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Zu langsam im Kopf

Mir fällt es einfacher ein Gefühl für mich selbst zu haben, wenn ich zB mit meinem Freund spreche, dem ich sehr vertraue,
So geht es doch vielen, ich kenne viele, wo das so ist. Losplappern und ungehemmt sein ist doch für jeden schwer, der darin nicht "talentiert" plus geübt ist oder sich und den Leuten nicht vertraut.
Ist das nicht eine Frage der Persönlichkeit? Diese wächst und bleibt nie stehen.

Manche brauchen unendlich lange, bis sie ein Menü zusammen haben, das legt sich, je öfter sie das tun.
Beim Autofahren ist es ähnlich, bis alles fließt und man SICHER fährt, brauchts Routine. Diese Routine üben wir doch in allem. Bis sie da ist, braucht alles seine Zeit und immer wieder neu versuchen. Ausweichen und flüchten wollen ist normal bei vielen "Scheuen", die sich nicht viel zutrauen. Das legt sich, bei Erfolgen, wenn man merkt, es geht.
 
A

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Re: Zu langsam im Kopf
Hallo hirnundherz,

schau mal hier:
Zu langsam im Kopf. Hier findest du vielleicht was du suchst.
Hey @Savay Ja du hast das gut zusammengefasst. Als wenn man sich in sich selbst verfängt … Genau so fühlt es sich an. Und ja, ich habe Bedenken etwas Falsches zu sagen, total daneben zu sein.

Hat sich das bei dir von selbst etwas verbessert?
Ja es hat sich verbessert. Aber ich kaue auch noch dran.
Sehr hilfreich ist es dich darauf auszurichten, wie wichtig dir ein Thema ist.
Wenn es dir wichtig ist deine Argumente und Ideen mit einzubringen, der Sache wegen, rückst du selbst von alleine in den Hintergrund.
In Fachkreisen spricht man dann von Sachlichkeit oder Wirhaftigkeit.
Das Gegenstück dazu ist Ichhaftigkeit oder Geltungssucht.

Das Bedürfnis dazu gehören zu wollen steckt evolutionsbedingt noch in uns. Früher hatte ein Mensch ohne eine Gruppe viel schlechtere Überlebenschancen.
Sich anpassen zu wollen ist also nicht ganz so verkehrt, aber du als Individuum solltest dabei nicht verloren gehen.

Wenn man sich nur noch mit den Augen anderer sieht ist das sehr bedenklich, dann hat man teilweise den Bezug zu den eigenen Werten, Eigenschaften und Vorlieben verloren.

Um es kurz zu machen, es hilft wenn du zu dir stehst, auch zu deinen Fehler, nicht versuchst fehlerfrei zu sein, mit Ablehnung und Kritik lernst umzugehen und dich auf das ausrichtest was dir wichtig ist.
Zb ist ein nettes und lockeres Gespräch mit jemanden viel erfüllender, als darum zu kreisen, was diese Person wohl von dir halten mag und wie du das positiv beeinflussen kannst.

Geh hin zum Du und Wir, und weg vom Ich.
Nimm die positiven Eigenschaften deines Gegenüber wahr und wie sich diese Eigenschaften und vorgebrachten Ideen zu einem Gemeinschaftswerk vereinen lassen.

Natürlich sollte man auch da den Mittelweg finden und nicht bis zur Selbstaufgabe gehen.

Mir haben Videos des Psychiaters R. Bonelli schon ein gutes Stück geholfen. Er nennt diese Problematik Perfektionismus.
 
Mit diesem Problem solltest Du Dich an einen Psychotherapeuten wenden (wichtig, sie oder er müssen Dir sympathisch sein).
Der ist Fachmann/frau und kann Dir sicherlich helfen, die Blockade zu überwinden.

Wir sind Laien, wir können unsere Meinung äußern, mehr nicht.
Hallo und danke für die ganzen Antworten.

Ich denke zwischen der impulsiven, lauten Art und dem "Nichts-Sagen" besteht ein Zusammenhang. Bei beiden Arten gehe ich davon aus, dass das was ich sage sowieso nicht erwünscht ist oder gehört wird. Bei der einen Variante werd ich deswegen extra laut und bei der anderen ganz stumm wie ein Fisch. Es stimmt mich aber zuversichtlich, dass das nicht so bleiben muss.

@57-55 Ja, ich bin auch in Therapie. Ich habe in der Vergangenheit schon eine TP gemacht, die mich auch weitergebracht hat. Ich hatte meine Impulsivität 0 im Griff und das ist jetzt nicht mehr so. Das ist ja schon mal nicht schlecht. Nun muss es aber weiter gehen … es kann ja nicht sein, dass ich jetzt eben alles in mich hineinfresse, das macht auch krank.
Ich denke ich bin bei ihm an der richtigen Adresse und er hat sogar Kapazität für eine Analyse mit 2 Terminen die Woche.

@Holunderzweig Ich denke nicht, dass ich damit etwas unnötig aufbausche. Ich möchte nicht nur überspielen, sondern wirklich gelöst und frei sein.

@Werner Danke für den Beitrag. Ich schreibe auch viel Tagebuch, oft hilft es mir, manchmal verwirre ich mich noch mehr. Aber meistens ist es hilfreich. Trotzdem frage ich mich: Muss ich jetzt für den Rest meines Lebens abends 1 Stunde Tagebuch schreiben um jedes Meeting und noch so kleine Reiberei zu analysieren? Hoffentlich nicht … vermutlich ist es einfach Übung und dann wird's irgendwann besser. So ungefähr hat @Holunderzweig es auch irgendwo formuliert.

@Savay Mit Perfektionismus hat es bestimmt was zu tun. Schließlich darf man ja auch mal was sagen, was bisschen daneben ist. Wenn's voll in die Hose geht, kann man sich ja immer noch entschuldigen.
 
Ich schreibe auch viel Tagebuch, oft hilft es mir, manchmal verwirre ich mich noch mehr. Aber meistens ist es hilfreich. Trotzdem frage ich mich: Muss ich jetzt für den Rest meines Lebens abends 1 Stunde Tagebuch schreiben um jedes Meeting und noch so kleine Reiberei zu analysieren? Hoffentlich nicht …
Eine Stunde ist natürlich ein bisschen viel Lebenszeit, stimmt. Ich schreibe vielleicht 2-3 mal in der Woche was und eher zehn Minuten je, manchmal auch weniger.

Mein Tipp wäre, dass du dir mal probeweise nur das aufschreibst, was gelingt, was funktioniert hat, wofür du dankbar bist, worüber du dich gefreut hast – und das in Stichworten statt in Sätzen. So kannst du dein Gehirn trainieren und auch steuern.

Also eher die Fortschritte, Erfolge und Lösungen analysieren. Das geht auch mit dem Therapeuten, selbst wenn viele von denen berufsbedingt lieber über Probleme sprechen wollen. Es gibt aber auch Therapeuten, die hier anders vorgehen und z. B. fragen: Was war seit unserem letzten Termin so gut, dass Sie sagen: das hätte ich gerne wieder oder mehr?

In diesem Sinne wünsche ich dir mehr von dem, was schon funktioniert hat 🙂 – danke, dass du uns davon berichtet hast! Das macht auch anderen Hoffnung, die hier reinlesen.
 

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