Ich schätze nicht vorher ab, ob sich da was "lohnt", es geschieht mir einfach.
Erst ist die, nicht nur körperliche, Anziehung da. Das Sich-Verlieben und jemanden begehren.
Ein Gesamtphänomen, das mich erfasst, derjenige oder diejenige ist - anziehend, interessant, erregend, erscheint mir außergewöhnlich toll.
Dann folgt die Annäherung. Es wird nahezu unausweichlich denjenigen oder diejenige näher kennen zu lernen. Es ist ein Drang, Sehnsucht, Verlangen, Neugier usw.
Wenn es nicht passt, also die Vorstellung von der Person nicht mit ihrem wirklichen Sein übereinstimmt, oder ein äußerst fieser Charakter unter schöner Maske steckt oder ähnliche Täuschungen und Selbsttäuschungen, stellt sich das bald heraus und daraus wird nicht viel Miteinander. Oder es wird eine irgendwie quälende Beziehung, bis man sich aus einer nicht passenden Konstellation wieder lösen kann.
Und Lieben, das ist nochmal ganz was Anderes... ob ich denjenigen in seinem So-Sein voll bejahe und sich das als Gefühl im Herz, als ein bestimmtes Wärmegefühl für den Anderen äußert. Plötzlich kann ich die drei Worte für jemanden denken bzw. das Gefühl wahrnehmen. Das ist jedenfalls der Begriff den ich mir bisher vom Lieben gemacht habe. Also Liebe wäre dann ein Sekundärphänomen. Lieben-Können hab ich vorher in mir, aber es entsteht als Gefühl für jemanden erst später, wenn ich den oder die genau erkundet habe.
Demnach stellt sich mir deine Frage in dieser Reihenfolge nicht. Ich fange erstmal an und stelle hinterher fest ob das was wird - bzw. ob das so bleiben kann 🙂