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Zividienst - was, wie, wo???

K

Kasseopea

Gast
Hi, ich brauche in 3 Wochen einen Zividienst-platz (anfangen muss ich dann erst im Januar), aber wenn ich mich im Internet so umsehe, sind ein Viertel der Stellen mit einem Führerschein oder sehr guten Office-Kenntnissen verbunden. Dann gibt es noch welche für Alten- oder Beindertenpflege - den Beruf in alle Ehren, aber das ist leider nichts für mich.

Im Kindergarten arbeiten wäre zwar möglich, aber ich kann mit Kindern nicht so wirklich gut, zudem kann ich es als 21-Jähriger nicht verantworten auf eine Schar Kleinkinder aufzupassen, die sich ständig selbst oder gegenseitig verletzen könnten.

Am liebsten würde ich beim Rettungsdienst arbeiten (aber leider kein Führerschein), da ich es mir schon immer gewünscht habe Leuten aktiv helfen zu können anstatt sie passiv zu betreuen.

Meine Fragen wären:

1. Wo soll ich nach einer Zivistelle suchen? Die meisten I-net Anzeigen sind von Privatleuten, die keine richtigen Atbeitskraft einstellen wollen, sondern eine die nicht kündigen kann.

2. Muss man den Zivi überhaupt ableisten, oder ringt sich die Regierung doch noch durch und schafft dieses Relikt ab?

3. Wie ist die Bezahlung / Sollte es überhaupt eine geben?

4. Ich habe von ein paar Freunden gehört, dass einige Zivildienststellen einem anbieten bei ihnen den Führerschein zu machen, welche wären das?

Naja, dass ist bis jetzt alles was mir einfällt, ansonsten sind natürlich alle Tipps und Tricks erwünscht^^

Hoffen auf baldige Antworten😀
 
Fällt dir aber früh ein, dich um eine Zivi-stelle zu bemühen und dann auch noch eine, die dir den Führerschein finanziert.
Was hast du dir denn überhaupt vorgestellt?
Weder Altenplege, Krankenpflege noch Kindergarten. Da bleibt nicht mehr viel übrig. Erkundige dich beim Bundesamt für Zivildienst welche Stellen noch frei sind. Bei deinem Engagement🙄 wirst du keine große Auswahl mehr haben.


Punto
 
Hallo!!

Du kannst da nicht wählerisch sein. Aber es ist schon etwas widersprüchlich. Du schreibst, du würdest gern aktiv Menschen helfen statt passiv zu betreuen? Wenn du in einem Krankenhaus deinem Zivildienst leistest, kannst du auf Station auch Menschen "aktiv" helfen.
So weit ich weiß, gibt es in größeren Krankenhäusern unterschiedliche Zivildienststellen. z. B. den Transsportdienst (Patienten zu Untersuchungen bringen), oder der sich um den Müll kümmert.
Bei einem Rettungsdienst, kannst du glaub ich keinen Zivildienst machen. Da brauchst du schon eine richtige Ausbildung zum Rettungssanitäter. Da reicht nicht mal eine Ausbildung zur Krankenschwester aus.
Klemm dich dahinter. Du hast dich für den Zivildienst entschieden. Du hättest ja auch zur Bundeswehr können.
 
Das sind Zivildienstbereiche in einem Klinikum:

Küche, Pflege, Hol- und Bringedienst, Technik, Wirtschafts- und Versorgungsdienst, Zentrallager.

Der Verdienst richtet sich nach den Dienstmonaten:
Vom 1. -3. Monat sind es ca. 280 €
ab dem 4. Monat ca. 300€
ab dem 7. Monat ca. 325€

Ich glaub es gibt auch noch Entlassungsgeld usw.. Bin mir aber nich sicher.

Viel Glück bei der Suche
 
Gut, ich sags offen heraus, ich will niemandem den Hintern abwischen oder ihm den Katheter wechseln, habe aber keine Probleme mit Blut oder sonstigen Verletzungen, da ich schon mal an einer Unfallstelle war und dort mitgeholfen hab, bis die Krankenwagen eintrafen.

Habe mich aber schon bei den Notfalldiensten erkundigt - die nehmen, wenn überhaupt, bei einer Verpflichtung für 12 Monate, da 6 Monate offensichtlich nicht mehr ausreichen.

Die meisten Stellen scheinen dann doch für den Kindergarten zu sein, werde mich wohl doch dort bewerben müssen.

Vielen Dank für die Antworten
 
Gut, ich sags offen heraus, ich will niemandem den Hintern abwischen oder ihm den Katheter wechseln, habe aber keine Probleme mit Blut oder sonstigen Verletzungen, da ich schon mal an einer Unfallstelle war und dort mitgeholfen hab, bis die Krankenwagen eintrafen.

Habe mich aber schon bei den Notfalldiensten erkundigt - die nehmen, wenn überhaupt, bei einer Verpflichtung für 12 Monate, da 6 Monate offensichtlich nicht mehr ausreichen.

Die meisten Stellen scheinen dann doch für den Kindergarten zu sein, werde mich wohl doch dort bewerben müssen.

Vielen Dank für die Antworten

Was ist denn daran so schlimm einen Katheder zu wechseln ? Nur so zur Info, als Zivi darfst Du das sowieso nicht machen 😉
Hintern abwischen werden auch zu 99 % die Schwestern und Pfleger machen, die kennen die Quereleien der Patienten.
Ich bin selber durch so eine "Hölle" gegangen. In 9 Monaten musste ich exakt 2 Mal abwischen. Da ist echt nichts schlimmes dabei.

Ich habe auch einiges gesehen, aber glaub mir - Blut und Verletzungen sind relativ. Das was dich einen Tag nicht stört, bringt Dich in einer anderen Situation zum Grübeln.

Wie wäre es denn mit Fahrdienst? Essen auf Rädern? So etwas wird doch auch immer gesucht.
 
Hallo Kasseopea ,

mir ist eben beim Lesen eingefallen, dass es auch in anderen Bereichen Zivi-Stellen gibt, z.B. hier:

FÖJ statt Zivildienst: Stiftung Naturschutz Berlin

Da steht u.a. "Für das am 1. September beginnende FÖJ-Projektjahr nimmt die Stiftung Naturschutz Berlin ab Anfang des jeweiligen Jahres Bewerbungen entgegen. Da im laufenden FÖJ gelegentlich Plätze frei werden, können Interessenten auch zwischendurch noch einsteigen."

ich weiß, dass Du gar nicht nach einem solchen Tätigkeitsbereich gefragt hast, aber ich dachte, vielleicht wäre das noch ne Alternative.

Viel Erfolg bei der Suche!

Zitat von der Seite nochmal:
"Aktuelles: FÖJ statt Kurz-Zivi


Das Freiwillige Ökologische Jahr bleibt die Alternative zum Zivildienst

Die Bundesregierung plant den Wehr- und Zivildienst ab Herbst 2010 zu verkürzen. Zugleich wird die Option der freiwilligen Verlängerung des Zivildienstes um bis zu sechs Monate vorgesehen. Das soll insbesondere den Sozialverbänden und anderen Zivildienststellen helfen, denen durch den Kurzdienst die Zivis als Mitarbeiter fehlen würden.
Warum nicht gleich den Freiwilligendienst anstelle dieses uneindeutigen Zivildienstes wählen?
Gegen das Vor und Zurück von Verkürzung und erneuter Verlängerung beim Zivildienst setzt die Stiftung Naturschutz Berlin weiterhin die Klarheit und Kontinuität des FÖJ. Als „Zivi-FÖJ“ stellt es gemäß Zivildienstgesetz die Alternative zum Zivildienst für junge Kriegsdienstverweigerer dar.
Das Zivi-FÖJ bietet die Mitarbeit in äußerst attraktiven und vielfältigen Einsatzfeldern des Umwelt- und Naturschutzes. Mit der Kontinuität von 12 Monaten ermöglicht es intensive Erfahrungen, fundierte berufliche Orientierung sowie zusätzlichen Kompetenzerwerb und Qualifizierung für Ausbildung und Beruf. Etliche Einsatzstellen bieten für die Zeit nach dem FÖJ studienbegleitende Praktika und Jobs.
Auch wird die viel diskutierte „biografische Lücke“ vermieden, die zwischen Zivildienst-Ende und Ausbildungs-/ Studienbeginn droht, und die verbunden ist mit der Frage von Kindergeldzahlung und Arbeitslos-Meldung.
Die Stiftung Naturschutz Berlin führt ihr Zivi-FÖJ auch weiterhin mit 65 engagierten Zivi-Freiwilligen durch."
 
Gut, ich sags offen heraus, ich will niemandem den Hintern abwischen oder ihm den Katheter wechseln, habe aber keine Probleme mit Blut oder sonstigen Verletzungen, da ich schon mal an einer Unfallstelle war und dort mitgeholfen hab, bis die Krankenwagen eintrafen.

Habe mich aber schon bei den Notfalldiensten erkundigt - die nehmen, wenn überhaupt, bei einer Verpflichtung für 12 Monate, da 6 Monate offensichtlich nicht mehr ausreichen.

Die meisten Stellen scheinen dann doch für den Kindergarten zu sein, werde mich wohl doch dort bewerben müssen.

Vielen Dank für die Antworten

In Krankenhäusern gibt es aber auch Zivis, die in der Pforte/Information sitzen und den Besuchern sagen, in welchen Räumen z.B. Verwandte, Freunde etc. liegen.
Und einige unterstützen auch die Hausmeister dabei, die Zeit totzuschlagen. ;-)

Dann gibt es bei der Stadtreinigung auch Zivis. Im Sommer ist das nicht so pralle, im Winter, wenn kein Schnee liegt, gibt es aber wenig Arbeit und man muss nicht viel machen.

Bei Jugendherbergen gibt es auch Zivis, die nur die Rezeption betreuen und Schlüssel ausgeben usw.

In der Mensa/Kantine/Cafe einer Uni oder eines Krankenhause kannst du als Küchenhilfe oder Kassierer arbeiten. Dort bekommst du vermutlich kein Essengeld, aber immerhin ist das noch besser als der Dienst im Altenheim.

Am besten ist es natürlich, wenn du irgendwo arbeitest, wo es nichts zu Essen gibt. Dann wird das Essengeld (früher waren es 216 Euro pro Monat) ausbezahlt.
 

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