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Zitate zum Nachdenken

Die unbegrenzte Zeit umfaßt gleich viel Lust wie die begrenzte Zeit, wenn man die Grenzen der Lust durch Überlegung abmißt.
Epikur von Samos
(341 - 271 v. Chr.), griechischer Philosoph

Quelle: »Katechismus«
 
Ich sage euch: man muß noch Chaos in sich haben, um einen tanzenden Stern gebären zu können. Ich sage euch: ihr habt noch Chaos in euch.
Friedrich-Wilhelm Nietzsche
(1844 - 1900), deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller
 
Es ist eine Kunst zur rechten Zeit zu reden und zur rechten Zeit zu schweigen.
Lerne sie, so ersparst du dir und anderen sehr viel Leid.
 
Menschen, die von Innovationen sprechen, haben offensichtlich keine neueren Ideen als dieses alte, abgelutschte Wort.
Aba Assa
(*1974), Essayistin
 
Die Moral ist immer die letzte Zuflucht von Leuten, die die Schönheit nicht begreifen.

Oscar Wilde

(1854 - 1900), eigentlich Oscar Fingal O'Flahertie Wills, irischer Lyriker, Dramatiker und Bühnenautor


😉
!
 
Das Schachspiel

Auf einem Schachbrett stand der Steine bunte Schar
Nach Stand und Würden hingepflanzt;
Der hölzerne Monarch und seine Dame war
Von Reisigen und Türmen rund umschanzt.
Die Läufer, oder wenn wir sie
Nach gallischen Kanzleistil nennen wollen,
Die Narren spielten große Rollen.
Die Bauern, gar ein zahmes Vieh
So lange sie nicht ihre Stärke kennen,
Die Bauern mußten vorne dran,
Um sich zuerst die Köpfe zu verrennen.
Das deutungsvolle Spiel begann.

Hier war der Knecht vom Herrn und dort der Knecht vom Knechte,
Oft gar der Herr durch seinen Hintermann
Von seinem Platz verdrängt. Der stolze Groß-Sultan
Sah unbewegt zur Rechten und zur Linken
Die Hälfte seiner Nation,
Als Opfer des Geschicks, zu Boden sinken,
Und endlich fiel auch er vom Thron.
Jetzt nimmt der Herr des Spiels, der allen Steinen
Die Rollen ausgeteilt und selbst sie aufgestellt,
Sie weg, und wirft vermengt die Großen und die Kleinen
In einen dunklen Sack. Dies ist das Bild der Welt.

Gottlieb Konrad Pfeffel

(1736 - 1809), deutscher Fabeldichter und Erzähler
 
Der Hoffnung folgen
und ihrer grünen Spur,
was auch immer dir blühen mag.
In den Ruinen deiner Gewohnheiten
wieder das Gras wachsen hören
und einmal auch den Traum,
der in der Mitte deines Herzens
Wurzeln schlägt.

Isabella Schneider
 

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