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Zweifel am zweitstudium

Bahn23

Neues Mitglied
Hallo,
Ich dachte, ich schreibe mal einen Eintrag, weil ich mich momentan schon wieder in einer Sackgasse befinde.....
Ich studiere Lehramt im zweiten Semester, bin 23 Jahre alt. Ich bin studierter Instrumentalpädagoge (Klarinettenlehrer), habe das Studium aber mit zermürbenden Zweifeln durchgezogen, die damals im 3. Semester begannen (teilweise auch schon vor dem Studium) und mich leider ziemlich fertiggemacht haben. Ich habe das Studium eigentlich vor allem begonnen, um es meinen Eltern rechtzumachen. Im ersten Jahr war alles wunderbar, dann ist irgendetwas in mir passiert, ich bin innerlich abgerutscht.
Ich habe meinen Bachelor dennoch durchgezogen, den Master dann aber abgebrochen.
Danach habe ich, wie ich das eigentlich immer vorhatte, ein Lehramtsstudium begonnen, nach mehreren Praktika, die mir sehr gut gefallen hatten. Meine Fächer waren Mathe und Musik, wobei Mathe mir wider Erwarten besser gefallen und mich psychisch sogar gestärkt hatte. Ich hatte beschlossen, von Musik auf Erdkunde zu wechseln. Und war damit auch ziemlich zufrieden. Seit ein paar Tagen habe ich schon wieder Zweifel, die mich fast erdrücken, hinterfrage, ob Lehramt das Richtige ist, weil sich neulich in einer Nachhilfestunde alles seltsam angefühlt hat. Es hat mich so seltsam gelangweilt (nach einer halben Stunde), das hatte ich früher nicht. Aber so ähnlich haben die Zweifel an meinem ersten Studium auch begonnen. Dabei habe ich eigentlich so viel Spaß an meinen Fächern. Ich dachte, ich hätte ein gewisses Maß an Kontinuität, jetzt fliegt mir wieder alles um die Ohren. Ich kann nicht mehr.
Mittlerweile glaube ich, dass es nicht das Studium an sich ist, sondern etwas anderes. Mir ging es in der Schule eine ganze Zeit lang psychisch nicht gut, würde oft geärgert, zu Hause eher streng erzogen. Bin auch in Psychotherapie.
Ich weiß, dass psychische Stabilität im Lehramt wichtig ist, aber ich kann das schaffen, wenn ich denn weiß, was los ist. Ich habe sehr oft positive Feedbacks bekommen....
Ich freue mich über Antworten und danke schon im Voraus!
 
Hallo,
Ich dachte, ich schreibe mal einen Eintrag, weil ich mich momentan schon wieder in einer Sackgasse befinde.....
Ich studiere Lehramt im zweiten Semester, bin 23 Jahre alt. Ich bin studierter Instrumentalpädagoge (Klarinettenlehrer), habe das Studium aber mit zermürbenden Zweifeln durchgezogen, die damals im 3. Semester begannen (teilweise auch schon vor dem Studium) und mich leider ziemlich fertiggemacht haben. Ich habe das Studium eigentlich vor allem begonnen, um es meinen Eltern rechtzumachen. Im ersten Jahr war alles wunderbar, dann ist irgendetwas in mir passiert, ich bin innerlich abgerutscht.
Ich habe meinen Bachelor dennoch durchgezogen, den Master dann aber abgebrochen.
Danach habe ich, wie ich das eigentlich immer vorhatte, ein Lehramtsstudium begonnen, nach mehreren Praktika, die mir sehr gut gefallen hatten. Meine Fächer waren Mathe und Musik, wobei Mathe mir wider Erwarten besser gefallen und mich psychisch sogar gestärkt hatte. Ich hatte beschlossen, von Musik auf Erdkunde zu wechseln. Und war damit auch ziemlich zufrieden. Seit ein paar Tagen habe ich schon wieder Zweifel, die mich fast erdrücken, hinterfrage, ob Lehramt das Richtige ist, weil sich neulich in einer Nachhilfestunde alles seltsam angefühlt hat. Es hat mich so seltsam gelangweilt (nach einer halben Stunde), das hatte ich früher nicht. Aber so ähnlich haben die Zweifel an meinem ersten Studium auch begonnen. Dabei habe ich eigentlich so viel Spaß an meinen Fächern. Ich dachte, ich hätte ein gewisses Maß an Kontinuität, jetzt fliegt mir wieder alles um die Ohren. Ich kann nicht mehr.
Mittlerweile glaube ich, dass es nicht das Studium an sich ist, sondern etwas anderes. Mir ging es in der Schule eine ganze Zeit lang psychisch nicht gut, würde oft geärgert, zu Hause eher streng erzogen. Bin auch in Psychotherapie.
Ich weiß, dass psychische Stabilität im Lehramt wichtig ist, aber ich kann das schaffen, wenn ich denn weiß, was los ist. Ich habe sehr oft positive Feedbacks bekommen....
Ich freue mich über Antworten und danke schon im Voraus!

Hallo,

ich kenne das. Wenn es im Studium mal nicht so ganz nach Plan läuft und die Zweifel anfangen, dann kommt man da schwer wieder raus, wenn man sich festgefahren hat.

Was ich toll finde ist, dass du dein erstes Studium durchgezogen hast! Du hast schon mal einen Bachelor in der Hand. Kannst du mit dem Beruf des Klarinettenlehrers denn überhaupt gar nichts anfangen?

Ein Zweitstudium sollte halt gut überlegt sein, sonst ist man am Ende der ewige Langzeitstudent, der nicht weiß, was er will. Beim der zweiten Wahl sollte man dann schon wissen, was man genau machen will; man hat leider nicht so viel Zeit, nur herumzuprobieren, anzufangen und abzubrechen.

Du schreibst, dass du sogar Praktika gemacht hast; und dass Lehramt was für dich wäre. Warum es dir auf einmal nicht mehr so gefällt, erschließt sich mir nicht. Nur weil mal eine Nachhilfestunde etwas langatmig war, zweifelst du schon daran? In deinem Berufsleben wird es häufig Situationen geben, die langweilig sind und die nicht Spaß machen; dann kannst du auch nicht alles einfach hinschmeißen.

Du schreibst: "
Dabei habe ich eigentlich so viel Spaß an meinen Fächern." Machen dir die Fächer jetzt Spaß oder nicht?

Mittlerweile glaube ich, dass es nicht das Studium an sich ist, sondern etwas anderes. Mir ging es in der Schule eine ganze Zeit lang psychisch nicht gut, würde oft geärgert, zu Hause eher streng erzogen. Bin auch in Psychotherapie.
Ich weiß, dass psychische Stabilität im Lehramt wichtig ist, aber ich kann das schaffen, wenn ich denn weiß, was los ist. Ich habe sehr oft positive Feedbacks bekommen....

Na, ja, was jetzt deine Zeit in der Schule und deine strenge Erziehung mit dem Studium zu tun haben, erschließt sich mir nicht. Das eine ist Vergangenheit das andere ist Gegenwart. Es ist ja nicht so, dass du jetzt ein psychisches Wrack und lebensunfähig bist.

Ich glaube übrigens auch nicht, dass es am Studium liegt, sondern eher daran, dass du nicht so genau weißt, was du möchtest. Du hast ein Bild im Kopf, was du erreichen willst, lässt dich aber zu schnell entmutigen und stellst alles in Frage.
Das Leben läuft nicht immer nach Plan und au nicht immer kerzengerade. Es ist völlig normal, dass man irgendwann sein Studium in Frage stellt, klar - nur sollte man sich klar machen, was man eigentlich möchte und dann wieder zum Zielweg zurückkehren.

Deshalb beantworte dir einfach die Frage: willst du das wirklich machen?
 
Hallo,

Danke für die Antwort!
Ja, es ist mir in der Tat bewusst, dass man sich nicht so schnell entmutigen lassen darf, ich verstehe mich da selbst auch manchmal nicht.
Mir machen die Fächer sogar sehr viel Spaß, gerade deswegen bin ich auch bereit, in Mathe viel Zeit zu investieren.....
Lustigerweise macht mir
das Klarinetteunterrichten (Ich unterrichte seit August wieder) Spaß, was es vorher nicht gemacht hat. Aber ich sehe mich nicht die ganze Zeit in diesem Beruf, vielmehr zeigt es mir aber eigentlich auf, dass ich im pädagogischen Bereich eigentlich ganz richtig aufgehoben bin. Aber dennoch kommen immer wieder diese Zweifel.....
Mit der Vergangenheit, das kann ich nur bedingt unterschreiben. Natürlich ist das eine Gegenwart, das andere Vergangenheit, dennoch bin ich der Meinung, dass man sich gerade mit solchen Zweifeln besonders schwer tut (gerade in Sachen Entscheidungsfindung), wenn man die eigene Entscheidungsfreiheit selbst nie so hatte.....Aber du hast Recht, im Grunde sollte es in der Zukunft keine Rolle spielen. Das ist halt ein Lernprozess....
 

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