Vielen Dank für die vielen Nachrichten.
Ich bin durchaus gut in dem was ich nun tue, das Studium möchte ich definitiv fertig machen. Wenn ich meine wirkliche "Studiendauer" betrachte bin ich sowohl was die Noten als auch die Regelstudienzeit betrifft gut dabei. Würde ich es nun abbrechen würde ich auch die einzigen Jahre meines Erwachsenendaseins in denen ich wirklich produktiv bin und was "richtiges" mache in die Tonne treten. Es geht mir ja inzwischen eher um Schadensbekämpfung statt großartige Sprünge zu erwarten. Die Optionen belaufen sich letztendlich auf:
1. 10 Jahre für einen Bachelor gebraucht. Ist schlecht, ohne Frage.
2. 10 Jahre gebraucht um sich eine Ausbildung zu suchen. Meiner Ansicht nach noch katastrophaler als ohnehin schon.
Vielen Dank für die aufmunternden Worte. Die Chancen eines "leichten" Berufseinstiegs habe ich nicht mehr, dass stimmt. Den Traum vieler Ingenieure mal bei BMW oder Siemens oben mitzuspielen habe ich ohnehin lange verworfen. Nur müssten selbst Kleinstbetriebe sehr verzweifelt sein um mich auch nur in Betracht zu ziehen. Das meine ich nicht im Sinne von ich bin so arm dran und ertränke mich in Selbstmitleid, sondern ganz trocken unter Anbetracht der steigenden Zahl an Ing-Abschlüssen.
Meine Sorge ist nicht dass ich meine Chance auf ein 80k Gehalt verspielt habe sondern dass ich auch wenn ich die letzten Jahre und die kommende Zeit Mühe in Fleiss in den Abschluss stecke es dennoch komplett wertlos sein könnte.
Selbst die Hoffnung auf eine 08/15 schlechtbezahle Ingenieursstelle würden viele als realitätsfern und naiv bezeichnen. Sie ist aber alles was ich habe (Die Karriere betreffend), doch selbst das verblasst immer mehr je genauer ich darüber nachdenke.
Dem kann ich leider nicht ganz Folgen. Ich habe niemand anderem die Schuld für meine Situation gegeben. Waren ausschließlich meine Entscheidungen. Verändert habe ich meine Situation auch, die Frage ist nur ob es nicht viel zu spät war.
Womöglich entstand der Eindruck ich wäre dauerbetrunken. Dem ist nicht so. Es ist unregelmässig und wie ich beschrieb reduziere ich es inzwischen auch stark. Kann mir aber auch denken dass der Schritt in die Abhängigkeit schneller und schleichender ist als mir bewusst ist und du/ihr mich deshalb ausdrücklicher warnen wollt. Das weis ich zu schätzen, ich werde es mir auch zu Herzen nehmen.
Allein schon in Anbetracht der Schadensbekämpfung. 30 Jahre und nur einen Bachelor vorzuweisen ist besser als 30 Jahre mit Bachelor + Alki.
Ich denke wenn sie die Hoffnung aufgegeben hätten wäre es besser. Dann wäre das schlimmste schon überstanden und ich müsste mir um die mögliche anstehende Enttäuschung keine Gedanken machen.
Nachholen tue ich es so gut es geht. Allein schon um zumindest ein paar Jahre im Leben zu haben die ich nicht bereue.
Sie hat wirklich kein Problem noch etwas zu warten was Kinder angeht. Würde ich mich jedoch um Haus und Kind kümmern wäre mein Berufseinstieg dann aber in noch fortgeschrittenerem Alter. Das möchte ich aktuell lieber nicht riskieren.
Weder ein Therapeut, noch der Alkohol können dein Problem lösen.
Du hast 10 Jahr gegammelt und bereust dies nun. Gut so! Dann kannst du ja JETZT SOFORT etwas ändern.
Es gilt nun folgende Entscheidung zu treffen: machst du dein fakestudium weiter? Das würde ich nur tun, wenn ich ein 1er-Student wäre. Außerdem bist du an der Uni "verbrannt".
Ich würde mir ganz bescheiden einen Ausbildungsplatz als Zweirad- oder Kfz-Mechantroniker suchen und zunächst ganz kleine Brötchen backen.
Ich bin durchaus gut in dem was ich nun tue, das Studium möchte ich definitiv fertig machen. Wenn ich meine wirkliche "Studiendauer" betrachte bin ich sowohl was die Noten als auch die Regelstudienzeit betrifft gut dabei. Würde ich es nun abbrechen würde ich auch die einzigen Jahre meines Erwachsenendaseins in denen ich wirklich produktiv bin und was "richtiges" mache in die Tonne treten. Es geht mir ja inzwischen eher um Schadensbekämpfung statt großartige Sprünge zu erwarten. Die Optionen belaufen sich letztendlich auf:
1. 10 Jahre für einen Bachelor gebraucht. Ist schlecht, ohne Frage.
2. 10 Jahre gebraucht um sich eine Ausbildung zu suchen. Meiner Ansicht nach noch katastrophaler als ohnehin schon.
Das Problem ist eher, dass so gut wie immer Berufserfahrung gefordert wird, die habe ich leider nicht. Zu irgendwelchen Praktika gibt man dann verständlicherweise auch eher 24 jährigen die Chance als mir. Die Jobs sind da, klar, glaube nur dass ich meine Chance verspielt habe.Ich versteh das Problem nicht wirklich. Wenn ich bei "stepstone" "Konstrukteur" eingebe... bekomme ich 1266 Treffen für Stellenangebote. Das reicht nicht... oder was? Wieso solltest du mit einem Ingenieurstudium nix anfangen können?
Wenn es dir halbwegs liegt versuch in Richtung Elektronik zu gehen, erlerne ein CAD-System vernünftig und dann ist das Thema Job finden... kein Thema.
Ich hatte jetzt nicht den Eindruck, dass du unter dem Studium ansich leidest sondern eher an deiner relaxten Einstellung und der "vertanen". Daher sag ich ja, machs zu Ende.
Du machst da ein Drama draus wo keins ist. Ich will deine Schwierigkeiten nicht kleinreden und verstehe, dass man da auch mal über die Vergangenheit nachdenkt und gerade in Zeiten des Lebenslauffetischismus ist es schwierig davon unbeeindruckt zu bleiben, aber das heisst alles nicht, dass dein Leben vorbei ist.
Es wird sicher nicht leicht, aber was ist schon leicht? Mach weiter, du packst das schon!
Vielen Dank für die aufmunternden Worte. Die Chancen eines "leichten" Berufseinstiegs habe ich nicht mehr, dass stimmt. Den Traum vieler Ingenieure mal bei BMW oder Siemens oben mitzuspielen habe ich ohnehin lange verworfen. Nur müssten selbst Kleinstbetriebe sehr verzweifelt sein um mich auch nur in Betracht zu ziehen. Das meine ich nicht im Sinne von ich bin so arm dran und ertränke mich in Selbstmitleid, sondern ganz trocken unter Anbetracht der steigenden Zahl an Ing-Abschlüssen.
Meine Sorge ist nicht dass ich meine Chance auf ein 80k Gehalt verspielt habe sondern dass ich auch wenn ich die letzten Jahre und die kommende Zeit Mühe in Fleiss in den Abschluss stecke es dennoch komplett wertlos sein könnte.
Selbst die Hoffnung auf eine 08/15 schlechtbezahle Ingenieursstelle würden viele als realitätsfern und naiv bezeichnen. Sie ist aber alles was ich habe (Die Karriere betreffend), doch selbst das verblasst immer mehr je genauer ich darüber nachdenke.
Es gibt einen Grund, nur warum drückst du den weg, mit Alkohol?
Alkohol Missbrauch geht auch ( ohne ) Abhängigkeit.
Was du missbrauchst sind deine Gefühle, weil das Wissen wie es geht hast du ja.
Du unterdrückst deine Möglichkeiten, das wissen, das nur DU es bist der für dein Leben verantwortlich ist.
Da gibt es keine Schuld, deine Gefühle wollen dir das richtige sagen aber du lässt es nicht zu.
Ist die Angst vor dem Versagen, die einen immer wieder das selbe tun lässt , aber eine Veränderung erwartet.
Wie sollte das gelingen?
Nichts zu tun oder zu ändern ist auch eine Entscheidung, aber die schlechteste!
Selbstverantwortung übernehmen: So lernen Sie es (karrierebibel.de)
Dem kann ich leider nicht ganz Folgen. Ich habe niemand anderem die Schuld für meine Situation gegeben. Waren ausschließlich meine Entscheidungen. Verändert habe ich meine Situation auch, die Frage ist nur ob es nicht viel zu spät war.
Nur wenn der das trinken einstellt, aber nicht um geliebt zu werden, das muss er für ( Sich ) tun.
Wenn ich mich nur für andre ändere, wird das nichts, da es ja 7,6 Milliarden andre gibt und denen muss ich nichts recht machen, geht ja auch nicht.
Weil du willst ja was an deinem Leben ändert , für dich, nicht für andre.
Warum ich keinen Alkohol mehr trinke (und warum ich's leid bin, mich dafür zu rechtfertigen). - hellopippa
Womöglich entstand der Eindruck ich wäre dauerbetrunken. Dem ist nicht so. Es ist unregelmässig und wie ich beschrieb reduziere ich es inzwischen auch stark. Kann mir aber auch denken dass der Schritt in die Abhängigkeit schneller und schleichender ist als mir bewusst ist und du/ihr mich deshalb ausdrücklicher warnen wollt. Das weis ich zu schätzen, ich werde es mir auch zu Herzen nehmen.
Allein schon in Anbetracht der Schadensbekämpfung. 30 Jahre und nur einen Bachelor vorzuweisen ist besser als 30 Jahre mit Bachelor + Alki.
mal so als elternteil:
deine eltern werden sich schon lange davon verabschiedet haben, dass da von dir bzgl. studium noch was kommt und dich halt als feste finanzielle größe eingeplant haben.
wahrscheinlich haben sie keinen bock, sich da mit dir darüber auseinanderzusetzen und machen halt einfach so weiter, solange es geht.
bzgl. studium musst halt jetzt nachholen...
inkl. praktika und passender spezialisierung. besser, als ausbildung. arbeiten nebenher fachlich, nicht irgendwelche nebenjobs
Ich denke wenn sie die Hoffnung aufgegeben hätten wäre es besser. Dann wäre das schlimmste schon überstanden und ich müsste mir um die mögliche anstehende Enttäuschung keine Gedanken machen.
Nachholen tue ich es so gut es geht. Allein schon um zumindest ein paar Jahre im Leben zu haben die ich nicht bereue.
yo mei, die andere möglichkeit wäre auch, dass du und deine freundin zusammen zieht und du halt für kind und haushalt zuständig bist, wenn sie schon fertig ist und an kinderplanung etc. denkt.
die frage ist halt, ob das bei dir noch was wird und dann hättet ihr beide umsonst darauf gesetzt, dass du mal fertig wirst.
Sie hat wirklich kein Problem noch etwas zu warten was Kinder angeht. Würde ich mich jedoch um Haus und Kind kümmern wäre mein Berufseinstieg dann aber in noch fortgeschrittenerem Alter. Das möchte ich aktuell lieber nicht riskieren.