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Zu starke Gefühle?

  • Starter*in Starter*in Gelöscht 120756
  • Datum Start Datum Start
Gedemütigt gefühlt habe ich mich, weil ich im Nachtleben auf dem Weg nachhause angepöbelt worden bin. Das hat mich getriggert, weil ich mal verprügelt worden bin und ins Krankenhaus musste. Angepöbelt werden und mich nicht wehren können hat meine Gefühle verletzt.

Die Kunden empfinde ich nicht als demütigend. Lediglich ihre Forderungen sind ein wenig beleidigend und überzogen. Es geht bei diesen Mails um das Produkt, hingegen nicht um Persönliches. Ich fühle mich nicht gedemütigt. Trotzdem ärgern sie mich und ich würde ihnen gerne die Meinung sagen. Leider darf ich das nicht. Ich mache in unserer Firma unter anderem einen Teil der fremdsprachigen Kommunikation. Ich kommuniziere zwar mit ihnen, aber was ich ihnen schreiben soll, bestimmen größtenteils andere. Ich bin angewiesen immer höflich zu schreiben. Die Kunden und ihre Mitarbeiter sind der König. Manche sind höflich, hingegen manche sind richtig unverschämte Ar…Krampen.
 
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Re: Zu starke Gefühle?
Hallo Gelöscht 120756,

schau mal hier:
Zu starke Gefühle?. Hier findest du vielleicht was du suchst.
Warum denkst du dann du hast Borderline? Ich finde es klingt eher so, als ob du Scheu hast anderen Grenzen zu setzen weil wenig Selbstvertrauen. Wut ist eine Emotion die, genauso wie jede andere, ihre Daseinsberechtigung hat / einfordert - wenn du sie missachtest wird sie nur lauter zu dir sprechen. Keine Ahnung ob es in deinem Fallbeispiel objektiv gerechtfertigt ist sowas zu denken wie "der Kunde ist ne üble ArXXXkrampe" - und ob du dafür bezahlt wirst "Der Kunde hat immer recht.". Aber Fakt scheint es zu sein (für dich). Das Problem in diesem Beispiel liegt imho doch auf der Hand. Du empfindest das so / es als Demütigung - und Du tust nicht das, was deinen persönlichen Werten entspricht, nämlich den Mund aufmachen und anderen Grenzen zu setzen. An deiner Stelle würde ich da ansetzen - und mit einer therapeutischen Unterstützung aufarbeiten. Du bist keine Maschine und musst das auch nicht sein - für keinen Job der Welt. Warum nimmst du Arbeit denn so persönlich? Hast du sonst nichts, was dir inneren Halt gibt? (ich meine das nicht polemisch) Falls du traumatisiert bist ist das umso wichtiger zu klären.Könntest du dir irgendwas vorstellen, was dir helfen würde innerlich so gelassen wie möglich zu bleiben anstatt dich triggern zu lassen? Manche Menschen arbeiten da mit "Defusion" z.B. - also sich klar machen, "ich denke jetzt gerade diesen und jenen Gedanken, danke Hirn... du bist gerade eine große Hilfe dabie um mich selbst schlecht zu fühlen / zu sabotieren... lass uns mal was neues ausprobieren..."
Finde ich sehr wichtig, darüber mal nachzudenken.
 
Also wenn ich Gefühle habe, die ich unterdrücke und nicht abschalte , dann werden die stärker , wenn sie körperliche Ursachen haben,
Beispiel Hunger Das Hungergefühl kann ich unterdrücken, mir sagen ich esse in 2 H was und vorher mache ich die Arbeit fertig.
Dann kommt es aber umso stärker -----

Beispiel Trauer als ich meine zweite Katze begraben hatte, war ich sehr traurig , sie war wie ein Familienmitglied und das lange 23 Jahre, als ich dann das Gefühl unterdrückte und nicht weinte , als ich im Garten das Loch aushob, kam es um so heftiger wieder, als ich die Sachen in der Wohnung entsorgte

Vielleicht besteht der sinnvolle Umgang mit den eigenen Gefühlen darin, sie so zu händeln das es Dir gut geht
unterdrückst Du etwas, baut sich ja sozusagen von innen mehr Druck auf, weil Du es ja runterdrückst und das runtergedrückte stärkt sich und kommt dann wieder stärker hoch und weil es weiß , wie sehr Du runterdrückst wartet es genau den Zeitpunkt ab, wo es stark dafür genug ist , so das Du es bemerkst in aller Deutlichkeit.
 
Gedemütigt gefühlt habe ich mich, weil ich im Nachtleben auf dem Weg nachhause angepöbelt worden bin. Das hat mich getriggert, weil ich mal verprügelt worden bin und ins Krankenhaus musste. Angepöbelt werden und mich nicht wehren können hat meine Gefühle verletzt.

Das tut mir sehr leid zu hören. ;-( Pöbel im Zweifelsfall zurück. Vielleicht ist das ja ein Schlüssel zu deinen emotionalen Problemen? Ich wurde als Jugendlicher auch verprügelt, ganz sicher nicht so schlimm wie du. Dennoch: Heute würde ich ohne eine Sekunde zu zögern zurückschlagen, so hart wie ich nur kann (Gewalt erzeugt i.d.R. Gegengewalt - jeder Pazifist weiss das, aber es ist nunmal nicht jeder Gandhi 🤷‍♂️), aber ich brauche es als "erwachsener Mensch" garnicht (mehr) - zum Glück. Ich hoffe du auch nicht. 🙏
 
Zuletzt bearbeitet:
Gedemütigt gefühlt habe ich mich, weil ich im Nachtleben auf dem Weg nachhause angepöbelt worden bin.

Hier würde ich ansetzen.
Ja, man kann sich gedemütigt fühlen.
Man muss es aber nicht.

Man kann auch getrost darüber hinwegsehen ohne eine tiefe Emotion zu verspüren. Weshalb sollte einen interessieren und weshalb sollte man darauf eingehen was irgendein random Vollaffe zu einem sagt?


Die Kunden empfinde ich nicht als demütigend. Lediglich ihre Forderungen sind ein wenig beleidigend und überzogen. Es geht bei diesen Mails um das Produkt, hingegen nicht um Persönliches. Ich fühle mich nicht gedemütigt. Trotzdem ärgern sie mich und ich würde ihnen gerne die Meinung sagen.

Ihr habt halt unterschiedliche Interessen.
Der Kunde hat ein Interesse ein möglichst gutes Produkt zu bekommen und im besten Fall so wenig wie möglich dafür zu bezahlen. Vor diesem Hintergrund quengeln sie rum und versuchen fürs Geld mehr rauszuholen. Es kann sogar sehr gut sein, dass er genau weiß, dass das was er sagt unberechtigt oder überzogen ist. Es kann sein, dass er das im Interesse seiner Firma macht und selber was ganz anderes denkt. So wie du freundlich zu ihm bist (sein musst), obwohl du etwas anderes denkst und eigentlich etwas anderes tun möchtest.

Auch hier würde ich nicht allzu viel Emotion reinstecken. Vielleicht muss er es tun, weil sein Chef das von ihm verlangt. Jedenfalls kämpft er für seine Interessen oder die seiner Firma, egal wie unsinnig sie objektiv sind. Es ist legitim für die eigenen Interessen zu kämpfen. Nicht persönlich nehmen.
 
Als ich einen Eingangspost gelesen hab, konnte ich mich teilweise darin wiederfinden (auch wenn die Dinge danach mit der Arbeit und deiner traumatischen Erfahrung nicht auf mich zutreffen).
Aber ich kenne das Problem, zu fühlen, dass die Emotionen von einem selbst stärker sind als die der anderen. Mir ist aber noch nicht ganz klar wie sich das bei dir zeigt, denn du beschreibst ja eher die Problematik dass du sie unterdrücken musst. Hast du da noch andere konkrete Situationen?
Mir wurde/wird zum Beispiel gesagt, dass ich sehr emotional sei und "Drama" mache und ähnliche Dinge. Wut richte ich aber auch eher nach innen.
Wie schon geschrieben wird Borderline oft mit Traumafolgestörungen verwechselt. Ich habe mir diese Frage auch schon gestellt, ich denke es geht in die Richtung: bin ich einfach so weil ich ne Störung o.Ä. hab oder hat es mit meinen Erfahrungen zu tun?
Ganz davon abgesehen stimme ich zudass Gefühle ihre Berechtigung haben und angeschaut werden dürfen.
 
Gedemütigt gefühlt habe ich mich, weil ich im Nachtleben auf dem Weg nachhause angepöbelt worden bin. Das hat mich getriggert, weil ich mal verprügelt worden bin und ins Krankenhaus musste. Angepöbelt werden und mich nicht wehren können hat meine Gefühle verletzt.

Die Kunden empfinde ich nicht als demütigend. Lediglich ihre Forderungen sind ein wenig beleidigend und überzogen. Es geht bei diesen Mails um das Produkt, hingegen nicht um Persönliches. Ich fühle mich nicht gedemütigt. Trotzdem ärgern sie mich und ich würde ihnen gerne die Meinung sagen. Leider darf ich das nicht. Ich mache in unserer Firma unter anderem einen Teil der fremdsprachigen Kommunikation. Ich kommuniziere zwar mit ihnen, aber was ich ihnen schreiben soll, bestimmen größtenteils andere. Ich bin angewiesen immer höflich zu schreiben. Die Kunden und ihre Mitarbeiter sind der König. Manche sind höflich, hingegen manche sind richtig unverschämte Ar…Krampen.

Das ist aber normal, wenn ihr ein Produkt verkaufen wollt. Du machst es doch richtig, solltest aber bedenken, dass es die berufliche Schublade ist,die dich nicht berühren muss.
 
Das ist aber normal, wenn ihr ein Produkt verkaufen wollt. Du machst es doch richtig, solltest aber bedenken, dass es die berufliche Schublade ist,die dich nicht berühren muss.

Das stimmt so nicht. Wir sind eine relativ kleine Firma - verglichen mit andere. Wir haben vielleicht deswegen nicht viel Selbstbewusstsein. Die Produkte aber sind weltweit einzigartig in dieser Qualität.
Ebendeswegen haben wir so viele Kunden im Ausland. Sie finden unsere Produkte dort nicht in dieser Qualität. Wenn ich Sagen hätte, würde ich denen klar machen, dass wir das wissen.
 
Das tut mir sehr leid zu hören. ;-( Pöbel im Zweifelsfall zurück. Vielleicht ist das ja ein Schlüssel zu deinen emotionalen Problemen? Ich wurde als Jugendlicher auch verprügelt, ganz sicher nicht so schlimm wie du. Dennoch: Heute würde ich ohne eine Sekunde zu zögern zurückschlagen, so hart wie ich nur kann (Gewalt erzeugt i.d.R. Gegengewalt - jeder Pazifist weiss das, aber es ist nunmal nicht jeder Gandhi 🤷‍♂️), aber ich brauche es als "erwachsener Mensch" garnicht (mehr) - zum Glück. Ich hoffe du auch nicht. 🙏

Leider kann man als Einzelner gegen Viele nicht viel ausrichten.
 
Hier würde ich ansetzen.
Ja, man kann sich gedemütigt fühlen.
Man muss es aber nicht.

Man kann auch getrost darüber hinwegsehen ohne eine tiefe Emotion zu verspüren. Weshalb sollte einen interessieren und weshalb sollte man darauf eingehen was irgendein random Vollaffe zu einem sagt?

Ich kann meine Gefühle nicht ändern. Es fühlt sich noch immer schrecklich an.
Ich hatte dieses schlimme Erlebnis. Es hat mich getriggert. Außerdem bin ich als Jugendlicher manchmal als schwul verspottet worden. Ich habe nichts gegen Homosexuelle. Jedoch bin ich nie an Männern interessiert gewesen.

Ich wurde wegen meiner Interessen (wie Tanzen) und wegen meines Stils schwul genannt.

Schon seit meiner Kindheit habe ich geglaubt, dass etwas mit mir nicht stimmt. Damals weil ich nicht gut deutsch konnte und ich war Außenseiter. Später fand ich Freunde, aber ich habe auch gemerkt, dass ich nicht dazu gehöre. Fremde fragen mich, wo ich wirklich herkomme. Ich wurde schwul genannt.
 

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