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Wunder gibt es immer wieder...

Cenerentola

Aktives Mitglied
Hallo, liebes Forum,

selbstverstaendlich liest man in einem Hilfe-Forum allerlei traurige, berührende und teils sogar beängstigende Geschichten.

So habe ich gedacht, wäre es doch auch mal schön motivierende Geschichten zu lesen.

Vielleicht sogar Erlebnisse, die einem „wundersam“ widerfahren sind. Geschichten, an die man sich immer gern erinnert. Geschichten, in denen man einfach richtig Glück gehabt hat.

Es hat doch bestimmt jeder zumindest eine solche Geschichte?

Ich erinnere mich zum Beispiel gerne daran, wie ich ziehmlichen Bockmist am Arbeitsplatz verzapft habe (okay, DARAN nicht, aber an Folgendes). Eigentlich hatte ich es nur gut gemeint, aber es hätte ganz bös enden koennen. Es ging um ein Manuskript, welches ausgeliefert wurde. Jedenfalls plagte mich das schlechte Gewissen und ich verlebte eine schlaflose Nacht. Betend. Um ein Wunder flehend, wie man es so tut in der völligen Verzweiflung. Ich war völlig parallelisiert. Geheult wie eine Bekloppte. Dann der nächste Morgen. Meine Kollegin betritt den Raum und sagt: „Du, der Kunde rief gerade an. Die Manuskripte sind alle verschwunden.“

Ich habe als erstes die sanitaeren Anlagen aufgesucht – und geweint.

Mein klitzekleines Wunder ist geschehen. Und Bockmist habe ich auch keinen mehr betrieben. 😀
 
Vor vielen, vielen Jahren in der S-Bahn in Berlin.
Livi war ein junges Ding - ca. 22 Jahre alt - und hatte kein Geld mehr, musste dennoch schwarz fahren und hatte solche Angst erwischt zu werden. Auch damals war die Geldstrafe für's Schwarzfahren nicht gerade billig. Nun, gerade an diesem Tag kamen tatsächlich Kontrolleure in den Waggon und Livi seufzte enttäuscht, resigniert und traurig. Sie saß am Fenster und tat einfach so als wäre sie nicht da. Was Anderes blieb ihr ja in dem Moment nicht übrig. Alle im Waggon wurden angesprochen und mussten ihre Tickets vorzeigen. Aus irgendeinem Grund, den ich bis heute nicht verstehe übergingen die Kontrolleure mich einfach. Als die draußen waren habe ich meine Sitznachbarn angeschaut und wortlos zu verstehen gegeben, dass ich tatsächlich kein Ticket hatte. Alle drei Fremde konnten nicht anders als zu grinsen und mich zu beglückwünschen. Irgendwelche Theorien zu diesem "Wunder"?
 
Vor vielen Jahren hat mein Ex meine Kinder von einem Besuchstermin nicht zurück gebracht. Er verschwand mit ihnen ins Ausland (deutscher, Fernfahrer international - viele Kontakte ins ganze europäische Ausland). Ich habe sie überall gesucht, so wie es meine finanziellen Mittel erlaubten. Auch die Behörden waren eingeschaltet. Aber die Kinder blieben unauffindbar.
Fast zweieinhalb Jahre später klingelte mein Telefon. Meine Stieftochter war dran, seine älteste Tochter aus erster Ehe, zu der ich guten Kontakt hatte. Sie sagte: "Ich weiß wo die Kinder sind"!
Sie war bei ihrer Tante (seiner Schwester)zu besuch und fand dort eine Telefonnummer mit dem Namen meines Ex. Diese schrieb sie sich auf und als sie wieder zu Hause war rief sie die Nummer an. Sie hatte meine damals 6jährige Tochter am Telefon, die sich sehr freute, mit ihrer Schwester zu telefonieren und ihr die Adresse sagen konnte, unter der sie lebte.
Zwei Tage später waren meine Kinder wieder zuhause bei mir.
 
Vor vielen, vielen Jahren in der S-Bahn in Berlin.
Livi war ein junges Ding - ca. 22 Jahre alt - und hatte kein Geld mehr, musste dennoch schwarz fahren und hatte solche Angst erwischt zu werden. Auch damals war die Geldstrafe für's Schwarzfahren nicht gerade billig. Nun, gerade an diesem Tag kamen tatsächlich Kontrolleure in den Waggon und Livi seufzte enttäuscht, resigniert und traurig. Sie saß am Fenster und tat einfach so als wäre sie nicht da. Was Anderes blieb ihr ja in dem Moment nicht übrig. Alle im Waggon wurden angesprochen und mussten ihre Tickets vorzeigen. Aus irgendeinem Grund, den ich bis heute nicht verstehe übergingen die Kontrolleure mich einfach. Als die draußen waren habe ich meine Sitznachbarn angeschaut und wortlos zu verstehen gegeben, dass ich tatsächlich kein Ticket hatte. Alle drei Fremde konnten nicht anders als zu grinsen und mich zu beglückwünschen. Irgendwelche Theorien zu diesem "Wunder"?

Schwein gehabt, wuerde ich sagen 🙂

Ist mir einmal genau so widerfahren und zwar beim ersten und letzten Mal, bei dem ich "vorsaetzlich" schwarz gefahren bin. Macht man natuerlich nicht 😉
 
Vor vielen Jahren hat mein Ex meine Kinder von einem Besuchstermin nicht zurück gebracht. Er verschwand mit ihnen ins Ausland (deutscher, Fernfahrer international - viele Kontakte ins ganze europäische Ausland). Ich habe sie überall gesucht, so wie es meine finanziellen Mittel erlaubten. Auch die Behörden waren eingeschaltet. Aber die Kinder blieben unauffindbar.
Fast zweieinhalb Jahre später klingelte mein Telefon. Meine Stieftochter war dran, seine älteste Tochter aus erster Ehe, zu der ich guten Kontakt hatte. Sie sagte: "Ich weiß wo die Kinder sind"!
Sie war bei ihrer Tante (seiner Schwester)zu besuch und fand dort eine Telefonnummer mit dem Namen meines Ex. Diese schrieb sie sich auf und als sie wieder zu Hause war rief sie die Nummer an. Sie hatte meine damals 6jährige Tochter am Telefon, die sich sehr freute, mit ihrer Schwester zu telefonieren und ihr die Adresse sagen konnte, unter der sie lebte.
Zwei Tage später waren meine Kinder wieder zuhause bei mir.

Oh jeh, du Arme, und du Glueckliche 🙁🙂

Gut, dass es in allem Unheil Menschen mit Courage gibt (die Tochter deines Ex-Mannes)
 
Eine gute Idee dieser Thread!
Es ist mittlerweile schon eine ganze Zeit lang her. Ich machte vor Jahren einen Schwesternhelferinnen Kurs beim DRK und mußte auch ein Praktikum im Krankenhaus machen.

Ich kam ausgerechnet auf eine Station wo nur schwer kranke waren. Es ist natürlich nicht angenehm so etwas zu sehen, wenn man das noch nie erlebt hat.
Ich bekam, in der Zeit mit, wie viele Patienten starben.
In den ersten Tagen kam ich in ein Zimmer, wo eine Patientin lag die an vielen Schläuchen hing ganz schwer atmete, oder nach Luft japste, und zum erbarmen aussah. Sie schaute mich mit einem Blick an, in dem eine unendliche Qual und Verzweiflung lag. Sie tat mir so unendlich leid, und ich habe innerlich zu Gott geschrien was ich dieser Frau sagen könnte ?!

Manche Menschen oder sogar die meisten glaube ich, rechnen ja selbst in so einem Zustand noch damit das sie vielleicht wieder gesund werden, es war also etwas gewagt ihr was vom Tod zu erzählen.
Ich war damals auch noch nicht die mutigste, aber ich bin dann an ihr Bett und habe angefangen mit ihr zu sprechen. Ich konnte ja auch nicht zu viel sagen, weil ich gesehen habe wie sehr sie sich quält.
Ich weiß nicht mehr ganz genau wie ich angefangen habe. Jedenfalls hab ich ihr gesagt, dass sie bald alles überstanden hat, und das sie dann an einem Ort kommt, wo sie nie mehr Schmerzen haben wird.
Ich sagte ihr,das sie sich doch im Vertrauen einfach in die Hände von Jesus legen soll. Ich habe sie dann gefragt ob ich mit ihr beten soll, und an ihrem Blick sah ich das sie das wollte. Also hab ich noch mit ihr gebetet und mich dann verabschiedet. Ich hatte das Gefühl das sie sehr dankbar war, und meine Worte richtig aufgesaugt hat.

Am Wochenende war ich nicht auf der Station. Am Montag war dann Visite und der Pfleger sagte dann, das Frau ..... aus Zimmer.... verstorben sei. Er hat dann auch gesagt, das diese Frau schon seid ich weiß es nicht mehr mit Sicherheit, Wochen oder Monaten so da liegt und nicht sterben konnte. Als ich das gehört habe, hätte ich laut jubeln können, weil ich so eine Gewissheit hatte, dass diese Frau in ihrem Herzen das noch angenommen hat was ich ihr gesagt habe, und dann in Frieden gestorben ist. Für mich war das ein ganz wunderbares Erlebniss.




Liebe Grüsse
Lena
 
Eine gute Idee dieser Thread!
Es ist mittlerweile schon eine ganze Zeit lang her. Ich machte vor Jahren einen Schwesternhelferinnen Kurs beim DRK und mußte auch ein Praktikum im Krankenhaus machen.

Ich kam ausgerechnet auf eine Station wo nur schwer kranke waren. Es ist natürlich nicht angenehm so etwas zu sehen, wenn man das noch nie erlebt hat.
Ich bekam, in der Zeit mit, wie viele Patienten starben.
In den ersten Tagen kam ich in ein Zimmer, wo eine Patientin lag die an vielen Schläuchen hing ganz schwer atmete, oder nach Luft japste, und zum erbarmen aussah. Sie schaute mich mit einem Blick an, in dem eine unendliche Qual und Verzweiflung lag. Sie tat mir so unendlich leid, und ich habe innerlich zu Gott geschrien was ich dieser Frau sagen könnte ?!

Manche Menschen oder sogar die meisten glaube ich, rechnen ja selbst in so einem Zustand noch damit das sie vielleicht wieder gesund werden, es war also etwas gewagt ihr was vom Tod zu erzählen.
Ich war damals auch noch nicht die mutigste, aber ich bin dann an ihr Bett und habe angefangen mit ihr zu sprechen. Ich konnte ja auch nicht zu viel sagen, weil ich gesehen habe wie sehr sie sich quält.
Ich weiß nicht mehr ganz genau wie ich angefangen habe. Jedenfalls hab ich ihr gesagt, dass sie bald alles überstanden hat, und das sie dann an einem Ort kommt, wo sie nie mehr Schmerzen haben wird.
Ich sagte ihr,das sie sich doch im Vertrauen einfach in die Hände von Jesus legen soll. Ich habe sie dann gefragt ob ich mit ihr beten soll, und an ihrem Blick sah ich das sie das wollte. Also hab ich noch mit ihr gebetet und mich dann verabschiedet. Ich hatte das Gefühl das sie sehr dankbar war, und meine Worte richtig aufgesaugt hat.

Am Wochenende war ich nicht auf der Station. Am Montag war dann Visite und der Pfleger sagte dann, das Frau ..... aus Zimmer.... verstorben sei. Er hat dann auch gesagt, das diese Frau schon seid ich weiß es nicht mehr mit Sicherheit, Wochen oder Monaten so da liegt und nicht sterben konnte. Als ich das gehört habe, hätte ich laut jubeln können, weil ich so eine Gewissheit hatte, dass diese Frau in ihrem Herzen das noch angenommen hat was ich ihr gesagt habe, und dann in Frieden gestorben ist. Für mich war das ein ganz wunderbares Erlebniss.




Liebe Grüsse
Lena

Eine sehr schoene Geschichte, liebe Lena.

Ein wundervolles Geschenk, welches du der Frau machen konntest.
 
Ich hatte 3 Schlaganfälle.
3x war die rechte Seite gelähmt
3x musste ich alles von Anfang an neu lernen essen sprechen laufen
3x sollte ich ins Pflegeheim.
Heute sitze ich Zuhause in meiner Wohnung
kann sprechen alleine Essen sogar kochen,benötige nur wenig Hilfe und bin gehbehindert
aber Pflegeheim
Ne
Ich lebe alleine
Das ist für mich ein 3 faches Wunder.
 

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