Hmm, also zumindest was die Außenseiter-Rolle eingeht war ich mal ein echter Vollprofi. Ich hatte seit der Kindheit keine wirkliche Lust mich auf andere einzulassen, bzw. empfand es als schlicht und ergreifend für unnötig. Irgendwann wurde mir klar, dass es eigentlich spass macht sich mit den Leuten zu unterhalten und habe einfach mal das genaue Gegenteil versucht - nämlich so extrovertiert wie möglich zu sein.
Am Anfang fällt es schwer einfach auf andere zuzugehen und mit ihnen zu reden, aber ein "hey, was geht?" oder "na, was gibts neues?" bildet schon mal eine gute Grundlage. Smalltalk übers Wetter mag erstmal komplett sinnlos erscheinen, aber dann spricht man darüber, dass man ja heute noch in den Park wollte und das wegen dem Regen nicht geht, oder dass irgendwo irgendjemandem der Router von nem blitz gegrillt wurde und schon hat man ein Gespräch.
Wichtig ist sich nicht aufzudrängen, sondern zu präsentieren, so dass die anderen auch mit dir reden wollen, dich kennenlernen, sich mit dir anfreunden. Natürlich wirst du einige mit deiner neuen Persönlichkeit verschrecken, aber auch mindestens genausoviele Freunde finden. Sei einfach du selbst, aber intensiver, polarisierend. Ich meine, die Menschen die du ganz besonders magst, haben doch auch einprägsame Eigenschaften, die kein anderer hat und die sie einzigartig machen.
Mittlerweile habe ich viele Freunde, und auch einige "Feinde", die ich durch meine besonders ausgeprägte Fähigkeit zu nerven zur Weißglut bringe, so dass sie dann sogar manchmal zu meinen Freunden werden (vllt ja sowas wie das Stockholm-Syndrom XD).
Was deine Arbeit angeht - lass sie doch schauen, du bist besser als fast alle anderen, wenn nicht DIE beste, also sollen sie das auch sehen, sehen und staunen. Und glaubst du ernsthaft, dass sich auch nur die Hälfte der "Meister" zu 100% sicher sind, dass das was sie machen auch klappt? Ne, vllt 95% oder 97%, aber jedem können Fehler passieren, eine Taube kann gegen die Scheibe fliegen und dich ablenken, oder die Zeugen Jehovas stehen plötzlich am Fenster und man muss erstmal unter den Tisch springen - aber es sind akzeptable, unwahrscheinliche Risiken, die es immer gibt. Man gibt einfach sein bestes und vertraut darauf, dass es genug sein wird.
Deine zukünftige Kollegen (außer im unverhofften Falle des ersten Kontakts) werden auch nur Menschen sein und sich genauso auf der Arbeit langweilen oder eben diese lieben und sich über ein Gespräch mit dir freuen. Außer in kleinen Betrieben, die den Bach runtergingen, hatte ich überall freundlichen Empfang - schließlich ist es dann auch schöner zusammenzuarbeiten.
Und deine Eltern...nun ja, es ist die Aufgabe der Eltern, die Probleme der Kinder zu lösen. Solange du dich anstrengst und sie das auch sehen, werden sie dir gerne mit Rat und Tat zur Seite stehen. Es sind die Menschen, auf die wir uns am ehesten velassen können. Glaubst du nicht, sie wären traurig, wenn sie wüßten, dass du Angst davor hast, mit ihnen deine Sorgen zu bereden?
Nun ja, hoffe ich konnte einbißchen Helfen/Aufmuntern/whatsoever, Hauptsache hilfreich^^
P.S. Du hast den Titel vermurkst 😛
P.P.S. Necken ist ein Zeichen der Freundschaft^^