Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Zu dumm zum leben...lebensunfähig

G

Gast

Gast
Ok, vorneweg es wird vermutlich etwas länger werden...ich gehe davon aus, dass ich diesem Leben nicht gewachsen bin.

Wage zu bezweifeln, dass mich hier jemand verstehen kann, in meinem Familien- und Freundeskreis kann es jedenfalls keiner! Und ich frage mich langsam, ob ich die Stufe zum Wahnsinn nicht schon erreicht habe. Wo kann ich anfangen? Also ich bin 27, w und befinde mich in einer Depression (gehe in GT zu einer Heilpraktikerin); wobei ich glaube, dass da neben der Depression noch irgendetwas anderes sein muss! Ich habe Anfang des Jahres eine langjährige Beziehung beendet und parallel mein Studium (EW) erfolgreich abgeschlossen. Eigentlich müsste mir der gute Studienabschluss objektiv schon zeigen, dass ich nicht dumm sein kann. Tut es aber nicht, weil ich zwar unwahrscheinlich fleißig war und vor Prüfungen immer viel gelernt habe, aber mir nahezu nichts davon merken konnte. Es ist so, als wäre alles weg! Jetzt fange ich bald einen Job an und bin zu 100% davon überzeugt, dass ich scheitern werde. Das ist Problem Nr. 1. Wieso ich davon so überzeugt bin? Weil ich von Nichts eine Ahnung habe. Erst recht nicht, wie ich mich organisieren soll. Habe zwar vor vielen Dingen Angst, aber insbesondere vor der Zeit!

Das ist nun der Punkt, an dem die meisten Leute aussteigen. Ich kann nur noch darüber nachdenken, wie und wann andere Leute sich und ihren Alltag organisieren. Und ich verstehe einfach nicht, wann sie das alles machen! Vollzeit-Arbeiten, zur Arbeit pendeln, Haushalt, Kochen, Arztbesuche, Hobbies, Freunde usw.! Ich verstehe das nicht so wirklich, was sicherlich aber mit meiner schlechten Selbstorganisation zu tun hat. Habe das Gefühl, dass ich nur mit Stress und einem regelrechten Dauerlauf meinen Tag bewältigen kann. Alles ist für mich mit MÜSSEN verbunden. Bin bei den Gedanken ständig unter Strom und habe häufig richtig Panik- ich habe einfach keine Ahnung, wie ich das alles machen soll.
Man, da sind so viele Baustellen, dass ich gar nicht weiß, wie ich das hier alles einigermaßen plausibel beschreiben soll.

Nächstes Problem: Haushalt. Ich habe zwar über Jahre mit meinem Exfreund zusammengelebt, aber der Haushalt war überwiegend sehr chaotisch, vor allen Dingen durch mich sehr unordentlich. Erst letztens ist mir aufgefallen, dass auch der Haushalt meiner Mutter absolut unstrukturiert ist. Man darf keinesfalls in Schränke gucken! Augenscheinlich ist es OK, ansonsten nur Chaos. Zettelwirtschaften und Wäscheberge überall, teilweise geht es schon ins Horten von unnützen Dingen. Früher wenn ich sie mal was gefragt habe, hat sie immer altkluge Antworten zur Hauhaltsführung gegeben. Dass sie diesen selbst nicht richtig beherrscht, ist mir immer entgangen.

Interessenlosigkeit. Ich weiß, dass man bei einer Depression interessenlos und lustlos wird. Aber ich war es auch vorher schon. Habe einfach keine Interessen, keine Hobbies und nichts, was ich außergewöhnlich gut kann. Kenne mich weder mit Computern und Programmen aus, noch mit Smartphones, treibe mich nicht bei FB rum, schaue keine Serien, bin weder kreativ noch musikalisch, noch spreche ich Fremdsprachen. Das ist so unnormal und dumm. Ich habe nichtmal eine Lieblingsband oder dergleichen.

Gleichzeitig, weiß ich einfach nicht, was ich erzählen soll (einerseits eine logische Kosequenz aus der Interessenlosigkeit, andererseit wieder ein Zeichen für meine Unzulänglichkeit). Es geht mir jetzt nicht um Smalltalk, sondern eher um tiefgründigere Gespräche. Halt irgendwelche Themen. Aber ich weiß einfach nichts! Aber irgendwas muss doch auch in meinem Kopf sein. Auch Details von Erlebnissen vergesse ich relativ schnell.

Ich habe weder von Versicherungen noch von Finanz- und Bankgeschäften Ahnung. Keinen Plan, wie man eine Lohnsteuererklärung macht usw. Ich bin also noch absolut unselbständig, obwohl andere längst Familie in meinem Alter gründen. Wenn ich einen Unfall machen würde, ich hätte keine Ahnung, wie die Abwicklung zu erfolgen hätte. Tausend solcher Dinge, was mir unheimliche Angst macht und gleichzeitig peinlich ist.

Aber am schlimmsten ist halt die Kombination der Einzelprobleme in Bezug auf die Zeit: Ich weiß einfach nicht, wie und wann ich mir das alles aneignen soll, was mir derzeit an Wissen und Fähigkeiten fehlt und mich in Panik versetzt. Was mich zu dem Glauben führen lässt, dass ich zu dumm zum Leben bin und auf jeden Fall scheitern werde. Und das nicht nur im Beruf. Wer möchte denn mit jemandem zusammensein, die sich nichtmal beim Kennenlernen über irgendetwas unterhalten könnte und unfähig ist, sich selbst zu organisieren?
Mein Umfeld versteht mich überhaupt nicht, da nur auf Noten geachtet wird und ich absolut überschätzt werde. Das Leben ist aus meiner Sicht viel zu kompliziert. Stoße da einfach an meine Grenzen. Das hört sich vollkommen bescheuert an, aber ich weiß einfach nicht, wie man richtig lebt. Möglicherweise wurde ich nicht richtig aufs Leben vorbereitet...ich verzweifel noch an mir selbst und habe mehr als Angst davor, wenn meine Befürchtungen real werden. Wie soll es denn dann weitergehen? Ich sehe keine Lösungen.

Das klingt wahrscheinlich alles harmlos für euch, aber ich verharre nun seit Monaten in diesem Zustand und je Näher der Termin der Arbeit kommt, desto schlimmer wird es. Was soll ich denn nur tun?
 
Das habe ich von mir auch oft gedacht-die Ursache habe ich spät herausgefunden-meine Eltern haben mich dumm geredet.Der grosse schlaue Bruder und die kleine dumme Schwester-ich.Als Kind habe ich wirklich geglaubt ich bin behindert(nichts gegen Behinderte)-aber ich bin es nicht-es war auch als Beleidigung gemeint.Auch nachdem ich ausgezogen war gingen die falsche Gedankenkreise weiter bis sie Stück für Stück abgebaut wurden.Heute weiss ich -ich bin und denke anders als meine Ursprungsfamilie-und heute sage ich Gott sei Dank-sollen die ihr Leben leben ich lebe meins.
Das muss bei dir natürlich nicht der Grund sein-du hast einen guten Schul-und Studiumsabschluss.Super.Das heisst du bist jahrelang aufgestanden,hast gelernt,durchgehalten...Studenten fehlt oft ein bisschen der Durchblick mit Finanz-und Bankgeschäften,Lohnsteuer und ähnlichem-ist meine Erfahrung-das kommt Stück für Stück mit dem Berufsleben.
Versuche den Job.Es kann ja auch klappen-immer einen Tag nach dem Anderen-wenn es klappt wunderbar,wenn nicht,dann gibt es eine neue Chance.Eine Baustelle nach der anderen.
Mit der Depression-mach dich schlau im Internet.Mir haben letztlich Tabletten geholfen-ich würde gerne darauf verzichten-aber ohne rutsche ich total ab-das war mein Weg-deiner kann ganz anders sein.
Du bist wertvoll-versuche dich nicht so runterzumachen.Ich wünsche Dir alles Gute.
 
Wie hast Du denn während des Studiums eine Struktur gepflegt?
Du musst eine wie auch immer geartete gehabt haben. Andernfalls wärest Du zu spät zu Prüfungen gekommen oder/und hättest den Lernstoff nicht erarbeitet, den Abschluss nicht geschafft.

Du hast Angst vor der Arbeit. Tja, vom Studium in die Berufspraxis, das ist immer ein Sprung. Jedenfalls dann, wenn man vorher nicht schon eine Anbindung an die Praxis hatte. - Und durch!

Lebenspraktisches lässt sich übrigens lernen..... . 😉
Wie lernst Du?

Oder um ein wenig Abstand von Dir selber zu bekommen, nimm doch einmal gedanklich eine andere Perspektive ein.
Angenommen, Du hast da einen Jugenlichen, der da von zuhause nicht viel Gutes mitbekommen hat, den DU aber nun zur Verselbständigung führen musst. Wie löst Du die Aufgabe?
(Du hast EW studiert?)

Internetseiten wie "Klaraputzich" etc. können ggf. auch eine Hilfe sein.
Und hier gibt es auch eine Menge User, die sowohl Haushalt, Beruf und Freizeit für sich organsiert bekommen. Fragen kostet nichts. 😉 Und Deine Erfolgserlebnisse, die teilen wir dann sicher auch gerne hier mit Dir! 🙂

Was ist denn heute eine Aufgabe, die Du hast und an der Du zu scheitern glaubst?



LG
Landkaffee
 
Was soll ich denn nur tun?

Das Wissen kommt mit der konkreten Anforderung wieder - ansonsten steht ja auch Alles irgendwo und man kann nachschlagen.

Sei aufmerksam, mach Deinen Job so gut es geht und entwickele Dich in Deine Aufgaben hinein ..... das ist ganz normal.

Wenn Du Geld verdienst kannst Du so manche Dinge die Du selbst nicht auf die Reihe bringst von Leuten machen lassen die das können und sich über eine Verdienstmöglichkeit freuen .... haushaltsnahe Dienstleistungen sind unter Umständen absetzbar.

Dann hast Du genug Zeit nach Deinen Interessen zu suchen falls sie Dir tatsächlich fehlen.
 
Hallo, erstmal Danke für die Antworten.

Was für eine Struktur ich während des Studiums hatte? Kann ich ehrlichgesagt so überhaupt nicht wiedergeben. Bin zu den meisten Vorlesungen gegangen, habe meine Aufgaben für die Seminare stets erledigt und habe dann kurz vor den Prüfungen angefangen, mir sämtlichen Lernstoff einzuprügeln. Habe dann wie auch immer gute Noten geschrieben. Die Inhalte habe ich weitestgehend aber jetzt alle vergessen. Aber auch bei den Arbeitsmaterialien hat Chaos geherrscht. Und wenn ich mich zurückerinner, war das bereits in der Grundschule so. Die Schulhefte waren immer einfach so im Tornister drin etc. Habe also nie wirklich gelernt da Ordnung zu halten.

Ich habe vorher bereits auch eine Ausbildung absolviert, die ich ebenfalls super bestanden habe und auch da für eine gewisse Zeit im Anschluss gearbeitet habe, und dennoch habe ich jetzt Angst vor der Praxis (obwohl ich in dem Unternehmen neben dem Studium schon gearbeitet habe). Ich kann das nicht wirklich beschreiben, weshalb ich so fest davon überzeugt bin, es nicht hinzubekommen.

Wie lernt man denn lebenspraktisches? Oh Gott hört sich diese Frage doof an. Ich frage mich ganz häufig, wie ich Abitur etc. überhaupt schaffen konnte. Ich verstehe das wirklich nicht.

Bei dem Perspektivenwechsel wird es schwierig. Klar würde ich den Jugendlichen versuchen zu beraten, nach geeigneten Institutionen suchen. Eventuell eine betreute Wg etc. Aber das wäre halt alles aus dem Bauch raus. Sowas lernt man auch im Studium nicht.
Da ich seit Monaten in dieser Depression verharre und kaum vor die Tür gehe, mich verkrieche und auch keine Aufgaben habe, werde ich wohl heute nicht scheitern. Es ist echt schwierig die Gesamtsituation zu beschreiben.
 
Das Wissen kommt mit der konkreten Anforderung wieder - ansonsten steht ja auch Alles irgendwo und man kann nachschlagen.

Sei aufmerksam, mach Deinen Job so gut es geht und entwickele Dich in Deine Aufgaben hinein ..... das ist ganz normal.

Wenn Du Geld verdienst kannst Du so manche Dinge die Du selbst nicht auf die Reihe bringst von Leuten machen lassen die das können und sich über eine Verdienstmöglichkeit freuen .... haushaltsnahe Dienstleistungen sind unter Umständen absetzbar.

Dann hast Du genug Zeit nach Deinen Interessen zu suchen falls sie Dir tatsächlich fehlen.

Ja.
Wobei sich nicht wirklich alles kaufen lässt und es durchaus Sinn macht, eben vieles selber wenigstens zu können.


LG
Landkaffee
 
Also wenn du Heilpädagogin und Erziehungswissenschaftlerin bist, klingt das nach einem Interesse für Pädagogik. Ich gehe sogar so weit, dass dein Interesse echt und tiefgehend ist. Denn dieses trockene Zeug finde ich zumindest uninteressant und manchmal etwas... na ja, Pädagogen halt.

Warum hast du die Sachen so gut durchgehalten und dann bestanden? Die Struktur von außen hat dir geholfen. So ist das häufig bei chaotischen Leuten ohne ADHS. Es braucht oft nur einen Plan für die Woche, der mit jemandem auf Realität getestet wird und dann geht zumindest nur noch die Hälfte schief. Der Rest kommt dann über die Selbstdisziplin. Also ich probiere das gerade mit dem Wochenplan und halte es für eine gute Idee. Das Durchhalten ist schwer, aber das trainiert man. Außerdem läuft es dann mit Job i.d.R. leichter. Such dir doch erstmal eine TZ-Stelle mit bis zu 20 Stunden! Das Arbeitsamt kann dir auch Attestblätter für den Arzt mitgeben.
 
Hallo,

nein Heilpädagogin bin ich nicht. Bin gelernte Industriekauffrau. Und das mit dem öden Zeugs lernen ist sone Sache. Ich fand weder die BWL-Sachen, noch die meisten Inhalte aus dem Studium sonderlich interessant. Aber ich schaffe es immer mir den Stoff anzueignen und gute Noten zu schreiben- egal wie trocken. Ich verstehe die Inhalte auch. Nur dann vergesse ich das so schnell alles wieder. Ich habe wirklich das Gefühl mein Gehirn ist ein Sieb. Ich kann mir einfach nichts auf Dauer gut merken. Ich komme mir so dumm vor! Das soll kein Jammern auf hohem Niveau oder so sein, ich leide da wirklich drunter. Man kann doch nicht alles vergessen!
 
Um ehrlich zu sein bewundere ich dich, du hast schon dein Studium geschafft und das auch noch während du dich von deinem Freund trennen musstest.
Das ist stark...und wenn du schon dich während deines Studiums organisiert bekommen hast, heißt es ja , das du irgendwie es trotzdem schaffst, auch wenn du glaubst du schaffst es nicht.
Aber ich denke ich kann dich gerade sehr gut verstehen...

Hallo ich bin 21 Jahre alt und obwohl ich schon lange mich um eine Therapie kümmern sollte ,habe ich es bisher nicht getan. Leider bin ich sehr langsam und sehr emotional. Ich habe einfach keine Ahnung von gar nichts und wie die Welt finktioniert. Ich kann dich sehr gut verstehen...leider bin ich gerade im ersten Semester und komme überhaupt nicht weiter. Zuvor habe ich meinen Fachabi an einem Berufskolleg der Waldorfschule gemacht.Aber hier gibt es unglaublich viele Vorlesungen, und man soll sich auf jede vorbereiten und auch Hausaufgaben zu der machen. Ich habe versucht ansatzweise auch nur ein Teil davon zu verstehen, aber ich habe bisher nichts hinbekommen. Nach meinem parallelem Einstieg in eine WG für 200 Euro und weiteren 200 Euro auf der Hand...war ich am Ende. Ich musste Bafög Antrag zuendestellen und habe zum ersten mal das Wort Mietvertrag erfahren...die ganze Anmeldungen in die Kurse war Stundenlang und noch ganz viel...letzendlich bin ich zusammengebrochen. Ich weiß einfach nicht wie und wo und was ich machen soll und alles hatte Fristen. Ich konnte gottseidank wieder nachhause Ziehen...aber ich bin so langsam , rauche so viel und habe Panik...keiner versteht mich aber auch keiner kann mir so richtig helfen...ich wohne im Wald und treffe mich nur mit einigen Personen...in der Stadt haben mich so viele Dinge gestört und ich habe mich einfach nicht organisiert bekommen...Ich habe einfach nur noch Angst. Seit 2 Monaten kann ich einfach nichts mehr tun und wohne Zuhause...gibt es eigentlich so etwas wie eine kostenlose Begleitende Person die mir hilft oder sowas?Ich will nähmlich nicht Obdachlos werden in der Zukunft..🙁
 
Um ehrlich zu sein bewundere ich dich, du hast schon dein Studium geschafft und das auch noch während du dich von deinem Freund trennen musstest.
Das ist stark...und wenn du schon dich während deines Studiums organisiert bekommen hast, heißt es ja , das du irgendwie es trotzdem schaffst, auch wenn du glaubst du schaffst es nicht.
Aber ich denke ich kann dich gerade sehr gut verstehen...

Hallo ich bin 21 Jahre alt und obwohl ich schon lange mich um eine Therapie kümmern sollte ,habe ich es bisher nicht getan. Leider bin ich sehr langsam und sehr emotional. Ich habe einfach keine Ahnung von gar nichts und wie die Welt finktioniert. Ich kann dich sehr gut verstehen...leider bin ich gerade im ersten Semester und komme überhaupt nicht weiter. Zuvor habe ich meinen Fachabi an einem Berufskolleg der Waldorfschule gemacht.Aber hier gibt es unglaublich viele Vorlesungen, und man soll sich auf jede vorbereiten und auch Hausaufgaben zu der machen. Ich habe versucht ansatzweise auch nur ein Teil davon zu verstehen, aber ich habe bisher nichts hinbekommen. Nach meinem parallelem Einstieg in eine WG für 200 Euro und weiteren 200 Euro auf der Hand...war ich am Ende. Ich musste Bafög Antrag zuendestellen und habe zum ersten mal das Wort Mietvertrag erfahren...die ganze Anmeldungen in die Kurse war Stundenlang und noch ganz viel...letzendlich bin ich zusammengebrochen. Ich weiß einfach nicht wie und wo und was ich machen soll und alles hatte Fristen. Ich konnte gottseidank wieder nachhause Ziehen...aber ich bin so langsam , rauche so viel und habe Panik...keiner versteht mich aber auch keiner kann mir so richtig helfen...ich wohne im Wald und treffe mich nur mit einigen Personen...in der Stadt haben mich so viele Dinge gestört und ich habe mich einfach nicht organisiert bekommen...Ich habe einfach nur noch Angst. Seit 2 Monaten kann ich einfach nichts mehr tun und wohne Zuhause...gibt es eigentlich so etwas wie eine kostenlose Begleitende Person die mir hilft oder sowas?Ich will nähmlich nicht Obdachlos werden in der Zukunft..🙁

Hallo Before,

ich verstehe deine Situation. Du kommst mit dem neuen Umfeld schwer klar. Wahrscheinlich bist du auch das erste Mal von zu Hause weggezogen und warst plötzlich auf dich alleine gestellt. Du fühlst dich überfordert mit allem. Du hast so viele Dinge auf die du nun Acht nehmen musst, dass du nicht weißt, was du alles erstes ergreifen sollst.
Du sprichst davon, dass du langsam bist. Verstehe ich das richtig, dass du einfach länger brauchst, bis du etwas verstehst und bis du mit einer neuen Situation klar kommst?
Die schlechte Erfahrung, die du am Anfang des Semesters gemacht hast führt dazu, dass du unglaubliche Ängste spürst und dir immer weniger zutraust. Damit ziehst du dich immer weiter zurück und fühlst dich immer dümmer und inkompetenter.
Wie du richtig schilderst ist es schwierig aus dieser Situation selbst herauszukommen.
Wie sieht es mit Familie oder Freunden aus? Gibt es da jemanden, der dir helfen könnte?
Ich denke, dass ein Therapeut oder erstmal eine Person mit der du sprechen könntest der richtige Weg ist.
Rauchen entspannt dich, ist langfristig aber eher schädlich. Es hat eine antidepressive Wirkung und hilft natürlich seine Emotionen unter Kontrolle zu bekommen. Suchtpotential ist aber auch ebenso hoch. Deswegen das Rauchen lieber kontrollieren und vielleicht auf Meditation umschwenken? Meditation hat eine ähnliche entspannende Wirkung wie Rauchen und hilft besonders auch bei der Kontrolle der Gedanken und Ängste.
Du wirst weder auf der Straße landen, noch Obdachlos werden.

Kannst du vielleicht noch genauer schildern, was dir am Meisten Angst macht? Ist es die Angst davor, im Leben nicht klarzukommen oder die Erwartungen anderer nicht erfüllen können?
 

Anzeige (6)

Ähnliche Themen

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben