Hey
@Savay Ja du hast das gut zusammengefasst. Als wenn man sich in sich selbst verfängt … Genau so fühlt es sich an. Und ja, ich habe Bedenken etwas Falsches zu sagen, total daneben zu sein.
Hat sich das bei dir von selbst etwas verbessert?
Ja es hat sich verbessert. Aber ich kaue auch noch dran.
Sehr hilfreich ist es dich darauf auszurichten, wie wichtig dir ein Thema ist.
Wenn es dir wichtig ist deine Argumente und Ideen mit einzubringen, der Sache wegen, rückst du selbst von alleine in den Hintergrund.
In Fachkreisen spricht man dann von Sachlichkeit oder Wirhaftigkeit.
Das Gegenstück dazu ist Ichhaftigkeit oder Geltungssucht.
Das Bedürfnis dazu gehören zu wollen steckt evolutionsbedingt noch in uns. Früher hatte ein Mensch ohne eine Gruppe viel schlechtere Überlebenschancen.
Sich anpassen zu wollen ist also nicht ganz so verkehrt, aber du als Individuum solltest dabei nicht verloren gehen.
Wenn man sich nur noch mit den Augen anderer sieht ist das sehr bedenklich, dann hat man teilweise den Bezug zu den eigenen Werten, Eigenschaften und Vorlieben verloren.
Um es kurz zu machen, es hilft wenn du zu dir stehst, auch zu deinen Fehler, nicht versuchst fehlerfrei zu sein, mit Ablehnung und Kritik lernst umzugehen und dich auf das ausrichtest was dir wichtig ist.
Zb ist ein nettes und lockeres Gespräch mit jemanden viel erfüllender, als darum zu kreisen, was diese Person wohl von dir halten mag und wie du das positiv beeinflussen kannst.
Geh hin zum Du und Wir, und weg vom Ich.
Nimm die positiven Eigenschaften deines Gegenüber wahr und wie sich diese Eigenschaften und vorgebrachten Ideen zu einem Gemeinschaftswerk vereinen lassen.
Natürlich sollte man auch da den Mittelweg finden und nicht bis zur Selbstaufgabe gehen.
Mir haben Videos des Psychiaters R. Bonelli schon ein gutes Stück geholfen. Er nennt diese Problematik Perfektionismus.