Hallo 🙂
Nachdem ich vor einiger Zeit einen Thread aufgemacht habe zum Thema Liebe und was das eigentlich ist, habe ich mir wie immer wieder viel Gedanken über mich und mein Leben gemacht und wie alles so läuft. Habe auch wieder viel mit meinem Psychologen gesprochen und wieder einige Dinge über mich selbst gelernt. Aber was bleibt und sich irgendwie immer noch nicht ganz aus meinem Leben verbannen lässt, ist meine Zwangsneurose. Die hat im Oktober 2016 sehr plötzlich angefangen (zu dem Zeitpunkt war es echt schlimm, ich war so überfordert mit diesen plötzlichen Ängsten etwas falsch gemacht zu haben und so gestresst von diesen plötzlich immer anwesenden Gedanken darüber) und auch wenn sich das immer total unglaubwürdig anhört in meinem Alter, hat sich dieses ganze Gegrübel immer gegen meinen damaligen ersten Freund gerichtet. Ich hatte plötzlich solche Panik, in der Vergangenheit vielleicht irgendetwas falsch gemacht zu haben und es einfach vergessen zu haben und hatte für völlig banale Dinge solche Schuldgefühle, dass ich vom Hausarzt über so eine Hotline an den nächsten verfügbaren Psychiater überwiesen wurde. Der hat mich irgendwie überhaupt nicht verstanden und hat mir Aripiprazol verschrieben, was ja eigentlich (laut meinem Psychologen) für Psychosen ist, und was bei einer Neurose gar nicht helfen kann. Davon hab ich nur Schlafprobleme bekommen und geholfen hat es tatsächlich absolut nicht. Dann hatte sich das Ganze eh erstmal erledigt nachdem mein ex Schluss gemacht hat, damit waren dann die Ängste erstmal weg. Irgendwann habe ich angefangen, mich für sexuelle Gedanken schrecklich schuldig zu fühlen und hatte meinem Umfeld gegenüber ein sehr schlechtes Gewissen weil ich dachte "oh man, wenn ihr eigentlich alle wüsstet, wie verrückt ich bin.."
Das habe ich aber mittlerweile auch wieder im Griff, worauf ich schon sehr stolz bin, außerdem weiß ich mittlerweile : egal wie fürchterlich und schuldig ich mich schon für so manches gefühlt habe, nach spätestens mehreren Monaten hatte sich mein Kopf schon wieder was anderes zum drüber Nachdenken gesucht. Jetzt bin ich single und an sich sehr glücklich, allerdings glaube ich mittlerweile auch, dass dieses viele Nachdenken und Schuldigfühlen in meinen letzten 2 Beziehungen auch ein Grund dafür ist, dass ich überhaupt keine Lust mehr habe, mich jemals wieder auf etwas einzulassen. Ich bin auch jetzt zur Zeit minimal von diesem krankhaften Werteverfolgen übermannt, aber das bezieht sich dann meist auf Dinge, die ich schnell wieder ausschalten kann, es ist also auf jeden Fall alle mal erträglicher, als noch vor einem Jahr. Aber trotzdem fragt man sich, warum der eigene Kopf solche Dinge tut? Das fühlt sich so fremd und irgendwie unecht an. Mir ist zb. Treue allgemein sehr wichtig, aber dieser Zwang zwingt mich dazu, das noch viiiiiiel viel enger zu sehen, als ich es normalerweise tun würde. Dieses Gefühl, wenn ich etwas wahrnehme und sich der Zwang dazuschaltet, fühlt sich immer gleich an. Ich kann dieses Gefühl nicht beschreiben aber ich merke dann sofort "ok, das was ich jetzt denke oder wie ich xy bewerte, bin nicht ich." Und trotzdem lässt es mich Schuldgefühle empfinden wenn ich das gar nicht will und ich kann dann nicht anders als so lange darüber nachzudenken, bis ich für mich zu einem zufriedenstellenden Schluss komme.
Warum bin ich so und kann das irgendwann wieder weggehen? Ich würde einfach gern wieder so "normal" denken wie früher, bevor das alles angefangen hat.
Kennt sich irgendwer mit sowas aus?
Ich erwarte keine großen Lösungsvorschläge aber es ist ja auch mal schön, das einfach mal zu ordnen und niederzuschreiben und zu lesen, was andere Leute so darüber denken.
Ich freue mich, wenn ihr bis hierhin gelesen habt und bin für jede nette Antwort dankbar.
Liebe Grüße, Maria 🙂
Nachdem ich vor einiger Zeit einen Thread aufgemacht habe zum Thema Liebe und was das eigentlich ist, habe ich mir wie immer wieder viel Gedanken über mich und mein Leben gemacht und wie alles so läuft. Habe auch wieder viel mit meinem Psychologen gesprochen und wieder einige Dinge über mich selbst gelernt. Aber was bleibt und sich irgendwie immer noch nicht ganz aus meinem Leben verbannen lässt, ist meine Zwangsneurose. Die hat im Oktober 2016 sehr plötzlich angefangen (zu dem Zeitpunkt war es echt schlimm, ich war so überfordert mit diesen plötzlichen Ängsten etwas falsch gemacht zu haben und so gestresst von diesen plötzlich immer anwesenden Gedanken darüber) und auch wenn sich das immer total unglaubwürdig anhört in meinem Alter, hat sich dieses ganze Gegrübel immer gegen meinen damaligen ersten Freund gerichtet. Ich hatte plötzlich solche Panik, in der Vergangenheit vielleicht irgendetwas falsch gemacht zu haben und es einfach vergessen zu haben und hatte für völlig banale Dinge solche Schuldgefühle, dass ich vom Hausarzt über so eine Hotline an den nächsten verfügbaren Psychiater überwiesen wurde. Der hat mich irgendwie überhaupt nicht verstanden und hat mir Aripiprazol verschrieben, was ja eigentlich (laut meinem Psychologen) für Psychosen ist, und was bei einer Neurose gar nicht helfen kann. Davon hab ich nur Schlafprobleme bekommen und geholfen hat es tatsächlich absolut nicht. Dann hatte sich das Ganze eh erstmal erledigt nachdem mein ex Schluss gemacht hat, damit waren dann die Ängste erstmal weg. Irgendwann habe ich angefangen, mich für sexuelle Gedanken schrecklich schuldig zu fühlen und hatte meinem Umfeld gegenüber ein sehr schlechtes Gewissen weil ich dachte "oh man, wenn ihr eigentlich alle wüsstet, wie verrückt ich bin.."
Das habe ich aber mittlerweile auch wieder im Griff, worauf ich schon sehr stolz bin, außerdem weiß ich mittlerweile : egal wie fürchterlich und schuldig ich mich schon für so manches gefühlt habe, nach spätestens mehreren Monaten hatte sich mein Kopf schon wieder was anderes zum drüber Nachdenken gesucht. Jetzt bin ich single und an sich sehr glücklich, allerdings glaube ich mittlerweile auch, dass dieses viele Nachdenken und Schuldigfühlen in meinen letzten 2 Beziehungen auch ein Grund dafür ist, dass ich überhaupt keine Lust mehr habe, mich jemals wieder auf etwas einzulassen. Ich bin auch jetzt zur Zeit minimal von diesem krankhaften Werteverfolgen übermannt, aber das bezieht sich dann meist auf Dinge, die ich schnell wieder ausschalten kann, es ist also auf jeden Fall alle mal erträglicher, als noch vor einem Jahr. Aber trotzdem fragt man sich, warum der eigene Kopf solche Dinge tut? Das fühlt sich so fremd und irgendwie unecht an. Mir ist zb. Treue allgemein sehr wichtig, aber dieser Zwang zwingt mich dazu, das noch viiiiiiel viel enger zu sehen, als ich es normalerweise tun würde. Dieses Gefühl, wenn ich etwas wahrnehme und sich der Zwang dazuschaltet, fühlt sich immer gleich an. Ich kann dieses Gefühl nicht beschreiben aber ich merke dann sofort "ok, das was ich jetzt denke oder wie ich xy bewerte, bin nicht ich." Und trotzdem lässt es mich Schuldgefühle empfinden wenn ich das gar nicht will und ich kann dann nicht anders als so lange darüber nachzudenken, bis ich für mich zu einem zufriedenstellenden Schluss komme.
Warum bin ich so und kann das irgendwann wieder weggehen? Ich würde einfach gern wieder so "normal" denken wie früher, bevor das alles angefangen hat.
Kennt sich irgendwer mit sowas aus?
Ich erwarte keine großen Lösungsvorschläge aber es ist ja auch mal schön, das einfach mal zu ordnen und niederzuschreiben und zu lesen, was andere Leute so darüber denken.
Ich freue mich, wenn ihr bis hierhin gelesen habt und bin für jede nette Antwort dankbar.
Liebe Grüße, Maria 🙂