Angst gemacht, als ich ihm von meinen Borderliner Kontakt erzählte. Ich will nichts mehr in Eigenregie tun, brauche aber mehr Meinungen zu dem Thema
Wie seht ihr das?
Vielen Dank an alle, die sich das durchgelesen haben.