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Zukunftsängste/ älter werden usw.

SE1996

Neues Mitglied
Hallo da draußen,
Ich bin 20 Jahre alt (weiblich), werde in einem Monat 21. Eigentlich ein tolles junges Alter. Man ist schon so richtig erwachsen. Dennoch habe ich seit einiger Zeit seltsame Ängste und Sorgen. Und zwar die Angst vor dem älter werden allgemein, was die Zukunft bringt, die Zeit viel zu schnell an mir vorbei zieht und ich dadurch das verpasse was ich mir vornehme/vorhabe ???????? ich weiß ehrlich nicht wie ich damit umgehen soll.

Eigentlich könnte ich aber glücklich sein, EIGENTLICH... Ich mache momentan ein Fernstudium wo ich meinen erweiterten nachhole. Suche grad nach einem Nebenjob, wenn ich Glück habe bin ich sogar nächsten Monat eine Festeinstellung (hatte vor paar Tagen ein Vorstellungsgespräch). Ich hab eine Familie die hinter mir steht, tolle Freunde, bin dabei mein Führerschein zu machen.

Ich bin auch ein recht fröhlicher, positiver, selbstständiger und zuverlässiger Mensch, der immer Spaß am Leben hatte und es genossen hat. Selbst bei meinen ehemaligen psychischen Problemen habe ich irgendwie immer positiv gedacht.

Aber ich vermute selbst das es viel mit meinen ehemaligen psychischen Problemen zusammen hängt. Das meine Seele in einigen Situationen immer noch angeschlagen ist.

Ich hatte mit 14-15 Jahren starke Probleme in meiner Schule. Wurde gemobbt, schlecht gemacht. Habe dann die Schule gewechselt. Dort wurde es zwar etwas besser, aber ich habe Stück für Stück gemerkt, das es mir seelisch gar nicht mehr gut geht. Ich habe das Schuljahr mehr oder weniger durchgezogen, bin letzten Endes doch sitzen geblieben. Nach den Sommerferien ging dann gar nichts mehr. Ich hatte Panik und Ängste vor der Schule, konnte da nicht hin, mir war ständig übel und hatte Bauchschmerzen. Hatte so richtige Deppressionen. Es folgte also Therapie, von der Schule war ich vorübergehend krank geschrieben und letztendlich sogar eine Kur. Mit 19 ging's mir dann wieder gut und ich habe die Therapie beendet.

Tja, leider habe ich durch meine Depprizeit leider einige Jahre verloren in den ich einiges hätte schaffen können. Führerschein (den ich jetzt mache) einen besseren Abschluss (wird durch Fernstudium nachgeholt und es macht mir sogar Spaß, habe dieses Jahr sogar Abschlussprüfungen) bestimmte Erlebnisse die ich schon länger geplant habe, schneller einen Nebenjob finden können (hat sich auch nicht immer ergeben, bzw. Viele Absagen). Jetzt hole ich das alles nach. Eigentlich kein Grund um sich Sorgen zu machen, aber ich hab einfach das Gefühl das ich zu viel verpasst habe???? ich hab mir zwar vorgenommen bis 2020 so einiges zu schaffen, aber ich angst davor habe SOGAR für einige Dinge zu ALT zu sein... Ich weiß selbst das es total bescheuert klingt. Aber wie gesagt Theorie und Praxis sind zwei paar Schuhe. Ich bin echt fertig. Ich mache mir auch Sorgen was die nächsten Jahre auf mich zukommt. Dieses älter und älter werden und das was man sich vornimmt nicht schafft bzw. Weiter aufschiebt bis es zu spät is???????? ich bin echt fertig mit diesen Gedanken. Ich heule, verkrieche mich immer wieder und nerve damit meine Mitmenschen, die mir immer wieder versuchen mit zu zu sprechen. Auch das alles um mich herum älter wird macht mich fertig. Da sieht man das Nachbarmädchen, mit der ich vor ca. 10/12 Jahren noch gespielt habe, und die selbst schon 17 ist. Ich bin oft immer wieder geschockt wie schnell alles rum sein kann.

Ich weiß echt nicht mehr weiter. Mir gehts dadurch echt mies. Mir ist übel, flau im Magen, habe oft schlechte Laune, bin allgemein gereizt und nervös. Ich hatte sogar vor ein paar Tagen zwei Nervenzusammenbrüche, weil mir alles zu viel wurde mit diesen Gedanken 🙁 ich bin froh das ich noch einigermaßen Appetit habe, sonst wäre es echt noch schlimmer.

Nennt man das so eine Art Quaterlife-Crisis ?? Ich hab mal was drüber gelesen das es junge Leute zwischen 20-25 treffen sollte o.o. Ob da was dran ist??

Ich möchte, so blöd es auch klingt, wieder 16-18 sein. Das waren die Jahre die ich durch meine psychischen Probleme, nicht so dolle ausleben konnte (hab ich zwar schon irgendwie, aber da war alles so grau und lustlos).

Naja ich wollte gerne wissen, ob es einige die in meinem Alter sind oder sogar älter sind, ähnliche Sorgen oder Ängste hatten/haben und wie ihr das "überstanden" habt.

Ich würde mich sehr über einige Tipps und Ratschläge freuen. Ob mir jemand helfen kann sich besser damit auseinander zu setzen.

Ich danke im Voraus und einen schönen Abend ????????

Eure SE1996
 
Zuletzt bearbeitet:
Hi,

erst einmal kann ich dir sagen, dass du damit nicht alleine bist. Es gibt so unendliche viele Menschen, die die gleichen Ängste & Zweifel haben. Was ich dir aber auch mit sagen möchte, entspann dich bitte. Ich kenne das selbst enorm unter Druck zu stehen und die Zeit im Nacken zu haben. Aber bitte verinnerliche dir, dass dem nicht so ist. Schau mal, was du jetzt alles für Möglichkeiten hast--- dein Führerschein nachholen etc... Das sind Dinge, die können sehr sehr viele Menschen nicht machen also mach dir bitte bewusst, dass du die Chance hast dein Leben zu genießen und niemand setzt dich unter Druck außer du selbst. Wenn du bald einen Job hast, ist das doch super, aber mach nicht nur Dinge, wo du denkst, dass du sie tun MUSST. Schau lieber, was dir Spaß machen würde und wo du weißt, dass dich das auch noch in den nächsten 10 Jahren interessiert. 😉 LG
 
Es ist ganz normal, dass man mal über sein Leben reflektiert. Aber mach Dir keine Sorgen, dass Du was verpasst haben könntest. Du bist noch jung genug.

Ich bin über 40, und für mich wurde mein Leben eigentlich erst ab Mitte 20 so richtig gut. Da hatte ich mich auf eigene Füße gestellt und mich von Abhängigkeiten (Schule, Elternhaus) frei gemacht. So richtig "bei mir angekommen" fühlte ich mich ab etwa 30. Es gab Zeiten in meinem Leben, in denen ich auch eher existiert als gelebt habe. Ja, ich bin manchmal ein wenig traurig deswegen. Aber ich kann die Zeit nicht zurückdrehen. Und ich finde es wichtig, dass man irgendwann die Kurve kriegt, und sein Leben lebt.
 
@mchristin
Ich danke dir für deine Worte. Sie beruhigen mich.Ich versuche meine Sorgen/Ängste so gut es geht in Griff zu bekommen. Vielleicht legt sich sogar von selbst. Nur wenn ich versuche abzuschalten/entspannen und mich ablenke, kommt nach einer kurzen Zeit alles wieder hoch, und mir gehts wieder schlecht. Dann bin ich wieder ratlos. 🙁
 
@spoony
Das mit der quarterlife Crisis, hab ich mal in den Nachrichten gehört...das es einige junge Leute zwischen 20-25, Vorallem nach der Ausbildung/Studium, in so eine Art tief fallen und ähnliche ängste haben...ob da was dran ist weiß ich nicht. Jedenfalls machen die Sorgen/ängste einen fertig und ich suche einen Ausweg um das besser verarbeiten zu können/besser damit umgehen zu können 🙂
 

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