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Zum Nachdenken:Was Sterbende am meisten bereuen

  • Starter*in Starter*in Gelöscht 44560
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Hallo mikenull,

es gab keinen Journalisten, der in letzter Minute Stift und Papier zückt.

Das Buch wurde von einer Frau geschrieben, die viel Jahre professionell als Pflegekraft Sterbende in ihren letzten Wochen betreut und begleitet hat. Meist in deren eigenem Zuhause. In Einzelfällen auch mal in einem Pflegeheim.

Und diese Menschen, die wissen, daß ihnen nur noch wenige Wochen oder Tage bleiben, wollen reden. Erzählen aus ihrem Leben. Und erzählen eben auch von den verpaßten Chancen. Erzählen von der Trauer, daß sie den Kontakt zu Freunden nicht ausreichend gepflegt haben. Oder davon, daß sie sich zu viel davon haben leiten lassen, was andere von ihnen erwarteten und nicht ihrem eigenen Herzen gefolgt zu sein. Oder von der Angst, ihre Gefühle auszudrücken.

Es ist ein sehr warmherziges und ermutigendes Buch. So zumindest empfinde ich das.
 
Das mag alles ein, es ging mir um den Ausdruck "Sterbende" - und da ist es kaum glaubhaft, was Bücherschreiber zu Papier bringen.Es gibt ja auch Bücher darünber, was "Sterbende" als letzten Satz gesagt haben sollen. Kann man alles schlichtweg vergessen.Und was hat eine "professionelle" Pflegekraft mit Bücherschreiben zu tun? Soviel wie mein Hund mit dem Bau eines Atomkraftwerks. Man muß nicht alles glauben. Zumindest sollte man skeptsich sein - denn ein Buch muß ja auch Spannung bringen.
 
Hallo mikenull,

es gab keinen Journalisten, der in letzter Minute Stift und Papier zückt.

Das Buch wurde von einer Frau geschrieben, die viel Jahre professionell als Pflegekraft Sterbende in ihren letzten Wochen betreut und begleitet hat. Meist in deren eigenem Zuhause. In Einzelfällen auch mal in einem Pflegeheim.

Und diese Menschen, die wissen, daß ihnen nur noch wenige Wochen oder Tage bleiben, wollen reden. Erzählen aus ihrem Leben. Und erzählen eben auch von den verpaßten Chancen. Erzählen von der Trauer, daß sie den Kontakt zu Freunden nicht ausreichend gepflegt haben. Oder davon, daß sie sich zu viel davon haben leiten lassen, was andere von ihnen erwarteten und nicht ihrem eigenen Herzen gefolgt zu sein. Oder von der Angst, ihre Gefühle auszudrücken.

Es ist ein sehr warmherziges und ermutigendes Buch. So zumindest empfinde ich das.

Das Buch kenne ich nicht (noch nicht).
Aber es wird geredet und geredet. Und ich hoffe, die Worte treffen auf offene Ohren.

Ach Mensch... , :wein: ich würde mir so wünschen, nochmals zuhören zu dürfen. Hauptsache, sie (XY) lebt und kann noch ein Stück auch Lachen und Lieben und eben Sein. Ich vermisse .... .
Sie wollte ja leben, aber hatte keine Chance... . Sterben, dann der Tod.


Nachdenklich, traurig


Landkaffee
 
Das Buch kenne ich nicht (noch nicht).
Aber es wird geredet und geredet. Und ich hoffe, die Worte treffen auf offene Ohren.

Ach Mensch... , :wein: ich würde mir so wünschen, nochmals zuhören zu dürfen. Hauptsache, sie (XY) lebt und kann noch ein Stück auch Lachen und Lieben und eben Sein. Ich vermisse .... .
Sie wollte ja leben, aber hatte keine Chance... . Sterben, dann der Tod.


Nachdenklich, traurig


Landkaffee

Ach, liebe Landkaffee, ich umarme Dich, wenn ich darf. Ja, es ist schwer.
 
Mir ist das gar nicht so wichtig, mikenull, ob alles wahr ist. Das Buch ist gut geschrieben und inspiriert mich für mein Leben. Viel mehr erwarte ich von einem Buch nicht.

Was für eine Lehre ziehst du denn daraus?
Dass Menschen zunehmend in diesen Situationen alleine und einsam sind?
Denn diese Aussagen sind doch Spiegelbild ihres Daseins.

Und es stellt sich doch ernsthaft die Frage: Was wäre, wenn sie ihr Leben anders, also nach jetziger Einsicht, gelebt hätten?
Hätten sie tatsächlich ihr Leben besser gelebt?
Würden sie nicht genau andersrum bedauern?

Es ist doch Produkt ihrer Entscheidung und dafür trägt man seine persönliche Verantwortung...
Zudem sind die Aussagen sehr subjektiv und wahrscheinlich auch suggestiv, wie eine Umfrage, wo ich genau das Ergebnis vorher weiß.

Wenn ich z.B. lese: >>Ich wünschte, ich wäre mit meinen Freunden in Kontakt geblieben.<<
Setzt das doch voraus, dass die Freunde das auch wollten.
Und die Lebensrealität sagt nun einmal, dass für Freundschaften Zeit gebraucht wird, die der Familie oder anderen Dingen verloren gingen.
Also sind es doch rational gute und richtige Entscheidungen, die da vorher im Leben getroffen wurden.

Das ist doch aus der Langeweile heraus verklärte Wirklichkeit.
Denn wer z.B. versucht, ist ja mit Internet kein Problem, Freundschaften zu halten, der wird sehr schnell ernüchtert oder verletzt sein...
Da findet man eher hier Freundschaften.
Dazu muss man nur Klassentreffen besuchen, wo die einen angeben und andere beschämt nicht mehr hingehen..

Was den Menschen angeboten werden müsste, wäre mehr Gesundheit und Lebensqualität, dann sähe die Umfrage völlig anders aus.

Zudem sind solche Bücher nicht auf uns übertragbar, wenn es z.B. nur 10 Tage Urlaub im Jahr gibt und die 7 Tage Woche...
Denn vielfach gibt es keinen Arbeitsschutz.

Also gutes Geschäftsmodel, jedoch keine belastbaren Aussagen und Erkenntnisse...
 
Letztlich stirbt doch so oder so jeder am Ende allein.
Ein Stück des Weges kann evtl. begleitet werden. Am Ende ist jeder Mensch für sich.
Manche haben davor Angst oder konkrete Furcht, länger oder auch nur kurz.

Bereuen....?

Bereuen, der der stirbt?
Reue vor wem oder was?

Die Uhr ist abgelaufen. Die Zeit, sie ist vorbei.



Landkaffee


Nichts, nichts tun können wir mehr ... .
 
Hallo Rhenus,

in mir hat das Buch u.a. genau den Wunsch geweckt, mich mal wieder bei alten Freunden zu melden, zu denen der Kontakt einzuschlafen drohte. In der Geschäftigkeit des Tages ist man ja wirklich viel zu sehr auf Arbeit und Alltägliches konzentriert, so daß man solche Dinge zu oft verschiebt.

Und ich habe jedem meiner lieben Patenkinder noch für dieses Jahr jeweils einen eigenen schönen Tag mit Ausflug und Übernachtung eingeplant. Nicht aufschieben bis der berufliche Streß zum Jahresende vorbei ist. Sie sind mir wichtig und sie genießen Zeit mit mir.

Und gestern abend habe ich noch kurz meinen lieben Nachbarn einen kleinen Gruß vor die Tür gelegt.

Die Lektüre des Buches erinnert mich einfach daran, das, was mir wirklich wichtig ist, jetzt zu tun.

Wir glauben immer, wir sterben irgendwann, wenn wir alt sind. Dabei wissen wir alle, daß wir jederzeit sterben können. Und daß man daher nicht aufschieben sollte.

Natürlich "weiß" ich längst, daß im Rückblick auf mein Leben die Zeit, die ich mit lieben Menschen verbracht habe, wichtig gewesen sein wird und die kleinen Glücksmomente durch Achtsamkeit und Mitgefühl, und die Momente, in denen ich den Mut aufgebracht habe, meinem Herzen zu folgen und nicht so sehr den Erwartungen anderer oder den vermeintlichen Zwängen und Verpflichtungen des Alltags nachzukommen. Aber zumindest mir geht es oft so, daß ich viel zu oft denke, die Zeit reicht gerade jetzt dazu nicht oder ich hätte gerade nicht die Wahl, weil anderes dringender sei.

Mich erinnert aktuell die morgenliche Lektüre daran, was mir im Leben wichtig ist. Und dafür bin ich dankbar.
 
Ja ok, bird on the wire,

ich gebe dir ein Danke, weil du das so schön und positiv schreibst. Gefällt mir...

Doch letztlich sage ich voraus, dass du wenig zurückbekommen wirst, doch das kannst nur du beurteilen.
Wenn du dir dessen bewusst bist, und du danach nicht verbittert sein wirst, daher "verschwendete" Zeit denkst... Prima!

Ich habe andere Erfahrungen gemacht, andere auch, doch das sollte kein Hinderungsgrund sein.
Daher lebe ich mein Leben ohne Trauer nach vergangenen Leben...

Denn man vermisst immer das, was man nicht hat und schätzt zu wenig, was man vor sich haben könnte.
Vieles erscheint zudem in der Vergangenheit verklärt, weil man sich ein Wunschbild schafft und negative Dinge ausblendet.

Ich glaube, ich werde nichts vermissen, wenn ich gehe, weil ich weiß, dass die Vergangenheit rechtzeitig aufgearbeitet werden sollte und nicht am Sterbebett.
Zudem weiß ich, dass ich alles richtig machte, selbst dass, was ich nachweislich falsch machte.
Es war nach meiner Überzeugung zum Zeitpunkt meines Handelns richtig und logisch.
Denen ich Unrecht antat, die können mir allenfalls nur vergeben, wie ich denen vergeben habe, die mir Unrecht antaten.

Also könnte ich nur mehr Lebenszeit, die es nicht gibt, bedauern, wenn es mir noch gut gehen würde.

Denn wäre deine These richtig oder sagen wir die der Autorin, kämen wir nicht mehr zum Leben, weil wir ständig daran denken würden etwas falsch zu machen.
Denn Entscheidungen treffen, heißt doch auch eine tatsächlich zu treffen, denn sonst kommt man zu keiner.

Zudem setzen alle Entscheidungen voraus, dass die jeweilige Bezugsperson genau so denkt wie ich.
Und das bezweifele ich.

 

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🦉Frau Rossi🦉 Liebe Weidebirke 💐Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag💐 Lichtblicke 22

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