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Gast
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Ok, vorneweg es wird vermutlich etwas länger werden...ich gehe davon aus, dass ich diesem Leben nicht gewachsen bin.
Wage zu bezweifeln, dass mich hier jemand verstehen kann, in meinem Familien- und Freundeskreis kann es jedenfalls keiner! Und ich frage mich langsam, ob ich die Stufe zum Wahnsinn nicht schon erreicht habe. Wo kann ich anfangen? Also ich bin 27, w und befinde mich in einer Depression (gehe in GT zu einer Heilpraktikerin); wobei ich glaube, dass da neben der Depression noch irgendetwas anderes sein muss! Ich habe Anfang des Jahres eine langjährige Beziehung beendet und parallel mein Studium (EW) erfolgreich abgeschlossen. Eigentlich müsste mir der gute Studienabschluss objektiv schon zeigen, dass ich nicht dumm sein kann. Tut es aber nicht, weil ich zwar unwahrscheinlich fleißig war und vor Prüfungen immer viel gelernt habe, aber mir nahezu nichts davon merken konnte. Es ist so, als wäre alles weg! Jetzt fange ich bald einen Job an und bin zu 100% davon überzeugt, dass ich scheitern werde. Das ist Problem Nr. 1. Wieso ich davon so überzeugt bin? Weil ich von Nichts eine Ahnung habe. Erst recht nicht, wie ich mich organisieren soll. Habe zwar vor vielen Dingen Angst, aber insbesondere vor der Zeit!
Das ist nun der Punkt, an dem die meisten Leute aussteigen. Ich kann nur noch darüber nachdenken, wie und wann andere Leute sich und ihren Alltag organisieren. Und ich verstehe einfach nicht, wann sie das alles machen! Vollzeit-Arbeiten, zur Arbeit pendeln, Haushalt, Kochen, Arztbesuche, Hobbies, Freunde usw.! Ich verstehe das nicht so wirklich, was sicherlich aber mit meiner schlechten Selbstorganisation zu tun hat. Habe das Gefühl, dass ich nur mit Stress und einem regelrechten Dauerlauf meinen Tag bewältigen kann. Alles ist für mich mit MÜSSEN verbunden. Bin bei den Gedanken ständig unter Strom und habe häufig richtig Panik- ich habe einfach keine Ahnung, wie ich das alles machen soll.
Man, da sind so viele Baustellen, dass ich gar nicht weiß, wie ich das hier alles einigermaßen plausibel beschreiben soll.
Nächstes Problem: Haushalt. Ich habe zwar über Jahre mit meinem Exfreund zusammengelebt, aber der Haushalt war überwiegend sehr chaotisch, vor allen Dingen durch mich sehr unordentlich. Erst letztens ist mir aufgefallen, dass auch der Haushalt meiner Mutter absolut unstrukturiert ist. Man darf keinesfalls in Schränke gucken! Augenscheinlich ist es OK, ansonsten nur Chaos. Zettelwirtschaften und Wäscheberge überall, teilweise geht es schon ins Horten von unnützen Dingen. Früher wenn ich sie mal was gefragt habe, hat sie immer altkluge Antworten zur Hauhaltsführung gegeben. Dass sie diesen selbst nicht richtig beherrscht, ist mir immer entgangen.
Interessenlosigkeit. Ich weiß, dass man bei einer Depression interessenlos und lustlos wird. Aber ich war es auch vorher schon. Habe einfach keine Interessen, keine Hobbies und nichts, was ich außergewöhnlich gut kann. Kenne mich weder mit Computern und Programmen aus, noch mit Smartphones, treibe mich nicht bei FB rum, schaue keine Serien, bin weder kreativ noch musikalisch, noch spreche ich Fremdsprachen. Das ist so unnormal und dumm. Ich habe nichtmal eine Lieblingsband oder dergleichen.
Gleichzeitig, weiß ich einfach nicht, was ich erzählen soll (einerseits eine logische Kosequenz aus der Interessenlosigkeit, andererseit wieder ein Zeichen für meine Unzulänglichkeit). Es geht mir jetzt nicht um Smalltalk, sondern eher um tiefgründigere Gespräche. Halt irgendwelche Themen. Aber ich weiß einfach nichts! Aber irgendwas muss doch auch in meinem Kopf sein. Auch Details von Erlebnissen vergesse ich relativ schnell.
Ich habe weder von Versicherungen noch von Finanz- und Bankgeschäften Ahnung. Keinen Plan, wie man eine Lohnsteuererklärung macht usw. Ich bin also noch absolut unselbständig, obwohl andere längst Familie in meinem Alter gründen. Wenn ich einen Unfall machen würde, ich hätte keine Ahnung, wie die Abwicklung zu erfolgen hätte. Tausend solcher Dinge, was mir unheimliche Angst macht und gleichzeitig peinlich ist.
Aber am schlimmsten ist halt die Kombination der Einzelprobleme in Bezug auf die Zeit: Ich weiß einfach nicht, wie und wann ich mir das alles aneignen soll, was mir derzeit an Wissen und Fähigkeiten fehlt und mich in Panik versetzt. Was mich zu dem Glauben führen lässt, dass ich zu dumm zum Leben bin und auf jeden Fall scheitern werde. Und das nicht nur im Beruf. Wer möchte denn mit jemandem zusammensein, die sich nichtmal beim Kennenlernen über irgendetwas unterhalten könnte und unfähig ist, sich selbst zu organisieren?
Mein Umfeld versteht mich überhaupt nicht, da nur auf Noten geachtet wird und ich absolut überschätzt werde. Das Leben ist aus meiner Sicht viel zu kompliziert. Stoße da einfach an meine Grenzen. Das hört sich vollkommen bescheuert an, aber ich weiß einfach nicht, wie man richtig lebt. Möglicherweise wurde ich nicht richtig aufs Leben vorbereitet...ich verzweifel noch an mir selbst und habe mehr als Angst davor, wenn meine Befürchtungen real werden. Wie soll es denn dann weitergehen? Ich sehe keine Lösungen.
Das klingt wahrscheinlich alles harmlos für euch, aber ich verharre nun seit Monaten in diesem Zustand und je Näher der Termin der Arbeit kommt, desto schlimmer wird es. Was soll ich denn nur tun?
Wage zu bezweifeln, dass mich hier jemand verstehen kann, in meinem Familien- und Freundeskreis kann es jedenfalls keiner! Und ich frage mich langsam, ob ich die Stufe zum Wahnsinn nicht schon erreicht habe. Wo kann ich anfangen? Also ich bin 27, w und befinde mich in einer Depression (gehe in GT zu einer Heilpraktikerin); wobei ich glaube, dass da neben der Depression noch irgendetwas anderes sein muss! Ich habe Anfang des Jahres eine langjährige Beziehung beendet und parallel mein Studium (EW) erfolgreich abgeschlossen. Eigentlich müsste mir der gute Studienabschluss objektiv schon zeigen, dass ich nicht dumm sein kann. Tut es aber nicht, weil ich zwar unwahrscheinlich fleißig war und vor Prüfungen immer viel gelernt habe, aber mir nahezu nichts davon merken konnte. Es ist so, als wäre alles weg! Jetzt fange ich bald einen Job an und bin zu 100% davon überzeugt, dass ich scheitern werde. Das ist Problem Nr. 1. Wieso ich davon so überzeugt bin? Weil ich von Nichts eine Ahnung habe. Erst recht nicht, wie ich mich organisieren soll. Habe zwar vor vielen Dingen Angst, aber insbesondere vor der Zeit!
Das ist nun der Punkt, an dem die meisten Leute aussteigen. Ich kann nur noch darüber nachdenken, wie und wann andere Leute sich und ihren Alltag organisieren. Und ich verstehe einfach nicht, wann sie das alles machen! Vollzeit-Arbeiten, zur Arbeit pendeln, Haushalt, Kochen, Arztbesuche, Hobbies, Freunde usw.! Ich verstehe das nicht so wirklich, was sicherlich aber mit meiner schlechten Selbstorganisation zu tun hat. Habe das Gefühl, dass ich nur mit Stress und einem regelrechten Dauerlauf meinen Tag bewältigen kann. Alles ist für mich mit MÜSSEN verbunden. Bin bei den Gedanken ständig unter Strom und habe häufig richtig Panik- ich habe einfach keine Ahnung, wie ich das alles machen soll.
Man, da sind so viele Baustellen, dass ich gar nicht weiß, wie ich das hier alles einigermaßen plausibel beschreiben soll.
Nächstes Problem: Haushalt. Ich habe zwar über Jahre mit meinem Exfreund zusammengelebt, aber der Haushalt war überwiegend sehr chaotisch, vor allen Dingen durch mich sehr unordentlich. Erst letztens ist mir aufgefallen, dass auch der Haushalt meiner Mutter absolut unstrukturiert ist. Man darf keinesfalls in Schränke gucken! Augenscheinlich ist es OK, ansonsten nur Chaos. Zettelwirtschaften und Wäscheberge überall, teilweise geht es schon ins Horten von unnützen Dingen. Früher wenn ich sie mal was gefragt habe, hat sie immer altkluge Antworten zur Hauhaltsführung gegeben. Dass sie diesen selbst nicht richtig beherrscht, ist mir immer entgangen.
Interessenlosigkeit. Ich weiß, dass man bei einer Depression interessenlos und lustlos wird. Aber ich war es auch vorher schon. Habe einfach keine Interessen, keine Hobbies und nichts, was ich außergewöhnlich gut kann. Kenne mich weder mit Computern und Programmen aus, noch mit Smartphones, treibe mich nicht bei FB rum, schaue keine Serien, bin weder kreativ noch musikalisch, noch spreche ich Fremdsprachen. Das ist so unnormal und dumm. Ich habe nichtmal eine Lieblingsband oder dergleichen.
Gleichzeitig, weiß ich einfach nicht, was ich erzählen soll (einerseits eine logische Kosequenz aus der Interessenlosigkeit, andererseit wieder ein Zeichen für meine Unzulänglichkeit). Es geht mir jetzt nicht um Smalltalk, sondern eher um tiefgründigere Gespräche. Halt irgendwelche Themen. Aber ich weiß einfach nichts! Aber irgendwas muss doch auch in meinem Kopf sein. Auch Details von Erlebnissen vergesse ich relativ schnell.
Ich habe weder von Versicherungen noch von Finanz- und Bankgeschäften Ahnung. Keinen Plan, wie man eine Lohnsteuererklärung macht usw. Ich bin also noch absolut unselbständig, obwohl andere längst Familie in meinem Alter gründen. Wenn ich einen Unfall machen würde, ich hätte keine Ahnung, wie die Abwicklung zu erfolgen hätte. Tausend solcher Dinge, was mir unheimliche Angst macht und gleichzeitig peinlich ist.
Aber am schlimmsten ist halt die Kombination der Einzelprobleme in Bezug auf die Zeit: Ich weiß einfach nicht, wie und wann ich mir das alles aneignen soll, was mir derzeit an Wissen und Fähigkeiten fehlt und mich in Panik versetzt. Was mich zu dem Glauben führen lässt, dass ich zu dumm zum Leben bin und auf jeden Fall scheitern werde. Und das nicht nur im Beruf. Wer möchte denn mit jemandem zusammensein, die sich nichtmal beim Kennenlernen über irgendetwas unterhalten könnte und unfähig ist, sich selbst zu organisieren?
Mein Umfeld versteht mich überhaupt nicht, da nur auf Noten geachtet wird und ich absolut überschätzt werde. Das Leben ist aus meiner Sicht viel zu kompliziert. Stoße da einfach an meine Grenzen. Das hört sich vollkommen bescheuert an, aber ich weiß einfach nicht, wie man richtig lebt. Möglicherweise wurde ich nicht richtig aufs Leben vorbereitet...ich verzweifel noch an mir selbst und habe mehr als Angst davor, wenn meine Befürchtungen real werden. Wie soll es denn dann weitergehen? Ich sehe keine Lösungen.
Das klingt wahrscheinlich alles harmlos für euch, aber ich verharre nun seit Monaten in diesem Zustand und je Näher der Termin der Arbeit kommt, desto schlimmer wird es. Was soll ich denn nur tun?