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Woran kann es liegen wenn man mit anderen Menschen nur schwer auskommt?

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Gast

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Ich bin eine junge Frau von 29 Jahren und habe ein großes Problem das mir mehr und mehr zu schaffen macht.
Ich tue mich sehr schwer im Umgang mit anderen Menschen.
Das bedeutet zum einen das sie mich nicht so nehmen wie ich bin. Manchen zeigen zuerst noch Interesse aber wenn sie mich näher kennen lernen, lassen sie mich meistens schnell fallen. Wenn ich nach den Gründen gefragt habe, hieß es oft man kann mit mir nicht so viel Spaß haben wie mit anderen. Das ich so steif bin, nicht spontan sein kann weil Treffen mit mir immer mindestens einen Tag vorher geplant werden müssen. Daß ich auch zu passiv bin und nicht genug Interessen habe.
Dabei finde ich schon daß ich mich für so einige Dinge interessiere, wie z.B. Literatur, Musik, die Natur, Medizin und Psychologie. Was ich nur nicht mag sind größere Menschenmengen, und ich gehe deswegen und auch wegen des Lärms nicht in die Disco und nicht gern auf Partys.
Ich habe ein Problem damit auf fremde Menschen zu treffen. Ich weiß dann nicht worüber ich mich mit ihnen unterhalten soll. Ich bin auch nicht so gewitzt wie andere und kann nicht so unterhaltsam sein.
Kann man denn so etwas lernen?
Mir ist aufgefallen daß ich in vielen Dingen eine andere Meinung habe als andere. Damit schlägt mir ziemlich viel Unverständnis entgegen. Ich will nicht sagen daß ich an das meiste pragmatisch herangehe, sondern auch oft intuitiv. Aber anscheinend haben andere oft eine andere Intuition als ich.
Es heißt daß es mir schwer fällt mich in meine Mitmenschen hineinzuversetzen. Ich habe oft ein Verhalten oder eine Reaktion nicht verstanden und habe es mir erklären lassen. Aber ich sehe es nicht so daß ich mich generell nicht in andere hineinversetzen kann. Ich kann z.B. immer schnell spüren ob jemand traurig, verärgert oder abweisend ist. Nur das WARUM sich jemand jetzt gerade so verhält, ist manchmal schwer nachzuvollziehen.
Wenn ich in ein neues Umfeld komme, egal ob privat oder beruflich, passiert es schnell daß ich die Leute komisch finde. Ich empfinde sie oft als oberflächlich, kalt, zu selbstdarstellerisch oder auch primitiv. Dann neige ich dazu mich schnell abzukapseln. Das wird oft für Schüchternheit gehalten, aber es liegt dann bei mir eher daran daß mir diese Leute einfach nicht liegen.
Wenn ich allerdings jemanden mag, dann kann ich sehr anhänglich sein. Ich bin aber manchmal zu emotional.
Ich kann z.B. überhaupt nicht mit Unehrlichkeit, Unzuverlässigkeit und Überheblichkeit umgehen. Wenn ich dann sage, was mich stört, wenden sich die Leute schnell ab. Entweder weil sie zu empfindlich sind oder ich das betreffende nicht diplomatisch genug angegangen bin.

Ich hoffe, ihr konntet euch ein wenig ein bild von meiner problematik machen.
Was kann ich tun um besser mit anderen zurecht zu kommen?
 

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Gast

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Hallo!

Ich weiß nicht, ob meine Antwort so rüberkommen wird, wie ich das mir denke, da ich auch etwas unter Zeitdruck stehe heute und so ein Thema eigentlich doch eher mit Mitmenschen geklärt werden kann, die sich nicht damit herausreden, mit dir könne man wenig Spaß haben. Ich halte das für eine zurechtgelegte Antwort, die wohl in dem Moment auch den Empfindungen der anderen entspricht, aber eher entsteht, weil die Leute nicht richtig etwas sagen wollen oder nicht recht selbst wissen, warum sie so fühlen. Ich kenne genügend Menschen, die ich als uninteressant betrachten würde, die aber für andere ganz und gar nicht uninteressant sind.

Ich denke mal, deine Eigenwahrnehmung wird vielleicht mit den Hobbies eine andere sein, weil du dir entweder in die Tasche lügst, was deine Aktivitäten angeht und du zwar Interessen hast, aber diese wenig lebst, so dass andere dran teilheban könnten und auch erkennen würden, dass du Interessen hast. Eine andere Variante wäre, dass du nicht die simplen Freuden der anderen teilst. Immer musst du ernsthafter an etwas rangehen. Es ist gut, wenn du dir all deine Regeln für dich bewahrst, was nun Pünktlichkeit etc. angeht, aber andere mögen da sich meist nicht so gern festlegen. Du könntest belehrend rüberkommen. Ich glaube, viele mögen es eher unverbindlich und in gewissem Sinne auch spontan. Du belastet die Menschen, die Spaß und unverklemmtes Beeinandersein wollen so ziemlich. Das heißt nicht, dass du keinen Spaß willst und auch sonst nichts zu bieten hättest, du lässt einfach nur nicht Fünfe gerade sein und das wollen die meisten aber. Ach, ist nicht schlimm, dass du 10 Minuten später da warst und gestern nicht angerufen hast, ist doch menschlich. Sowas hätten die gerne, mit anderem machst du Angst.
Wenn du noch Sorgen hast, wollen sich viele auch nicht so ewig damit abkaspern, denn es belastet sie, sie wissen nicht, was sagen und noch viel besser: sie haben selbst Probleme. Wenn da einer so ernst ist, also zig problematische Herangeehensweisen ausstrahlt, können sie nicht Druck abbauen und mal entspannt sein.
Du musst nicht lernen, der Klassenclown zu sein und dich auch nicht so dolle ändern. Das große Stück, was du zu meistern hast, ist, dass du dir aus den Leuten weniger machen solltest, die dir den Rücken kehren und dir sagen, du seist Spielverderber. Die tauschen dich aus, also tausch sie aus. Lass sie ziehen, wenn es mir angeblich so unrelaxt ist. Sag nicht immer ein belehrendes Wort und leb einfach nach deinen Vorstellungen. Die Leute werden sehen, wenn du pünktlich bist und es zu schätzen wissen, selbst wenn sie es sich sparen. es macht dich ja zu dem Menschen, der du bist. Häng dich nicht an Freundschaften fest. Freundschaft wird heute anders definiert als meinetwegen irgendwann früher. Das heißt nicht, man bekommt Hilfe, wenn man sie braucht, sondern man bekommt Hilfe einfach und muss sich in Demut üben dafür. Jeder kleine Finger ist ein Hilfsangebot und die Leute wollen geschätzt werden für alles, was sie tun. Du musst individueller für dich sorgen, nur für dich, dann haben die Leute dich auch lieber. natürlich solltest du auch hilfsbereit sein, aber am besten ist, man passt sich dem Verhalten des Gegenübers an...Er kann nie, wenn du umziehst..dann kannst du auch nicht, wenn er umzieht oder machst da weniger leidenschaftlich mit..fertig..nicht klammern
 
W

waldfrau

Gast
Huhu Gast,
ja das kenne ich auch.
Auch ich gab innerlich schnell ein Urteil über Menschen ab.
Entweder mochte ich sie, oder eben nicht.
Verbal äusserte ich das früher auch gerne mal etwas krasser.
Das macht einen nicht gerade beliebt.
Ich mit meiner nordeutschen Kodderschnautze eckte da auch einige Male an.

Und immer waren es die anderen Schuld....:eek:
Im Laufe des Lebens habe ich dann eben lernen müssen,dass man nicht immer das aussprechen sollte, was man über andere Menschen denkt.

Reden ist eben Silber und schweigen Gold.;)

Das kannst du lernen, verkneife dir Kommenstare, die doch zu nichts führen und auch
meistens keinen Sinn machen und die sowieso keiner von dir hören wollte.

Ich habe das früher auch erst nicht begriffen.
Nur, du machst dich damit unbeliebt, obwohl du so Manches, was du von dir gegeben
hast, gar nicht so böse gemeint hast, oder sogar recht damit hattest.

Meine Freunde gehen da nicht zimperlich mit um, sie wissen eben, wie ich bestimmte
Aussagen meine und vertragen auch meine ehrliche, direkte Art, aber bei Fremden verkneife
ich mir das einfach erstmal und sage dann manchmal eben gar nichts.

Das geht....und tut nicht weh und man hat es wesentlich leichter und wird auch ernst genommen.;)
 

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