Ich glaube auch, dass es am besten wäre, wenn du dich mindestens von dieser Frau distanzierst, wenn du schon die komplette Trennung nicht hinkriegst. Es liegt an dir, wieviel Aufmerksamkeit du ihr widmest - du MUSST nicht groß mit ihr sprechen. Sie sollte mindestens merken, dass ein Punkt erreicht ist, an dem du nicht länger so mit dir umspringen lässt wie bisher. Sie hat einfach nicht das Recht, dich wie einen Fußabtreter zu gebrauchen (da wäre mir ehrlich gesagt sogar das Alleinsein noch lieber, als dass ich solch eine Schikane erleiden wollen würde). Wie gesagt: DU entscheidest, was du hinnimmst. Du merkst doch sehr wohl, an welchen Stellen sie übergriffig ist - die hast du hier doch einwandfrei identifiziert. Warum also sagst du ihr nicht: "Wenn du einen Fußabtreter brauchst such ihn dir ab sofort woanders. Mit mir nicht mehr!" Und nein, du musst weder mit ihr noch sonstwem dazu diskutieren. Wenn dir jemand nicht gut tut, dann wende dich ab.
Deinem Freund würde ich sagen, dass er ein Schlappschwanz ist, wenn er es nicht auf die Reihe kriegt, im Wissen um dein schwaches Wesen für dich mal Partei zu ergreifen. Und dass er ein Fähnchen im Wind ist, offenbar nur auf seinen Vorteil bedacht.
Geh doch mal in die Konfrontation, damit die Beteiligten endlich merken, dass das Maß voll ist. Man muss auch mal ein gewisses Risiko eingehen, um sich Respekt zu verschaffen. Das solltest du lernen.
Unterstützend such dir einen Therapeuten. Womöglich dauert es etwas und du kommst erst einmal auf eine Warteliste. Aber je früher du auf dieser Warteliste steht, desto eher fängt die Zeit an, für dich zu arbeiten bis du dein erstes Gespräch bekommst und dann mit dem Therapeuten gemeinsam an dir arbeiten kannst.
Solange du nicht aktiv wirst, wird sich nichts ändern. Aber um etwas zu verändern gibt es mehrere Stellschrauben. Und an denen kannst du drehen.