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Ziehe mich zurück, hänge im Teufelskreis.

K

Katrischa

Gast
Hallo an Alle,

bin froh, dass ich ein Forum gefunden habe, dem ich mich anvertrauen kann. Weiss nicht wirklich wie ich anfangen soll, ich versuche es mal. Ich habe in meinem ganzen Leben wohl noch nie wirkliche Freunde gehabt. Alle Freundschaften waren nicht langlebig. Vielleicht 2-3 Jahre, dann haben sie sich auseinandergelebt. Was wohl auch oft daran liegt, dass ich auf der einen Seite nicht allein sein möchte aber auf der anderen Seite ständig zu Hause hänge und nicht raus mag. Es ist keine Faulheit oder keine Angst, zumindest nicht bewusst, vielmehr irgendwie so ein Gefühl, als würde ich in einem Teufelskreis stecken. Ich kanns nicht wirklich erklären. Wie oft werde ich u.a. von Kollegen gefragt, ob wir nicht mal was trinken gehen möchten oder so. Dann bin ich manchmal so euphorisch, sage zu und kurz davor wieder ab, weil ich lieber zu Hause sein will.

Ich denke wirklich, dass ich da irgendwie ein Problem habe. Wenn ich dann zu Hause bin, dann fühl ich mich wieder einsam. Bin im Allgemeinen total antriebslos und habe ständig das Gefühl, dass ich Ruhe haben möchte. Warum kann ich nicht erklären. Habe auf der Arbeit nicht groß Stress oder so. Gehe auch so keinem Hobby nach. Nichts. Wenn ich mir mal was suche, was mir Spaß bringen könnte, dann gehe ich 1-2x los und dann lasse ich es wieder schleifen, weil ich nicht wirklich Freude entwickeln kann.

Meine Beziehung leidet auch darunter und hängt auf der Kippe. Durch dies ewige zu Hause Gehänge, hat mein Freund ständig das Gefühl, dass ich auf ihn warten würde, was auch irgendwie stimmt, was ich wiederum aber gar nicht will! Bin irgendwie beziehungsfixiert. Diesem ewigen Erwartungsdruck kann er nicht mehr standhalten, zumal er auch einen eigenen Freundeskreis hat und auch so zig weitere Interessen für die er sich begeistern kann. Gefühle haben seinerseits nachgelassen. Er meinte, sein größter Wunsch sei es, dass ich auch ein eigenes Leben führe und nicht nur ein gemeinsames. Einfacher gesagt als getan.

Kann das alles schwer beschreiben. Wie kommt man aus so einem Teufelskreis heraus? Kennt das jemand?
Freue mich über Post.
Gruß
Katrischa
 
Hallo,

mir fällt da nur spontan ein, dass Du dir fachliche Hilfe suchst.

Vielleicht gibt es bei Dir auch eine "Lebensberatung" für Krisensituationen.

Hier nennt sich das: Lebensberatung des Bistrums Trier.

Oder Du sucht Dir wirklich, wenn das nicht ausreicht einen Psychologen.

Kann es sein, dass Du schwer deppressiv bist😕

Gruß

Jenny
 
@Jenny: Depressiv bin ich eigentlich nicht (lt. Neurologen), also zumindest habe ich auch nicht den Eindruck, trotz meiner Antriebslosigkeit. War auch schon bei einigen Psychologen und Verhaltenstherapien habe ich auch hinter mir u.a. wegen diverser Ängste, aber nach ner Zeit verfalle ich immer wieder in alte Muster und habe deshalb keinen Elan wieder eine zu machen. Im Grunde weiß ich was ich ändern muss, wurde mir zig mal gesagt, kriegs aber nicht hin. Ich meine unter Leute gehen oder so... als wenn mich da eine innere Hürde abhält. Keine Ahnung. Wie gesagt a) die Sehnsucht Freunde zu haben und mit denen zu sein, ausgehen, Treffen und b) wenns denn soweit ist, dann mag ich nicht und möchte zu Hause bleiben. Schwer zu beschreiben... total seltsam. Und gleiches Verhalten halt beim Hobby suchen.

@Silberrose: das Problem ist halt einfach, dass ich, wenn ich dann zu Hause bin, auch nicht glücklich bin, deshalb verstehe ich mich ja auch nicht... Bin ich unterwegs, fühle ich mich auch unwohl und denke ständig, man, hoffentlich kannste gleich Heim. Wie so`n Nesthocker. Ich steige da selbst nicht mehr durch, von daher wollte ich mich hier auch gern austauschen...

P.S. Kann mir jemand erklären, wie man mit diesem Danke button umgeht? ist der dazu da, wenn man sich für einen Beitrag bedanken will?

Gruß Katrischa
 
ALso der Danke Button ist zum bedanken für einen Beitrag da und man kann den Danka auch löschen soweit Ich weiss.....

Ansonsten...solltest du schleunigst mal was finden was dich glücklich macht....wenn es nicht das Zuhause rumhocken ist nicht das in der Bar sitzen...dann ist es eben was anderes...
Ich denk aber viel weniger das es darum geht wo du bist als darum was deine Vergangenheit so sagt und wie es dir tatsächlich geht...wie du mit deiner Gesamtsituation zurecht kommst.
Meistens sind die Dinge nicht so einfach wie man es sich selbst denkt oder es gerne hätte.

MfG Alex
 
@derAlex: Da hast Du Recht. Ich glaube ganz ganz viel steckt in meiner Vergangenheit und Kindheit. Aber ich habe große Befürchtungen, dass man das nicht wirklich therapiert bekommt. Ich war ja nun schon einige Male. Auch dieses auf den Partner fixiert sein, hat definitiv mit meiner großen Verlustangst zu tun. Mein Vater ist sehr früh gestorben -Alkoholsucht-, ich hatte nur meine Mutter. Die Bindung war und ist sehr stark... das Schlimme ist, dass ich im Grunde alles weiß... aber ich kriege es nicht umgesetzt oder halt nur für eine begrenzte Zeit. Auch habe ich verlernt wirklich Freude für was zu entwickeln oder sie zu empfinden, ohne dass ich nun dabei depressiv bin. Es ist halt alles irgendwie: naja... geht so. weißt Du wie ich das meine? Wirklich schwierig,... dass dieses fixiert sein den Partner einengt, ist mir auch klar, aber ich kriege das nicht "abgestellt". Habe schon so oft versucht mir was Schönes zu suchen. Tanzen, schwimmen, Sport, was nicht alles. Wie ich schon schrieb, da gehe ich dann 1-2x hin und dann fehlt mir die Motivation weiterzumachen... alles ziemlich schwierig :-(

Gruß Katrischa
 
Hallo!
Diesen Teufelskreis den du da beschreibst kenne ich selbst nur zu gut.Ich nehme mir oft so viel vor, wenn dann aber mein Freund nicht mitgeht, will ich auch nicht weg.Inzwischen glaube ich aber zu wissen, woran es liegt:Ich habe so eine Art soziale Phobie und gehe ungern allein aus dem Haus.Ständig hab ich Angst, es könnte mich jemand blöd anmachen (ist leider schon oft passiert).Viele Veranstaltungen die mich interessieren sind in der Stadt.Gehe dann meist doch nicht hin, weil der Weg zum Bahnhof und die Bahnfahrt schon Überwindung kosten.
Vielleicht ist es ja bei dir ähnlich.
Übrigens:Wenn ich dann erstmal in der Stadt bin, ist das Problem wie weggeblasen, wahrscheinlich weil man da einfach mehr Anonymität hat als in einem kleinen Kaff und in der Menge versinkt.
Gruß
 
hi katrischa,
hänge gerade im netz und klicke mich durch die problemwelt ;-)...mit der hoffnung dass es womöglich leute gibt denen es ähnlich geht...und stolpere über deinen text..habe das gefühl, abgesehen von den problemen in der partnerschaft ( fernbeziehung kann auch vorteilhaft sein ), auch keine motivation zu haben mich um freundschaft hobbies etc zu bemühen...denke immer ich sollte, könnte, müsste...bin nur noch nicht soweit das als problem zu sehen..vielleicht ist das freiwilige alleinsein auch schlicht und einfach die unaufgeregte variante das leben zu leben...solange du deinem partner die möglichkeit lassen kannst sein leben trotzdem zu führen ist doch eigentlch alles gar nicht so dramatisch...zumindest denke ich in helleren momenten so...die düstere variante hast du ja bereits beschrieben...
gruß
cooks
 
kann dir auf jedenfall raten
niemals zu psychologen zu gehen
die ballern ein nur mit medikamente zu
und bevor du das merkst bist du gefangen von anti-depressiva
und vom psycho selbst
kenne das selber wie das is
ich hab schon ne richtige vobie entwickelt nach draussen
zu gehen
ausser ab u.zu angeln u.zu den ämtern zu gehen
tu ich kaum noch was
und wenn meine nichte da is dann kann ich hingehen wo ich will mit ihr
 
@cooks: die unaufgeregte variante des lebens,... ja, so könnte man es sicher auch nennen. wenn ich nur voll und ganz dahinter stehen könnte, dann wäre es wohl was anderes. auf der einen seite die sehnsucht nach geselligkeit, wenns dann aber soweit ist, dann lieber nicht. damals als es mit meinen angstattacken anfing, die ich nun gott sei dank im griff habe, habe ich mich halt stets zurückgezogen und wollte möglichst nix unternehmen, aus angst dort könnte es wieder auftreten. mein damaliger therapeut meinte, ich hätte mir quasi das "ausgehen" abtrainiert. man könne es auch wieder antrainieren... aber das kostet halt kraft. sich und den eigenen schweinehund zu überwinden. und dafür reichts irgendwie nicht. am schlimmsten heute der sonntag... grausam. mein freund hat ein wenig was auf dem zettel für sich -der hat zig interessen im gegensatz zu mir- und ich kriege mich zu gar nix... und da ist halt auch das problem, ich erwarte doch immer wieder, dass mein freund sich um mich "kümmert", für mich da ist, damit ich nicht allein bin, obwohl ich weiß dass das nicht fair von mir ist... und durch diese erwartungshaltung ihm gegenüber ist es schon ganz schön arg ernst bei uns geworden... :-(

@Gast: hmm, ich glaube da ist es ein wenig anders bei mir. wirklich angst, dass mich jemand doof anmachen könnte oder so, hab ich eigentlich nicht. aber halt immer so ein unsicheres gefühl. klar, je weniger ich allein mache, desto größer wird ja auch die unsicherheit im umgang mit anderen menschen. teufelskreis! teils schaue ich schon auf den boden, wenn mir leute entgegen kommen. total blöd. ich plane z.b. auch immer ALLES mit meinem freund, wenn er dann mal keine lust hat, lasse ich es auch bleiben, total bescheuert. dann bin ich eher leicht eingeschnappt, weil er nicht mitkommt oder so. wie ist es bei dir? bist du dann auch eingeschnappt oder gibt es deshalb knatsch bei euch? ich zeige es im grunde gar nicht, wenns dann so ist bei mir, aber mein freund merkt es natürlich dass was los ist... an meiner art oder dass ich ruhig werde... im moment ist es wirklich an einem punkt angekommen, wo ich echt angst habe um die beziehung,... aber trotzdem krieg ich es irgendwie nicht auf die reihe was daran zu ändern.

@radical player: wie fühlst du dich denn damit, dass du kaum mehr was machst? ist es gut für dich? oder wärste gern anders und kriegst es nur nicht geändert?

Gruß und danke
Katrischa
 
Hallo,

hast Du denn generell jemanden, eine Freundin, mit der Du auf jeden Fall etwas unternehmen könntest? Vielleicht wäre es gut, wenn Du Dir feste Termine machst. Gehst Du gerne ins Kino oder guckst Du gerne DVD? Vielleicht kannst Du mit einer Freundin 2 x im Monate feste Tage einführen, an denen ihr gemeinsam ins Kino geht oder einfach nur ne DVD zu Hause schaut. Vielleicht ist es besser, wenn Du weißt, ich habe einen Termin, ich kann da nicht absagen, ich geh da jetzt auf jeden Fall hin. Ich habe das dieses Problem auch oft, dass ich mich auf etwas freue und wenn es soweit ist, möchte ich als am liebsten zu Hause bleiben. Aber ich möchte nicht absagen und gehe trotzdem hin und habe dann doch einen schönen Abend. Vielleicht kannst Du das dann nach und nach ausbauen. Was unternimmst Du denn mit Deinem Freund? Vielleicht ist es auch da möglich, dass ihr einfach regelmäßig einen Termin habt, an dem ihr was zusammen unternehmt und er ansonsten eben seinen Interessen nachgeht.

LG
 

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