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Zu viel

beihempelsuntermsofa

Sehr aktives Mitglied
Und wieder mal ist es soweit, dass ich nicht mehr aus oder ein weiss...
Im Job die stressigste Zeit des Jahres...Überstunden usw. ..Und jetzt sollte ich meinem Chef irgendwie erklären dass ich DEN Tag frei brauch, weil ich diese Pragreise geschenkt bekommen hab von meinen Kindern. Alles gebucht und bezahlt. Aber auf Arbeit eigentlich Urlaubssperre...
Hab ich aber nix von gewusst. Weder von der Reise noch von der Urlaubssperre.
Dann diese Transgendersache. Da steht diese Woche ein Termin an wofür wir nach München müssen. Am einzigen freien Tag der Woche. Das stresst mich auch unheimlich.
Dann das andere Kind. Wo ich nie weiss hat sie ihren Job noch, hat der Freund den Job noch...jetzt wollten sie eigentlich ausziehen, aber jetzt gab es wieder Ärger im Job und beide sind krankgeschrieben...wie lange macht das ein AG wohl mit?
Dann die Tiere...die Schildkröten müssen jetzt dann eingewintert werden, die Kastration vom Hund schieben wir schon wochenlang vor uns her und jetzt braucht auch noch der alte Hase einen Tierarzttermin...
Winterreifen aufs Auto montieren, ein paar Karten und Briefe schreiben, endlich ein Testament schreiben, eine Patientenverfügung, Familien Kasse will noch was, Rentenversicherung, Krankenkasse...zum Zahnarzt muss ich auch noch dieses Jahr...muss unbedingt nen Termin machen... habe ich ein paar Punkte auf einer Todo Liste abgehakt hab ich schon längst eine neue geschrieben...
Vom Haus aufräumen, staubsaugen, putzen ganz zu schweigen...
Manchmal Krieg ich kaum noch Luft...
 

Hallo beihempelsuntermsofa,

schau mal hier: Zu viel. Hier findest du vielleicht was du suchst.

Hört sich so an, wie letztens bei so einer Mediation , wo ich allen fünf Familienmitgliedern, die in einem Haus wohnten beim ersten Treffen sozuagen als "Hausaufgabe" vorschlug doch mal eine To Do Liste zu machen und diese dann beim Zweiten Termin besprochen haben. Na und jetzt rate mal, ja die Familie hat auch eine Mutter , wo das meiste auf der Liste stand.

Jeder hatte seine Liste selbst geschrieben, vorher hieß es ja noch: "Woher willst Du denn wissen was auf meiner Liste steht, daß entscheide ich alleine ...."

Na und dann haben alle darüber, wohl oder übel, nachgedacht, was alles auf der Liste der Mutter stand.

Ich finde es steht da sehr viel auf Deiner Liste....aber es kann ja auch sein, daß Du es für Dich so entschieden hast, weil es Dir Freude bereitet zu sehen, das es läuft ...weil es nur so läuft ....und nun haste Dir die Liste so überladen, das es vielleicht Probleme gibt, ich denke nicht, das Du so der Typ Mensch bist, der gerne etwas vor sich her schiebt.

Vielleicht ist es der richtigere Weg die anderen auch mit Listen zu versehen, so als "Starthilfe" für ne Lebensvariante mit Liste , schließlich gibt es ja auch noch andere Lebensvarianten...

Wenn ihr da zusammen anpackt, geht es wohl besser, denke ich aber im Betrieb wird man im Laufe der Zeit betriebsblind und und in der Familie u,U. familienblind.

Letztendlich ist es dann aber wieder ein gutes Gefühl für Dich, wenn zu Weihnachten alle unterm Baum sitzen sozusagen, ihre Geschenke auspacken, es draußen schneit bei "sternenklarer Nacht" und dann noch diese Engelschöre ertönen, die nur vom leisen Knistern des Kaminfeuers begleitet werden....

und Du Dir sicher sein kannst ist auf Deinem Mist gewachsen.

Mein Opa hätte gesagt " Wenn Du irgendwann gehst, nimmste nix mit , egal wieviel Du bewegt hast "

Ich wünsche Dir die Kraft und die Führungsstärke, die Du brauchst, damit sich das in die Bahnen lenken läßt, die Dir wirklich gut tun.
 
Und wieder mal ist es soweit, dass ich nicht mehr aus oder ein weiss...
Im Job die stressigste Zeit des Jahres...Überstunden usw. ..Und jetzt sollte ich meinem Chef irgendwie erklären dass ich DEN Tag frei brauch, weil ich diese Pragreise geschenkt bekommen hab von meinen Kindern. Alles gebucht und bezahlt. Aber auf Arbeit eigentlich Urlaubssperre...

Hab ich aber nix von gewusst. Weder von der Reise noch von der Urlaubssperre.

Dann erkläre es ihm halt. So schlimm wird er schon nicht sein. Chefs sind auch nur Menschen. Und wenn Du vorher nicht über die Urlaubssperre informiert wurdest, dann ist die rechtlich auch für den Eimer.


Dann diese Transgendersache. Da steht diese Woche ein Termin an wofür wir nach München müssen. Am einzigen freien Tag der Woche. Das stresst mich auch unheimlich.

Ja. Aber da kann man dann wohl nichts dagegen tun. Es hilft ja vielleicht auch weiter.

Dann das andere Kind. Wo ich nie weiss hat sie ihren Job noch, hat der Freund den Job noch...jetzt wollten sie eigentlich ausziehen, aber jetzt gab es wieder Ärger im Job und beide sind krankgeschrieben...wie lange macht das ein AG wohl mit?

Warum duldest Du das denn? Wie alt ist denn das Kind? Und ist hat das Kind denn eine Lehre abgeschlossen oder ist das nur der Aushilfsjob? Warum wohnt der Freund das auch mit und bezahlt der wenigstens Miete oder einen Beitrag zum Haushalt?


Dann die Tiere...die Schildkröten müssen jetzt dann eingewintert werden, die Kastration vom Hund schieben wir schon wochenlang vor uns her und jetzt braucht auch noch der alte Hase einen Tierarzttermin...

Das ist klar und einkalkulierbar, wenn man Tiere hat.

Winterreifen aufs Auto montieren, ein paar Karten und Briefe schreiben, endlich ein Testament schreiben, eine Patientenverfügung,

Das erste dauert nicht lange und das zweite eilt jetzt auch nicht so sehr.

Familien Kasse will noch was, Rentenversicherung, Krankenkasse...zum Zahnarzt muss ich auch noch dieses Jahr...muss unbedingt nen Termin machen... habe ich ein paar Punkte auf einer Todo Liste abgehakt hab ich schon längst eine neue geschrieben...
Vom Haus aufräumen, staubsaugen, putzen ganz zu schweigen...
Manchmal Krieg ich kaum noch Luft...

Daher - eines nach dem anderen - je nach Dringlichkeit.

Und einen Mann hast Du ja auch noch. Was tut denn der um der Misere Abhilfe zu leisten bzw. was nimmt der Dir denn an Arbeit ab?
 
Ja, manchmal ist es einfach gruselig. Und zu viel. Und man fühlt sich einfach nur noch überfordert. Geht mir auch gerade so.

Freude und Leichtigkeit ist dann wichtig. Raus aus dem Druck. Deswegen wäre die Pragreise ohne anstrengendes Programm und mit viel Muße für mich gesetzt.

Ich gehe hier auch gerade unter. Aber hab ab morgen eine Woche Bildungsurlaub. In schöner Natur. Mit Theaterspielen. Und Fröhlichkeit und Leichtigkeit hoffe ich. Eigentlich wollte ich schon Freitag los und vorher noch ein bißchen die Umgebung dort erkunden. Und nachher noch das Wochenende dranhängen. Aber die Katze muß zum Tierarzt. Montag noch ne Spritze und spätestens Freitagabend wieder zurück, damit falls nötig der Weg zum Tierarzt nicht so weit ist. Was willste machen? Ist halt so. Trotzdem sind die paar Tage Freiheit und Leichtigkeit wichtig.

Und ich hab nur die Sorge um die Tiere, Du auch noch um die Kinder. Hilft es, Dich daran zu erinnern, daß Sorgemachen nur blockiert und nicht viel bringt? Weißt Du ja selbst. Aber die sorgenvollen Gedanken kommen trotzdem. Ich versuche im Moment viel abzugeben und loszulassen von den Sorgen. Durch beten und vertrauen. Gelingt mal mehr und mal weniger.

Ich glaub, das Testament kann warten. Die gesetzliche Erbfolge ist nicht so schlecht geregelt. Karten und Briefe? Vielleicht in Prag in einem schönen alten Café schreiben?

Wichtig finde ich immer, die Rechnungen zu bezahlen. Bei dem anderen Papierkram kann man sich auch schon mal mahnen lassen, wenn man gerade durch ist.

Achso, und wegen Deines Chefs. Sag ihm, es ist gut für ihn und das anstrengende Weihnachtsgeschäft, wenn Du mal ein Wochenende rauskommst, damit Deine Kraft und Freude erhalten bleibt und Du weiterhin aufmerksam und zuvorkommend sein kannst auch in stressigen Situationen.

Ach, Beihempels, es wird schon. Auch wenn es anstrengend ist. Alltag kann ungeheuer aufreibend und ermüdend sein. Aber ich sag mir aktuell immer: Es ist noch kein Problem für immer übrig geblieben. Das Leben ist so, es bleibt kein Problem für immer ohne Lösung. Irgendein Weg findet sich.
 
Danke Bird.
Hast mich dran erinnert...anderen geht es vielleicht auch manchmal so.
Bin nicht die erste und einzige.
Ich weiss, du hast auch grad dein Päckchen zu tragen.
Gibt ja auch immer wieder Lichtblicke. Richtig schöne Erlebnisse.
Aber manchmal überwältigt mich das 'schreckliche', der riesig anmutende Berg an Pflichten.
Vor allem abends vor dem einschlafen im Bett. Da kommt manchmal die Panik.
Bei Tageslicht betrachtet schaut alles meist garnichtmehr so schlimm aus.
Ich weiss das eigentlich alles, was du geschrieben hast. Und du hast so recht.
Danke fürs dran erinnern.
Ich hoffe, euch geht's allen einigermaßen gut!
 
Ja theoretisch bin ich auch ganz weit vorn. Nur praktisch hapert es. Wissen ist nicht fühlen. Und ich fühle auch oft gerade das Gegenteil von dem, was ich eigentlich weiß. Dann fühle ich mich mutlos und klein und überfordert und will am liebsten alle Verpflichtungen ausblenden. Und dann schaffe ich eben doch das Nötigste, genau wie Du.

Manchmal hilft es zurückzuschauen, was wir schon alles bewältigt haben.

Und abends im Bett oder sonstwann, wenn die Mutlosigkeit und Überforderung kommt, dann plaudere ich mit dem Universum oder erinnere mich an schöne Zeiten und mache in Gedanken lange Strandspaziergänge. Allein schon mich an die Sonne und Wärme und Freiheit zu erinnern. Hier ist es gerade so nass und grau und usselig. Das drückt auch aufs Gemüt. Erinnerungen an lange Sommertage helfen bei mir gegen Sorgen. Magst Du doch auch gern. Ist vielleicht daher auch eine Möglichkeit für Dich vorm Einschlafen.
 

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